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Das mit dem Blubb-Das Museum Wiesbaden begrüßt eine erlesene Schar Meeresbewohner

Gut, Wiesbaden ist keine Hansestadt. Und die Angler an den Ufern des Rheins werden wohl vergeblich darauf warten, dass ein Barrakuda am Köder knabbert, schließlich zieht der Raubfisch mit den messerscharfen Zähnen tropische Gewässer vor. Umso schöner also, dass es in Wiesbaden ab dem 8. Mai mit der „Ästhetik der Natur“ wieder eine naturwissenschaftliche Ausstellung im Museum Wiesbaden zu bestaunen gibt, die ihre Besucher ins kühle Nass entführt.

Möglich macht den Blick unter die Wasseroberfläche die Alfred-Weigle-Stiftung, die mit 17.000 Euro zwei Vitrinen zum Thema „Schwimmen“ mit allerhand schuppigen Bewohnern ausstatten ließ. Heute wurden sie der Presse vorgestellt.

Goldmakrelen, Lachse, Tunfische – sie alle tummeln sich täuschend echt vor ozeanblauer Kulisse. Denn für die Ausstellungsstücke haben reale Tiere Modell gestanden: Der Abguss einer Scholle fand sein Vorbild im Fischhandel, die Vorlage für die Korallenfische lieferte ein zoologischer Garten und die Inspiration für den prachtvollen Lachs wurde von Fischpräparator Oliver Fuckert selbst gefangen. Dessen Kolorationsfertigkeiten lobt die Biologin Susanne Kridlo, die die Fischvitrinen koordiniert hat, besonders. Auch der Wiesbadener Unternehmer Alfred Weigle, der das Museum schon öfter unterstützt hat, schätzt die Kunst der Präparatoren sehr: „Sie sind es, die das Schöne und Bleibende schaffen“. Er selbst sorge ja nur dafür, dass man diese wertvolle Arbeit bezahlen kann. So war es dank der Weigle-Stiftung möglich, eine Ohrenqualle beim dänischen Modellbauer Esben Horn perfekt nachbilden zu lassen – in ihrer ganzen filigran durchsichtigen Schönheit ist sie neben den anderen Unterwasser-Spezialisten auch für Nichtschwimmer in der Dauerausstellung ab dem 8. Mai aus nächster Nähe zu betrachten. (kvg)

www.museum-wiesbaden.de

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