| | Kommentare deaktiviert für Wiesbaden mausert sich zur Kletterhauptstadt

Wiesbaden mausert sich zur Kletterhauptstadt

Reklame

Die Landeshauptstadt Wiesbaden mausert sich in diesem Frühjahr zur Kletterhauptstadt. Seit einigen Jahren gibt es bereits den Kletterwald Neroberg als besonderes Outdoor-Erlebnis mitten im Wald. Saisoneröffnung ist dort am 17. März. “Wir haben im Winter wieder kräftig umgebaut und somit wird es auch in diesem Jahr wieder einige Neuerungen geben”, versprechen die Macher. Bereits am 10. März öffnet die neue Kletterhalle Wiesbaden ihre Pforten in der Holzstraße 11. Das wohl ehrgeizigste Projekt ist die neue Kletterhalle Nordwand, die am 17. März ihren Betrieb aufnimmt. Bei einem Vorab-Pressetermin strotzte es nur so vor Superlativen.

Es beginnt mit den Dimensionen in der etwas versteckt gelegenen Adresse, die in Zukunft 100 000 Besucher im Jahr finden sollen: auf 2500 Quadratmetern entsteht in der Hagenauer Straße 49 im Rheinpark Center derzeit eine beeindruckende Indoor-Location . Die Macher – die ehrgeizigen Jungspunde Dennis Oberwalder und Sascha Goebbels und ihr Partner und Kletter-Lehrer Klaus Michelis – haben hier Großes vor und man glaubt ihnen beim Rundgang aufs Wort und auf Schritt und Tritt, dass sie sich hier einen Traum erfüllen und wissen, was sie tun.

Kletterhalle, Indoor-Waldseilgarten, Bogenschießanlage, Eventlocation, für die gesunde Stärkung musste ein Sterne-Koch her (Peter Scharff), kostenloses Wasser soll dank Filtrierung per Vitalisierungsanlage Quellwasser-Qualität erreichen – unter außergewöhnlich machen´s die Macher hier nicht.

Sie machen aber, auch wenn luftige Höhen ihr Metier sind, in keinster Weise den Eindruck von Luftikussen, sondern sie haben ein dem Vernehmen nach sorgfältig und mühevoll und mit vielen Partnern und Experten erarbeitetes Konzept und dieses hat, so scheint es zumindest, genau das, was auch bei der ebenso anstrengenden wie beglückenden Ausübung ihrer Leidenschaft ständig im Einsatz ist: Hand und Fuß.

Dazu gehört, dass Spektakuläres auf höchster Sicherheitsstufe realisiert werden soll für Kletterfans jeden Alters und jedes Anspruchs. Vom Kindergeburtstag bis zum Firmenseminar soll hier alles möglich sein, Hobbykletterer sollen in der 12 Meter hohen Halle ebenso auf ihre Kosten kommen wie Profis.

Zusätzlich zum üblichen Tages- und Abendbetrieb (Montag bis Donnerstag 10 bis 23 Uhr, Freitag bis Sonntag 9 bis 21 Uhr, jeden 1. Freitag “Light Climbing” bis Mitternacht) soll es regelmäßig Events geben – das erste natürlich zur Eröffung am Samstag, 17. März, von 11 bis 23 Uhr mit Klettershow, Tombola, Kinderprogramm, Live- und DJ-Musik.

Man darf gespannt sein, wie sich die Kletterlandschaft in Wiesbaden mit nun drei Anbietern auf Dauer entwickeln wird. Die mehrfach mutigen Gründer der verkehrsgünstig an der BAB 643 gelegenen Nordwand jedenfalls sind bester Dinge, dass sich ihre Investition von etwa einer halben Million Euro bezahlt machen wird. (df)