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„Chez Mamie“ im Pariser Hof in Wiesbaden: Nachfolge für kranken Gastronomen scheitert an WIM-Veto

Bericht aus dem Wiesbadener Kurier von Birgit Emnet. Archivfoto: wita/Paul Müller.

Das „Chez Mamie“ im Pariser Hof ist ein eingeführtes Restaurant mit französischer Küche nach „Großmutters Art“. Aus gesundheitlichen Gründen möchte der Inhaber Pascal Schmitt gerne an einen Nachfolger übergeben. Mit diesem, Martino Stirn, bereits handelseinig geworden, scheitert ein Vertrag nun offensichtlich an einem Veto der WIM-Geschäftsführung. Die Zukunft des „Chez Mamie“, so befürchten Schmitt und Stirn, stehe somit auf der Kippe. Grund für die Absage sollen persönliche Animositäten und alte Rechnungen sein. (mehr …)

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Parteiaustritt, aber warum? Junger Wiesbadener Anwalt erklärt es ganz genau – im Abschiedsbrief an die SPD

Von Dirk Fellinghauer. Foto René Vigneron.

Parteien gewinnen und verlieren Mitglieder, das war schon immer so. Und für die “Großen” – für CDU und SPD – ist es seit 1990 stetig so, dass am Ende eines jeden Jahres mehr Mitglieder aus- als eingetreten sind. Die SPD hat von 1990 bis 2016 etwa 54% ihrer Mitglieder verloren (Rückgang von 943402 auf 432706), bei der CDU waren es 45% (789609 zu 431920). Das sind die Zahlen. Aber was sind die Gründe? Darüber erfährt man, abgesehen von vielleicht ein paar Schlagworten, wenig. Der junge Wiesbadener Rechtsanwalt Mathias Päßler (Foto) ist in dieser Woche, nach fast zwanzig Jahren Mitgliedschaft, aus der SPD ausgetreten – und hat es ganz genau erklärt. In einem sehr ausführlichen Brief beschreibt er, warum er 1998 als 15-Jähriger in die Partei eingetreten ist, welche Ziele und Ideale er hatte, wie Zweifel und Frust in ihm aufkamen und schließlich so groß wurden, dass er sich entschloss, sein Parteibuch zurückzugeben. Dass er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat, spricht aus seinen Zeilen. Dass es “ein sehr langer Prozess war”, hat Päßler auch im Gespräch mit sensor bestätigt. Die bereits erfolgten Anwerbeversuche aus den Reihen ganz unterschiedlicher anderer Parteien werden erfolglos bleiben. Wenn Partei, dann SPD, das gilt für den Ex-Genossen weiterhin. Bis ein Wiedereintritt für ihn in Frage käme, müsste aber sehr viel passieren in und mit “seiner” Partei. Wir veröffentlichen Mathias Päßlers Abschiedsbrief an die “liebe SPD” im Wortlaut: (mehr …)

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Auch Wiesbaden ist eine Stadt gegen die Todesstrafe – Aktionen als klare Zeichen am 30. November

 Wiesbaden hat sich 2016 der Aktion „Cities for Life – Städte für das Leben“ angeschlossen und spricht sich damit für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe aus. Am 30. November wird Wiesbaden zusammen mit zahlreichen 2000 weiteren Städten weltweit seine Position ins richtige Licht rücken.

Die Fassade der  Bonifatiuskirche am Luisenplatz wird in einem anderen Licht als üblich erstrahlen. Amnesty International  und die „Initiative gegen die Todesstrafe e.V.“  werden zwischen 17 und 20 Uhr vor der Kirche mit einer Mahnwache und einem Informationsstand auf die Aktion aufmerksam machen. Da Hessen gerade einen neuen Vorstoß unternimmt, den veralteten Passus über die Todesstrafe aus seiner Verfassung streichen zu wollen, hat Wiesbaden als hessische Landeshauptstadt damit noch einen weiteren eigenen Grund, mit der Teilnahme an der Aktion “Cities for Life” ein klares Zeichen gegen die Todesstrafe zu setzen. Begleitend wird ab 30. November eine Ausstellung von Siegerbildern eines Jugendkunstwettbewerbs zur Abschaffung der Todesstrafe in St. Bonifatius. Sie läuft bis zum 10. Dezember. Am Tag der Menschenrechte findet um 18 Uhr ein  Gottesdienst zum Thema Todesstrafe und Menschenrechte in der Bonifatiuskirche statt. (dif/Bilder privat)

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“Busse statt Stadtbahn?” – FDP präsentiert heute ihre Sicht der Dinge und lädt zur Diskussion

“Zurzeit stehen keine Veranstaltungen an”, behauptet die FDP Wiesbaden auf ihrer Homepage. Stimmt nicht, denn – das erfahren wir von in der Stadt platzierten Plakaten und über die FDP Wiesbaden-Facebook-Seite: Heute um 19 Uhr laden die Freien Demokraten, die bekanntlich vehement gegen die CityBahn-Pläne sind, zur Diskussionsverstaltung “Busse statt Stadtbahn?”. Ab 19 Uhr sind im Haus an der Marktkirche (links neben der Marktkirche) alle willkommen, die die liberal Sicht der Dinge zum Streitthema hören und diskutieren wollen. (dif/Foto FDP Wiesbaden)

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Ein neuer Stadtteil für Wiesbaden: Auftaktveranstaltung Ostfeld/Kalkofen heute Nachmittag im Roncalli-Haus

Oberbürgermeister Sven Gerich lädt heute Nachmittag  zur Auftaktveranstaltung für das Projekt Ostfeld/Kalkofen ins Roncalli-Haus (Friedrichstraße) ein. “Auf 450 Hektar bietet sich im Bereich Ostfeld/Kalkofen die Chance, einen neuen Stadtteil mit dringend benötigten Wohnungen zu entwickeln”, heißt es in der Einladung. Sehen natürlich nicht alle so. Und neben dem “ob” birgt das “wie” jede Menge Diskussionsbedarf. Dieser Prozess soll deshalb unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ablaufen. Im nächsten Jahr werden weitere Veranstaltungen folgen, die sich mit verschiedenen Fragen wie der Verkehrsanbindung oder den umweltrechtlichen Rahmenbedingungen beschäftigen. Ab 15.30 Uhr sind heute alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich an verschiedenen Informationsinseln mit dem Projekt vertraut zu machen. Planungsbeteiligte stehen dazu Rede und Antwort. Oberbürgermeister Sven Gerich wird neben dem verantwortlichen Projektteam vor Ort sein und in das Projekt einführen. Bis 18.30 Uhr, dem offiziellen Ende des Auftakts, können die Bürger jederzeit dazukommen. Grundsätzliches Ziel soll es sein, “mithilfe der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme einen ausgewogenen Mix an Wohnen, Arbeiten, Freiflächen und Biotopflächen herzustellen”. Erste Ergebnisse sollen Ende des Jahres 2018 in Form eines Strukturplans vorliegen, um eine grobe Aussage darüber treffen zu können, welche Flächen für die weitere Siedlungsentwicklung in Betracht kommen.Weitere Informationen gibt es auch auf der Projektwebsite dein.wiesbaden.de/ostfeld (dif/Foto dein.wiesbaden.de)

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In der Blücherstraße links: Der “Infoladen” ist eine rote Oase – und zugleich offene Kulturstätte

Text & Fotos Laura Ehlenberger.

Die Hausnummern in der Blücherstraße werden größer und größer, da ist sie endlich: die Nummer 46. Eine unscheinbare, graue Eingangstür, ohne Schild darüber. Hier muss er aber sein – der „Infoladen“. Dann doch ein Indiz: Ein Plakat mit der Aufschrift „Offene Werkstatt“. Zur gleichen Zeit steigt ein Mann von seinem Rad ab, darauf klebt ein Anti-Atomkraft-Sticker. Er verschwindet durch die Tür ins Innere. Nichts wie hinterher: Hinter der grauen Tür wartet ein großer, einladender Hof mit Pflanzen in bunten Blumentöpfen, einem Stehtisch, an dem gerade ein paar Leute beisammenstehen, und einer neugierigen Hundedame mit rotem Halstuch. (mehr …)

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Bundesweit erster “Cannabis Social Club” in Wiesbaden? Antrag im Stadtparlament, Kiff-In vor dem Rathaus

Wiesbaden könnte die wohl erste Stadt in Deutschland werden, die einen Ort für legales Kiffen schafft und betreibt. Mit ihrem sehr detailliert ausgearbeiteten Vorschlag zur Entwicklung eines wissenschaftlich begleiteten Modellprojekts für einen sogenannten „Cannabis Social Club“, den sie an diesem Donnerstag ins Stadtparlament einbringen und den sensor hier in aller Ausführlichkeit veröffentlicht, wollen LINKE und PIRATEN in Wiesbaden “den Weg für eine realitätsgerechte und verantwortungsvolle Drogenpolitik bereiten”. Vor der öffentlichen Sitzung, die um 16 Uhr im Rathaus beginnt, laden die Linken am 16. November um 15.30 Uhr zu einem “Kiff-In” vor dem Rathaus. Motto: “Legalize it, Stupid”. (mehr …)

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Frau Müller verzichtet – AfD nominiert als Reaktion auf sensor-Bericht neuen Vize-Stadtverordnetenvorsteher

Nach einem sensor-Bericht über menschenverachtende Äußerungen der AfD-Kandidatin für das Amt der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin, Erika Müller, verzichtet diese auf ihr Amt – “aus gesundheitlichen Gründen”, wie es in einer heute versandten Pressemitteilung heißt. “Die Anschuldigungen gegen die AfD Stadtverordnete Erika Müller in einem Internetartikel des Stadtmagazins Sensor vom 7. November 2017 gehen Frau Müller sehr zu Herzen”, ist dort zu lesen. “Der Sensor hatte Erika Müller vor Veröffentlichung der Anschuldigungen nicht kontaktiert und somit keine Möglichkeit zu einer Stellungnahme in dem Artikel gegeben”, beklagt sich die AfD-Fraktion in ihrer Pressemitteilung. In selbiger erfolgt nun eine Stellungnahme, aus der sich keine eindeutige Distanzierung der Stadtverordneten von den genannten Auffassungen herauslesen lässt:  “Frau Müller teilt mit, dass die Wortwahl in dem geschilderten Gespräch nicht ihrer tatsächlichen Aussage entspricht. Es wurden andere Formulierungen verwendet. Die zitierten Sätze wurden zudem aus dem Zusammenhang gerissen und in falschem Kontext wiedergegeben.” Welche tatsächlichen Aussagen und verwendeten Formulierungen es denn gewesen sein sollen und welches der Zusammenhang und der “richtige” Kontext gewesen sein mag, wird nicht mitgeteilt. Zum Verzicht auf das vorgesehene Amt heißt es: “Aus gesundheitlichen Gründen in Folge eines vor einem Jahr erlittenen Herzinfarktes möchte Frau Müller weitere Auseinandersetzungen zu diesem Vorgang vermeiden und verzichtet deshalb auf die Übernahme des Amtes der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin.” Die AfD Rathausfraktion nominierte an ihrer Stelle heute den 1980 geborenen Stadtverordneten Jürgen Wernergold (Foto) für das Amt des stellvertretenden Stadtverordnetenvorstehers. (Dirk Fellinghauer/Foto AfD Wiesbaden-Rathausfraktion)

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Wie weiter, Wiesbaden? Stadtentwicklungskonzept 2030+ wird am Freitag vorgestellt und mit Bürgern diskutiert

Nach rund zweieinhalb Jahren geht der Stadtentwicklungs- und Beteiligungsprozess Wiesbaden 2030+ nun in die Endphase: Der Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes steht. Am Freitag, 10. November, 17 bis 19 Uhr, wird er im Festsaal des Rathauses, Schlossplatz 6, vorgestellt und diskutiert. Alle Interessierten sind willkommen. Der aktuelle Statusbericht kann vorab und natürlich auch anschließend hier heruntergeladen werden. (mehr …)

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AfD-Fraktion verliert weiteres Mitglied – und will Hetzerin zur Vize-Stadtverordnetenvorsteherin machen

Von Dirk Fellinghauer.

Wieder einer weniger – oder: von 11 auf 9 in 5 Wochen. Die AfD-Fraktion im Wiesbadener Rathaus verliert den nächsten Kopf. Der Stadtverordnete Wilfried Bröder hat die Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung verlassen und legt sein Amt als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher nieder. Erst vor gut einem Monat hatte der Stadtverordnete Wilfried Lüderitz die Wiesbadener AfD-Fraktion verlassen, wegen „fehlender Abgrenzung zur innerparteilichen Radikalisierung der Bundespartei“. Äußerst befremdlich erscheint, wen die Fraktionsspitze als neue stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin auserkoren hat – Erika Müller. Die 1943 geborene einzige Frau in der AfD-Fraktion scheut sich nicht davor, üble Beschimpfungen abzulassen, und forderte bei einem geselligen Empfang im Staatstheater, “dass junge Flüchtlingsmänner wenigstens kastriert werden, ehe sie ins Land dürfen”. (mehr …)

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Ehrgeizige Vision: Wiesbaden soll erste deutsche Stadt mit emissionsfreiem ÖPNV werden – auch dank CityBahn

Von Hendrik Jung & Dirk Fellinghauer. Fotos Samira Schulz.

Ehrgeizige Vision: Wiesbaden soll Deutschlands erste Stadt mit emissionsfreiem Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) werden. Geplanter Weg: Umstellung auf Elektro- und Brennstoffenzellen-Busse. Und Bau einer Citybahn. Letztere ist in der Landeshauptstadt seit Jahren umstritten. (mehr …)

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Jetzt schreibt sie auch noch: Wiesbadener Ex-Ministerin Kristina Schröder wird Welt-Kolumnistin

Von 2002 bis 2017 war Kristina Schröder Bundestagsabgeordnete, von 2009 bis 2013 Bundesfamilienministerin im Kabinett von Kanzlerin Merkel. Nun meldet sich die Wiesbadener CDU-Politikerin als politische Kolumnistin zu Wort. Für “Die Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt mussten es sogar Großbuchstaben sein, als er heute via Facebook verkündete: “Ab sofort Kolumnistin bei uns: KRISTINA SCHRÖDER. Ihre Premiere lesen Sie hier. 5 Punkte, wie Jamaika Sinn machen könnte.” Bisher hatte die 40-Jährige, die als stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Wiesbaden in den Niederungen der Lokalpolitik mitmischt, nur verlauten lassen, dass sie nach ihrem Rückzug aus der aktiven Bundespolitik als Unternehmensberaterin und Publizistin tätig sein wolle. Und als Mutter natürlich. Erst letzte Woche hatte sie, über ihren neuen Auftraggeber Die Welt, mitgeteilt, dass sie und ihr Mann Ole Schröder im Frühling 2018 ihr drittes Kind erwarten. (mehr …)