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Restaurant des Monats: Jodena’s Diner, Seerobenstraße

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Von Jan Gorbauch. Fotos Frank Meißner.

Für alle Fans der amerikanischen Küche gab es in Wiesbaden bisher nicht gerade viele Ausgehmöglichkeiten. Seit Juni diesen Jahres bereichert Anthony „Tony“ Nwayotalu das Westend allerdings mit einer neuen Option: Jodena’s Diner (wobei es sich bei JO-DE-NA um die Anfangsbuchstaben von Tonys Kindern handelt – ein Geheimnis, welches oft erfragt wird). Tony macht dies nicht zum ersten Mal: Er hat bereits Erfahrung als Koch und Geschäftsführer in einem ähnlichen „American Style“-Diner in Heidelberg gesammelt. Hier in Wiesbaden wagt er nun mit dem eigenen Laden den nächsten Schritt.

Das Restaurant befindet sich im Erd- bzw. Untergeschoss eines weißen Altbautgebäudes. Von außen kommt es, trotz kleiner Terrasse, zunächst unscheinbar, fast versteckt daher. Sobald man aber hereintritt, wirkt ein ganz anderes Ambiente, wird man aus dem Wiesbaden des Jahres 2014 in die USA der fünfziger und sechziger Jahre, die Zeit des Rockabilly und der dicken Straßenkreuzer, zurückversetzt: eine große, schwarz-weiß gekachelte Bar mit roten Hockern, Edelstahltische mit ebenfalls roten Stühlen und türkisen Lederbänken, Filmplakate und US-Nummernschilder an den Wänden und allerlei weitere Amerika-typische Dekoration – das Motto wird konsequent durchgezogen, bis hin zur Musik, die läuft. Alles „easy going wie in den USA“, betont Tony mit einem Lachen: „Hier duzt man sich natürlich auch sofort“. Jodena’s Diner fügt sich mit diesem Konzept und der heiteren Belegschaft perfekt in das multikulturell-lockere und abwechslungsreiche Westend.

Die Karte spielt das Thema natürlich ebenfalls mit – sei es zum Frühstück (am Wochenende) oder zum deftigen Dinner. So kann man den Tag stilecht amerikanisch, neben einer großen Auswahl an Frühstücksmenüs, mit Buttermilch-Pancakes, Bacon and Eggs, French Toast, Bratwürstchen (keine Sorge, es gibt auch ausgewogenere Optionen) und einem Milchshake starten. Ist der Tag schon etwas weiter vorangeschritten, muss es natürlich mehr sein als ein Frühstück.

Burger mit dem gewissen Extra

Kein Problem – denn das Diner wartet natürlich auch mit reichlich amerikanischem Bar-Food auf, das Tony, oft selbst am Herd, mit „europäischer Frische“ versieht. Vor allem die Auswahl an Burgern ist groß: viele Kreationen, wie der „Madridburger“ mit scharfer Mojo-Rojo-Soße oder der „Milanoburger“ mit Pesto (die meisten Soßen werden täglich hausgemacht), bieten dabei mehr, als man vom klassischen Burger gewohnt ist. Für Lokalpatrioten gibt es allerdings nur eine Wahl – den „Wiesburger“ mit frischen Pilzen, Zwiebeln und Käse. Ganz Mutige wagen sich an den „Hollywood Super Burger“, der mit 660 Gramm Fleisch aber eine gewaltige Herausforderung darstellt. Wenn der Sinn gerade nicht oder nicht nur nach Burger steht, gibt es natürlich auch noch Steaks, Wraps, Ribs, Melts, Sandwiches und Salate.

Jodena’s Diner Seerobenstr. 29, 65195 Wiesbaden, www.jodenas-diner.de, Tel. 0611/18176313

Mo-Do: 16-23 Uhr; Fr: 16-24 Uhr; Sa: 10-24 Uhr; So: 10-23 Uhr

Rezept Mojo-Rojo-Soße/Madrid-Burger

Die Mojo-Rojo-Burgersoße im Jodena’s Diner ist eine cremige Soße auf Tomatenbasis. Sie wird mit 3-4 EL Olivenöl, 2 TL Tomatenmark, gehackten getrockneten Tomaten, 1 TL getrockneten Zwiebeln, 1 TL getrocknetem Knoblauch, nach Belieben Peperonipulver, 1 TL Kümmel, 1 TL Oregano,  und 2-3 EL frischen, gewürfelten Äpfeln zubereitet. Die Zutaten einfach pürieren und währenddessen so viel Öl zugeben, bis eine cremige Paste entsteht dann mit Salz abschmecken, für längere Haltbarkeit aufkochen. Die Soße passt besonders gut zu unserem Madridburger, der neben der Soße noch mit Angus Beef Patties, gebratenen frischen Zwiebeln und Pilzen serviert wird.

 

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