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sensor-Wochenendfahrplan: Vinyl im Wald, Fernsehkrimi im Kino, Kult im Strandkorb, Bundespräsident im Kloster

In lauschiger Umgebung lässigen DJ-Sounds lauschen. Das geht jetzt auch wieder im Garten des Hofguts Adamstal.

Von Annika Posth. Fotos: Veranstalter.

Reklame

Das Leben kehrt – bei einer 7-Tage-Inzidenz von heute 7,9 – zurück in die Landeshauptstadt. Höchste Zeit also auch für ein Comeback des sensor-Wochenendfahrplans. Hier kommen wieder klasse Veranstaltungstipps für ein super Sommer-Wochenende in unserer Stadt.

FREITAG

Schlachthof Backyard: Dancing Shoes. Heute mit Indie-Pop und Indie-Rock. Open Air und coronakonform mit Getränken, Pizza und Musik. Um 17 Uhr. Eintritt frei.

Courage in Caligari:  Dokumentation über den Widerstand während der Präsidentschaftswahlen in Belarus im Sommer 2020. Der Film begleitet den mutigen und friedlichen Widerstand von Maryna, Pavel und Denis vor und während der Proteste. Der Film wirft einen sehr persönlichen Blick auf die Ereignisse, gibt hautnah und packend Einblick in das Leben der Menschen im heutigen Belarus, die für ihre Freiheit und das Recht auf Demokratie kämpfen. Pavel und Denis wurden Anfang 2021 verhaftet und flüchteten nach ihrer Freilassung nach Kiew. Tickets und Infos unter www.wiesbaden.de. Um 17.30 Uhr.

Vinyl-DJs im Adamstal. Ab 18 Uhr bis in den neuen Tag hinein spielen in lauschiger Umgebung Hitekjaz (OCP Records, Robert Johnson), Amadeus (Sphere) und Max Eichenlaub (Sphere) Vinyl only.  Dazu gibt´s Gegrilltes und leckere Drinks. (Foto oben) Generell hat der Adamstal-Biergarten nun wieder freitags ab 17 Uhr, samstags 14 bis 22 Uhr, sonntags 14 bis 21 Uhr – bestens erreichbar übrigens mit dem Rad, mit klasse Tour durch die umliegenden Wälder.

Alte Schmelze 16: Kirkland. Erlebt die Wiesbadener Cover-Band Kirkland, die dem Publikum mit einem bunten Repertoire aus Pop und Rock gute Laune verschafft. Um 19 Uhr.

Woyzeck – White Boxx in der Wartburg. Woyzeck hetzt durch sein Leben. Über ihn bestimmen nur die anderen. Von seinem Hauptmann hat er sich überlegene Reden über die Moral anzuhören, während er ihn rasieren muss. Weil er als Soldat nicht genug verdient, lässt er sich vom Doktor als Versuchskaninchen benutzen. Das Geld gibt er Marie und ihrem gemeinsamen Kind. Marie flirtet aber schon gegen ein Paar geschenkte Ohrringe mit dem nächsten Mann. Woyzeck erduldet, bis er handelt – und alles zerstört. Wie viel bleibt einem zum Menschsein, wenn man nichts mehr hat? Büchners »Woyzeck« ist ein Stück über eine Welt, an der man verrückt werden könnte. Eine neue Folge in unserem erfolgreichen »Klassiker«-Format »White Boxx«. Um 19.30 Uhr. (Foto: Christine Tritschler)

Die Mamamänner. Drei Männer – drei Mütter – ein Ziel. Humorvoll stellt diese Komödie von Johannes Galli den Kampf dreier junger Männer für ihre Freiheit dar. Oli, Carlos und Raphael wollen den Fängen ihrer Mütter entfliehen. Sie scheinen anfangs auf hoffnungslosem Posten zu sein. Aber dann kommt ihnen die rettende Idee: Sie spielen sich gegenseitig ihre eigenen Mütter vor und üben Abgrenzung und Selbstbestimmung. Ob das gut geht? Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr. Ticktes unter wiesbaden@galli.de.

Die Crackers – Best Of – Strandkorb Open Air. Das Crackers Konzert wurde wegen dem Unwetter letzte Woche auf heute verlegt. Um 20 Uhr.

„Persischstunden“ im Caligari. 1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Konzentrationslager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch, Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Als in der besonderen Beziehung zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommen, wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass jeder Fehltritt ihn auffliegen lassen könnte. Tickets und Infos unter www.wiesbaden.de. Um 20 Uhr.

SAMSTAG

Kinderkino: Blanka. Blanka gehört zu den vielen elternlosen Kindern, die sich auf den Straßen von Manila durchschlagen. Aber sie ist cleverer als andere Kids, furchtlos und selbstbewusst. Eines Tages fühlt sie sich magisch angezogen von den Gitarrenklängen eines älteren, blinden Straßenmusikers. Auf ihre eigenwillige Art nimmt sie Kontakt mit ihm auf. Peter erweist sich als Mensch mit großem Herz. Doch es gibt auch praktische Gründe für die Annäherung der beiden. Peters Einnahmen steigen, wenn Blanka beim Publikum das Geld für ihn einsammelt. Er ermuntert Blanka zum Singen. Bald bietet sich den beiden die Chance, in einem Restaurant aufzutreten. Tickets und Infos unter www.wiesbaden.de. Um 14.30 Uhr im Caligari.

„Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ im Staatstheater-Studio. Mit Kindern hat Frau Bartolotti nicht viel am Hut. Darum fällt sie aus allen Wolken, als sie mit der Post einen Sohn geschickt bekommt: Konrad aus der Konservenbüchse. Er ist schrecklich ordentlich und nahezu perfekt, und Frau Bartolotti ist sehr chaotisch. Aber dann gewinnt Frau Bartolotti Konrad so lieb, dass sie ihn gar nicht wieder hergeben will – auch wenn die unheimlichen Menschen aus der Konservenfabrik schon nach ihm suchen … um 16 Uhr, Sonntag um 15 Uhr.

Hörfest: A Symphony of Noise. Matthew Herbert ist ein Star der elektronischen Musik, ein Visionär seiner Zunft. Der Konzeptkünstler ist ein Musiker, der z. B. seine Elektro-Rhythmen mit politischen Botschaften ausstattet. Regisseur Enrique Sánchez Lansch entführt uns auf eine aufregende Reise durch die Gedanken-, Klang- und Hör-Welt des Audio-Dokumentaristen. Im Anschluss gibt es ein Filmgespräch mit Enrique Sánchez Lansch (Regisseur) und Stefan Kloos (Produzent) per Live-Stream. Infos und Tickets unter www.wiesbaden.de. Um 17 Uhr im Caligari.

Schlachthof Backyard: Tante Kante b2b Keta Tuneberg (Downtempo). Open Air und coronakonform mit Getränken, Pizza und Musik. Um 17 Uhr. Eintritt frei.

Foto: Silas Wolf.

„2050 – Geschichten von Morgen“ eine Future-Fiction-Performance. 2050 ist die Klimakrise real. Wie wird die Welt aussehen, die wir formen? Die Zukunft kommt. Aber welche? Gemeinsam mit dem Publikum werden Gedankenexperimente durchgeführt und es wird versucht sich an Prognosen für das Jahr 2050 heran zu tasten. Mit Spiel-, Lesungs-, Musik- und Videoanteilen auf Grundlage eines Rechercheprojekts zum Thema Klimakrise und einer schwierigen Utopie mit positiven Aspekten. Mit Axel Schweppe, Mario Krichbaum, Erica v. Moeller, Nicole Klein, Sven Holly Nullmeyer, Sönke Lars Neuwöhner. Um 19 Uhr in der Walkmühle in Wiesbaden.

Rheingau Musik Festival-Eröffnungskonzert. Natürlich ist es längst restlos ausverkauft, das Eröffnungskonzert in der Basilika von Kloster Eberbach, das diesmal sogar der Bundespräsident besuchen wird. Musikfreunde können es trotzdem erleben – ganz entspannt zuhause: Sendung in hr2-kultur: Sa, 26.6. um 20.04 Uhr, Live-Stream: So, 27.6. auf www.hr-sinfonieorchester.de, Sendung in 3SAT: Sa, 3.7. um 20.15 Uhr.  Manchmal braucht es einen radikalen Umbruch, um Neuland zu betreten. Das Jahr 2020 war gekennzeichnet von Um- und Zusammenbruch. Ein Virus hat das Kulturleben kollabieren lassen. Ein Stillstand, der jedoch nicht das Ende bedeutete, sondern Kreativität auf die Probe gestellt, Gedankengänge angestoßen und Energien freigesetzt hat: „In diesem Zeichen öffnen wir im Rheingau ein neues Festivalkapitel, in dem das Bewährte neu gedacht und Neues ausprobiert wird. Wenn das kein Grund zu feiern ist!“ Einen Aufbruch feierte auch Felix Mendelssohn Bartholdy in seiner fünften Sinfonie: Den großen Reformatoren um Martin Luther, die den Mut hatten, auszubrechen und neue Wege zu wählen, setzte er ein tönendes Denkmal. Mit Mendelssohn Bartholdys sinfonischem Jubel eröffnen wir eine neue und besondere Festivalsaison. Was in dieser alles wo geboten wird, steht auf www.rheingau-musik-festival.de

Hörfest: The United States vs. Billie Holiday. Ende der 1930er-Jahre, zur Zeit der Rassentrennung in den USA: Das Elend ihrer Jugend hinter sich gelassen, ist Billie Holiday zu einer der erfolgreichsten Jazzsängerinnen der Welt aufgestiegen. Der Regierung jedoch ist die gefeierte „Lady Day“ ein Dorn im Auge. Infos und Tickets unter www.wiesbaden.de. Um 20 Uhr im Caligari.

SONNTAG

Kostenloser Schnelltext. Eine Poesie-Aktion namens „Kostenloser Schnelltext“ bietet Daniela Daub an der Kunstwerkstatt E 14 in der Eltviller Straße 14 an. Vergabe ohne Anmeldung von 12.30 bis 14.30 Uhr.

Pandemium Sonuum rund um den Kurpark-Weiher. Mit Pandemia Sonuum ereilt Wiesbaden die zweite Welle der „Pandemie der Klänge“, deren erster Ausbruch vor fast genau einem Jahr mit CORONA SONORA über die ganze Stadt hinwegfegte. Nicht ganz so weiträumig, tritt sie diesmal dafür umso intensiver im Wiesbadener Kurpark auf und umspielt mit sechs mobilen Quartetten dessen Weiher in wechselnden Richtungen und Achsen. Für das Publikum eröffnet sich eine Vielfalt akustischer Perspektiven, indem es sich sowohl zu Fuß um das musikalische Geschehen herum, als auch mit dem Boot innerhalb dessen bewegen kann. Um 14 Uhr.

Finissage im Kunstverein Bellevue-Saal „Von Fülle und Leere“. Die Ausstellung der beiden Künstlerinnen Ines Doleschal und Nicole Fehling konnte Corona bedingt nicht offiziell eröffnet werden. Nun aber, zum Ende der Ausstellung, sieht sich der Kunstverein Bellevue-Saal in der Lage im Zuge einer Finissage die Ausstellung, die ja zur Zeit der Öffentlichkeit zugänglich ist, mit einer „Eröffnungsrede“ von Andreas Greulich angemessen zu schließen. Anmeldung unter 0611/313839. Um 16 Uhr.

17. Deutschen FernsehKrimi-Festival Gewinner „Sörensen hat Angst“. Die Kinovorführungen von „Sörensen hat Angst“ finden in der Caligari Filmbühne statt. Filmgespräche mit Schauspieler und Regisseur Bjarne Mädel sowie Kameramann Kristian Leschner sind für beide Vorführungen vorgesehen. Die Moderation übernimmt der Filmjournalist Knut Elstermann. Infos und Tickts unter www.wiesbaden.de. Um 17 und 20.15 Uhr.

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