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Auf die Hand: Street-Food-Hype erreicht Wiesbaden – Genussreiches Festival feiert am Wochenende Premiere

StreetFood_WI_CookingAces_2spVon Dirk Fellinghauer.

Es hat gedauert, bis der Street-Food-Hype Wiesbaden erreicht. Dafür dürfte das, was hier Enthusiasten am ersten September-Wochenende erstmals auf die Beine stellen, nun umso besser werden. Wenig später wird auch in Frankfurt mit Wiesbadener Note zugebissen.

Ein kleines Street-Food-Festival gab es in Wiesbaden schon vor Monaten. Nur hieß es damals noch nicht so. Als die Eventlocation Bungalow eingeweiht wurde, ließen es sich die Gäste in super entspannter Atmosphäre an verschiedenen Stationen schmecken. Am Ende des Tages fragten sich Bernd Zehner, der mit Gregor Raimann und weiteren Kollegen (Foto von links Gregor Raimann, Bernd Zehner, Ronny Marzin und René Kalobius) das  coole Köchebündnis „Cooking Aces“ betreibt , und stadtleben.de-Macher Kai Kauermann: „Warum machen wir nicht ein Street Food Festival in Wiesbaden?“ Zwei Tage später war, noch ohne konkrete Location oder genauem Konzept, eine Webseite am Start. „Sensationelles Feedback“ bestärkte die Beiden, genau die richtige Idee gehabt zu haben. Fehlte „nur“ noch die Umsetzung.

Die wird es nun erstmals am ersten September-Wochenende rund um den Schlachthof geben. Auf dem Weg zum Ziel haben die Veranstalter viele Festivals  besucht, geschaut, wie man es richtig macht und auch bemerkt, was man so alles falsch machen kann. „Das wird nun das Festival, das wir auch selbst besuchen würden“, beschreiben sie euphorisch ihr gutes Gefühl. Jede Menge Akteure und Anbieter haben sie schon mal angesteckt, überwiegend aus Rhein-Main, aber auch aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. „Die haben alle Bock auf Wiesbaden“, freut sich der bestens vernetzte Bernd Zehner.

StreetFood_Wi_2spVon Insekten bis Hummer
„Von Insekten bis Hummer wird alles dabei sein“, kündigt er eine kulinarische Palette an, die es  in sich hat. Neben Extravagantem gibt es natürlich auch die Klassiker wie Burger und Pulled Pork. Vegetarier, Veganer oder Allergiker kommen ebenfalls auf ihre Kosten, auch Koscheres ist im Angebot, ebenso „Fast Casual Schweinereien“. An rund  fünfzig Ständen gibt es Raclette, „Lizza“ (Chia- und Leinsamen-Pizza), Austern, Pannini und vieles mehr, Herzhaftes wie Süßes, trendige Getränke sowieso.

„Es war uns wichtig, nicht einfach noch ein Street Food Festival zu machen, wir denken ganzheitlicher“, erklären die Macher ihren Ansatz. Es gibt auch einen Markt in der Halle, mit Verkaufsständen und Bühnenprogramm. „Die Leute machen sich mehr Gedanken beim Essen, sie wollen wissen, wo kommt das her?“, stellt Zehner zufrieden fest und freut sich über das Ende des XXL-Wahns: „Es geht um Qualität. Wir sind bestimmt keine militanten Veganer, aber sehen den Trend zu weniger Fleisch: Lieber weniger Steak essen und dafür Besseres.“ Beim Festival herrscht Plastikverbot, serviert wird auf Recyclingpappe, Palmblättern und auf der Gourmetmeile auch auf Porzellan. Noch etwas stellt Zehner fest: „Die Leute trauen sich was.“ Jede Menge Tricks und Tipps für das Kochen jenseits von 08/15 auch am heimischen Herd sollen die Besucher von Hochkarätern bekommen. Der Schlachthof steuert ein auf die Thematik abgestimmtes Kulturprogramm bei, zum Beispiel eine Gänsekapelle. Diesem ersten Festival sollen weitere folgen, an wechselnden Locations. Der Termin für das zweite steht bereits fest, am 3. Oktober in Biebrich.

StreetFood_PretADiner_2spStreet-Food im Wolkenkratzer
Auch nach Frankfurt lohnt sich der Weg für Street-Food-Fans im September. „Pret A Diner“ bringt den Hype um die Happen in den 25. Stock des Nextower-Wolkenkratzers – und das mit Wiesbadener Note. Konzept und Look der erfolgreichen Pop-up-Restaurant-Reihe von Cateringkönig KP Kofler verantwortet weltweit der Wiesbadener Designer Michael Müller (Foto links).  Nach der Demokratisierung der Sterneküche dreht „Pret A Diner“ bei diesem Gastspiel zur IAA  den Spieß um und veredelt die Straßenküche. „Around The World in 80 Bites“ geht es, inmitten der abendlichen und nächtlichen Skyline-Silhouette. Statt wie bisher klassisch Menüs anzubieten, können die Gäste einen Reisepass inklusive eigener Währung erwerben.“Wir spüren eine große Sehnsucht nach einfachem, gutem Essen in bester Gesellschaft, nach ehrlicher Küche ohne viel Chi Chi, die uns die geschmackliche Vielfalt dieser Welt entdecken lässt“, erklärt „Pret A Diner“-Initiator KP Kofler (Foto rechts). Wie schmeckt Straßenküche aus Südamerika, Nordamerika, Asien und Europa? Wer hat die innovativsten Ideen? Wer kann herzhaft, wer exotisch, wer frisch und leicht, wer knusprig und wer zart? Und wer zaubert Nachtische zum Niederknien? „Around The World in 80 bites“ will seine Gäste von Biss zu Biss in eine neue Welt entführen. Straßenmusiker, Poeten, DJs, Artisten, Maler und andere Kreative aus der ganzen Welt werden für eine einzigartige Atmosphäre über den Dächern Mainhattans sorgen. Beim Vorab-Pressetermin zeigte sich Tim Mälzer (Foto Mitte), der mit zwei Ständen vertreten sein wird, schwer begeistert. Bei der Ausstattung des Events wurde Michael Müller auch im Wiesbadener Westend fündig: „Die Teppiche stammen alle aus einem Laden in der Wellritzstraße“, verriet er uns.

 sensor präsentiert: 1. Wiesbadener Street Food Festival & Market. Samstag, 5., und Sonntag, 6. September, jeweils 11 bis 20 Uhr. Kulturpark & Schlachthof. www.street-food-market.de (Kulturbeitrag 3 Euro, Vorverkauf hier) Für kostenloses Wlan auf dem gesamten Gelände sorgt Freifunk Wiesbaden.

 Pret A Diner „Around The World in 80 Bites“. 10. bis 27. September, jeweils ab 18 Uhr. Nextower Frankfurt. www.pretadiner.com

 

 

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