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Verschleiß auf der Theodor-Heuss-Brücke – Heute startet Sanierung mit Verkehrseinschränkungen

TheodorHeussBruecke

 

Ab heute kommt es aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten im Auftrag des Tiefbau- und Vermessungsamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Landeshauptstadt Mainz auf der Theodor-Heuss-Brücke in Kastel zu Verkehrseinschränkungen. Für voraussichtlich sechs bis acht Wochen steht in jeder Fahrtrichtung nur eine Fahrspur zur Verfügung.

Zudem kommt es in dieser Zeit an einem Sonntag, voraussichtlich am 17. August von 4 Uhr bis 20 Uhr (witterungsabhängig), zu einer Vollsperrung für den Individualverkehr. Der Busverkehr wird in dieser Zeit weiter über die Brücke geführt. Ein Austausch der Verschleißteile an den Übergangskonstruktionen ist ebenfalls nur unter einer Sperrung der betroffenen Fahrstreifen möglich und wird in Richtung Kastel gleichzeitig ausgeführt. Für die beiden Fahrstreifen in Gegenrichtung Mainz sind anschließend gesonderte Sperrungen vorzunehmen.

Entsprechende Hinweistafeln werden aufgestellt. Auf die Vollsperrung wird mit gesonderten Hinweisschildern hingewiesen.

Fast 20 Jahre nach dem Ersatzneubau 1995 sind die ersten üblichen Verschleißteile an der Brücke über den Rhein auszutauschen. Dabei werden die Deckschicht des Fahrbahnbelages in Richtung Kastel und die Übergangskonstruktionen erneuert. Die stählernen Fahrbahnplatten der Brücke sind nicht direkt befahrbar und haben daher eine Abdichtung als Witterungsschutz mit Schutzschicht und als Fahrbahnbelag eine circa fünf Zentimeter dicke Deckschicht aus Gussasphalt. Diese Deckschicht ist verwalkt und rissig, sodass Wasser eindringen kann und es zu Frostschäden kommt. Da sie in Fahrtrichtung Kastel stärkere Schäden aufweist, wird zuerst die Deckschicht erneuert. Der Einbau der neuen Deckschicht über beide Fahrspuren kann nur unter einer Vollsperrung der Brücke für den Individualverkehr erfolgen. Eine Erneuerung des Fahrbahnbelages in Fahrtrichtung Mainz ist in den kommenden Jahren geplant.

Die Gesamtlänge der reinen Stahlbrücke beträgt 506,1 Meter. Aus den jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ist eine Gesamtlängenänderung der Brücke von circa 47 Zentimetern auszugleichen. Dieser Längenausgleich für den Verkehr auf der Fahrbahnplatte erfolgt an allen Bogenenden zu den Nachbarbögen beziehungsweise den Widerlagern durch Übergangskonstruktionen. Die Übergangskonstruktionen besitzen jeweils ein oder zwei Dichtprofile und teilweise zusätzlich eine „Traversenkonstruktion“ zum Halten der Dichtprofile und Aufnahme der Radlasten. Diese Dichtprofile sowie die Roll- und Gleitteile im Inneren der Übergangskonstruktion sind nun auszuwechseln.

 

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