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Restaurant des Monats: Kitano- sushi & korean, Wellritzstraße 28

restaurant_kitano_09Von Jan Gorbauch, Fotos Frank Meißner

Vor allem ist die Wellritzstraße für ihre türkische Gastronomie bekannt. Diese wächst weiter – gerade hat ein Frankfurter Investor die Eröffnung eines neuen türkischen Großlokals in den langjährigen Räumen von „Pischinger Berufsbekleidung“ angekündigt und das “Harput” die Erweiterung um ein Fischlokal -, aber: Gleichzeitig wird die kulinarische Auswahl noch vielfältiger, und man findet auch Leckereien anderer Nationalitäten. Seit knapp vier Monaten zählt auch exzellente koreanische Küche dazu: Kwang-Hun Lee betreibt das „KiTANO – sushi & korean“, in dem er neben zahlreichen Sushi-Spezialitäten auch Gerichte aus seiner Heimat Korea anbietet. Trotz seiner jungen 36 Jahre hat er schon reichhaltige Erfahrung gesammelt.

Nach einer Ausbildung zum Hotelfachmann in Berlin wechselte er in die Küche, „weil mir das einfach mehr Spaß macht“, wie er sagt, und begann in verschiedenen Sushi-Restaurants, sein Handwerk zu lernen. Im Anschluss hat er im Rhein-Main-Gebiet nach einer passenden Gelegenheit für einen eigenen Laden gesucht und kam schließlich eher zufällig über ein Kleinanzeigenportal zu dem kleinen Restaurant in der Wellritzstraße. „Die Situation ist hier nicht ganz optimal“, erklärt Lee, „weil es einfach viel zu wenige Parkplätzen gibt“. Deshalb sieht er das KiTANO momentan auch hauptsächlich als Lieferservice. Kunden können die Speisekarte ganz bequem online studieren und dann auch direkt über die Webseite bestellen. Über Besuche vor Ort freut er sich aber natürlich besonders.

Dem Chef beim Sushi-Rollen zuschauen

Im Restaurant können Gäste in gemütlicher Atmosphäre an einem der sechs Tische dem Chef direkt bei der Arbeit hinter dem Tresen zusehen und beobachten, wie das Sushi frisch gerollt wird. Man sollte aber unbedingt auch die koreanischen Gerichte ausprobieren. Klar, es gibt tolles Kimchi, welches Lees Frau nach altem Familienrezept einlegt. Die frisch zubereiteten, warmen Mahlzeiten sind aber mindestens genauso gut: traditionell sind es Reisgerichte mit Beilagen, wie zum Beispiel Bulgogi (gebratenes Rindfleisch, Glasnudeln und Gemüse) oder Dakgangjeong (mariniertes und paniertes Hähnchenfleisch). Es gibt aber auch Glasnudelgerichte wie Japchae (Glasnudeln mit mariniertem Rindfleisch und Gemüse) oder Ramen-Suppe.

Was Lee serviert, sind allesamt sehr leckere, herzhafte, aber trotzdem frische und leichte Speisen. Und auch hier gilt: alle Soßen und Marinaden – laut Lee „das Geheimnis koreanischen Essens“ – werden nach Familienrezepten zubereitet. Das Ergebnis schmeckt exotisch, fruchtig-scharf, einfach gut. Lees Wunsch ist es, damit auch die koreanische Küche in Wiesbaden ein klein wenig bekannter zu machen, denn „eigentlich gab es hier bisher kaum Restaurants in diese Richtung“.

KiTANO – sushi & korean, Wellritzstraße 28, 65183 Wiesbaden, Tel.: 0611/7244150, www.kitano-wiesbaden.com, Di-Sa 11:30-14:30 Uhr und 17:30-22:00 Uhr, So und Feiertage 17:30-22:00 Uhr

Rezept für Kimchi

Zutaten: 2 Köpfe Chinakohl, ca. 2,5 kg, auf gute Qualität achten, 150 g Salz, jodfrei, 1 Karotte(n), 1 kleiner Rettich (Eiszapfen), 1 Zwiebel, weiß, 1 Bund Frühlingszwiebel, 1 Bund Schnittlauch, chinesischer, oder Schnittknoblauch, 1 Knolle Knoblauch, klein, 1 Stück Ingwerwurzel, 1 Birne, geschält und entkernt, 4 EL koreanische Chiliflocken (Gochu garu), wichtig für gutes Aroma und eine satte hellrote Farbe 1 TL Chilipulver (oder mehr, je nach gewünschtem Schärfegrad)

Zubereitung: Zuerst den Chinakohl in Wasser mit Salz ca. 3-4 Std. einlegen und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Danach das Wasser abgießen und den nassen Chinakohl leicht drücken bis kaum noch Wasser tropft. In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten zu einer Marinade vermischen und den abgetropften Chinakohl damit einreiben und gut durchziehen. Nach 2 Tagen kann man dann das Kimchi verzehren.

 

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