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sensor-Wochenendfahrplan: Jazzig, lässig, lustig – und Europa-begeistert

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Von Laura Ehlenberger. Fotos Veranstalter. 

Eine Woche mit vielen Sonnenstunden hat uns der Wettergott beschert, ein Wochenende mit erheiternden Jazz-Acts steht uns noch bevor – eigentlich doch der Garant für gute Laune! Und nach einem eisigen Winter mit gefühlskalten Staatschefs  braucht es jetzt dringend ein wenig Wärme. Die gibt es beim Jazz Festival, bei leckerem Eulchen Bier, bei Frank Fischer und Marius Jung und wenn sich hier – Depeche Mode Party im Kulturpalast! – nicht das Herz des ein oder anderen Wiesbadener erwärmen lässt, dann muss eben weiter auf den Frühling gewartet werden – oder auf die neue sensor-Ausgabe. Coming soon! Aber erstmal: Schönes Wochenende!


FREITAG 

Just Music – Beyond Jazz Festival Wiesbaden: An diesem Wochenende wird es ganz schön jazzig! Die Kooperative New Jazz, Artist Wiesbaden und Jazzarchitekt haben gemeinsam mit dem Kulturamt das „Just Music’17 – Beyond Jazz Festival“ auf die Beine gestellt. Dieser zweitägige Konzertmarathon im Kulturforum lädt zum musikalischen Entspannen und Genießen ein. Dafür sorgt das passende Programm. Geladen sind das Moritz Wesp Quintett, Pat Thomas Piano Solo, Digital Primitives, Agustí Fernández, Lucía Martínez, Die Fichten und All Included. Der Startschuss fällt am Freitag um 18.30 Uhr – und am Samstag wird weitergejazzt!

Paula: Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren Paula Becker und Otto Modersohn eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heiraten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. So wie die Gemälde der jungen Frau, die mutig nach dem Leben greift und die als Paula Modersohn-Becker in die Kunstgeschichte eingehen wird. Das Caligari zeigt ihr Leben und Schaffen um 17.30 Uhr.

Eulchen Bier zu Gast im Kiezkaufhaus: Über den Rhein zu uns gefahren kommen am Freitag die Jungs vom Eulchen Bier aus Mainz. Ab 18 Uhr erzählen sie im Kiezkaufhaus-Pop-up-Store in der Wilhelmstraße, wie 2013 die “Rebellion gegen das Einheitsbier” entstand und zeigen, dass man seine Bachelorarbeit auch trinken kann. Mit dabei haben sie das erfolgreiche Quartett “Märzen, Helles, Weißbier und Bock”.

Kreator: Scooter sei der Grund, warum Deutschland international für Trash bekannt ist. Kreator der Grund, warum Deutschland international für Thrash bekannt ist”, heißt es im Vice Magazin. Dem schließt sich der Schlachthof an und lädt sie um 18 Uhr zu sich ein. Kreator seien und blieben die liebste Thrash-Band of all times. Gerade tourt die Legende im Rahmen ihres neuen Albums „Gods of Violence“ durch Europa – mit einem spitzenmäßiges Vorprogramm. Als direkter Support ist die brasilianisch-amerikanische Metal-Band Sepultura bestätigt sowie Soilwork und Aborted.

Chelsea Grin/Betraying the Martyrs/Make them suffer/Void of vision: Chelsea Grins Versuchsaufbau lässt sich vermutlich so beschreiben: Auf der Basis von drei Gitarren unter Zuhilfenahme von körnigem Hardcore und technisch vollendetem Death Metal soll einen Zustand zu erreicht werden, der sich in etwa so anfühlt, als befände sich der Zuhörer in der dunkelsten Seitenstraße einer nordenglischen Stadt. Experiment geglückt, würden viele sagen. Geglückt ist auch das Lineup dieses Minifestivals. Denn ab 18.30 Uhr sind Betraying The Martyrs aus Paris, Make Them Suffer aus Perth und Void Of Vision aus Melbourne zu Gast im Schlachthof.

Deformation/Über uns: Zum zweiten Mal kooperieren die Evangelische Bergkirche und das Kunsthaus anlässlich des Aschermittwochs der Künstler miteinander. An beiden Orten werden unter den Titeln “Deformation” und “Über uns” Videos, Projektionen und Fotografien der Brasilianerin Berna Reale gezeigt. Die Künstlerin erfindet wuchtige Metaphern für Gewalt, Machtmissbrauch, Korruption, für Sexismus und Radikalismus. Aus Kirchensicht aktualisiert sie mit ihrer Arbeit das Anliegen der Reformation. So werden ihre Bilder von deformiertem Leben um 19 Uhr in die „heile Welt“ der als Paradiesgarten gestalteten Bergkirche gebracht.

Ausstellung Christian Henze: Die Galerie Kunst-Schaefer zeigt den Südtiroler Künstler Christian Henze. Er ist ein Meister der expressiven Malerei. Bis zum 1. April stellt die Galerie in der Faulbrunnenstraße etwa dreißig „Cityscapes“ der großen Metropolen der Welt in einer umfangreichen Übersichtsschau aus. Ab 19 Uhr können Interessierte dort vorbeischauen. Bis 21 Uhr ist auch der Künstler anwesend.

Antennen im Regen: Die Reihe „Musik und Literatur“ bringt die Welt der Töne und Worte zusammen. Beim Lesungskonzert „Antennen im Regen“ spricht Burkhard Reinartz in Gedichten und dabei reibt sich seine Stimme mit den Klängen des Duos „Merzouga“, bestehend aus Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky. Sie entwickelt filmmusikartige Klang-Landschaften an Keyboard und Laptop, er nutzt den Elektro-Bass als melodischen Klanggenerator. So entsteht ein Hörraum, der fern traditioneller Lyrikvertonung Poesie und Musik auf wundersame Weise wiedergibt. In der Villa Clementine startet der Abend des doppelten Hörens um 19.30 Uhr.

Friday on my mind – Der Weinabend: Im Wakker startet das Wochenende um 19.30 Uhr mit den Weinen vom Weingut Bergdolt-Reif und Nett aus der Pfalz. Das Wakker stellt monatlich neue Weine von regionalen Winzern und Weingütern vor. Immer nur eine kleine Auswahl, aber dafür sehr lecker, heißt es. Und wem diese zusagen, der kann sie für zu Hause käuflich erwerben.

Gewöhnlich sein kann jeder: Das denkt und weiß Frank Fischer, der um 20 Uhr zu Gast im Thalhaus ist. Der vielfach ausgezeichnete Kabarettist gibt nützliche Tipps für den spannenden und lustigen Moment im Leben. Ausgerüstet mit Stift und Notizblock hat er in den letzten Jahren die gesamte Republik bereist und berichtet über ungewöhnliche Menschen, ungewöhnliche Begegnungen und kommt am Ende sogar dem Sinn des Lebens auf die Spur…

Filme der Hochschule: Der Bereich Audiovisuelle Medien des Studiengangs Kommunikationsdesign bildet die Studierenden im Spannungsfeld zwischen angewandter Kommunikation und künstlerischem Experiment aus. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung der persönlichen Handschrift und dem Zusammenwachsen der verschiedenen Spielfelder digitaler Kommunikation. So entstehen interdisziplinäre Projekte aus allen Bereichen des bewegten Bildes: vom klassischen Spiel- und Dokumentarfilm über das serielle Erzählen, 2-D- und 3-D-Motion-Design und Animationsfilme bis hin zu verschiedensten interaktiven Anwendungen. Als Voraussetzung gilt dabei der Mut zum Scheitern. Im Caligari sind die Filme ab 19.30 Uhr auf großer Leinwand zu sehen.

New York Gospel Stars: Glaube, Nächstenliebe und Musik verbinden sich zu einem der schönsten Ereignisse der Winterzeit: dem Gospelgesang. Mittlerweile im neunten Jahr in Folge reisen die New York Gospel Stars nach Deutschland, um ihre Fans, und die, die es noch werden wollen, zu begeistern. Wie kein anderer weiß Chorleiter Craig Wiggins die Stimmung des Publikums zu erfassen und seinen achtköpfigen Chor in eine unbeschreibliche, musikalische Richtung zu leiten, somit eine Atmosphäre zu schaffen, in der man Zeit und Raum vergisst und sich ganz der Musik hingibt. Zu hören – vielmehr erleben – um 20 Uhr in der Ringkirche.

Shitstörm: Nach dem Kreator-Konzert in der Halle und der Chelsea Grin-Show im Kesselhaus wird endlich wieder eine zünftige Metal/Rock-Party gefeiert. Wie immer kommen alle mit Konzertstempel umsonst auf die Party! Die findet übrigens in der Lounge des Kesselhauses, der sogenannten „Box“ statt, weil im Kesselhaus noch der Abbau des Chelsea Grin-Konzertes läuft. Deshalb: kleiner Raum, große Stimmung, krasse Leute. Um 22.30 Uhr geht es dort los!

SAMSTAG 

Abstrakt: Kondensstreifen am Himmel, Dinge wie Gläser, Blüten, Schatten und Mauern: Fotos alltäglicher Dinge können je nach Blickwinkel und Ausschnitt abstrakten Gemälden ähneln. Mit diesen Möglichkeiten spielen die Bilder der Ausstellung “Abstrakt” in der Hochschul- und Landesbibliothek Rhein Main. Zwischen 9 und 19 Uhr können die Wiesbadener vorbeischauen.

Bundesligafinale des Bogensports: Das Bundesligafinale ist das Highlight der Bogensportler, bei dem die besten acht Teams um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters kämpfen. In der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit wird ab 11.30 Uhr der Bogen gespannt.

Öffne dein Herz und lausche: Durch Achtsamkeit und Meditation gilt es zu lernen, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein. Negative Geistesarten wie Ärger, das Gefühl nicht geliebt zu werden, Abhängigkeit oder Wut nimmt der Mensch unterbewusst und bewusst wahr. Mit Hilfe von methodischen Meditationen soll ein friedlicher Geist und Mitgefühl für das Selbst und andere Lebewesen kultiviert werden. Hierzu sind alle ab 14 Uhr im Infoladen willkommen.

Theater aus dem Augenblick: Ganz aus eigener Kraft und Fantasie entstehen Rollen, szenische Ideen, gemeinsame Situationen. Hier wird Wahrnehmung und Ausdruckskraft trainiert und tausend Möglichkeiten geschaffen, um auf der Bühne kraftvoll zu handeln. Die aus Amerika stammende Improvisationsmethode “Jumps!” und die Viewpoint- Methode liefern dabei wichtige Impulse. Dieses Handwerk wird Erwachsenen ab 15 Uhr im Hessischen Staatstheater gelehrt.

Bundesliga-Samstag im Wohnzimmer: Gemeinsam fiebern, aufstöhnen und jubeln – das geht ab 15.30 Uhr im Wohnzimmer. Zur Auswahl, je nach persönlicher Vorliebe, stehen diese Spiele: Mainz gegen Bremen, Hoffenheim gegen Darmstadt, die Eintracht gegen Ingolstadt, Hertha gegen Bayern, Dortmund gegen Wolfsburg und last but not least Hamburg gegen Freiburg.

Where to miss? – Jugendfilm des Monats: Devki lebt im ständigen Konflikt zwischen dem Wunsch nach Emanzipation und den fest verankerten Traditionen der indischen Gesellschaft. Der Dokumentarfilm “Where to miss?” begleitet die mutige junge Inderin innerhalb von drei Jahren durch drei unterschiedliche Lebensabschnitte: Tochter, Ehefrau, Mutter. Ihr größter Wunsch ist es, Taxifahrerin zu werden. Sie will andere Frauen sicher nach Hause bringen und finanziell unabhängig sein. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie sich zuerst gegen ihren Vater, dann gegen ihren Ehemann und schließlich gegen ihren Schwiegervater durchsetzen… schafft sie es? Die Antwort gibt es um 17.30 Uhr auf der Leinwand im Caligari zu sehen.

Hannes der Bär kommt in den Kindergarten: Als Frau Gack den Kindern erzählt, dass ein neues Tier in den Kindergarten kommt, ist die Aufregung groß. Doch dann kommt Hannes Bär in die Gruppe getapst – und alle Tierkinder fangen an zu kreischen: “Hilfe! Ein großer brummiger Zottelbär!” Aber Hannes Bär ist nicht nur groß und tollpatschig… Diese liebevolle Geschichte vom anders sein wird um 18 Uhr beim Bilderbuchkino im Café Wellritz erzählt.

The Bribe and the Mockery: Wenn die Gitarre knarzt und das Knacken des halb kaputten Keyboards an die Kindheit erinnert, entfaltet sich wohlig warme Intimität. Dann legt sich eine Hand auf die Schulter und sagt, dass alles den Bach runter geht, aber halb so wild, schließlich sitzen alle in demselben Boot. “The Bribe and the Mockery” machen nichts so richtig, alles ein bisschen und das meiste irgendwie falsch. Das ist aber nicht schlimm, denn das eigene Scheitern mit Humor zu nehmen, hinterlässt komische Melancholie. Zu hören gibt es die musikalischen Lebenskünstler um 19 Uhr im Wakker.

Die kleine Meerjungfrau Rusalka: Eine Oper als Pantomime? Die “Velvets” machen es möglich. Mit ihrer ungewöhnlichen Theaterform aus fast venezianischem Mummenschanz und Commedia dell’Arte, aus Puppenanimation und lebendiger Darstellung gelingt ihnen mit der Liebestragödie um die Meerjungfrau und ihren Prinzen eine Adaption von hypnotischer Magie… Um 20 Uhr. Natürlich im Velvets Theater.

Singen können die alle: Der “Soul-Comedian” Marius Jung tritt zum ersten Mal im Thalhaus auf. Aufgewachsen im Rheinland, liefert er in seinem Programm „Singen können die alle“ amüsante, manchmal auch tiefgründige Einblicke ins Leben eines „Maximalpigmentierten“ unter weißen Deutschen. Er präsentiert gelebte Reflexion. Der unterhaltsame Abend mit wertvollen Einsichten und Schlussfolgerungen zu einem viel diskutierten Thema startet um 20 Uhr – es geht um die eigene Wahrnehmung des „anderen“ und den Umgang mit dem (vermeintlich) Fremden. Aktuell und zeitlos zugleich!

Lieder von Friedrich Hollaender: Die charmante Sängerin Ev Machui am Mikrofon und Pianist und Arrangeur Axel Kaapke am Klavier sind das Kapellchen Schellack. Die kleinste Kapelle Frankfurts entführt ihr Publikum für einen Abend in das glitzernde Berlin der pulsierenden 20er- und 30er-Jahre. Die Musiker präsentieren unsterbliche Melodien im modernen Gewand, behalten aber den ursprünglichen Charakter bei. Mal komödiantisch, keck, frivol, mal nachdenklich, sentimental oder böse – das Nostalgische und das klanglich Betörende dürfen sich ausbreiten. Der Liederabend startet um 20 Uhr in der Kulturstätte Montabaur.

Poesie zum Mitnehmen: Die gibt es um 20 Uhr in der Kreativfabrik. Der Poetry Slammer und Bühnenkünstler Mega Martin lädt ein, gemeinsam mit ihm die Welt der Slam Poetry und anderer Wortklauberein zu erkunden. Dazu stellt der junge Poet verschiedene Bereiche und Formen der Bühnenkleinkunst zur Schau. Ob Kurzgeschichte, Rede, Poesie oder alle möglichen Mischformen und Hirngespinste, vieles davon ist vertreten und wird unter die Menschen gebracht. Hier kann und soll jeder etwas mitnehmen: Erinnerungen, Gefühle, Eindrücke, Notizen und vieles mehr.

Policy Of Mode – Depeche Mode Party: “Gib es zu: Du hast diesen Sound doch auch vermisst!”, preist der Kulturpalast sein Abendprogramm an. Um Abhilfe in Sachen “Depeche Mode” zu schaffen, stehen ab 22 Uhr Tom101 und Marc Urban an den Plattentellern. Das Duo bringt an den Start, was Wiesbaden lange gefehlt hat: Eine Party im Zeichen der Kultgruppe aus Basildon, artverwandtem Synthie- und Future-Pop, Bodymusic und der 80er. Stay depeched!

Bastard Rocks: Selten lag das Böse so nah am Guten, wie in den Jahrzehnten zwischen 1980 und 2009. Doch egal, wer Take That oder Nirvana mag oder nicht: Bei der 80-90-00er fliegen eh früher oder später alle Hände in die Luft. Was wiederum ganz hervorragend zum Szenario eines nuklearen Overkills passt, wie er in den 80ern gerne diskutiert wurde und den es vermutlich am nächsten Tag nachzuempfinden gilt. Doch bevor der sonntägige Hangover ansteht, wird ab 22 Uhr ordentlich gefeiert, getanzt, gesungen und gelacht – oder so ähnlich.

SONNTAG 

Saint Amour – Drei gute Jahrgänge: So kann es nicht weitergehen! Seit Langem redet Bruno kaum noch mit seinem Vater Jean. Jedes Jahr fahren sie zur Pariser Landwirtschaftsmesse, bei der Bruno traditionell seine ‘Weinreise’ unternimmt, während Jean hofft, mit seinem Zuchtbullen Preise zu gewinnen. Doch diesmal soll alles anders zu werden. Eine echte Weinreise muss her und obwohl man die beiden eher voreinander schützen müsste, sitzen sie kurzentschlossen gemeinsam im Taxi des jungen Mike. Mit ihm fahren sie schnurstracks nach Saint Amour, dem malerischen Weinort im Beaujolais – eine Gegend, in der alles möglich scheint. Um 12 Uhr zeigt das Caligari die Vater-Sohn-Geschichte auf Leinwand, zuvor (um 11 Uhr) wird gefrühstückt.

Pulse of Europe – Wiesbaden-Auftakt: In Frankfurt hat es ganz klein begonnen und wächst dort Sonntag um Sonntag, inzwischen werden 14 Städte – neben Berlin, Hamburg, München zum Beispiel auch Celle, Passau und Karlsruhe sowie Amsterdam – zu sonntäglichen Schauplätzen der neuen Bewegung. Und ab diesem Sonntag gehört auch Wiesbaden dazu: “Pulse of Europe”. Am 19. Februar findet die erste Wiesbadener Veranstaltung der neuen Bewegung für die Zukunft Europas statt. Ab 14 Uhr versammeln sich auf dem Dern´schen Gelände alle, die Europa nicht den Radikalen, Schrillen und Populisten überlassen möchten, sondern die positive Zeichen für ein weiterhin demokratisches, offenes und tolerantes Europa setzen wollen.  www.facebook.com/pulseofeurope.wiesbaden

Der kleine Prinz-Premiere: Roberto Ciulli und Maria Neumann legen in ihrer Fassung von »Der kleine Prinz« einen Schwerpunkt auf die Begegnung von Alt und Jung. »Das Kind bei Saint-Exupéry ist ein großer Weiser, der wie Sokrates in der Auseinandersetzung mit den Sophisten die einfachen, also die wirklich wichtigen Fragen stellt. Durch die Konzentration auf diese sind Alter und Kindheit nahe”, sagt Roberto Ciulli. Für die Premiere um 15 Uhr im Studio des Staatstheaters gibt es noch Restkarten.

Ungeduld des Herzens: Der junge Leutnant Hofmiller lernt im Hause des Bankiers Kékesfalva dessen gelähmte Tochter Edith kennen und gerät durch eine Kette missverständlicher Empathie-Bezeugungen immer tiefer in eine verhängnisvolle Verbindung mit ihr. Meisterhaft hatte Stefan Zweig in seinem einzigen vollendeten Roman die Seelennöte eines Mannes analysiert, der an die Grenzen seiner selbst stößt. Thomas Jonigk hat den Roman zu einem Kammerspiel verdichtet – zu sehen im Hessischen Staatstheater um 18 Uhr.

Barockensemble in der Bergkirche: Das Barockensemble Incontro mit Julia Huber-Warzecha (Barockvioline), Alexandra Kraus (Flöte), Daniela Wartenberg (Barockcello) und Christian Pfeifer (Cembalo und Orgel) konzertiert um 17 Uhr in der Wiesbadener Bergkirche. Im Mittelpunkt des Konzertes stehen Werke von Salomone Rossi. Aus einer italienisch jüdischen Familie stammend diente er im 17. Jahrhundert wie auch Claudio Monteverdi am Hofe der Gonzaga in Mantua. Außerdem erklingen Werke von Arcangelo Corelli.

Alle sieben Wellen: Kommt es nach Emmis und Leos e-Mail-Trennung zu einer Wiederaufnahme im Netz? Oder gar zu einer Begegnung ohne Netz? Mit „Alle sieben Wellen“ erfüllt Daniel Glattauer den Wunsch seiner Fans nach einer Fortsetzung der e-Mail-Romanze “Gut gegen Nordwind” und überrascht mit spritzigen, witzigen Dialogen und unerwarteten Wendungen. Der charmante, zauberhafte Liebesdialog geht um 20 Uhr auf der Bühne der Kammerspiele weiter. Es bleibt erotisch knisternd.

Giant Rooks/Bender & Schillinger: Heuer brechen zu ihrer ersten großen Headliner-Tournee auf. Reichlich Live-Erfahrung konnte die junge Band aus Hamm im Laufe dieses Jahres schon sammeln. Mit über 30 Festivalauftritten und Supportshows. Im Januar veröffentlichen sie nun auch endlich ihre erste EP. Ihre Musik bezeichnen sie etwas erratisch als „Art Pop“ und meinen damit künstlerisches Experimentieren, das Indierock, Folk und Elektro verknüpft. Dieses Gemisch, schwermütig und tanzbar zugleich, erklingt um 19 Uhr im Schlachthof.

Sommernachtstraum-Premiere: Ballettdirektor Tim Plegge wendet sich – nach »Aschenputtel« im Gründungsjahr des Hessischen Staatsballetts – wieder einem Klassiker zu: Sein »Sommernachtstraum« (Foto Regina Brovke) zur Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy ist fesselnd und unterhaltsam, anarchisch und bezaubernd. Er folgt den Verwirrungen der Liebe und taucht ein in die Tiefen der Träume. Die Liebe überfällt die Menschen gerade so wie das Unglück, Entrinnen ist ausgeschlossen: Hermia liebt Lysander. Demetrius liebt Hermia. Helena liebt Demetrius. Ihr Vater verlangt, dass Hermia Demetrius heiratet, deshalb flieht sie mit Lysander. Demetrius folgt dem Liebespaar, Helena folgt Demetrius. In einer rauschhaften Nacht verlieren sie sich und finden einander. Vertrautes gerät aus den Fugen. Ungeahntes scheint möglich. Bei Tagesanbruch ist nichts mehr, wie es war. Doch die Traumbilder bleiben im Bewusstsein verhakt. Die Erinnerungen beflügeln. Premiere ist um 19.30 Uhr im Großen Haus, es gibt noch Restkarten.

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