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Ich sehe was, was du nicht siehst – Welchen Ort suchen wir?

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Von André Werner

Ein Provisorium (von lat. Provisio, „Vorsorge“) bezeichnet eine für den vorübergehenden Zweck eingerichtete Sache. So ist zum Beispiel ein völlig überteuerter Neubau, errichtet auf einer diffusen Rechtsgrundlage, kein Provisorium. Ganz anders steht es um unser gesuchtes Provisorium. 1902 erbaut von Felix Genzmer, seines Zeichens Architekt des Späthistorismus, bietet der gelbe Backstein einen ausgefallenen Rahmen und ein ganz besonderes Ambiente. Nach wechselnden Nutzungen demnächst wieder für ganz was Neues, von dem aber vieles ausgesprochen alt ist. Auf 1.250 qm kann bis zur geplanten Eröffnung am 1. März 2016 noch einiges gehängt und gestellt werden, immerhin ist es vier- bis fünfmal mehr bespielbare Fläche als bisher. Füllen sollen sie auch die erhofften Touristenströme, die bisher achtlos vorbeigingen und vielleicht dachten: „Naja, Schaufenster gibt es hier ja viele“. Obwohl ja auch einige kamen und nicht schlecht staunten. 15.000 waren es letztes Jahr,  mit der neuen Lage sollen es deutlich mehr werden. Der Plan könnte aufgehen. Erst auf´s Amt, dann nebenan ein Gebet loswerden, anschließend stärken und dann zum Gucken in den Keller. Klingt fast wie eine dauerhafte Lösung. Soll aber nur vorübergehend sein.

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