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Grenzen der Wahrnehmung lösen sich auf: „Alles im Wunderland“ durch Auge der Spionagekamera erleben

Eine Biene, eine Spinne, ein Hai, eine Schlange und eine Kakerlake – mechanische Vertreter dieser Tiere wurden im Kunstverein ausgesetzt, um die Kunstwerke der aktuellen Schau aus ihrer Perspektive aufzunehmen. Die Filmklasse von John Skoog der Kunsthochschule Mainz hat eine Dokumentation der tierischen Art über die Ausstellung „Alles im Wunderland“ im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden gedreht. Diese ist nun zu den Öffnungszeiten des Kunstvereins online anzusehen.

In dem Projekt „more human than i am alone“ lösen sich die Grenzen zwischen mechanischer, menschlicher und tierischer Wahrnehmung auf. Für die Aufnahmen wurden fünf verschiedene Spielzeugroboter umgebaut und jeweils mit einer Spionagekamera ausgestattet. Die Biene, die Spinne, der Hai, die Schlange und die Kakerlake wurden in den Räumen auf die Exponate „losgelassen“, um die Ausstellung für einen Tag aus ihrer Perspektive aufzunehmen.

Das gesammelte Material wurde von den Studierenden bearbeitet und anschließend auf einer speziell für diesen Zweck gestalteten Website veröffentlicht – ein besonderes Angebot, die aktuell geschlossene Ausstellung dennoch zu erleben. Während der gesamten Ausstellungsdauer wird es weitere Interventionen geben, die die Themen der Ausstellung im digitalen und öffentlichen Raum rund um Wiesbaden erweitern.

Die Website ist für die verbleibende Dauer der Ausstellung bis 7. Februar 2021 online und nur entsprechend den Öffnungszeiten des Kunstvereins zugänglich: Di/Mi/Fr 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr.

(apo/Foto: Filmklasse Mainz 2020)

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