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sensor-Wochenendfahrplan: Happy Birthday, Wakker – und wacker halten wir uns bei Regen und Kälte

Von Laura Ehlenberger. Fotos Veranstalter. 

Ja, das bleibt so. Hoffentlich. Was nicht bleiben sollte: das Wetter. Letzte Woche noch strahlender Sonnenschein und ein schwaches, aber spürbares Der-Sommer-ist-zurück-Gefühl – und nun: grau, grauer, Oktober, nass, nässer, Wochenende. Aber nicht verzagen, sensor um Rat fragen: Das Wakker feiert 1. Geburtstag (Foto) mit Feierei. Und wir gratulieren. Ferner wird geslammt, gerockt, gesoult, gelacht, gechillt, besonders viel und gut im Kulturpalast, geestijlt und gespielt. Da muss doch was dabei sein, ansonsten Regencape auf und dem Herbst alle Ehre machen. (mehr …)

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Konzertknaller: Freundeskreis spielen im September 2018 Open Air im Kulturpark Wiesbaden – Tickets ab Montag

Die Hip Hop Formation Freundeskreis spielt am Samstag, 08. September 2018, ein Open Air Konzert im Kulturpark am Schlachthof. “Die Stuttgarter Band hatte mit A-N-N-A, Mit Dir, Esperanto oder Tabula Rasa viele Charthits zu einer Zeit, als mit Fünf Sterne Deluxe, Eins Zwo, Deichkind, Massive Töne, Torch oder den Beginnern in der Halle so ziemlich alles gastierte, was im deutschen Hip Hop Rang und Namen hatte”, sagen die Schlachthof-Macher: “Nur zu einem Freundeskreis-Konzert ist es nie gekommen.” Und das, obwohl sie – also den Schlachthof und Freundeskreis – so viel eint: Der politische Anspruch, soziokulturelles Verständnis, internationale Verständigung und Gleichberechtigung. Hip Hop als Esperanto der Jugend – der damaligen wie der heutigen. Wenn man so will, holt die Formation um Max Herre den überfälligen Schlachthof-Auftritt nun zu ihrer Jubiläumstour FK20 endlich nach, denn die Open Air Bühne für Freundeskreis wird am Standort der alten Halle aufgebaut. Karten gibt es im Vorverkauf ab Montag, 23. Oktober – exklusiver Pre-Sale ab Montag, 23.10.2017, 11:00 Uhr auf www.eventim.de/freundeskreis. Der Vorverkauf an allen VVK-Stellen startet am Montag, 30.10.2017 um 11:00 Uhr. (dif/Foto Mika Väisänen)

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So wohnt Wiesbaden: Ein Leben im Wohncontainer – 15 Quadratmeter Würde

Von Stefanie Pietzsch. Fotos Kai Pelka.

Was für eine Idylle! Oben am Schloss Freudenberg scheint die Welt in Ordnung: üppiges Grün, friedliche Stille und der weite Blick über das Rheintal. Auch die Bewohner am südöstlichen Ende des Schlossparks wissen diesen beschaulichen Landstrich sehr zu schätzen. Das große Glück für sie ist vor allem, dass sie wieder ein festes Dach über dem Kopf haben. Ihre Freude ist spürbar. Ihr Schicksal, dass sie zu ehemals Wohnungslosen gemacht hat, bitter. (mehr …)

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Ijns, zwij, drij… viel Neues beim “Stijlmarkt” am 21. und 22. Oktober in der Mainzer Halle 45

Über 150 junge Designer, Kreative, Labels und Manufakturen aus Mainz, der Region und ganz Deutschland präsentieren und verkaufen Produkte aus den Bereichen #wohnen, #anziehen und #genießen- Am 21. und 22. Oktober stiegt zum 3. Mal in der historischen Halle 45 Deutschlands größte Plattform für junges Design. Auf rund 4.000 Quadratmetern gibt es die besten Produkte abseits des Mainstreams: Fashion, Design, Möbel, Schmuck, Delikatessen und vieles mehr. (mehr …)

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Restaurant des Monats: Zum Kortheuer, Nerostraße 26

Von Jan Gorbauch. Fotos Frank Meißner.

Manuela El Aissaoui (geborene Kortheuer) ist ein echtes Wiesbadener Original. Die Wirtin des Kortheuer in der Nerostraße, von allen nur Elchen genannt, hat immer einen Spruch auf den Lippen. Meistens direkt aus der Küche, oft frech, manchmal laut, aber immer herzlich und vor allem genauso, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Sie ist im Haus in der Nerostraße 32 tief verwurzelt, dort geboren und aufgewachsen. 1987 hat ihr Vater Karl, der im letzten Jahr verstarb, den Gemüseladen im Erdgeschoss zu einer Kneipe umfunktioniert, „in der er bis spät in die Nacht die Puppen hat tanzen lassen“. 2006 kam Elchen dann aktiv dazu und hat den Kortheuer zu dem gemacht, was er heute ist. Und was ist das? „Das sag ich lieber nicht“, sagt Elchen erst laut lachend, aber nachdem ein Gast „Kneipe mit Herz“ dazwischenruft, ergänzt sie dann aber noch mit einem Augenzwinkern: „naja, weniger Trinken, mehr Essen“. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Dominik Hofmann, heimathafen-Chef, 33 Jahre, 2 Töchter

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

BERUF

Der heimathafen wurde vor 5 Jahren als Coworking-Space und Café eröffnet. Inzwischen seid und bietet ihr viel mehr als das – nämlich?

Wir wären gerne ein Wellenmaschine für die Stadt Wiesbaden, die immer mal wieder Impulse rausjagt. Ich habe mich immer als Kurator des Netzwerks gesehen. Ich bin sehr dankbar, dass in der Stadt sehr viele Lust haben nicht nur auf das schöne historische Wiesbaden, sondern auch auf Aufbruch, auf Wiesbaden hinterfragen, überdenken und neu machen. Um die möchten wir uns eigentlich kümmern.

Du hast gesagt, ihr habt den heimathafen gegründet „eigentlich für alles das, wofür Wiesbaden weniger bekannt ist”. Wie gut ist es euch bisher gelungen, Wiesbaden mit diesen Themen vertraut zu machen?

Ob es klappt oder nicht, hängt nicht davon ab, wie gut wir sind, sondern wie viele Leute in der Stadt Bock haben auf was Neues. Gerade  in unserer engeren Community sind oft Leute, die sich mit dem Status quo nicht zufrieden geben, sondern die aufbrechen wollen zu neuen Ufern. Das gewinnt Dynamik. Wir sehen, dass wir manchmal gar nicht die zentrale Rolle spielen, sondern dass wir nur den Rahmen stellen, der dann gefüllt wird von anderen Leuten und ihren Projekten. Das macht  uns am glücklichsten. Darum geht es uns eher, als unseren eigenen Plan durchzuziehen. (mehr …)

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FIL feiert den „Triumph des Chillens” am 20. Oktober im Kulturpalast – Musik-Kabarett vom Feinsten

„Wir werden alle sterben. Wenn wir Glück haben durch einen uns auf den Kopf fallenden Safe. Wenn wir Pech haben langsam qualvoll würdelos und ohne Freunde. Im Grunde genommen sterben wir jetzt schon… also was soll’s. Wozu sich sorgen. Warum ´ne fucking Eigentumswohnung kaufen? Das letzte Hemd hat keine Taschen, vorzusorgen ist was für Flaschen!“ – das ist die Ankündigung für den von sensor präsentierten Abend am Freitag, 20. Oktober, im Kulturpalast mit richtig gutem Musik-Kabarett. Der Berliner Philip Tägert, kurz FIL, feiert um 20 Uhr auf äußerst charmante Weise den „Triumph des Chillens“. Wir verlosen 3×2 Gästeliste-Plätze: losi@sensor-wiesbaden.de (leh/Foto Veranstalter)

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Geschäft des Monats: Pischinger Berufsbekleidung, Platter Straße 38

Von Anja Baumgart-Pietsch. Fotos Kai Pelka.

Er geht „auf die Walz“: Fabian, 23 Jahre alt, frisch gebackener Maurergeselle, hat sich entschlossen, einer ganz alten Tradition zu folgen und genau drei Jahre und einen Tag lang in der ganzen Welt unterwegs zu sein, um zu lernen: Alte Klostermauern in Frankreich, Backsteinmauern im Ruhrpott zum Beispiel, diese Techniken möchte Fabian kennen lernen. In dieser Zeit darf er  seinem Heimatort nicht näher als auf 50 Kilometer kommen. Bald soll es losgehen – er muss frei, ohne Vorstrafen und Schulden sein. Tatsächlich ist dieser alte Brauch noch so geregelt wie vor Jahrhunderten, obwohl ihm mittlerweile nicht mehr viele Handwerker folgen. Hauptsächlich im Baugewerbe – Dachdecker, Maurer, Zimmerleute, Steinmetze – kommt es noch vor. Fabian deckt sich vorher „zünftig“ bei der Firma Pischinger ein: Hut, Hose und Weste, ein Tuch, das an den Wanderstock geknotet wird und die wenigen Habseligkeiten trägt. Und vor allem gute Wanderschuhe. (mehr …)

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Agile Stadt: In der Arbeitswelt „kann“ Wiesbaden Zukunft… von “Smart-Working” bis “Open Office”

Von Dirk Fellinghauer. Foto AbbVie.

Wiesbaden und agil? Also „von großer Beweglichkeit zeugend, regsam und wendig“, wie es der Duden beschreibt? Das entspricht nicht gerade dem landläufigen Image unserer gemächlichen Kurstadt, die so gerne in den Rückspiegel schaut und in der einflussreiche Stimmen immer wieder davor warnen, bloß nicht zu viel zu verändern. Überraschung: In der Arbeitswelt schreitet unsere Stadt, noch ziemlich unbemerkt von der Öffentlichkeit, in großen Schritten voran in Richtung Zukunft. (mehr …)

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sensor-Wochenendfahrplan: Bolschevita, Bier Bass – und Bücher!

Von Laura Ehlenberger. Fotos Veranstalter. 

Bolschevita im Schlachthof, Bier zur Feierei und Bass in den Ohren: Golden ist der Oktober im sensor-Kalender – mit stilvoller Balkan-Party (Foto), feinen Konzerten verteilt in der Stadt, einem zukunftskritischen sensor-Film des Monats, blutiger Rauferei mit Folgen und einer glitzernden Premiere, unterdes dreht sich auch andernorts die Discokugel fleißig weiter. Und in Frankfurt geht es (fast) nur um das Eine: Bücher, Bücher, Bücher. (mehr …)

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Agiles Arbeiten. Das absolute Glück!? Innenansichten einer schönen neuen Arbeitswelt

Von Lisa Goldmann. Fotos Arne Landwehr.

Eigentlich sollte Martin Seibert gar nicht hier sein. Er hustet, ist erkältet, möchte niemanden anstecken. Nur einen Termin nimmt er heute wahr, dann fährt er gleich wieder nach Hause. Inzwischen kann er das: seine Mitarbeiter allein lassen, vertrauen, dass der Laden auch ohne ihn läuft. Früher war das anders. „Ich war ein Patriarch“, sagt Seibert. Er bittet in das Wohnzimmer, so heißt der kleine Sitzungsraum bei Seibert Media. Es gibt eine Couch, einen Beistelltisch, ein Bücherregal. Die Büroräume liegen im fünften Stock des Einkaufszentrums „LuisenForum“ in der Fußgängerzone von Wiesbaden, mit Panoramablick auf die Innenstadt – und über die Innenstadt hinaus. Auch im dritten Stock ist Seibert Media zu finden, dazwischen belegt mit der Firma AOE ebenfalls ein global führender agiler Dienstleister die vierte Etage. Martin Seibert gründete sein Softwareunternehmen vor 21 Jahren, da war er gerade mal 17. Inzwischen hat es gut 130 Mitarbeiter und macht 14,4 Millionen Euro Umsatz. (mehr …)

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Kontrolliert erfolgreich: sensor war beim Brunchgeplauder mit Pop-Poetin Julia Engelmann, Baby!

Interview & Fotos: Dirk Fellinghauer.

“Diese Frau rührt ganz Deutschland”, berichtet Sat.1 über Julia Engelmann. Naja, ganz Deutschland ist ein wenig übertrieben. “Ist sie im Gespräch so langweilig wie auf der Bühne?”, fragt ein Fotografenkollege nach dem Interview in einer gemütlichen Ecke der Bristol Bar im Frankfurter Bahnhofsviertel. Dorthin hat die Konzertagentur zum Pressebrunch mit Julia Engelmann geladen. So können die Medienleute die junge Frau, die den Sprung von der Poetry-Slammerin zur “Vollzeitpoetin” geschafft hat und die in diesem Herbst richtig große Hallen richtig gut füllen wird, aus nächster Nähe erleben und begutachten.  Und das machen die einen so, die anderen so. Während ein Schreiberkollege geradezu ergriffen auf die kleine Livedarbietung der Dichterin und Sängerin reagiert, lässt sie andere eher kalt. Siehe oben. (mehr …)