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„Vielen steht das Wasser schon über dem Hals“ – #StummerSchrei-Protest freier Künstler und Bühnen

Mit Aktion „Stummer Schrei“ wollte der Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) auf die durch die Corona-Pandemie ausgelöste (Not-)Situation der Freischaffenden und der Freien Bühnen aufmerksam machen. Um 5 vor 12 haben die rund 50 Teilnehmenden der Aktion, einige von ihnen in Theaterkostümen und die meisten ausgestattet mit Transparenten und Botschaften wie „2021 schon was vor? Ich nicht!“ gemeinsam „laut“ geschwiegen. Mit dabei war der Opernregisseur Tobias Heyder. Im Gastbeitrag schildert er seine Eindrücke der Aktion und die Hintergründe und Perspektiven. (mehr …)

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„Rassismus existiert mitten unter uns“ – 600 Menschen ziehen bei zweiter „Silent Demo“ durch Wiesbaden

Von Maximilian Wegener (Text und Fotos)

„Tell me what has become of my life
I have a wife and two children who love me
I am the victim of police brutality, now
I’m tired of bein‘ the victim of hate“

Zu diesen legendären Songzeilen von Michael Jackson startete am Samstagnachmittag die zweite „Silent Demo“ gegen Rassismus, Diskriminierung von People of Colour und für die Opfer von Polizeigewalt weltweit – diesmal nicht stationär auf dem Luisenplatz wie die erste Demo, sondern als Protestmarsch vom Bahnhof bis zum Dern’schen Gelände. (mehr …)

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Neue Lockerungen in Hessen: 5 m²-Regel fällt, Sportevents, Klinikbesuche, Grillen und Picknick erlaubt

Das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung hat entschieden, die Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus weiter zu lockern. Diese betreffen insbesondere die Kontaktbeschränkungen bei Veranstaltungen, in Theatern oder Kinos sowie die Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Rehakliniken und Behindertenwerkstätten. (mehr …)

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Jetzt bist du gefragt, Wiesbaden: City-Bahn, ja oder nein? Termin und Frage für Bürgerentscheid sind entschieden

Der geplante Streckenverlauf einer möglichen CityBahn von Mainz über und durch Wiesbaden bis zum Rheingau-Taunus-Kreis.

Soll Wiesbaden eine City-Bahn bekommen oder nicht? Diese Frage dürfen die Bürger*innen der Landeshauptstadt nun selbst beantworten. Mit 66 von 81 Stimmen (77 Anwesende), und damit mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit, haben die Stadtverordneten sich heute für die – umfassendere – Fragestellung entschieden, die bei einem Vertreterbegehren am 1. November gestellt werden wird. Es wird die vom Magistrat eingebrachte Frage sein, die lautet: „Soll der Verkehr in Wiesbaden, zur Vermeidung von Staus und weiteren Verkehrsbeschränkungen für den Autoverkehr, durch eine leistungsfähige Straßenbahn (City-Bahn) von Mainz kommend über die Wiesbadener Innenstadt bis Bad Schwalbach weiterentwickelt werden, um Verkehrszuwächse aufzufangen und Umweltbelastungen (Luftverschmutzung, Lärmbelastung) zu verringern?“ Die Fragestellung war – wie das Projekt selbst – umstritten. Insgesamt waren von unterschiedlichen Fraktionen vier Fragestellungen eingebracht worden. Gegen die nun beschlossene Fragestellung votierten FDP und zwei Freie Wähler/Bürgerliste-Mitglieder. Bei der Abstimmung über den Abstimmungstermin votierten die Grünen dagegen, sie hatten sich für einen späteren Abstimmungstermin stark gemacht. (dif/Bild CityBahn GmbH)

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Walhalla-Ausschreibung wird auf 2021 verschoben – Stadtverordnete folgen Empfehlung des Kulturbeirats

Es wird nun nochmals länger dauern als sowieso schon, bis sich die seit Januar 2017 geschlossenen Walhalla-Türen wieder öffnen. Mit der Verschiebung des Ausschreibungs-Starts werden sich aber, so die Hoffnung hinter der heute getroffenen Entscheidung, die Chancen erhöhen, DASS sie sich überhaupt wieder für eine kulturelle Nutzung öffnen werden.

Der Start des Interessenbekundungsverfahrens zur Walhalla-Revitalisierung wird verschoben in das erste Quartal 2021. Dies haben heute Nachmittag der Haupt- und Finanzausschuss und der Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung in gemeinsamer, nicht öffentlicher Sondersitzung beschlossen, wie Dorothea Angor (Grüne) dem sensor berichtete. Die Entscheidung fiel einstimmig. Der entsprechende Beschluss in der zur Stunde im Bürgerhaus Erbenheim laufenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gilt damit als Formsache (UPDATE 02.07., 23.10 Uhr: Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig bei Enthaltung der AfD die Verschiebung beschlossen). Mit der Entscheidung folgen die Wiesbadener Stadtverordneten der Empfehlung des Kulturbeirats. (mehr …)

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Walhalla-Ausschreibung: Kulturbeirat fordert Start erst Anfang 2021 – „Bewerbungen derzeit kaum vorstellbar“

Außerplanmäßig und eilig einberufen hat der Kulturbeirat am vergangenen Freitagabend getagt. Einziges Thema der Sondersitzung war die geplante Ausschreibung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Walhalla. Außerplanmäßig, eilig – und mit einer in einer komplexen Angelegenheit eindeutigen Empfehlung:  Der Kulturbeirat hat sich nach intensiver Diskussion mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Verfahren erst später, im ersten Quartal des Jahres 2021, zu eröffnen.

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„Vorteilsannahme in 12 Fällen“ – Wiesbadens Ex-OB Sven Gerich verurteilt und vorbestraft

Als vor ein paar Monaten eines der gegen ihn laufenden Ermittlungsverfahren von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft eingestellt wurde, postete Wiesbadens Ex-OB Sven Gerich auf seinem Instagram-Account genüsslich ein Foto mit einer effektvoll drapierten Flasche Pommery Cuvée Louise Brut Nature 2004, das ist ein Champagner der 150-Euro-Klasse. „Ein schöner Tag“, schrieb er dazu. Mit den Vermerken „Grins“ und „PS: selbst bezahlt“ machte er sich nochmals lustig über Vorwürfe, wegen derer er 2019 nicht mehr als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden antrat – sein Nachfolger hat am 1. Juli einjähriges Dienst“jubiläum“ – und wegen derer er nun doch verurteilt wurde und vorbestraft ist. (mehr …)

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„Verkehrswende jetzt“, Citybahn-Bürgerentscheid später: Fahrraddemo für Verschiebung auf Kommunalwahldatum

„In den letzten Monaten wurden während des Corona-lockdown endlich Schritte unternommen, den tagtäglichen Verkehrsinfarkt in Wiesbaden zu beenden“, sagen die Initiatoren der „Verkehrswende jetzt!“-Fahrraddemo, die an diesem Dienstag, 30. Juni, um 17.30 Uhr am Hauptbahnhof startet: „Die neuen Fahrradwege und Busspuren begrüßen wir sehr. Doch wir wollen mehr!“ Mit mehr meinen sie: „Um einer neuen Verkehrspolitik zum Durchbruch zu verhelfen ist es nötig, die seit Jahrzehnten von der Autolobby in Wiesbaden verhinderte Straßenbahn endlich durchzusetzen!“ (mehr …)

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Startschuss oder Todesstoß für Walhalla? Diskussionen und Sondersitzungen zu geplantem Ausschreibungs-Start

„Wir haben eine Beschlussvorlage auf den Weg gebracht für ein europaweites Interessenbekundungsverfahren für eine kulturelle Nutzung der Walhalla“. Der Satz des Oberbürgermeisters – mit „wir“ meint er den Wiesbadener Magistrat und maßgeblich Kulturdezernent Axel Imholz und sich selbst als OB und Aufsichtsratsvorsitzenden der Walhalla-Immobilien-Eigentümerin WVV – klingt erst mal nach einer guten Nachricht. Nach einem „endlich geht es los“ und damit nach einem lange erwarteten Meilenstein auf dem Weg zur Revitalisierung der Walhalla. Nach einem sehnsüchtig erwarteten Startschuss. Bei genauer Betrachtung aber wird klar: Dieser Schuss könnte auch nach hinten los gehen, der Startschuss unter den völlig neuen Bedingungen der Corona-Pandemie mit einer massiv von einer  Insolvenz- und Pleitewelle bedrohten Veranstaltungs- und Kulturbranche zum Todesstoß für dieses Projekt werden, das immens wichtig für die Stadt ist. So immens wichtig, dass nun eilige Gremien-Sondersitzungen anberaumt wurden, bevor die Stadtverordnetenversammlung das Thema am 2. Juli diskutiert. (mehr …)

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VERSCHOBEN! Erneute „Silent Demo“ gegen Rassismus am 27. Juni / NEU 4.7. – Marsch ab Hauptbahnhof und Kundgebung

UPDATE – Mitteilung der Veranstalter 26.06. Silent Demo ist eine deutschlandweite Demo. In einigen Städten wird es morgen heftig gewittern und die Sicherheit der Teilnehmer wäre nicht mehr zu gewährleisten. Wiesbaden verschiebt die Demo aus Solidarität und auch wegen des Wetters ebenfalls! Wir wollen alle gemeinsam ein großes Zeichen setzen!
Bitte habt Verständnis und TEILEN TEILEN TEILEN. Die Demo wird NICHT abgesagt! Sie wird nur verschoben! NEUER TERMIN Samstag, 4.7.

An diesem Samstag, 27. Juni, findet erneut eine „Silent Demo“ unter dem Motto „Nein zu Rassismus“ in Wiesbaden statt. Um 15 Uhr startet ein Marsch vom Hauptbahnhof aus in Richtung Dern´sches Gelände. Dort soll es eine Kundgebung geben. Am 6. Juni war in Wiesbaden, wie in ganz Deutschland und in anderen Ländern, sehr kurzfristig ein „Silent Protest“ in Gedenken an den durch Polizeigewalt umgekommenen Georg Floyd und als Signal gegen Rassismus und für Zusammenhalt und Solidarität organisiert worden. Etwa 1000 Menschen kamen damals auf dem Luisenplatz friedlich und mit Abstand zu einem bewegend-kämpferischen Nachmittag zusammen (sensor-Fotoalbum hier). Im sensor-Interview berichtete die 18-jährige Organisatorin Yana Vilgelmi über die Hintergründe. Alle Infos und Updates gibt es auf der Instagram-Seite sowie in der Telegram-Gruppe. Hier können sich auch Helfer*innen, die noch für unterschiedlichste Aufgaben gesucht werden, melden. (dif/Foto Dirk Fellinghauer)

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Big Oli is watching you! Empörung über Bürgermeister Franz´ Alleingang bei Kulturpark-Videoüberwachung

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Über den Sinn und Unsinn von Videoüberwachung im öffentlichen Raum lässt sich trefflich streiten, da kann man durchaus unterschiedliche Ansichten haben. Dass eine Videoüberwachung im Kulturpark Wiesbaden mindestens überflüssig, wenn nicht gar kontraproduktiv ist, dieser Meinung dürften die meisten sein, die den Kulturpark kennen, frequentieren, nutzen und in seiner – auch was Sicherheitsgefühl und friedliches Miteinander angeht – Einzigartigkeit schätzen. Auch hier darf man natürlich anderer Meinung sein, auch hier gibt es auch durchaus andere Meinungen. Dass man an diesem – auch in der Kommunikation aller Beteiligten untereinander – sehr besonderen und bemerkenswerten Ort in Sachen Videoüberwachung Tatsachen schafft, ist gelinde gesagt schwer nachvollziehbar. Genau dies hat Wiesbadens Ordnungsdezernent, Bürgermeister Dr. Oliver Franz, getan. Und erntet dafür einen Sturm der Entrüstung. Diverse Beteiligte und Beobachter fragen sich: „Was hat Dr. Franz nur geritten?“. (mehr …)

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„Summer of Purpose“ vom 26. bis 28.6. fragt hochkarätig: „Was haben wir aus den letzten 100 Tagen gelernt?“

Nach einem Frühjahr der Abschottung kommen Wissenschaftler und Entscheider zum  „Summer of Purpose“ vom 26.- 28. Juni in München zusammen, um ein starkes Signal für Humanismus zu senden. Ziel ist es, eine neue Art des Wirtschaftens und Wege aus der globalen Krise zu finden. Ausgehend von der Frage „Was haben wir in den letzten 100 Tagen gelernt?“ treffen sich 51 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur vor Ort in München im „Colloquium 51“. (mehr …)