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Corona-Raumnöte und Kulturpark-Videoüberwachung: Heute letzte Sitzung des 1. Wiesbadener Kulturbeirats

Bereits bei seiner letzte Sitzung Anfang Juni tagte der Kulturbeirat im Schlachthof. Heute kommt das Gremium an gleicher Stelle zusammen und erwartet als Gäste Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Oliver Franz und Wahlamtsleiter Rüdiger Wolf.                                Foto: Dirk Fellinghauer

Zum letzten Mal trifft sich heute der amtierende 1. Wiesbadener Kulturbeirat. Das ehrenamtliche Gremium kommt in seiner bisherigen Zusammensetzung zu seiner öffentlichen – aber corona-bedingt zugangslimitierten – Sitzung erneut in der großen Schlachthof-Halle zusammen. Die Tagesordnung ist zum Ende der zweijährigen Amtszeit nochmal vollgepackt mit drängenden aktuellen Themen. (mehr …)

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50 ist nicht gleich 50! Verbot vieler Kulturveranstaltungen in Wiesbaden dringend überdenken – Fatale Folgen

Kulturveranstalter und -akteure lassen sich nicht unterkriegen und haben Formate und Konzepte für Veranstaltungen mit beschränkter Publikumszahl ausgetüftelt. Der Schlachthof hat zum Beispiel seine große Halle für kleine Theater geöffnet, das kuenstlerhaus43 veranstaltete zum Beispiel einen erfolgreichen Poetry Slam. Eine weitere Reduzierung der Publikums-Obergrenze dürfte nun wieder zahlreichen Veranstaltungen – und im schlimmsten Fall auch Veranstaltern – den Garaus machen. Foto: kuenstlerhaus43

Kommentar von Dirk Fellinghauer.

Dass Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen und immer wieder aktuellen Situationen angepasst werden müssen, steht außer Frage. In diesem Sinne macht es sicherlich auch Sinn, dass die Stadt Wiesbaden auf die jüngst gestiegenen Infektionszahlen reagiert. Auch das, was die Stadt entschieden hat – Veranstaltungen über 50 Personen für zunächst vier Wochen zu verbieten – erscheint auf den ersten Blick plausibel. Spätestens auf den zweiten Blick aber fällt auf: Es gibt einen Unterschied zwischen „50“ und „50“. Ein Pauschalverbot aller „50+“-Veranstaltungen erscheint bei genauem Hinsehen unverhältnismäßig, in der Konsequenz sogar verhängnisvoll. Man kann die Verantwortlichen nur eindringlich bitten: Denkt nochmal nach. Bessert nochmal nach. Differenziert bitte zwischen „50“ und „50“. (mehr …)

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Stadt verbietet kulturelle und private Veranstaltungen ab 50 Personen – „Corona-Ampel“ steht auf Gelb

OB Gert-Uwe Mende, Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz und die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Kaschlin Butt, hier bei der ersten „Corona-Pressekonferenz“ im März 2020, müssen nun wieder zu drastischen Maßnahmen greifen, um die Pandemie einzudämmen. Foto: Dirk Fellinghauer

Die Stadt Wiesbaden verbietet Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 50 Personen, zunächst für vier Wochen. Grund: Die Fallzahlen in Wiesbaden steigen stadtübergreifend an, das „Corona-Ampelsystem“ in der Landeshauptstadt ist auf „Gelb“ gesrpungen. Die Allgemeinverfügung mit dem Ziel der Eindämmung der Pandemie ist ab Dienstag, 25. August, gültig.  Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Wiesbaden wird Montagvormittag, 24. August,  über weitere Maßnahmen beraten. UPDATE 24.08. – „Entscheidungen wurden am Montag noch keine getroffen. Der Stab tagt am Mittwoch, 26. August, erneut, um die Lage zu beurteilen und womöglich dann weiterreichende Maßnahmen zur Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu ergreifen“. (mehr …)

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„Zeichen der Solidarität“ aus Wiesbaden – Kundgebung für Demokratie in Belarus heute vor dem Rathaus

„Um auf die Situation nach der Wahl in Belarus aufmerksam zu machen und ein Zeichen der Solidarität zu senden“, findet heute ab 18 Uhr vor dem Wiesbadener Rathaus eine Kundgebung für „Demokratie und Menschenrechte in Belarus“ statt.  Organisiert von den Jusos aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis, werden laut Ankündigung mehrere Redner vor dem Rathaus erwartet: „Aus dem Herzen unseres Parlaments- und Regierungsviertels wollen wir ein starkes Signal an die Menschen in Belarus senden: Ihr seid nicht alleine, wir sehen euch und wir stehen an eurer Seite. Berichte aus Belarus zeigen, dass der europaweite Protest gesehen wird und den dortigen Demonstranten Hoffnung gibt “, so die Initiatoren Silas Gottwald und Thomas Wieczorek, die zur breiten Beteiligung an der Kundgebung aufrufen. Solidaritäts-Bekundungen kommen auch von der Wiesbadener Kulturkneipe Sabot: „Wir sind bestürzt über die Bilder aus Belarus dieser Tage. Besonders getroffen hat uns das auch Freund*innen von uns Inhaftiert wurden. Mascha von Messed Up  ist wieder frei gekommen, aber Igor (Banster, Anm. d. Red.), den wir als Sänger von Mister X BY Streetpunk und auch als Freund des Sabots schätzen gelernt haben sitzt immer noch im Knast“, schrieben sie am 13. August auf ihrer Facebook-Seite. (dif/Bild Veranstalter)

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„Vielen steht das Wasser schon über dem Hals“ – #StummerSchrei-Protest freier Künstler und Bühnen

Mit Aktion „Stummer Schrei“ wollte der Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) auf die durch die Corona-Pandemie ausgelöste (Not-)Situation der Freischaffenden und der Freien Bühnen aufmerksam machen. Um 5 vor 12 haben die rund 50 Teilnehmenden der Aktion, einige von ihnen in Theaterkostümen und die meisten ausgestattet mit Transparenten und Botschaften wie „2021 schon was vor? Ich nicht!“ gemeinsam „laut“ geschwiegen. Mit dabei war der Opernregisseur Tobias Heyder. Im Gastbeitrag schildert er seine Eindrücke der Aktion und die Hintergründe und Perspektiven. (mehr …)

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„Rassismus existiert mitten unter uns“ – 600 Menschen ziehen bei zweiter „Silent Demo“ durch Wiesbaden

Von Maximilian Wegener (Text und Fotos)

„Tell me what has become of my life
I have a wife and two children who love me
I am the victim of police brutality, now
I’m tired of bein‘ the victim of hate“

Zu diesen legendären Songzeilen von Michael Jackson startete am Samstagnachmittag die zweite „Silent Demo“ gegen Rassismus, Diskriminierung von People of Colour und für die Opfer von Polizeigewalt weltweit – diesmal nicht stationär auf dem Luisenplatz wie die erste Demo, sondern als Protestmarsch vom Bahnhof bis zum Dern’schen Gelände. (mehr …)

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Neue Lockerungen in Hessen: 5 m²-Regel fällt, Sportevents, Klinikbesuche, Grillen und Picknick erlaubt

Das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung hat entschieden, die Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus weiter zu lockern. Diese betreffen insbesondere die Kontaktbeschränkungen bei Veranstaltungen, in Theatern oder Kinos sowie die Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Rehakliniken und Behindertenwerkstätten. (mehr …)

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Jetzt bist du gefragt, Wiesbaden: City-Bahn, ja oder nein? Termin und Frage für Bürgerentscheid sind entschieden

Der geplante Streckenverlauf einer möglichen CityBahn von Mainz über und durch Wiesbaden bis zum Rheingau-Taunus-Kreis.

Soll Wiesbaden eine City-Bahn bekommen oder nicht? Diese Frage dürfen die Bürger*innen der Landeshauptstadt nun selbst beantworten. Mit 66 von 81 Stimmen (77 Anwesende), und damit mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit, haben die Stadtverordneten sich heute für die – umfassendere – Fragestellung entschieden, die bei einem Vertreterbegehren am 1. November gestellt werden wird. Es wird die vom Magistrat eingebrachte Frage sein, die lautet: „Soll der Verkehr in Wiesbaden, zur Vermeidung von Staus und weiteren Verkehrsbeschränkungen für den Autoverkehr, durch eine leistungsfähige Straßenbahn (City-Bahn) von Mainz kommend über die Wiesbadener Innenstadt bis Bad Schwalbach weiterentwickelt werden, um Verkehrszuwächse aufzufangen und Umweltbelastungen (Luftverschmutzung, Lärmbelastung) zu verringern?“ Die Fragestellung war – wie das Projekt selbst – umstritten. Insgesamt waren von unterschiedlichen Fraktionen vier Fragestellungen eingebracht worden. Gegen die nun beschlossene Fragestellung votierten FDP und zwei Freie Wähler/Bürgerliste-Mitglieder. Bei der Abstimmung über den Abstimmungstermin votierten die Grünen dagegen, sie hatten sich für einen späteren Abstimmungstermin stark gemacht. (dif/Bild CityBahn GmbH)

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Walhalla-Ausschreibung wird auf 2021 verschoben – Stadtverordnete folgen Empfehlung des Kulturbeirats

Es wird nun nochmals länger dauern als sowieso schon, bis sich die seit Januar 2017 geschlossenen Walhalla-Türen wieder öffnen. Mit der Verschiebung des Ausschreibungs-Starts werden sich aber, so die Hoffnung hinter der heute getroffenen Entscheidung, die Chancen erhöhen, DASS sie sich überhaupt wieder für eine kulturelle Nutzung öffnen werden.

Der Start des Interessenbekundungsverfahrens zur Walhalla-Revitalisierung wird verschoben in das erste Quartal 2021. Dies haben heute Nachmittag der Haupt- und Finanzausschuss und der Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung in gemeinsamer, nicht öffentlicher Sondersitzung beschlossen, wie Dorothea Angor (Grüne) dem sensor berichtete. Die Entscheidung fiel einstimmig. Der entsprechende Beschluss in der zur Stunde im Bürgerhaus Erbenheim laufenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gilt damit als Formsache (UPDATE 02.07., 23.10 Uhr: Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig bei Enthaltung der AfD die Verschiebung beschlossen). Mit der Entscheidung folgen die Wiesbadener Stadtverordneten der Empfehlung des Kulturbeirats. (mehr …)

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Walhalla-Ausschreibung: Kulturbeirat fordert Start erst Anfang 2021 – „Bewerbungen derzeit kaum vorstellbar“

Außerplanmäßig und eilig einberufen hat der Kulturbeirat am vergangenen Freitagabend getagt. Einziges Thema der Sondersitzung war die geplante Ausschreibung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Walhalla. Außerplanmäßig, eilig – und mit einer in einer komplexen Angelegenheit eindeutigen Empfehlung:  Der Kulturbeirat hat sich nach intensiver Diskussion mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Verfahren erst später, im ersten Quartal des Jahres 2021, zu eröffnen.

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„Vorteilsannahme in 12 Fällen“ – Wiesbadens Ex-OB Sven Gerich verurteilt und vorbestraft

Als vor ein paar Monaten eines der gegen ihn laufenden Ermittlungsverfahren von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft eingestellt wurde, postete Wiesbadens Ex-OB Sven Gerich auf seinem Instagram-Account genüsslich ein Foto mit einer effektvoll drapierten Flasche Pommery Cuvée Louise Brut Nature 2004, das ist ein Champagner der 150-Euro-Klasse. „Ein schöner Tag“, schrieb er dazu. Mit den Vermerken „Grins“ und „PS: selbst bezahlt“ machte er sich nochmals lustig über Vorwürfe, wegen derer er 2019 nicht mehr als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden antrat – sein Nachfolger hat am 1. Juli einjähriges Dienst“jubiläum“ – und wegen derer er nun doch verurteilt wurde und vorbestraft ist. (mehr …)

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„Verkehrswende jetzt“, Citybahn-Bürgerentscheid später: Fahrraddemo für Verschiebung auf Kommunalwahldatum

„In den letzten Monaten wurden während des Corona-lockdown endlich Schritte unternommen, den tagtäglichen Verkehrsinfarkt in Wiesbaden zu beenden“, sagen die Initiatoren der „Verkehrswende jetzt!“-Fahrraddemo, die an diesem Dienstag, 30. Juni, um 17.30 Uhr am Hauptbahnhof startet: „Die neuen Fahrradwege und Busspuren begrüßen wir sehr. Doch wir wollen mehr!“ Mit mehr meinen sie: „Um einer neuen Verkehrspolitik zum Durchbruch zu verhelfen ist es nötig, die seit Jahrzehnten von der Autolobby in Wiesbaden verhinderte Straßenbahn endlich durchzusetzen!“ (mehr …)