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Vom Schmuddeleck zum Quell der Ruhe: Neuer Quartiersplatz lädt ein zum Verweilen

DSCF0225Von Christopher Kissel (Text und Fotos)

Er ist nicht wiederzuerkennen – der Platz der Deutschen Einheit. Nach der modernen Halle im letzten Jahr, konnte nun auch der anliegende Quartiersplatz eröffnet werden. Mit großem Bahnhof: Neben Oberbürgermeister Sven Gerich waren auch SEG-Chef Andreas Guntrum, Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke , Bürgermeister Arno Goßmann, Ortsvorsteher Michael Bischoff, Stadträtin Rose-Lore Scholz und viele weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft gekommen, um den Quartiersplatz feierlich einzuweihen. Auch viele interessierte Bürger waren vor Ort und wurden empfangen von den Elly Phonics, dem Blasorchester der angrenzenden Elly-Heuss-Schule.

Mit frischem Rollrasen und schwungvollem Bachlauf präsentiert sich das „ehemalige Schmuddeleck“, wie Guntrum das Fleckchen auf dem Platz der Deutschen Einheit nennt. Ein Platz zum begehen soll es werden, betont Oberbürgermeister Gerich und bittet die Anwesenden auf die Grünfläche. „Der Verkehr wurde vom Platz genommen und dafür Platz zum Leben geschaffen“. Natürlich bekommt ein Ort, an dem öffentliches Leben stattfindet, auch Gebrauchsspuren. Doch appellieren alle Redner an die Wiesbadener,  jeder möge ein Auge auf den neuen Quartiersplatz haben. Auf dass das Bindeglied zwischen Westend und Innenstadt ein Ort zum Verweilen wird – und dies dann auch lange bleibt.

Teurer als gedacht

Die Pläne des Architekten Professor Jürgen Weidinger für die Neugestaltung der Anlage, die aus einem Wettbewerb hervorgingen, wurden gemeinsam mit den städtischen Fachämtern  umgesetzt. Dabei wurde der Umbau am Ende mit ca. 3 Millionen Euro teurer  als erwartet. Vor allem unterirdisch gab es einiges zu tun. Doch bei der Eröffnung lief dann alles nach Plan und mit einem gemeinsamen Druck aller Beteiligten auf einen Button sprudelt jetzt auch der Kesselbach an der Oberfläche. Dies ist Teil des Projekts „Bäche ans Licht!“, das die beiden Gewässer Wellritzbach und Kesselbach wieder in das städtische Erscheinungsbild einbinden soll.

Einen besonderen Blickfang enthüllten Kulturdezernetnin Scholz und die türkische Künstlerin Nilhan Sesalan auf dem Platz. Sesalans Skulptur mit dem Namen “All waters of the earth interwine” erinnert an zwei goldene Wasserhähne. Sie ist ein Symbol dafür, dass sich alles Wasser der Erde in einem Kreislauf befindet und nicht nur Bäche, Flüsse, Seen und Meere sondern auch alle Menschen miteinander verbunden sind. Auch ist das Kunstwerk ein Beweis für die Verbundenheit zwischen den Partnerstädten Wiesbaden und Fatih/Istanbul.

 

 

 

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