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Alissa Walser erhält George-Konell-Preis

Die Schriftstellerin Alissa Walser erhält in diesem Jahr für ihr literarisches Werk den George-Konell-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden. Im Zentrum von Walsers Prosa steht die Frage nach dem menschlichen Umgang miteinander. Um Beziehungen zwischen Männern und Frauen, um Macht und Ohnmacht, Dominanz und Unterwerfung und die nie gestillte Sehnsucht nach Glück kreisen ihre Romane und viele Erzählungen. Als Übersetzerin hat sie unter anderem die Tagebücher von Sylvia Plath ins Deutsche übertragen. Die öffentliche Preisverleihung findet am Freitag, 7. Dezember, 19.30 Uhr, im Literaturhaus Villa Clementine, Wilhelmstraße/Ecke Frankfurter Straße, statt. Die Laudatio hält Thorsten Ahrend, Programmleiter Belletristik des Wallstein Verlages.

Alissa Walser wurde 1961  in Friedrichshafen geboren und lebt seit 1987 in Frankfurt am Main. Sie studierte Malerei in New York und Wien. Seit 1990 ist sie als Schriftstellerin und Übersetzerin tätig. Gelegentlich arbeitet sie auch mit ihrem Vater Martin Walser zusammen. Sie erhielt für ihre Werke diverse Auszeichnungen. . 2010 erschien ihr hoch gelobter Roman „Am Anfang war die Nacht Musik“ und zuletzt der Erzählband „Immer ich“.

Der „George-Konell-Preis“ wird alle zwei Jahre von der Landeshauptstadt Wiesbaden zum Andenken an den verstorbenen Schriftsteller George Konell verliehen. Dieser verbrachte bis zu seinem Tod 1991 viele Jahre in Wiesbaden. Seine Witwe Ilse Konell, die kürzlich verstarb, stiftete diesen Preis, der seit 1998 verliehen wird und mit 5.000 Euro dotiert ist. Die Preisträger müssen ihren Wohnsitz in Hessen haben oder durch einen biografischen Bezug mit Hessen verbunden sein. Der George-Konell-Preis wird für das literarische Gesamtwerk oder die literarische Erstveröffentlichung eines Autors oder einer Autorin vergeben.

Ausgewählt wurde die Preisträgerin von einer Jury  aus Vertreterinnen und Vertretern des literarischen Lebens der Stadt Wiesbaden: Shirin Sojitrawalla (freie Journalistin und Literaturkritikerin), Claus Vaternahm (Buchhändler i.R.) Dr. Alexander Hildebrand (Goethe-Gesellschaft), Peter Leucht (Buchhändler) und Susanne Lewalter (Leiterin des Literaturhauses Villa Clementine).

– Foto (c) A. Buxhoeveden –

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