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Berlin, Berlin – sie wollen nach Berlin … Die Wiesbadener Bundestagskandidaten im großen sensor-Check!

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Parteien und Kandidaten, Archivfoto Gunnar Langer Samira Schulz.

„Der Kreiswahlausschuss unter Leitung von Kreiswahlleiter Dr. Oliver Franz hat in seiner Sitzung am Freitag, 28. Juli,  über die Zulassung der Wahlvorschläge für den Bundestagswahlkreis 179 Wiesbaden entschieden.“ Hinter dieser lapidaren Meldung verbergen sich neun Wiesbadener Männer – Frauen treten keine an –, die bei der Bundestagswahl am 24. September ein Ticket nach Berlin lösen wollen. Den Wahlkreis und damit den Job als Bundestagsabgeordneter gewinnt, wer die meisten Erststimmen erhält. Wir haben uns die Direktkandidaten unserer Stadt, in alphabetischer Reihenfolge, genauer angeschaut:

Adrian Gabriel (Die Linke, www.dielinke-wiesbaden.de, zu finden auf Facebook und Twitter): Morgens um 2 im „Eimer“ locker ans Klavier setzen und nicht nur beherzt, sondern auch äußerst gekonnt in die Tasten hauen – das kann der 1976 in Lahnstein geborene Diplom-Politologe. Kein Wunder: Er begann als Fünfjähriger mit dem Klavierspielen und hat seit 2000 als Neoton (www.neoton.eu) ein experimentelles Musikprojekt am Start, bei dem er alle Instrumente selbst einspielt. Auch die Instrumente der Politik beherrscht er bestens, nach „diversen Jobs in Handel, Musikproduktion und Journalismus“ ist er seit 2008 Referent der Linken-Fraktion im Landtag, zudem ehrenamtlich im Ortsbeirat Wiesbaden Mitte und im Landesvorstand seiner Partei. In den Bundestag will der auch gesellschaftlich vielfach Engagierte, weil „Wiesbaden sozial so stark gespalten ist wie kaum eine andere Stadt“. „Für sozialen Ausgleich, gegen Rassismus, für Investitionen in Bildung und bezahlbares Wohnen“ lohne es sich, im Bundestag zu kämpfen.

Fragen und Antworten im Wortlaut:

o   Warum wollen Sie in den Bundestag? Wiesbaden ist sozial so stark gespalten, wie kaum eine andere Stadt. Über hundert Einkommensmillionären steht eine immense Kinderarmut gegenüber, die Schulen vergammeln, die Mieten steigen und es droht ein immer weiterer Rechtsruck. DIE LINKE steht wie keine andere Partei für sozialen Ausgleich, gegen Rassismus, für Investitionen in Bildung und bezahlbares Wohnen. Dafür lohnt es sich im Bundestag zu kämpfen.

o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestags zu vertreten? Das fragt man besser andere, aber wenn ich es sagen soll, dann langjährige Erfahrung im Umgang mit Politik, Medien, sowie viel Willen und Engagement zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme. Ich bin seit vielen Jahren politisch aktiv in sozialen Bewegungen und habe durch meine Arbeit im Landtag Erfahrung mit parlamentarischer Arbeit. Beides gehört für mich zusammen, denn ohne gesellschaftliches Engagement wird sich Politik nicht verbessern lassen. Mir ist die Verankerung vor Ort, in den lokalen Bündnissen und Initiativen (ob gegen Privatisierung, für die Energiewende, für soziale Gerechtigkeit oder gegen rechts), besonders wichtig und ich möchte dazu beitragen die sozialen und ökologischen Anliegen in Parlamenten zu stärken.

o   Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Mit vielen Aktiven ein Zeichen setzen gegen den Rechtsruck und für einen sozialen, ökologischen und friedlichen Wandel in Deutschland.

o   Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte)   Soziales, Frieden, Umwelt.

Michael Goebel (AfD): Nicht der Rede Wert. Und des Wählens schon gar nicht.

Alexander Gürtler (Die Partei, www.die-partei.de, zu finden auf Facebook): „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ ist die volle Bezeichnung von „der“ Partei, die 2004 vom Satiremagazin Titanic gegründet wurde und deren Vorsitzender Martin Sonneborn im Europaparlament sitzt. Der Wiesbadener Kandidat arbeitet als IT-Manager in der Konzernleitung der Deutschen Bahn und tritt im Werben um „die extreme Mitte“ mit gewohntem satirischen Witz auf und an, hält diesen aber nicht komplett konsequent durch. Weil er dem Lebenslauf von Kristina Schröder entnommen hat, dass es möglich ist, eine Promotion abzulegen, während man ein Bundestagsmandat inne hat, hofft er auch für sich auf die Möglichkeit, „finanziell abgesichert an meiner Promotion zu arbeiten“. Mit „Lobbyismus beseitigen“, „Entwicklung neuer Verkehrskonzepte, z.B. autofreie Städte, Digitalisierung auf Weltniveau heben“ werden dann doch ganz ernst zu nehmende politische Ziele genannt. Oder ist das nur ein Spaß?

Fragen und Antworten:

o   Warum wollen Sie in den Bundestag? Die PARTEI steht für sehr gute Politik und vertritt die extreme Mitte. In diesem Sinne möchte ich mich für eine kritische Politik für Deutschland einsetzen. Außerdem habe ich dem Lebenslauf von Kristina Schröder (CDU) entnommen, dass es möglich ist, eine Promotion abzulegen, während man ein Bundestagsmandat inne hat. Ein Sitz im Bundestag gäbe also auch mir die Möglichkeit, finanziell abgesichert an meiner Promotion zu arbeiten.

o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestag zu vertreten? Als Wiesbadener kenne ich die Probleme der Menschen dieser Stadt. Ich verfüge außerdem über umfassende berufliche Erfahrung. Als Kristina Schröder (CDU) für Wiesbaden in den Bundestag gewählt wurde, konnte sie gerade mal ein Soziologie-Studium vorweisen. Ich verfüge über 25 Jahre Berufserfahrung und bringe damit eine Menge Lebenserfahrung mit.

o   Wie lautet ihr persönliches Wahlziel? 50% + X der Erststimmen

o   Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? Was gut für Deutschland ist, ist auch gut für Wiesbaden. Lobbyismus beseitigen, Entwicklung neuer Verkehrskonzepte (z.B. Auto-freie Innenstädte), High-Tech und Digitalisierung auf Weltniveau heben.

Ingmar Jung (CDU, www.ingmar-jung.de, zu finden auf Instagram): Geboren vor 39 Jahren in Wiesbaden, verwurzelt im Rheingau (wo seine Familie ein bekanntes Weingut betreibt, sein Onkel Franz-Josef Jung war Bundesverteidigungsminister), seit 2010 Hessischer Staatssekretär für Wissenschaft und Kunst – und jetzt nach Berlin? Geht der Plan auf, will der Jurist, der auf Bühne gerne das Pult verlässt und frei im Raum leicht, locker und mitunter unterhaltsam frei von der Leber weg redet, im Bundestag seine „Stimme für Generationengerechtigkeit und ein sicheres Deutschland erheben“. Für Wiesbaden will der einstige Landesvorsitzende der Jungen Union, der nach seinem 2. Staatsexamen von 2007 bis 2010 als Rechtsanwalt tätig war, mit der „Leidenschaft, neues zu gestalten“ die Sicherung von BKA und Statistischem Bundesamt, den Bau der Wallauer Spange und die Entlastung der Unternehmen von der Bürokratie erreichen. Darauf einen Riesling!

Fragen und Antworten:

o   Warum wollen Sie in den Bundestag? Ich möchte Politik auf Bundesebene mitgestalten und unsere Heimatstadt in Berlin vertreten. Ich möchte dort meine Stimme für Generationengerechtigkeit und ein starkes und sicheres Deutschland erheben.

o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestag zu vertreten? Neben meiner beruflichen Ausbildung als Jurist habe ich langjährige politische Erfahrung, ehrenamtlich als Kommunalpolitiker und als Landesvorsitzender der Jungen Union und hauptamtlich seit sieben Jahren als Staatssekretär. Ich habe dadurch Erfahrungen und Kenntnisse in vielen Themengebieten erlangt. Meine Leidenschaft, neues zu gestalten und damit unser Land voranzubringen, möchte ich in Berlin gerne einbringen!

o   Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Ich möchte, dass bei einer hohen Wahlbeteiligung viele Menschen mitentscheiden und ihr Recht nutzen; am besten natürlich für die CDU!

o   Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte) Sicherung von BKA und Statistischem Bundesamt, Bau der Wallauer Spange, Unsere Unternehmen von Bürokratie entlasten.

Hans-Georg Kroll (Freie Wähler, www.hgkroll.de, zu finden auf Facebook): Der 1957 im Dichterviertel geborene Unternehmer (Seniorenwohnen, Alten- und Pflegeheime) kommt sehr unauffällig und unprätentiös daher. Sein Hinweis bei den Hobbies, dass er Musik nicht nur hört, sondern auch manchmal auflegt, löst da beinahe den größten „Oha“-Effekt bei der Beschäftigung mit seiner Person aus. Was seine Positionen angeht, strotzt sein Programm vor Pragmatismus mit nüchternen Forderungen nach einer Änderung des Vergaberechts bei kommunalen Aufträgen an vor Ort ansässige Unternehmen oder die Stärkung der Kommunalfinanzen. „Um eine lobbyistenfreie, sachentscheidungsorientierte Alternative“ zu bieten, nennt er dann auch als Hauptmotiv, warum er als „Wiesbadener Bub“ in den Bundestag will. Als Qualifikation führt er „jede Menge Lebens- und Berufserfahrung als Ehemann, Vater, Angestellter, Betriebsrat, Aufsichtsrat, Geschäftsführer und Unternehmer“ ins Feld.

Fragen und Antworten:

o   Warum wollen Sie in den Bundestag? Um den Bürgerinnen und Bürgern eine lobbyistenfreie, sachentscheidungsorientierte Alternative zu bieten.

o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestag zu vertreten? Jede Menge Lebens- und Berufserfahrung als Ehemann, Vater, Angestellter, Betriebsrat, Aufsichtsrat, Geschäftsführer und Unternehmer , unabhängig und ein Wiesbadener Bub.

o   Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Da lasse ich mich überraschen.

o   Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte) Änderung des Vergaberechts bei kommunalen Aufträgen an vor Ort ansässige Unternehmen, Aufgaben, die Land und Bund auf die Kommunen übertragen, müssen von Land und Bund bezahlt werden, Stärkung der kommunalen Finanzen.

Gunnar Langer (Piratenpartei, „irgendwas wird immer in der Filterblase Twitter unter @piraten_wi mitgeteilt“): „GÜ-NN1“, wie er sich selbst nennt und schreibt, ist wahrscheinlich der einzige Kandidat, der am liebsten gar nicht öffentlich in Erscheinung treten würde. Nicht mit vollem Namen, schon gar nicht mit persönlichen Details („Einen ausführlichen Lebenslauf stelle ich aus Datenschutzerwägungen nicht zur Verfügung“), kein offizielles Foto, keine Homepage und schon gar kein Social Media. Wenn man ihn dann persönlich trifft, bekommt man ein ganz anderes Bild. GÜ-NNI1 ist nett, GÜ-NN1 ist cool, GÜ-NN1 hat´s drauf. „Politik ist kein Geschäftsmodell für mich“, stellt er klar, ist aber seit über fünf Jahren parteiübergreifend in der Politik auf allen Ebenen unterwegs, nennt als Qualifikationen für den Bundestag seine „ehrliche, harte Sprache“ und „pragmatische Ansätze, die sich am Gemeinwohl orientieren“. Radschnellwege nach Mainz, freies, schnelles Internet und „Straßenbahn Wiesbaden“ wären die Wiesbaden-Themen, für die er sich in Berlin ins Zeug legen würde.

Fragen und Antworten

o   Warum wollen Sie in den Bundestag? Eigentlich will ich nur die individuellen Persönlichkeits- und Freiheitsrechte unserer demokratischen freiheitlichen Grundordnung bewahren um weiter sicher und bequem in Wiesbaden leben zu können. Mehrheitlich werden die Gesetze dazu im Bundestag verabschiedet, also muss ich da rein.
o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestags zu vertreten? *Politik ist kein Geschäftsmodell für mich, *seit über fünf Jahren parteiübergreifend in der Politik auf allen Ebenen unterwegs, *pragmatische Ansätze, die sich am Gemeinwohl orientieren, *ehrliche, harte Sprache
o   Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? *1337 – 13,37% der Erststimmen mit neuen Wegen zu erreichen
    Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden  im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte) *Radschnellwege Mainz, *freies, schnelles Internet,
*Straßenbahn Wiesbaden

Felix Möller (Die Grünen, www.felix-moeller.info, zu finden bei Facebook, Instagram): „Eine laute Stimme im Bundestag für Ökologie und soziale Gerechtigkeit“ wünscht sich der 1986 in Schwalmstadt geborene Kandidat, der selber eher leise und zurückhaltend erscheint. Auf sein Bachelorstudium (Politik, Romanistik) und sein Masterstudium (Internationale Studien, Friedens- und Konfliktforschung) setzt er seit diesem Jahr noch ein Magisterstudium in Verwaltungswissenschaften drauf, hat aber auch schon Erfahrung als Angestellter. Mit dieser Mischung sieht er sich qualifiziert, „Verantwortung zu übernehmen für die Gemeinschaft, in der ich lebe“ und „dringende Zukunftsfragen anzugehen“. Seine drei Top-Themen für Wiesbaden im Bundestag wären „Klimaschutz, bessere Luft durch ökologischere und effizientere Mobilität und friedliches Zusammenleben sowie Bekämpfung von Extremismus.“

Fragen und Antworten:

o  Warum wollen Sie in den Bundestag? Ich will Verantwortung übernehmen für die Gemeinschaft, in der ich lebe. Und ich will mit meinen Mitbürgern dringende Zukunftsfragen angehen.

o  Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestag zu vertreten? Durch mein Studium habe ich das nötige Handwerkszeug zur parlamentarischen Arbeit gelernt und ein vertieftes Verständnis für die drängenden Probleme unserer Zeit entwickelt. Durch meine Mitarbeit in verschiedenen Wiesbadener Betrieben habe ich auch die Arbeitswelt gut kennengelernt und gesehen, welche Probleme die Menschen bewegen.

o  Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Ein starkes grünes Ergebnis für eine laute Stimme im Bundestag für Ökologie und soziale Gerechtigkeit.

o  Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte) Klimaschutz, bessere Luft durch ökologischere und effizientere Mobilität, und friedliches Zusammenleben/Bekämpfung von Extremismus

Simon Rottloff (SPD, www.simon-rottloff.de, zu finden bei Facebook und Twitter): Im zweiten Anlauf, 2013 hatte er gegen Kristina Schröder das Nachsehen, will der eingefleischte Gewerkschafter (seit 2006 Gesamtbetriebsratsvorsitzender Soka-Bau), Kommunalpolitiker (von Ortsbeirat bis Stadtparlament), Kloppenheimer (aktiv in diversen Vereinen) und Fassenachter (Dacho-Vorsitzender) den Wahlkreis für die SPD zurückerobern. „Nahezu täglich begegne ich unterschiedlichsten Menschen auf Augenhöhe“, erklärt er, was ihn für den Bundestag qualifiziere. Er meint es ernst: Als einziger der Befragten nennt er als persönliches Wahlziel, „das Direktmandat zu gewinnen.“ Sollte es klappen, will sich der 40-Jährige für „bezahlbaren Wohnraum, Familien und Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen sowie Investitionen in die Bildung unserer Kinder“ stark machen. Prominente Wahlkampfhilfe bekam und bekommt er außer von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, Bundesjustizminister Heiko Maas und Hamburgs Regierendem Bürgermeister Olaf Scholz auch von Kanzlerkandidat Martin Schulz, der mit ihm am 9.9. Straßenwahlkampf rund um das Rathaus auf dem Internationalen Sommerfest und dem Wochenmarkt gemacht hat.

Fragen und Antworten:

o   Warum wollen Sie in den Bundestag?

Weil vieles, was in Berlin abstrakt diskutiert und entschieden wird, in den Kommunen dann sehr konkret und greifbar wird. Ich glaube, für unsere schöne Stadt ist mehr herauszuholen. Dafür braucht es eine starke Wiesbadener Stimme für Berlin.

o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestag zu vertreten?

Wiesbaden ist meine Heimat. Hier bin ich verwurzelt und vielseitig aktiv. Im Kloppenheimer Vereinsring, der IG Kerben oder etwa bei der Fastnacht. Fundierte Gremienerfahrungen sammelte ich als Bundesjugendvorsitzender der IG BAU, als Betriebsrat und natürlich in der Stadtverordnetenversammlung, der ich seit 2011 angehöre. Nahezu täglich begegne ich deshalb den unterschiedlichsten Menschen auf Augenhöhe. Durch dieses Engagement mit vielen Gesprächen kenne ich die Sorgen, Nöte und Anliegen der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener, denen ich im Bundestag eine Stimme verleihen möchte.

o   Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Die meisten Erststimmen zu erhalten und so das Direktmandat zu gewinnen. Nur so kann ich ganz sicher zur „Stimme“ der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener in Berlin werden.

o   Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte) Bezahlbarer Wohnraum, Unterstützung und Entlastung für Familien und Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen sowie Investitionen in die Bildung unserer Kinder.

Lucas Schwalbach (FDP), www.Lucas-Schwalbach.de, zu finden bei Facebook, Instagram, Twitter: „Als jüngster Kandidat sehe ich die Welt mit anderen Augen“, sagt der 25-Jährige Student der Rechtswissenschaften. Seine jungen liberalen Augen sehen „Mut und Optimismus statt Verzagtheit und German Angst“ und vermissen im bisherigen politischen Berlin „eine aufgeschlossene Haltung gegenüber der Welt von morgen“. In konkrete Ziele für Wiesbaden im Bundestag übersetzt, heißt das für ihn: „Brexit als Chance für Rhein-Main“, „Wiesbaden ins digitale 21. Jahrhundert führen“, „Von der Landeshauptstadt zum Start-Up-Zentrum Hessens“. Seine persönliche digitale Welt (www.Lucas-Schwalbach.de), die er uns genannt hat, war bis Redaktionsschluss noch nicht freigeschaltet. Politische Erfahrung hat der junge Mann, der über das, was er weiß, gerne mal detailverliebt referiert, schon seit seinem Eintritt bei den Jungen Liberalen 2009 kräftig auf diversen Levels gesammelt, aktuell etwa als JuLi-Landesvorsitzender, als Stadtverordneter oder als stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Wiesbaden.

Fragen und Antworten:

o   Warum wollen Sie in den Bundestag?Damit Wiesbaden in Berlin eine Stimme hat, die mit Optimismus in die Zukunft blickt und die Herausforderungen durch Trump, Brexit und Digitalisierung als Chance begreift.

o   Was qualifiziert ausgerechnet Sie, Wiesbaden im Bundestag zu vertreten? Als jüngster Kandidat sehe ich die Welt mit anderen Augen: Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts benötigen Mut und Optimismus statt Verzagtheit und German Angst. Eine aufgeschlossene Haltung gegenüber der Welt von morgen sucht man bisher in Berlin vergeblich, Zukunftsthemen wie Bildung und Digitalisierung werden von den anderen Parteien bestenfalls als zweitrangig betrachtet.

o   Wie lautet Ihr persönliches Wahlziel? Die Freien Demokraten sitzen wieder in Deutschen Bundestag, wo sie die letzten 4 Jahre schmerzlich vermisst wurden und Wiesbaden hat maßgeblich zum Comeback beigetragen.

o   Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele/Themen speziell für Wiesbaden im Deutschen Bundestag? (jeweils ein Stichwort, bitte) Brexit als Chance für Rhein-Main, Wiesbaden ins digitale 21. Jahrhundert führen, Von der Landeshauptstadt zum Start-Up Zentrum Hessens.

Wählen, aber wie?

Nützliche Informationen rund um die Wahl gibt es auf www.bundeswahlleiter.de, www.deinedemokratie.de  (Neue Seite der Landeszentrale für politische Bildung insbesondere für Erst- und Jungwähler),www.fernwahl.de (für Auslandsdeutsche) www.wahl-o-mat.de (ab 30.8.), https://kandidatencheck.abgeordnetenwatch.de/Bundestag (Wahl-o-mat-Prinzip mit den Direktkandidaten jedes Wahlkreises), https://movact.de/wahlswiper/ (Wahl-o-mat-Idee trifft Tinder-Prinzip), https://deinwahl.de (Wie haben Parteien tatsächlich abgestimmt?)

 

3 Kommentare “Berlin, Berlin – sie wollen nach Berlin … Die Wiesbadener Bundestagskandidaten im großen sensor-Check!

  1. An diesem Artikel kann man ihre Geisteshaltung wunderbar sehen. Dabei heisst es immer die Presse sei unabhängig. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man sich glatt tot lachen

    1. Liebe Frau Giesa. Es freut uns, dass Sie aus dem Artikel unsere klare Haltung herauslesen konnten. Dass die Presse unabhängig sei, heißt es nicht nur, zumindest in unserem Fall trifft es – wie wohl bei den allermeisten Presseerzeugnissen ebenfalls – auch zu, wie Sie an unserer eigenständig und ohne jegliches Zutun von außen gebildeten Geisteshaltung erkennen können.

      1. Falsch, weder sie noch die allermeisten Presseerzeugnisse sind unabhängig. Es gibt leider, leider nur sehr wenige unabhängige Journalisten die dann auch noch als Populisten beschimpft werden. Das Wort “Lügenpresse” krassiert nicht umsonst

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