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AWO-Innenstadtfest – Paddy Goes To Holyhead und klare Botschaft: “Keine Chance den Rassisten!”

“Die Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden bringt Menschen zusammen. Und die AWO steht ein für Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.” Dieses Credo gilt für das Team der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie die ehrenamtlich Engagierten. Nachdrücklich und nachhaltig positioniert sich die AWO gegen jene Menschen, die diese Werte in Frage stellen und gegen sie handeln. “Der Rassismus hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen”, konstatiert die AWO und beklagt: “Bundesweit, und auch in Wiesbaden. Rassisten sind inzwischen auch in den Parlamenten vertreten.” Weil es ist an der Zeit sei, “sich gegen Menschen, Gruppen und Parteien zu stellen, denen diese undemokratische und menschenverachtende Gesinnung zu eigen ist”, gibt es am Freitag, dem 25. Mai, ab 18 Uhr auf dem Mauritiusplatz ein “Keine Chance den Rassisten – Innenstadtfest mit Livemusik”. Nicht mit irgendwelcher Livemusik, sondern mit der Kultband Paddy Goes To Holyhead. Die Botschaft aller Beteiligten: “Gemeinsam machen wir bei „AWO in der Stadt“ deutlich: Keine Chance den Rassisten! Miteinander machen wir uns stark für ein weltoffenes Wiesbaden!” In diesem Fall mit einem bunten fröhlichen Fest für alle, mit Irish Folk Rock, Wein aus dem Rheingau und italienischen Köstlichkeiten.  www.awowiesbaden.de (dif/Bild AWO Wiesbaden)

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Gefeiertes Gastspiel des Gogol Center Moskau: Ovationen für Ensemble, Solidarität für Regisseur – Heute nochmal

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Was für ein großartiger, was für ein großer, was für ein wichtiger und, ja, auch mutiger Abend. Die Internationale Maifestspiele erlebten am Donnerstagabend die Europapremiere von “Who Is Happy in Russia?”, das Publikum erlebte, präsentiert von sensor als Medienpartner, einen fulminanten und intensiven Theaterabend zwischen Schauspiel, Tanz, Zirkus, Performance und Konzert mit dem Gogol Center Moskau. Heute gibt es noch eine weitere und letzte Gelegenheit, dieses Ereignis zu erleben. Unsere Empfehlung: Wer es gestern nicht erlebt hat, sollte es heute nicht verpassen. Um 19.30 Uhr im Großen Haus des Staatstheater, Karten gibt es noch an der Abendkasse.

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30.000 m² Wald rechtswidrig gerodet: Ein Fall für den Staatsanwalt – und für eine Demo vor dem Rathaus

Von Dirk Fellinghauer. Foto Facebook-Veranstaltungsseite zur Demo.

“30.000 Quadratmeter Wald hat das Unternehmen Knettenbrech und Gurdulic im Januar 2018 auf seinem Firmengelände ohne Genehmigung, und damit rechtswidrig, gerodet”, schreibt die Stadt Wiesbaden in einer offiziellen Pressemitteilung. Auf dem Areal soll eine Müllverbrennungsanlage errichtet werden: “Das städtische Umweltamt hat Anhaltspunkte dafür, dass die Fläche Lebensraum für Tierarten war, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz als streng geschützt gelten und beabsichtigt daher, das Verfahren wegen des Verdachts einer Umweltstraftat an die Staatsanwaltschaft Wiesbaden abzugeben.” Das Vorgehen des Unternehmens, das auf dem gerodeten Gelände eine Müllverbrennungsanlage plant, ist nicht nur ein Fall für den Staatsanwalt, sondern auch Anlass für eine Demo an diesem Donnerstag, 3. Mai, vor dem Rathaus – anlässlich der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, während der es eine Aktuelle Stunde zur geplanten Müllverbrennung geben soll. (mehr …)

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“Kampf gegen Vernunft und Aufklärung”: Samuel Salzborn erklärt im Hilde-Müller-Haus die “Neue Rechte”

Von Falk Sinß. Foto privat.

Mit gutem Zuspruch und einem informativen Vortrag eröffnete die neu gegründete Wiesbadener Initiative “Moment Mal! Aktion für eine offene Gesellschaft” im Hilde-Müller-Haus ihre Vortragsreihe. Der Ort war bewusst gewählt. In dem Bürgerhaus am Wallufer Platz hatte zuletzt die AfD sogenannte “Themenabende” abgehalten. Dieser Nutzung wollen die “Moment Mal!”-Initiatoren etwas entgegensetzen. Zur Auftaktveranstaltung sprach Samuel Salzborn über den “Angriff der Antidemokraten”. (mehr …)

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Editorial Mai-sensor: Ich fordere eine Belebungsgebotszone für Wiesbaden

Ich fordere eine Belebungsgebotszone für Wiesbaden,

liebe sensor-Leserinnen und –Leser. Dieser Tage war ich im Rathaus auf einer Sicherheits-Pressekonferenz. Ordnungsdezernent Dr. Oliver Franz und Polizeipräsident Stefan Müller präsentierten ihr Konzept „Gemeinsam Sicheres Wiesbaden“ – ein entschlossen klingender Zehn-Maßnahmen-Plan mit dem erklärten Ziel, „durch die Reduzierung des Gefahrenpotenzials im öffentlichen Raum die Sicherheit der Menschen in der Stadt zu erhöhen“. Und: „Insgesamt soll sich für die Bürgerinnen und Bürger die Aufenthaltsqualität in Wiesbaden nachhaltig und spürbar erhöhen“. (mehr …)

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Bühnengrüße aus Moskau zu den Maifestspielen: sensor präsentiert eines der spektakulärsten Gastspiele

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Gogol Center, Moskau. 

„Who Is happy in Russia?“, diese Frage kann im Russland eines Wladimir Putin, der gerade mal wieder als russischer Präsident bestätigt wurde, leicht zur Provokation werden. Zumal in einem Theaterstück, das eine eindeutige Antwort gibt: „No one!“. sensor präsentiert den laut F.A.Z. “wohl größten Coup” der diesjährigen Maifestspiele am 3. und 4. Mai im Großen Haus des Staatstheaters. (mehr …)

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Kulturbeirat nimmt Formen an: 12 Mitglieder gewählt, weitere Vertreter benannt – Auch Ex-OB Müller dabei

Die Wahl zum ersten Wiesbadener Kulturbeirat ist entschieden, die 12 Vertreterinnen und Vertreter aus den Reihen der Kulturschaffenden der Stadt stehen fest (hier das vorläufige Endergebnis der Wahl). Einige Ergebnisse  der Wahl mit insgesamt 92 Bewerberinnen und Bewerbern wurden erwartet, andere sorgten für Überraschung. In manchen Sparten war der Ausgang knapp, in anderen deutlich. Der Wahlausschuss zur Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses tagt am Dienstag, 24. April, um 15 Uhr am Schillerplatz 1-2 (7. Stock). Anschließend wird auch offiziell bekannt gegeben, welche Personen für die gesetzten Institutionen sowie für die Fraktionen dem 25-köpfigen Beirat angehören werden. sensor hat schon einige Namen in Erfahrung gebracht. (mehr …)

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Genossen wählen im RMCC erste Vorsitzende der SPD-Geschichte – OB beschwört Stehauf-Geist von Wiesbaden

Historischer Moment in Wiesbaden: Auf ihrem Bundesparteitag im nagelneuen RheinMain CongressCenter wählte die SPD am Sonntagnachmittag zum ersten Mal in ihrer knapp 155-jährigen Geschichte eine Frau an die Parteispitze. Andrea Nahles wurde mit bescheidenen 66,35 % der Delegiertenstimmen zur Parteivorsitzenden gewählt. Ihre Gegenkandidatin Simone Lange trat als Underdog an und übertraf mit 27,6% die Erwartungen. Unter der geballten Parteiprominenz fand sich auch NoGroKo-Kämpfer Kevin Kühnert, der Juso-Chef hatte am Tag vor dem Parteitag seine Unterstützung für Nahles angekündigt. Auch jede Menge Wiesbadener Genossen ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, den Parteitag in ihrer Stadt live mitzuerleben. OB Sven Gerich versuchte in seinem kämpferischen Grußwort, so etwas wie einen (Stehauf-)Geist von Wiesbaden in die Bundespartei zu tragen. Er berichtete, “dass es hier vor Ort gelungen ist, einen Niedergang zu stoppen und den Trend umzukehren. Ich glaube, was im Kleinen geht, ist auch auch im Großen möglich.” Er erinnerte an noch gar nicht so lange zurückliegende Zeiten, als die SPD in Wiesbaden “ausgelacht” wurde. “Aber wir haben uns den Mund abgewischt, neu sortiert und zusammengerissen”, sagte Gerich: “Lasst uns jetzt bitte diesen Parteitag verdammt nochmal zum Anlass nehmen, uns auf unsere Werte und Stärke zu besinnen und mit neuer Geschlossenheit nach vorne zu blicken.” Der OB schloss sein Grußwort mit dem Statement: “Die wahren Revolutionäre sind für mich immer noch die Reformer. Seid in diesem Sinne als Revolutionäre herzlich willkommen in Wiesbaden.” Hier geht es zum sensor-Fotoalbum vom SPD-Parteitag im RMCC Wiesbaden. (Text/Fotos Dirk Fellinghauer)

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“Free Kirill”: Staatstheater-Intendant bietet Ex-Kanzler Gerhard Schröder seinem Freund Putin als Geisel an

Zu den diesjährigen Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden ist am 3. und 4. Mai das Ensemble des Gogol Centers Moskau mit seinem, von sensor als Medienpartner präsentierten, Gastspiel »Who is happy in Russia?« eingeladen  – eine Inszenierung des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikov. Da Serebrennikov weiterhin in Moskau unter Hausarrest steht, entwarf Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, eine Kunstinstallation als politisches und künstlerisches Statement. (mehr …)

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“Verräter” Can Dündar streng bewacht zur Lesung und Diskussion in Wiesbaden – Vorverkauf nur bis 21.04.

Can Dündar © Milena Schlösser

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Freiheit für das Wort“ kommt der türkische Journalist Can Dündar am 26. April nach Wiesbaden. Wegen der erwarteten großen Nachfrage wurde die Lesung und Diskussion ins Kulturforum am Schillerplatz verlegt.  Dündar ist der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung „Cumhuriyet“. Er glaubt noch an die „andere“ Türkei, die demokratisch und weltoffen ist. Doch wer noch Widerspruch wagt, wird in der Türkei als Terrorist oder Landesverräter diffamiert. Seit Juni 2016 lebt Dündar im Exil in Berlin. Auch hierzulande kann der Journalist sich nicht frei bewegen – den fanatischen Anhängern von Erdogan gilt er als Landesverräter und wird von Landsleuten massiv bedroht. Im Gespräch mit Wiesbadener Kurier-Chefredakteur Stefan Schröder wird es um Dündars aktuelles Buch „Verräter. Aufzeichnungen im deutschen Exil“ gehen sowie allgemein über die Situation in der Türkei und das Thema Meinungsfreiheit. Die Veranstaltung findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen, begleitet von Landeskriminalamt, Polizei Westhessen udn einem privaten Sicherheitsdienst, statt.  Einen Kartenvorverkauf gibt es nur bis zum Samstag, 21. April, und nur in der Tourist Information Wiesbaden, Marktplatz 1, Telefon (0611) 1729930 sowie online unter www.wiesbaden.de/literaturhaus. Es gibt keine Abendkasse. Einlass zwischen 18.15 und 19:15 Uhr. Aus Sicherheitsgründen können Karten nur erworben werden, wenn beim Kauf Namen, Geburtsdatum sowie Adresse angeben werden. Die Eintrittskarten sind nicht übertragbar. Bei Einlass muss ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass mit Meldebescheinigung zum Abgleich mit der Besucherliste vorgezeigt werden. Ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen verlosen wir 3 Exemplare von Can Dündars Buch “Verräter. Aufzeichnungen im deutschen Exil” – einfach eine Mail mit Absender und Postanschrift schicken an losi@sensor-wiesbaden.de

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Andrea Ypsilanti kommt heute mit ihrem Buch “Und morgen regieren wir uns selbst” ins Georg-Buch-Haus

Sie hat lange als Referatsleiterin in der Hessischen Staatskanzlei gearbeitet und 2008 Roland Koch eine fette Wahlniederlage beschert – mit für sie am Ende bitteren Ausgang. Nun hat Andrea Ypsilanti ein Buch veröffentlicht, in dem sie sich Gedanken über die deutsche und europäische Sozialdemokratie macht. „Und morgen regieren wir uns selbst“ heißt ihr Buch, das zu großen Teilen eine Streitschrift ist und mit Ideen aufwartet, wie man die strauchelnde Sozialdemokratie vor der Bedeutungslosigkeit schützen kann.  Live, eintrittsfrei und in „roter“ Farbe  heute – nur zufällig drei Tage vor dem großen SPD-Sonderparteitag in Wiesbaden – um 19.30 Uhr auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Georg-Buch-Haus in die Wellritzstraße. (nla/Foto Veranstalter)

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Die Diskurs-Verteidiger – mit Inhalten statt Parolen: “Moment mal!” macht mobil für die offene Gesellschaft

 Von Falk Sinß. Fotos Samira Schulz, Marta Krajinovic, privat. 

Die offene Gesellschaft ist bedroht – so stark wie schon lange nicht mehr. Rechtsextreme Gruppen wie Pegida oder Teile der AfD wollen sie zu Grabe tragen. Mit vermeintlichen Tabubrüchen, enthemmter Sprache und plumper Hetze gegen Flüchtlinge, Politiker und alle, die nicht ihrer Meinung sind. Sie versuchen, den öffentlichen Diskurs immer weiter nach rechts zu verschieben. Eine Gruppe von Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger möchte weder den öffentlichen Diskurs noch die Bürgerhäuser der AfD überlassen und hat sich deshalb unter dem Namen „Moment Mal! Aktion für eine offene Gesellschaft“ zusammengetan. (mehr …)