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Freizeitspaß des Monats: Superfly Trampolinpark, Ostring 6a, Nordenstadt

Von Anja Baumgart-Pietsch. Fotos Superfly.

„Departures“ prangt über der Eingangstür, „Check in“ am Empfangstresen. Hier wird geflogen – aber aus eigener Muskelkraft. „Superfly“ heißt denn auch die brandneue Sport-Entertainment-Location, die Ende April als dritter Standort in Deutschland in Wiesbaden-Nordenstadt eröffnet hat –mit 4500 Quadratmetern als eine der größten Trampolinhallen Europas. Drei weitere „Air Sport Parks“ sind bereits im Entstehen begriffen, sagt Betriebsleiter Dennis Deider. In der dunkel gestrichenen, effektvoll beleuchteten 4500-Quadratmeter-Halle (eine der größten Europas) hallt fröhliches Kreischen, überall sieht man auf- und abhüpfende Körper. Sie springen in Schaumstoffgruben, hangeln an Trapezen, schlagen Salti, lassen sich von Rampen fallen. Oder schauen dem Spektakel bei einer Tasse Kaffee zu.

„Superfly“ trifft, importiert aus den USA, den sportlichen Zeitgeist: Der sieht so aus, dass man sich Bewegungszeit pro Stunde bucht, so wie zum Beispiel in den zahlreichen Klettergärten, und sich währenddessen richtig auspowert. Auch „echte“ Sportler können hier profitieren: Turner beispielsweise, die ihre Sprungkraft verbessern wollen. Kondition und Kraft schadet das Trampolinspringen sicher auch nicht. „Viele haben schon nach einer Tageskarte gefragt“, sagt Dennis Deider. „Ich sag denen dann erst mal: Macht mal eine Stunde und dann seht, ob’s noch geht.“ Die Abiturientengruppe aus Bad Kreuznach, die an diesem Tag den Parcours unsicher macht, hat sich zwei Stunden gebucht.

Tierisch anstrengend – und ein Riesenspaß

„Wir wollten uns mal was ganz anderes gönnen“, sagt die 18jährige Christine. Mit neun Kumpels ist die Gruppe hier aktiv. Es lohnt sich – und es ist tierisch anstrengend, bestätigt Lukas (19), der mit von der Anstrengung zitternden Händen dazukommt. Am meisten Spaß macht ihm das Fallenlassen von ziemlich hohen Türmen in die Schaumstoffgrube. „Man kommt nur relativ schwer wieder raus“, meint Christine. Nebenan hüpft eine ganze Familie, die Höhns aus Kelkheim, ein Ehepaar mit einem kleinen Bub, dem fünfjährigen Jonas. „Endlich mal was, was wir alle sehr gut zusammen machen können“, sagt die Mama. „Joggen oder sowas geht ja eher schlecht mit Kind. Aber hier haben wir alle Spaß.“ Auch sie haben sich zwei Stunden Sprungzeit gegönnt. Das kostet unter der Woche 19.50 Euro, am Wochenende 24 Euro. Zusätzlich muss man sich einen Identifikationschip kaufen. Unter 18 ist die elterliche Erlaubnis nötig – wer die vergessen hat, kann das auch telefonisch erledigen. „Anmeldung ist gut“, rät Dennis Deider. Denn es gibt eine maximale Anzahl an Springern, um Verletzungsgefahren vorzubeugen. Ist diese erreicht, heißt es warten.

Spring-Disco und Hüpfy birthday

Sicherheit wird großgeschrieben, obgleich man natürlich, wie bei jedem Sport, Unfälle nicht ausschließen kann: „Aber ohne Einweisung springt hier niemand, ganz egal, wie oft er schon hier war“, so Deider. Diverse Mitarbeiter – Superfly beschäftigt 70 Angestellte – schauen zu und greifen bei Bedarf ein. Auch Hygiene und technische Überprüfungen stehen regelmäßig auf dem Programm. Es gibt Veranstaltungen wie den „Friday Night Jump“, eine Art Spring-Disco. Man kann auch Geburtstage hüpfenderweise feiern. Und an jedem ersten Donnerstag im Monat wird ein Themenabend stattfinden. Man habe auch vor, sagt Dennis Deider, Vereine in der Umgebung anzusprechen und sich vielleicht auch ins kommunale Ferienprogramm einzuklinken. „Wir wollen jetzt erst einmal richtig ankommen im Rhein-Main-Gebiet.“

Wer einen Besuch plant, kann sich erst einmal im Internet ein „Sicherheitsvideo“ anschauen, bei dem eine „Stewardess“ die Sicherheitsregeln erklärt. „Then you are ready for lift off.“ Und das heißt: Wände hochlaufen, „Dodgeball“ mit Freunden spielen, an Basketballkörben das ultimative Dunking praktizieren, den „Ninja Course“ schaffen, auf 30 zusammenhängenden Trampolinen durch den ganzen Raum springen  oder auf einer 15 Meter langen Bahn endlich mal den Flickflack richtig springen, und so weiter und so fort. Eine gewisse Grundsportlichkeit schadet nicht, aber hier sind auch „Couch Potatos“ willkommen, unterstreicht Dennis Deider. Und alle, egal ob Anfänger oder Profi, springen in Stoppersocken. Die kann man mitbringen oder vor Ort kaufen. Und noch eine ganz wichtige Regel: Kein Alkohol auf dem Trampolin. Deswegen gibt’s an der Bar auch nur alkoholfreies Bier.

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