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„Wir bleiben körperliche Wesen“ – Sechstklässler zeigen, warum der virtuelle Raum kein Ersatz für echtes Leben ist

Die Corona-Krise schränkt besonders das Leben der Kinder und Jugendlichen ein. Dem Gefühl des Eingesperrtseins, des fehlenden Sozialraums und des Körperentzugs sind Schüler:innen der Mittelpunktschule Dichterviertel gemeinsam mit dem Frankfurter Verein hoch9 e.V. mit einem spannenden, multimedialen Kunstprojekt begegnet. Mit den Ergebnissen kommen sie nun auf den Wiesbadener Schlossplatz.

Die Werke entstanden im Klassenzimmer-Foto-Studio, bei Exkursionen im Dichter- und Künstlerviertel bis hin zu Foto-Safaris in den Wiesbadener Wäldern und Feldern. Die in den letzten Monaten an verschiedenen Orten entstandenen Fotografien, Zeichnungen und Collagen der Klasse 6a sind am 7. Juli in einer Freiluftausstellung auf dem  Schlossplatz gegenüber vom Hessischen Landtag anzuschauen.

Alle Interessierten haben zwischen 11 und 14 Uhr die Möglichkeit, mit den kreativen Schüler:innen, den Künstler:innen und Medienprofis von hoch9 e.V. sowie dem Kunstlehrer Olli Back vor den Stellwänden mit den Exponaten ins Gespräch zu kommen. Erste Ergebnisse sind bereits unter www.hoch9.org/koerper-findet-stadt-2020-21/ zu sehen.

„Wir bleiben körperliche Wesen, die in räumlichen Umgebungen und an Orten leben“, heißt es in der Ankündigung: „Und viele derjenigen, die emphatisch die Eroberung des neuen virtuellen Raums anpreisen und all die verlockenden Online-Angebote, vernachlässigen eben diese Reflexion auf die Schnittstelle mit der wirklichen Welt und mit dem Körper, der in dieser Welt haust.“

(apo/Foto: Veranstalter)

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