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Als Autos noch Charakter hatten: Die „Oldtimer Rallye“ zelebriert die gute alte Automobilzeit

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Heute muss man mindestens zweimal hinschauen: Welche Automarke fährt da gerade? Eine Reise in die Zeit und durch die Zeit, als noch jedes Auto einen unverwechselbaren eigenen Charakter hatte, ist die Oldtimer Rallye Wiesbaden, die vom 14. bis 17. Mai (langes Christi-Himmelfahrt-Wochenende) zum 32. Mal über 120 rollende Prachtstücke aus verschiedensten Zeiten der Automobilgeschichte auf die Straßen von Wiesbaden und Umgebung bringen wird – ein Fest für Fahrer, aber auch für das höchst willkommene Publikum. Die Großveranstaltung des Hesse Motor Sports Club, mit über sechzigjähriger Vereinsgeschichte selbst schon ein „Oldtimer“, ist nicht nur ein Genuss fürs Auge, sondern dient auch der Entdeckung der Langsamkeit. Der Weg ist hier ganz klar das Ziel. Viel wichtiger als protzige Höchstgeschwindigkeiten sind Gesichtspunkte wie Ästhetik und Design.

Ob der Cadillac M 30, Baujahr 1910, der Ford T-Modell Speedster (1912) oder   gleich zwei 1955-er Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer – die Fahrzeuge werden auch die Zuschauer, die an den Veranstaltungstagen mehrere gute Gelegenheiten zum Anschauen finden, ins Staunen versetzen.

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„Zahlreiche Vorkriegsfahrzeuge verleihen der Veranstaltung den besonderen historischen Charme“, bemerkt der langjährige HMSC-Präsident Friedhelm Eickhorn. Darunter befindet sich auch der Sieger des letztjährigen Schönheitswettbewerbs „Concours d´ Èlégance“, ein sehr seltener Mercedes 540 K (Kompressor) Roadster A aus dem Jahr 1937. Andere Vorkriegs-Klassiker sind zwei Bugatti, ein Lagonda RG 45 Rapide sowie ein Jaguar SS 100. Beliebte Teilnehmer-Fahrzeuge nach 1945 sind etwa der VW-Bus „Samba“ mit seinen zahlreichen Glasdächern oder ein exklusiver Rolls Royce Silver Cloud mit dem Baujahr 1957.

Ein bisschen Cars muss sein

Im Fahrzeug mit der Startnummer 1, wo sonst, wird der langjährige Wahl-Wiesbadener Roberto Blanco als prominenter Teilnehmer auf dem Beifahrersitz Platz nehmen Am Steuer des 1955-er BMW 502 V 8 wird Wolfgang Rücker sitzen. Der im Wiesbadener Westend aufgewachsene Unternehmer steuert über seinen „Rücker Classic Club“ einige der besonders bestaunenswerten Fahrzeuge zur Rallye bei.

Beste Beoachtungspunkte – Plausch in der Driver´s Lounge, freier Eintritt beim “Concours d´Elegance”

Beste Beobachtungspunkte für das höchst willkommene Publikum sind in Wiesbaden etwa die Fahrzeugabnahme an Christi Himmelfahrt ab 12 Uhr auf dem Schlossplatz, die Zielankunft der Fahrzeuge auf dem Schlossplatz (Freitag, 15. Mai, 16.30  Uhr – beim De Stalter Naschwerk am Markt wird eine “Drivers Lounge” geben. Hier erwartet Teilnehmer wie Publikum und die gute Gelegenheit, in netter Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen, während alle Teilnehmerfahrzeuge auf dem Dern´schen Gelände geparkt sind und für eine tolle Kulisse sorgen werden) und vor dem Kurhaus (‘Samstag, 16. Mai, 16.30 Uhr). Als Höhepunkt gilt dann der „Concours d´Elegance“ im Kurpark (Sonntag, 17. Mai, 10.30 Uhr), der in diesem Jahr erstmals bei freiem Eintritt besucht werden kann. Aber natürlich können die Automobile auch – sowieso kostenfrei – entlang der Routen, etwa im Rheingau oder auf Mainzer Seite, bewundert werden.  www.hmsc.de (Dirk Fellinghauer / Fotos HMSC)