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Bewegendes Drama um Würde und Gerechtigkeit: “Marvin” als sensor-Film des Monats im Murnau-Kino


Marvin Bijou durchlebt in einem konservativen Dorf eine von Demütigungen, Alkohol und Armut geprägte Jugend. Aber dann findet er durch das Theater und die Literatur zu einem neuen Selbstbewusstsein und einem Weg heraus aus der Hölle seiner Kindheit. Bei den Filmfestspielen in Venedig 2017 wurde „Marvin“ – inspiriert vom Leben des Schriftstellers Edouard Louis – mit dem Queer Lion ausgezeichnet, programmkino.de schrieb über den Film mit mit Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois und Isabelle Huppert (die sich selbst spielt):  „Mit Rückblenden raffiniert erzählt, präsentiert sich ein bewegendes Drama um Würde und Gerechtigkeit.“ Als sensor-Film des Monats läuft “Marvin” am Freitag, 13. Juli, um 17.45 Uhr und am Sonntag, 15. Juli, um 20.15 Uhr, jeweils im Original mit Untertiteln, im Murnau-Filmtheater. Wir verlosen 3 “2 für 1”-Tickets – Mail mit Wunschtermin bis Freitag, 13. Juli, 11 Uhr an losi@sensor-wiesbaden.de (dif/Foto Veranstalter)

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Alltag in Flüchtlingsunterkunft, berührend und unaufgeregt: “Zentralflughafen THF” im Murnau-Kino

Seit Herbst 2015 dienen einige Hangars des Flughafens Berlin-Tempelhof als Flüchtlingsnotunterkunft. Der Syrer Ibrahim und der Iraker Qutaiba träumen mit mehr als 2000 Geflüchteten davon, endlich anzukommen. Doch auch Touristen besuchen das benachbarte Tempelhofer Feld weiterhin. Zwei Welten an einem Ort, außergewöhnlich dokumentiert in dem Film „Zentralflughafen THF“ von Karim Aïnouz. „Berührend und unaufgeregt zeigt der Regisseur den Alltag in der Flüchtlingsnotunterkunft des Berliner Flughafens Tempelhof“, heißt es in der Jurybegründung, als der auf der Berlinale 2018 mit dem Amnesty-Filmpreis ausgezeichnet wurde. „Ein einzigartiger Film von ermutigender Menschlichkeit“, befand Variety. „Zentralflughafen THF“ läuft im Murnau-Filmtheater heute um 18 Uhr und am 13. Juli um 20.15 Uhr, dann mit Diskussion mit Dr. Ines Welge (Hessischer Flüchtlingsrat und Beauftragte der evangelischen Landeskirche Hessen und Nassau für Kirchenasyl). (kla /Foto Juan Sarmiento G.)

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Großer Bahnhof für “hyperMOODbox”: Albern oder wütend – der Weg zum Abstellgleis lohnt sich

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Mal wieder “typisch Wiesbaden”, könnte man gleich losschimpfen: Besondere Kunst wird hier, ganz anders als bei den vorherigen Stopps in den Hauptbahnhöfen Frankfurt und Darmstadt, fast auf dem Abstellgleis präsentiert. Eigentlich hätte die “hyperMOODbox” auch hier in der Landeshauptstadt mitten rein ins Hauptbahnhofs-Geschehen und den Menschenströmen buchstäblich in den Weg gestellt gehört. “Schuld” daran, dass die unbedingt sehens-, hörens- und erlebenswerte Installation bei der Abschlussstation etwas ab vom Schuss an Gleis 10 platziert wurde, ist allerdings die Deutsche Bahn. Auf die lässt sich bekanntlich auch trefflich schimpfen. In dieser Angelegenheit sollte man darauf aber nicht allzu viel Zeit verschwenden. Nur bis zum 8. Juli haben die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener, und Ankommende und Wegfahrende, Gelegenheit, interaktiv in die “hyperMOODbox”-Welten einzutauchen – und ihren eigenen Soundtrack für die Wartezeit am Bahnhof zu komponieren. (mehr …)

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sensor-Film des Monats: Nouvelle Vague-Großmutter und Streetart-Star auf besonderem Trip

Mit ihren Filmen wie „Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7“ prägte die 1928 geborene Agnès Varda das moderne Kino als innovative Filmemacherin und „Großmutter der Nouvelle Vague“. Nach zehnjähriger Pause kehrt Varda nun mit einem einzigartigenDokumentarfilm, der als sensor-Film des Monats im Murnau-Filmtheater läuft, zurück. Für “Augenblicke – Gesichter einer Reise” tut sich die Meisterin mit dem über ein halbes Jahrhundert jüngeren Fotografen und Streetart-Künstler Juste Ridicule alias JR zusammen. Gemeinsam reisen sie quer durch Frankreich, fernab jeglicher Touristenorte. Dort suchen sie Menschen auf, die sie fotografieren und überlebensgroß auf Häuserwände kleben, denen sie ihre Geschichte entlocken und denen sie somit die Möglichkeit geben, ihr Gesicht zu zeigen. „2 für 1“-Tickets für 3 Kinofans, Mail mit Wunschtermin an losi@sensor-wiesbaden.de Die Termine sind: 7. Juni, 17.15 Uhr (OmU), 9. Juni, 18 Uhr (DF), 10. Juni, 18 Uhr (OmU) im Murnau Filmtheater.

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“Bilderwerfer”-Programm steht: Ein Dutzend besonderer Filme unter freiem Himmel

Die Bilderwerfer werden auch in diesem Sommer – vom 21. Juni bis 14. Juli jeweils donnerstags bis samstags – zwölf ausgewählte Filme an die Leinwand auf den Reisinger Anlagen direkt gegenüber vom Wiesbadener Hauptbahnhof werfen. Welche es in diesem Jahr sein werden, steht seit heute fest. Das mit einem Spektrum von “Anne Clark – I´ll Walk Out into Tomorrow” über “Lucky”, “I Am Not Your Negro” oder “Ich, Daniel Blake” bis zu “La La Land” wieder mal äußerst gelungene Programm der Saison ist auf www.bilderwerfer.de  zu finden. Fest steht auch, dass dieses Freiluft-Kino allein von der Atmosphäre auf der großen grünen Wiese unter dem (hoffentlich) klaren Sternenhimmel ein kollektives Erlebnis ist, und das bei freiem Eintritt. Verpflegung darf selbst mitgebracht werden, es gibt aber auch ein gutes Angebot an den Ständen. Jeweils Donnerstag bis Samstag starten die Projektionen nach Einbruch der Dunkelheit. (dif/Foto 2Twinz)

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AStA im EXIL-Filmfestival startet heute – Vier Kinoabende und günstige Drinks für Studis in der Nerostraße

Gute Idee. Walhalla im EXIL und AStA der Hochschule RheinMain machen gemeinsame Sache. Das “Asta im Exil Film Festival” startet heute und bringt bis Ende Juni an vier Mittwochabend-Terminen klasse Filme auf die Leinwand. Heute Abend läuft zum Auftakt der Film “Disconnect” im Exil Studio in der Nerostraße. Um 20 Uhr geht es los, künftig an jedem 2. und 4. Mittwoch im Monat. “Bei den Filmvorführungen erwartet euch eine kritische Auseinandersetzung mit brisanten Themen wie beispielsweise Diskriminierung, Kapitalismus, Sucht und Korruption”, heißt es in der Ankündigung: “Im Anschluss an die Vorführung habt ihr die Möglichkeit den Abend im gemütlichen Ambiente der Exilbar ausklingen zu lassen und euch zu studi-freundlichen Preisen zu erfrischen.” Die coole Exilbar hat bis 23 Uhr geöffnet. Für Studenten gilt das ASta_Studi.Bar-Getränkespezial im EXIL jeden Mittwoch.  Als Filme folgen “Die dunkle Seite des Mondes” am 23. Mai, “Der Staat gegen Fritz Bauer” am 13. Juni und “My Stuff” am 27. Juni. (dif/Bild AStA Hochschule RheinMain)

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Maifestspiele-Kino: Kirill Serebrennikovs “Der die Zeichen liest” heute im Caligari – Theaterereignis am 3. & 4. Mai

Seit August 2017 steht der russische Film-, Theater- und Opernregisseur Kirill Serebrennikov unter Hausarrest. Dem regierungskritischen Künstler wird Betrug vorgeworfen, weltweit haben sich zahlreiche Künstler mit ihm solidarisch erklärt, ebenso ganz aktuell das Staatstheater Wiesbaden mit einer Kunstinstallation. Sein Theaterstück ‘Who Is Happy in Russia?’ ist, präsentiert von sensor, am 3. und 4. Mai bei den am Montagabend eröffneten Internationalen Maifestspielen im Großen Haus des Hessischen Staatstheater zu sehen. Das Gastspiel des Gogol Center Moskau wird die Europapremiere des Stücks sein. Begleitend dazu läuft heute um 20 Uhr Serebrennikovs Film “Der die Zeichen liest” im Caligari. Auch Mitglieder des Gogol Center Moskau haben sich in der Filmbühne angekündigt. (mehr …)

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Zweite Surf Film Nacht heute im Murnau-Kino – Double Feature auf der Leinwand ein Boardshaper als Gast

Die  zweite Surf Film Nacht präsentiert sich heute im Murnau-Filmtheater mit einem schönen Doppel Feature. The Outrider“ erzählt die Geschichte von der Erfindung des Drei-Finnen-Surfboards, das über Nacht den jahrelangen Topseller die „Single-Finne“ vom Thron stößt. „The church of  the open sky “ besticht durch einen grandioser Soundtrack, Nathan Oldfields’ visuelle Kreativität, Rastovichs und Knosts übernatürliche Skills auf dem Board – und durch die Kinder in Papua Neu-Guinea, die auf selbstgesägten Holzplanken shredde. Eine Liebeserklärung ans Surfen, dessen Zauber selten so brillant auf die Leinwand gebracht wurde. Vor und nach den Filmen warten immer coole Ausstellungen rund ums Surfen auf die Wasserfreunde. Heute dabei: Surfboardshaper Zacharias Abdel-Salam aus Darmstadt, der ab 19 Uhr vor Ort ist und sicher gerne von seiner Arbeit erzählt. Das Filmprogramm startet um 20.15 Uhr im Murnau Filmtheater. Und passenderweise startet dann direkt ab dem 27. April nebenan in der frisch umgebauten Skatehalle das dreitägige Skateboardfestival “Rollt”. (dif/Foto Veranstalter)

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“Gender Equality”-Filme: Studierende aus sieben Ländern geben heute der Gleichberechtigung ein neues Gesicht

Im Rahmen der Internationalen Woche der Hochschule Mainz findet heute eine spannende Veranstaltung im Museum Wiesbaden statt. 35 Kurzfilme von 140 Studierenden aus sieben Ländern, unter anderem Israel, Polen und Chile, zum Thema “Gender Equality” werden gezeigt beim “International Film Evening” um 20 Uhr.  Es lohnt sich aber, früher zu kommen – ab 18 Uhr kann im Rahmen der Veranstaltung die aktuelle Gerhard Richter-Ausstellung besichtigt werden, ab 19 Uhr wird eine begleitende Posterausstellung eröffnet, es gibt Austausch Wein und Brezel. Organisiert wird der Abend – und das ganze Projekt – von Prof. Sylvie Pagé und von Hamza Alpoguz. (mehr …)

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„Gott im Transit“ – Film der Wiesbadenerin Sonja Toepfer läuft heute um 19.30 Uhr in Bierstadt

Kirche ist nicht immer weltfremd. Das beweist der Film der Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer, der von dem jungen Dominikaner Augustinus Hildebrand und seinem Dominikanerorden initiiert wurde. Er geht auf die Menschen zu, an für die Kirche ungewöhnlichen Stellen. Im Coffeeshop, im Transitbereich des Frankfurter Flughafens und selbst vor einer Hotelbar macht er nicht halt. Zum 800. Jubiläum haben die Mönche dieses filmdramaturgische Experiment gestartet, um zu zeigen, was unser Leben heute ausmacht: wir sind alle Reisende der Erde, auf der Suche nach dem Sinn, dem Glück und vielleicht auch nach Gott. “Gott im Transit” läuft heute um 19.30 Uhr in der Kirche St. Birgid in Bierstadt – und/oder für alle Interessierten, die es dorthin nicht schaffen, auf Vimeo. www.sonjatoepfer.com

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Das große 2×5-Interview: Heleen Gerritsen, Leiterin goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films

Das große 2×5-Interview mit Heleen Gerritsen, der neuen Leiterin goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films, 39 Jahre.

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

BERUF

Sie haben im Herbst 2017 die goEast – Leitung übernommen. Welche neuen eigenen Akzente möchten Sie als Festivalchefin setzen?

Das Festival hat an sich ein sehr klares Profil, da muss man nicht unbedingt das Rad neu erfinden. Ich sehe die Aufgabe nach wie vor darin, die gesamte Bandbreite des Filmschaffens aus Mittel- und Osteuropa zu zeigen, auch jungen Nachwuchstalenten eine Chance zu geben und zu schauen, was für ein deutsches Publikum interessant sein kann. Und dass man bestimmte Vorurteile abbauen kann, die doch immer noch existieren über den „Ostblock“. Neu ist, dass wir zum ersten Mal auch Virtual Reality-Arbeiten zeigen. Da passiert in Mittel- und Osteuropa sehr viel, gerade im experimentellen Bereich, im Westen bekommt man aber noch nicht viel davon zu sehen. Da haben wir sehr spannende, wilde, lustige Projekte entdeckt. Darauf freue ich mich. (mehr …)

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Amsterdam, anders als geplant: “Arthur und Claire” mit Joseph Hader als sensor-Film des Monats im Murnau

Als sensor-Film des Monats läuft  „Arthur und Claire“  am 6. April, 20.15 Uhr, und am7. April, 18 Uhr, im Murnau Filmtheater. Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Stefan Vögel: Arthurs Selbstmord ist geplant und soll in Würde ausgeführt werden – nicht begleitet von lautem Deathmetal aus dem nachbarlichen Hotelzimmer. Dort trifft er auf die junge Claire, die sich gerade ebenfalls umbringen möchte. Kurzerhand schließen sie sich zusammen und tauschen sich in Amsterdams Coffee Shops und Bars über das Leben aus – und die Gründe, ein solches beenden zu wollen. „Eine perfekte schwarzhumorige wie warmherzige Komödie!“, befand programmkino.de über den Film von Miguel Alexandre mit Joseph Hader und Hannah Hoekstra. Wir verlosen „2 für 1“-Tickets für 3 Kinofans, Mail mit Wunschtermin an losi@sensor-wiesbaden.de