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Frischer Wind im Kerbeverein: Junge Generation belebt die Feldsträsser Kerb kulturell

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Neuorientierung im Bergkirchenviertel: Patrick Stroh, Sohn des Vereinsvorsitzenden Hans-Peter Stroh, und Christian Irimia Balazs, Anwohner der Feldstraße, setzen am kommenden Wochenende von Samstag, dem 30. bis Sonntag, dem 31. Juli neue Impulse bei der Feldsträsser Kerb. Mit DJ Musik aus den 80 & 90er Jahren, Cocktailbar und einem Rapkünstler, Kinderaktivitäten, Flohmarkt und Livemusik peppen sie die traditionelle Veranstaltung des alteingesessenen und historischen Vereins auf.

Es war einmal

„Der Kerbeverein soll für jeden da sein und wird eine Bereicherung für das ganze Viertel sein“, so Patrick Stroh. Der 1898 gegründete Verein, über den er spricht, ist der derzeit älteste noch existierende Kerbeverein in Wiesbaden. Die Feldstraße mit ihrer Kerbegesellschaft ist heute eine kleine, unscheinbare Straße. Kaum zu glauben, was für ein bemerkenswertes kulturelles Leben hier einst herrschte. Betagtere Wiesbadener kennen die Kerbe-Kultur. Früher waren Kerbegesellschaften eine echte Institution in vielen Straßen und Stadtteilen. Auch wenn jungen Leuten eine „Kerbe“ oft kein Begriff mehr ist.

Feldsträsser Kerbefest2_3007Multikultur und Weiterentwicklung der eigenen Kultur

Christian Irimia Balazs sieht die verschiedenen kulturellen Hintergründe der Mitbewohner und Mitbewohnerinnen als Bereicherung und Chance. „Die Unterschiede machen das Leben interessanter“, sagt er: “Heimat wird hip  hieß es in der letzten Ausgabe des Stadtmagazins sensor, und so sehen es auch die neuen jungen Menschen im Verein”. Für Christian und seine Freunde heißt es jetzt die negativen Punkte weglassen und die positiven Eigenschaften des Vereins hervorheben. Statt andere Kulturen unreflektiert anzunehmen, möchte Christian lieber an seiner Kultur oder besser gesagt an seinen Kulturen arbeiten, um sie weiterzuentwickeln. Dies ist eine besonders spannende Aufgabe, wie er findet. (tawi/FotosVeranstalter)

 

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