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„Axel Hacke liest“ am 1. Oktober im Staatstheater – aber was nur?

Am 1. Oktober liest Axel Hacke im Staatstheater Wiesbaden – aber was liest er denn? Das lässt sich vorher nicht genau sagen, denn Hackes Prinzip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu bringen und erst im Laufe des Abends spontan zu entscheiden, welche er vorträgt. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest: „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen.“

„Warum leben wir nicht so, wie wir leben könnten?“, diese Frage stellt sich Hacke in seinem 2017 erschienenen Buch. Sich mit dieser Frage gründlich zu beschäftigen, das habe ihn interessiert. Dabei ging es Hacke nicht darum Moralpredigten zu entwerfen, im Gegenteil. „Ich finde, man muss sich selbst Fragen stellen, neugierig auf andere sein. Vermutlich geht es in unserer komplizierten Welt auch zuallererst nicht um die Lösung aller Probleme. Die hat ohnehin keiner, und wer so tut, als hätte er sie, dem sollte man misstrauen. Sondern es gilt, eben diese Tatsache mit Anstand zu ertragen und sich dabei mit der großen und immer neu zu stellenden Frage zu beschäftigen: Wie wollen wir eigentlich miteinander und mit uns selbst umgehen?“, so Hacke. Interessante und aktuelle Fragen in den Zeiten von Corona, Interessierte dürfen gespannt sein.

Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Norddeutsche Rundfunk einmal dem Publikum gab: „Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden.“
Tickets unter 0611/132325, vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de oder www.staatstheater-wiesbaden.de. Um 19.30 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters.

(apo/Foto: Thomas Dashuber)

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