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„Speed of Light“ im Museum Wiesbaden: Wie Winston Roeth die Farbe zum Leuchten bringt

Winston Roeth. Foto: Bernd Fickert und Christoph Boeckheler.

Farbe ist Licht — so einfach lässt sich die Überzeugung des US-amerikanischen Malers Winston Roeth (*1945), dem eine neue Ausstellung im Museum Wiesbaden gewidmet ist, fassen.

Mit „Speed of Light“ präsentiert das Museum Wiesbaden nun bis zum 21. Februar 2021 Winston Roeths künstlerisches Schaffen. Auf einer Fläche von 600 qm stellen 33 teils großformatige Arbeiten alle Schaffensphasen Roeths vor. Intensive monochrome Farbflächen, strahlende Pigmente und vielschichtige Oberflächen. In der Ausstellung vermischt sich die abstrakte Farbfeldmalerei der 1970er-Jahre und die wiederkehrende Bildform des Rasters mit malerischen Erinnerungen an das Licht.

Im Bild strahlt es aus den Farbschichten heraus. Von außen kommend prägt es als einfallendes Licht die Farbwirkung der Malerei. Typisch für sein Werk sind rechteckige, klare Farbflächen und der Fokus auf die Pigmente. „Die Pigmente selbst enthalten Geschichte und ein vielschichtiges Wissen. Ihre stoffliche Farbe vermag sich in Licht, das Leuchtkraft besitzt zu verwandeln. Licht, das hervorspringen und die Betrachtenden packen kann, eine Farbsättigung, die pulsiert vor tiefem Glühen.“, so Winston Roeth.

Dr. Jörg Daur, Kurator der Schau, erläutert: „Die Farbe steht in Winston Roeths Malerei nicht für die Darstellung von etwas anderem, sondern für sich selbst. Frei von klassischen Bildvorstellungen legt er Farbschichten übereinander, komponiert seine Farbanordnungen in einem Raster und stellt alle Bildelementen ohne sichtbare kompositorische Hierarchie in ein egalitäres Verhältnis zueinander. Der Künstler speichert dabei unterschiedlichste Lichtstimmungen wie Momentaufnahmen und lässt die Betrachter eintauchen in das Licht jeder einzelnen dieser Situationen.“ Weitere Infos und Öffnungszeiten unter www.museum-wiesbaden.de/winston-roeth-speed-of-light. (Foto Museum Wiesbaden)

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