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“Woche der Brüderlichkeit” gestartet – Vielfältige Anregungen zum jüdisch-christlichen Dialog

 

Unter dem Motto “Sachor (Gedenke): Der Zukunft ein Gedächtnis” wurde gestern im Hessischen Landtag die “Woche der Brüderlichkeit”eröffnet. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hielt den Festvortrag. Bis zum 21. März finden zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Natur – Vortrag, Kino, Kabarett und mehr – in Wiesbaden statt.

Das diesjährige Motto der seit 1952 bundesweit von der  der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit durchgeführten Woche der Brüderlichkeit soll die Notwendigkeit und die gesellschaftliche Verpflichtung bekräftigen, Menschen und Ereignisse in der Erinnerung zu bewahren, sie zu gegenwärtigen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig fordere das Motto dazu auf, Erinnerungsveranstaltungen und Gedenkstätten immer wieder im Spiegel individueller und gesellschaftlicher Entwicklungen zu überdenken und neue, zukunftsfähige Formen des Gedenkens zu entwickeln.

“… als seist du selbst aus Ägypten gezogen”- Erinnern und Gedenken in jüdischen Riten und liturgischen Texten” ist der Titel des Vortrags von Shaul Friberg am Mittwoch, 13. März, um 19.30 Uhr im Roncalli-Haus.

 Schabbat-Einladung in die Synagoge

Das traditionelle Treffen in und mit der Jüdischen Gemeinde findet diesmal am Freitag, 15. März, um 17 Uhr statt. Nach der Einführung durch Rabbiner Avraham Nussbaum sind die Besucher zur Teilnahme am Gottesdienst am “Erev Schabbat” und zum anschließenden Imbiss gemeinsam mit der Gemeinde eingeladen. Hierzu ist eine Anmeldung unter 0611 / 73424221 oder unter gcjz-wiesbaden@t-online.de erforderlich.

Am Sonntag, 17. März, heißt es um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses “Die Pfeffermühle: Vorsicht scharf”. Roswitha Dasch (Geige, Gesang, Rezitation) und Ulrich Raue (Klavier, Gesang) präsentieren das musikalisch-literarische Kabarett von Erika Mann. Die älteste Tochter von Thomas Mann eröffnete 29 Tage vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 1. Januar 1933 in München ihr politisches Kabarett “die Pfeffermühle”. Nur wenige Monate später trieben sie die aktuellen politischen Ereignisse ins Exil. In über tausend Vorstellungen auf den Kleinkunstbühnen der Schweiz, Hollands, der Tschechoslowakei und schließlich den USA spielte “die Pfeffermühle” ihre politisch-satirischen Revuen, die zu einer der erfolgreichsten Theaterunternehmungen in der Emigration wurden.

Mit dem Film “Das Lied in mir” (Abbildung Filmplakat) von Florian Cossen wird am Donnerstag, 21. März, um 17.30 Uhr in der Caligari Filmbühne die “Woche der Brüderlichkeit” beschlossen. Der preisgekrönte Film verbindet auf bewegende und vielschichtige Weise das Thema Erinnerung mit der Suche nach der eigenen Identität auf dem Hintergrund der Schreckensherrschaft der Militärjunta in Argentinien. Das anschließende Filmgespräch wird von Pfarrer Stephan Gras moderiert.

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