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WIDERSTAND am originalen Schauplatz – “Wir dürfen nicht aufhören zu erzählen”

Als “WIDERSTAND” 2016 das erste Mal aufgeführt wurde, saß eine ältere Dame im Zuschauerraum. Sie kommentierte das Gezeigte auf der Bühne, so daß das Publikum Gänsehaut bekam. Nach der Vorstellung gab sie der Autorin und Regisseurin Barbara Haker sowie den Schauspielern einen klaren Auftrag: “Wir dürfen nicht aufhören davon zu berichten. Bitte erzählen Sie es weiter. Es lässt mich nicht mehr los.” Sie war die letzte Zeitzeugin der Ereignisse in und um die Bergkirche Wiesbaden.

Und so kommt es zur Wiederaufnahme von „WIDERSTAND“ am 26.01.2019 um 19.30 Uhr. Dieses Mal am originalen Schauplatz, in der Bergkirche in der Lehrstraße.

Wiesbaden, Anfang der dreißiger Jahre – die Weimarer Republik ist untergegangen, Hitler ist an der Macht, Gesellschaft und Staat sind gleichgeschaltet. So auch in der Bergkirchengemeinde. Gezielt werden solche Pfarrer eingesetzt, die die Gemeinden auf Linientreue einschwören sollen. Doch dagegen wehren sich die übrigen Pfarrer, der Kirchenvorstand und die Gemeindemitglieder – und riskieren dafür Leib und Leben. Unter den Augen der Nazis und im Verborgenen bildet sich ein Widerstand heraus, der während der Schreckensherrschaft ein starkes Netzwerk formt, dass sich gegen die Beugung der eigenen christlichen Werte ebenso stemmt, wie gegen Judenverfolgung und Willkür.
Wie lange wird dieser Widerstand zu halten sein? Hitlers Handlanger sind überall und setzen alles daran, die Widerständlern auszuschalten.

Dieser Teil der Wiesbadener Geschichte ist vielen noch zu unbekannt oder in Vergessenheit geraten. Freies Theater Wiesbaden erinnert an die Menschen aus dem Bergkirchenviertel, die diesen Weg gegangen sind. Vielschichtig und differenziert beleuchtet das Stück “WIDERSTAND” die persönlichen Schicksale der Menschen, die aus der Mitte der Gesellschaft gegen die nationalsozialistische Ideologie und Verführung opponiert haben.

Durch eine jahrelange und intensive Recherche mit den Zeitzeugen hat der Bergkirchenpfarrer Markus Nett umfangreiches Material über diese Zeit und die Menschen rund um die Bergkirche zusammen getragen und für die Inszenierung dieses Stückes zur Verfügung gestellt.

Es spielen: Mario Krichbaum, Pascal Fey, Barbara Haker, Sophia Schumann, (Freies Theater Wiesbaden)
Text und Regie: Barbara Haker
Foto: Michael Zellmer

Unterstützt wird das Freies Theater Wiesbaden durch einen Chor, der sich eigens für diese Produktion zusammen gefunden hat aus verschiedenen Kantoreien und Singkreisen. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Bergkirche, Wiesbaden und dem Kulturamt Wiesbaden!

Freies Theater Wiesbaden e.V. – info@freiestheaterwiesbaden.de – www.freiestheaterwiesbaden.de

Unsere Teaser dazu:

 

 

 

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“Sie hat so viel Sonne ins Leben gebracht”: Ergreifend-schöner Abschied von Maria Magdalena Ludewig in Berlin

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Was für ein Leben. Was für ein Tod. Was für ein Abschied. Und was für eine einzigartige Person, was für eine unglaubliche Persönlichkeit. Hunderte Trauernde haben am letzten Samstag in Berlin Abschied genommen von Maria Magdalena Ludewig. Die Kuratorin und Theaterregisseurin war am Silvesternachmittag auf dramatische Weise tödlich verunglückt, von einer Welle auf Fuerteventura aus dem prallen Leben gerissen, mit gerade mal 36 Jahren. Hunderte haben am Samstag getrauert, sie haben aber auch diese besondere Frau und ihr besonderes Leben gefeiert. Es wurde geweint, aber auch gelächelt, geschmunzelt und gelacht. Der Abschied – zuerst eine Trauerfeier in der Kirche St. Elisabeth, dann ein Trauerzug durch die Straßen von Berlin Mitte, dann die Beisetzung  – war traurig, emotional, bewegend. Und wunderschön. Er hätte Maria Magdalena Ludewig gefallen – als große, spektakuläre “larger than life”-Inszenierung, für die, wie durch sie selbst regelmäßig in ihrem Leben, auch Unmögliches möglich gemacht wurde. (mehr …)

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Spannender WI-Dienstag: Walhalla im Kulturbeirat, Showdown bei CDU, OB-Kandidaten-Kür bei Grünen

Turbulente Zeiten herrschen gerade in Wiesbaden, im Rathaus und in einzelnen Parteien geht es mächtig rund, der Ausgang diverser Entwicklungen, Affären und Projekte ist offen. Geballt geschieht so einiges von Bedeutung am heutigen Dienstag. Im Kulturbeirat, der ab 18 Uhr öffentlich (=Interessierte willkommen) im Rathaus (Raum 22, im Erdgeschoss) tagt, steht erstmals das Dauerthema “Walhalla – Sanierung und künftige Nutzung” auf der Tagesordnung. Außerdem diskutiert das 25 Mitglieder starke Gremium (Foto) die “Sichtbarkeit durch Werbung für Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum” und die Planung einer ersten eigenen Veranstaltung zur Situation der freien Theater am 25. Februar. Fast zeitgleich läuft der “Showdown”-Parteitag der CDU, die derzeit in Folge der Turbulenzen um die Herren Ralph Schüler und Bernhard Lorenz nicht zur Ruhe kommt. Der Bogen der direkt oder indirekt betroffenen Personen spannt sich mittlerweile bis zum Parteivorsitzenden Oliver Franz und zum Ehrenvorsitzenden Horst Klee, in einer (bisherigen) Nebenrolle agiert CDU-OB-Kandidat Eberhard Seidensticker. Spannend wird es auch bei den Grünen, die heute auf einer Mitgliederversammlung ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten für die OB-Wahl im Mai küren. Christiane Hinninger? Andreas Kowol? Weder noch? Sie werden es sich gut überlegen –  sollte nämlich die Affäre um OB Sven Gerich, gegen den die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen hat, für diesen richtig schlecht ausgehen, könnten sich für die Grünen plötzlich realistische Chancen zur Übernahme des Rathaus-Sessels auftun. Und noch ein wichtiges Wiesbadener Thema, die Wiesbaden Biennale, steht im Mittelpunkt des (fast ausverkauften) “Talk im Foyer”-Streitgesprächs zwischen Staatstheater-Intendant (und Kulturbeirats-Mitglied) Uwe Eric Laufenberg und Wiesbadener Kurier-Chefredakteur Stefan Schröder zum Thema “Kunst darf das?!” Ein Livestream bei Facebook ist geplant.  (dif/ Foto Thomas Weichel)

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Die Neuen im BBK – SICHT WEISE

Ausstellung im Rathaus Wiesbaden
Die Neuen im BBK – SICHT WEISE

Die neu in den Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Wiesbaden e.V. (BBK) aufgenommenen Künstler*innen präsentieren auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden ab dem 22. Januar um 19 Uhr zum Teil eigens für das Foyer des Rathauses angefertigte Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Objekt, Installation, Fotografie und Film.
Als gemeinsames Motto für die Ausstellung wurde SICHT WEISE definiert.
SICHT WEISE sowohl im Sinne der verschiedenartigen Sichtweisen, Sehweisen der Künstler*innen selbst, wie auch im Sinne des Betrachters, in seiner Sicht, Sichtweise, seiner Leseweise und letztendlich erstrebten Kommunikation mit dem Kunstwerk.

Ausstellende:
Peter Bernhard
Angela Cremer
Titus Grab
Iris Kaczmarczyk
Renate Schwarz Kraft
Stella Tinbergen

 

Veranstalter: BBK Wiesbaden e.V.  www.bbk-wiesbaden.de
mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Wiesbaden

Gemeinschaftsausstellung Neu im BBK – SICHT WEISE
Eröffnung: Dienstag, 22. Januar 2019, 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Isolde Schmidt, Kulturamt Wiesbaden
Einführung: Dr. Jennifer John, Kunsthistorikerin
Ausstellungsdauer: 22. Januar – 07. Februar 2019
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-15 Uhr
Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden

 

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sensor-Wochenendfahrplan: Philosophie, Pedale, Party

Von Maximilian Wegener. Fotos Veranstalter.

In turbulenten Zeiten – man kommt gar nicht nach bei all den Meldungen über (vermeintliche) Skandale in der Stadt – tut es gut, auch mal wieder abzuschalten und einfach nur was Schönes zu tun. Konzerten lauschen zum Beispiel, oder auch Philosphieren. Oder Tanzen. Oder in die Pedale treten. Das geht heute in guter Runde. (mehr …)

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Zum Abschied wilde Blumen – Trauerfeier für Maria Magdalena Ludewig an diesem Samstag in Berlin

Von Dirk Fellinghauer (Text und Foto).

Wo immer man hinkommt in diesen Tagen in Wiesbaden, kommt das Gespräch auf sie. Viele in der Stadt, in der sie vor kurzem noch so präsent war, können noch immer nicht fassen, dass Maria Magdalena Ludewig an Silvester tödlich verunglückt ist. Die 36-Jährige Kuratorin und Künstlerin, die in den Sommern von 2016 und 2018 gemeinsam mit Martin Hammer das Theater- und Kunstfestival “Wiesbaden Biennale” geleitet hat und unsere Stadt dabei gehörig aufgemischt hat, wurde auf Fuerteventura von einer völlig überraschenden hohen Welle ins Meer gerissen, als sie während eines Spaziergangs auf einem Felsen saß. Trauer und Bestürzung sind groß in Wiesbaden, aber auch auf der ganzen Welt, wo Maria Magdalena Ludewig vielfältig künstlerisch wirkte. An diesem Samstag wird die besondere Frau, die Besonderes geschaffen hat, verabschiedet und beerdigt – in Berlin. (mehr …)

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“Dieselskandal und Mobilität der Zukunft” – Podiumsdiskussion am 16. Januar

 Die Entscheidung über ein mögliches Dieselfahrverbot in Wiesbaden wird im Februar vor dem Verwaltungsgericht weiter verhandelt. Maßnahmen für eine Verkehrswende in Wiesbaden sind geplant und umgesetzt, zum Teil führen sie zu großen Kontroversen in der Stadtgesellschaft. Wie wird die Zukunft der Mobilität in Wiesbaden aussehen? Das Evangelische Dekanat Wiesbaden lädt mit dem Bündnis Verkehrswende am Mittwoch, dem 16. Januar, um 19 Uhr  zu einer Podiumsdiskussion ins Haus an der Marktkirche (Schlossplatz 4) ein. Zum Thema „Der Dieselskandal und die Zukunft der Mobilität in Wiesbaden“ diskutieren auf dem Podium: Dorothee Saar, Bereichsleiterin Verkehr & Luftreinhaltung der Deutschen Umwelthilfe; Prof. Dr. Heiner Monheim, Verkehrswissenschaftler; Stadtrat und Umweltdezernent Andreas Kowol; Pfarrerin Ursula Kuhn, Lutherkirche Wiesbaden. (dif/Bild Samira Schulz)

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Mitreißender Musical-Klassiker: “Phantom der Oper” am 19. Januar im RMCC

Mit dem “Phantom der Oper” kommt am Samstag, dem 19. Januar, um 20 Uhr ein großer Musical-Klassiker ins RheinMain CongressCenter RMCC. Nach der Romanvorlage von Gaston Leroux kommt die Geschichte um das Chormädchen Christine Daaé und das geheimnisvolle Phantom auf die Bühne.  Die Inszenierung wird durch ein imposantes Orchester, mitreißende Melodien, ein hochkarätiges Gesangsensemble und die neuste Bühnentechnik zu einem ergreifenden Erlebnis. (mehr …)

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Heute erklingt wohlig-warme “Sommermukke”: Kenneth Minor springt für Fooks Nihil ein

Die Künstleragentur Musikmaschine präsentiert Mukke: Was sich im Sommer noch Wintermukke schimpfte , heißt nun wieder „Sommermukke“. Muss man nicht verstehen, merkt man sich aber ja wohl. Bei der inzwischen vierten Ausgabe  treten heute im Schlachthof-Kesselhaus Folk-, Blues- und Singer-Songwriter-Artists auf. (mehr …)

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Buffalo-Nachfolger gefunden: VIU bringt “revolutionäre” Designerbrillen nach Wiesbaden

Kein langer Leerstand: In der Marktstraße 23, wo kürzlich die in Wiesbaden begründete Kultmarke “Buffalo” ihr dort seit Jahrzehnten ansässiges Schuhgeschäft schloss, zieht im Februar “VIU” ein. Das innovative Schweizer Designerbrillen-Unternehmen wird hier einen “Flagship Store” eröffnen. Die bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens heute auf sensor-Anfrage. (mehr …)

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sensor-Wochenendfahrplan – Wirklich wahr: In Wiesbaden geht der Punk ab!

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Veranstalter.

Ganz schön viel Punk ist in diesem Wiesbaden-Wochenende drin – bei Konzerten, Partys, Filmen. Aber auch, wer es nicht so laut und wild und radikal mag, kommt in unserer ansonsten ja auch gerne mal eher beschaulichen Stadt auf seine Kosten. (mehr …)

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Hintergründig, rätselhaft, impulsiv – Leidenschaftliches Duo feiert heute Blue-Note-Pianist Andrew Hill

Heute um 20 Uhr treten der Wiesbadener Pianist Uwe Oberg und der Berliner Klarinettist Rudi Mahall im Rahmen der Konzertreihe “ARTist in der Musikbibliothek” in der Mauritius-Mediathek in der Hochstättenstraße auf. Sie widmen sie sich der Musik von Andrew Hill (1931 – 2007). Hill war ein bedeutender Jazzpianist der Blue-Note-Ära und hat ein großes Werk fantastischer Kompositionen hinterlassen. Seine Musik balanciert an der Kante zwischen Mainstream und Avantgarde und ist hintergründig, rätselhaft und gleichzeitig impulsiv. Rudi Mahall und Uwe Oberg spielen seine Stücke mit freisinnigem Respekt und übersetzen seine Musik mit leidenschaftlichem Verve in die Gegenwart.  (dif/Bild Veranstalter)

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