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Brückenschlag mit Folgen: Kunstaktion schafft neuen Begegnungsraum im Westend – hoffentlich von Dauer

Wer am letzten Freitagabend den „Brückenschlag Westend“ an der Kreuzung Goebenstraße/Scharnhorststraße  miterlebt hat, schwärmt und schwelgt heute noch. Von einem wunderbaren Abend ist die Rede, bei dem zahlreich erschienene Menschen – mit Abstand und Hygienekonzept, versteht sich – unter einem Bogen aus Herzen Besonderes erlebten, sich begegneten, bis in die Nacht hinein draußen saßen, vertieft in Unterhaltungen, beglückt von der Atmosphäre. Der „Brückenschlag“ war eine Kunstaktion, verbunden mit der Installation von Holzskulpturen, die als Tische und Bänke benutzt werden konnten – und dies weiterhin tun. Der Brückenschlag dauert an, das äußere Westend hat – und behält hoffentlich – einen einzigartigen neuen Begegnungsplatz. (mehr …)

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„Kleinode im Westend entdecken“: Ein besonderer Tag in einem besonderen Stadtteil

„Kleinode im Westend entdecken“ heißt es, wenn Kulturschaffende, Künstler*innen, Handwerker*innen, Kleingewerbetreibende, Heilberufler*innen, Gastronomen und viele andere am  Samstag, dem 25. Juli, zum gemeinsamen Schauen, Reinschnuppern und Staunen in einem besonderen Wiesbadener Viertel laden. Verborgene Hinterhöfe sowie faszinierende Arbeitswelten im Westend lassen Entdecker, Schlenderer, Neugierige – Kiez-Ansässige wie Gäste aus dem Rest der Stadt – sich wie im Urlaub fühlen. Und vermitteln dabei die Botschaft: „Wir werden nicht als systemrelevant eingeschätzt, und doch wäre diese Stadt sehr viel ärmer ohne uns …“ Wir haben für euch den Überblick, wer wo wie dabei ist. (mehr …)

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„Neue Adresse“ – Kunstwerke der Woche von Carmen und Veit von Seckendorff

Im Rahmen der Ausstellung „Neue Adresse“, zeigt der BBK Wiesbaden im Schaufenster der neuen Räume (Rheingauviertel, Marcobrunnerstr. 3) jede Woche ein Kunstwerk. Und sensor präsentiert es jeden Freitag hier, inklusive einem künstlerischen Statement:

Die Ausstellungsreihe beenden, ab Freitag, 17.07.2020: Carmen und Veit von Seckendorff.

Veit von Seckendorff zu seinem Tafelbild „Die Kraft des Gehens“ (Abbildung oben):

„Die Tiefe des durchmessenen Zeitraumes setzt uns in Distanz zur jeweiligen Gegenwart.

Die Kunst ist immer nur Antwort auf ihre Fragen und ihre Fragwürdigkeiten.

Bekenntnis aber auch zu dem, was in ihr an Zuversichtlichem, Aufbauendem, ja Begeisterndem ist.“

Carmen von Seckendorff zu ihrer Bildreihe „ohne Titel“ (Abbildung unten):

„Die Kompostionen sind keineswegs unwirklich, sondern sind ihrerseits konkrete Realitäten – optisch und haptisch unmittelbar wahrnehmbar und psychisch unmittelbar erlebbar.“

15 Arbeiten in 15 Wochen (verlängert auf 17 Arbeiten in 16 Wochen) zeigt der BBK seit dem 3. April in seinem neuen „Schaufenster“ in der Marcobrunnerstraße 3 – „als kleine kulturelle Geste“ in Corona-Zeiten mit Abstand von außen zu betrachten. Kleiner Tipp: Auch die neue sensor-Ausgabe liegt am Schaufenster zum Mitnehmen aus – solange Vorrat reicht.

(Fotos: Carmen und Veit von Seckendorff, BBK Wiesbaden)
BBK Wiesbaden e.V.

 

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„Neue Adresse“ – Kunstwerk der Woche: Renate Reifert – „Weltenreise“

Im Rahmen der Ausstellung „Neue Adresse“, zeigt der BBK Wiesbaden im Schaufenster der neuen Räume (Rheingauviertel, Marcobrunnerstr. 3) jede Woche ein Kunstwerk. Und sensor präsentiert es jeden Freitag hier, inklusive einem künstlerischen Statement:

In der vierzehnten Woche, ab Freitag, 03.07.2020: Renate Reifert mit dem Tafelbild plus Objekten Weltenreise aus der Reihe Pangaea.

„Den Zustand unserer Welt kann man als zerrissen und fragmentiert beschreiben. Ob wir von der Erdkruste sprechen oder von der Schicht der Zivilisation, beides erscheint dünn und brüchig.

Die Werkserie PANGAEA ist das Ergebnis meiner langen Auseinandersetzung mit geologischen Phänomenen. Dieser ursprüngliche Einheitskontinent hatte sinnigerweise sogar fast embryonale Gestalt. Sein Auseinanderbrechen und die Reise der Bruchstücke erschafft unsere heutige Welt, die schön und schrecklich zugleich ist.

PANGAEA wird zur Metapher für das Umwälzen bestehender Ordnungen. Vor allem aber stellt PANGAEA die Frage, ob eine neue Einheit möglich ist oder ob immer weitere Kollision und Fragmentierung in unserer Zukunft liegen.“

15 Arbeiten in 15 Wochen zeigt der BBK seit dem 3. April in seinem neuen „Schaufenster“ in der Marcobrunnerstraße 3 – „als kleine kulturelle Geste“ in Corona-Zeiten mit Abstand von außen zu betrachten. Kleiner Tipp: Auch die neue sensor-Ausgabe liegt am Schaufenster zum Mitnehmen aus – solange Vorrat reicht.

(Foto: Renate Reifert, BBK Wiesbaden)
BBK Wiesbaden e.V.

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Walhalla-Ausschreibung: Kulturbeirat fordert Start erst Anfang 2021 – „Bewerbungen derzeit kaum vorstellbar“

Außerplanmäßig und eilig einberufen hat der Kulturbeirat am vergangenen Freitagabend getagt. Einziges Thema der Sondersitzung war die geplante Ausschreibung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Walhalla. Außerplanmäßig, eilig – und mit einer in einer komplexen Angelegenheit eindeutigen Empfehlung:  Der Kulturbeirat hat sich nach intensiver Diskussion mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Verfahren erst später, im ersten Quartal des Jahres 2021, zu eröffnen.

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Startschuss oder Todesstoß für Walhalla? Diskussionen und Sondersitzungen zu geplantem Ausschreibungs-Start

„Wir haben eine Beschlussvorlage auf den Weg gebracht für ein europaweites Interessenbekundungsverfahren für eine kulturelle Nutzung der Walhalla“. Der Satz des Oberbürgermeisters – mit „wir“ meint er den Wiesbadener Magistrat und maßgeblich Kulturdezernent Axel Imholz und sich selbst als OB und Aufsichtsratsvorsitzenden der Walhalla-Immobilien-Eigentümerin WVV – klingt erst mal nach einer guten Nachricht. Nach einem „endlich geht es los“ und damit nach einem lange erwarteten Meilenstein auf dem Weg zur Revitalisierung der Walhalla. Nach einem sehnsüchtig erwarteten Startschuss. Bei genauer Betrachtung aber wird klar: Dieser Schuss könnte auch nach hinten los gehen, der Startschuss unter den völlig neuen Bedingungen der Corona-Pandemie mit einer massiv von einer  Insolvenz- und Pleitewelle bedrohten Veranstaltungs- und Kulturbranche zum Todesstoß für dieses Projekt werden, das immens wichtig für die Stadt ist. So immens wichtig, dass nun eilige Gremien-Sondersitzungen anberaumt wurden, bevor die Stadtverordnetenversammlung das Thema am 2. Juli diskutiert. (mehr …)

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„Neue Adresse“ – Kunstwerk der Woche: Regine Fürst – „Tracing Paper“

Im Rahmen der Ausstellung „Neue Adresse“, zeigt der BBK Wiesbaden im Schaufenster der neuen Räume (Rheingauviertel, Marcobrunnerstr. 3) jede Woche ein Kunstwerk. Und sensor präsentiert es jeden Freitag hier, inklusive einem künstlerischen Statement:

In der dreizehnten Woche, ab Freitag, 26.06.2020: Regine Fürst mit der Installation Tracing Paper.

Die Installation, „eine malerische Zeichnung in Verbindung mit einem sinnlichen Objekt“, entstammt der Serie EXI(S)T.

Laut der Künstlerin versinnbildlicht diese „eine Idee, die sich von Raum zu Raum wandelt, neu erfindet und selbst entdeckt.“

15 Arbeiten in 15 Wochen zeigt der BBK seit dem 3. April in seinem neuen „Schaufenster“ in der Marcobrunnerstraße 3 – „als kleine kulturelle Geste“ in Corona-Zeiten mit Abstand von außen zu betrachten. Kleiner Tipp: Auch die neue sensor-Ausgabe liegt am Schaufenster zum Mitnehmen aus – solange Vorrat reicht.

(Foto: Regine Fürst, BBK Wiesbaden)
BBK Wiesbaden e.V.

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Big Oli is watching you! Empörung über Bürgermeister Franz´ Alleingang bei Kulturpark-Videoüberwachung

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Über den Sinn und Unsinn von Videoüberwachung im öffentlichen Raum lässt sich trefflich streiten, da kann man durchaus unterschiedliche Ansichten haben. Dass eine Videoüberwachung im Kulturpark Wiesbaden mindestens überflüssig, wenn nicht gar kontraproduktiv ist, dieser Meinung dürften die meisten sein, die den Kulturpark kennen, frequentieren, nutzen und in seiner – auch was Sicherheitsgefühl und friedliches Miteinander angeht – Einzigartigkeit schätzen. Auch hier darf man natürlich anderer Meinung sein, auch hier gibt es auch durchaus andere Meinungen. Dass man an diesem – auch in der Kommunikation aller Beteiligten untereinander – sehr besonderen und bemerkenswerten Ort in Sachen Videoüberwachung Tatsachen schafft, ist gelinde gesagt schwer nachvollziehbar. Genau dies hat Wiesbadens Ordnungsdezernent, Bürgermeister Dr. Oliver Franz, getan. Und erntet dafür einen Sturm der Entrüstung. Diverse Beteiligte und Beobachter fragen sich: „Was hat Dr. Franz nur geritten?“. (mehr …)

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„Krea-Kultur muss weitergehen“-Crowdfunding: Weiterer „In Not“-Ruf wichtiger Wiesbadener (Sub-)Kulturstätte

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Johanny Kuby, Kreativfabrik.

Mit der Kreativfabrik, kurz Krea, meldet sich eine weitere bedeutende Wiesbadener (Sub-)Kulturstätte mit einem coronabedingten „In Not“-Ruf zu Wort: „Der Verein hat sich nach langem Hadern dazu entschlossen, ab heute ein Crowdfunding zu starten, um die Vereinsarbeit für einen längeren Zeitraum zu sichern.“ Seit 12 Uhr läuft die Startnext-Aktion „Krea-Kultur muss weitergehen“. Das Crowdfunding läuft bis zum 19. Juli, das Fundingziel lautet 18.000 Euro. „Mit dem Geld kann die KREA den Rest des Jahres auskommen, ohne Gewinne durch Veranstaltungen machen zu müssen. Damit wäre sie also erstmal sicher!“, erklärt die Crew, die ihr Gebäude und Gelände am Rande des Kulturparks in der Murnaustraße auch zum „Kulturschutzgebiet“ erklärt hat. (mehr …)

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Veranstaltungsbranche in Not: #mitabstandgehtesnicht-Kundgebung am 22. Juni um 5 Minuten vor 12

Kulturschaffende, Künstler, Veranstalter, Theater, Agenturen und deren Subunternehmer bangen um ihr Überleben und machen deshalb mit einer Kundgebung auf die katastrophale wirtschaftliche Situation in der Veranstaltungsbranche aufmerksam. Die Live-Kundgebung unter dem Motto „mit Abstand geht es nicht“ findet am Montag, dem 22. Juni, auf dem Open-Air-Gelände vor der Jahrhunderthalle (Pfaffenwiese 301) in Frankfurt-Höchst um 11.55 Uhr – 5 Minuten vor 12 – statt. Auf der Bühne werden Künstler und Veranstalter stellvertretend für eine ganze Branche ihre Stimme erheben. Angekündigt haben sich bereits so unterschiedliche Künstler wie Urban Priol, die Ehrlich Brothers, Bülent Ceylan, Mario Barth, Badesalz, Andreas Scholl oder Marc Marschall. (mehr …)

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sensor-Wochenendfahrplan: Schluss mit der Corona-Stubenhockerei – Raus an die frische Wiesbaden-Luft!

Von Alia Bouhaha. Fotos Klinque.com (Foto links), Veranstalter.

Schönes Wetter und vielfältige Veranstaltungen – was will man mehr. Heute gibt es sogar mit „House im Hof“ wieder eine erste Tanzveranstaltung im Kontext! Und die ersten Wiesbadener Freibäder haben wieder geöffnet, das passende Wetter gibt es in Kürze (voraussichtlich dauerhaft) Digitale Veranstaltungen sind auch wieder dabei, etwa die interaktive Verbrecherjagd „Rettet die Weinkönigin“. Und der großartige Kiezgarten am Sedanplatz (links) eröffnet nun nochmal „richtig“. Am Sonntag gibt es besonders viele Veranstaltungen im Freien, neben Yoga im Schlosspark findet eine EntdeckungsTour durch Wiesbaden statt – oder man radelt einfach in netter Gesellschaft bis nach Bad Schwalbach. Frei nach dem Motto „Schluss mit der Corona-Stubenhockerei“!
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„Neue Adresse“ – Kunstwerk der Woche: Marie Luise Gruhne – „dietro di esso“

Im Rahmen der Ausstellung „Neue Adresse“, zeigt der BBK Wiesbaden im Schaufenster der neuen Räume (Rheingauviertel, Marcobrunnerstr. 3) jede Woche ein Kunstwerk. Und sensor präsentiert es jeden Freitag hier, inklusive einem künstlerischen Statement:

In der zwölften Woche, ab Freitag, 19.06.2020: Marie Luise Gruhne mit der Installation dietro di esso.

„Tor, Tempelportal oder auch der Turm sind Urformen, Kraftformen und wecken in uns Gefühle des Innehalten, Nachdenkens – der Kontemplation. Sie sind Impulsgeber für innere Betrachtungen, geistige Strukturen, die uns erinnern an das „was immer ist“, – das “Bleibende“. Halsgebend und stabilisierend in ihrer Wirkung ziehen sie uns aus Schnelllebigkeit heraus.

Es sind archaische Strukturen, die in uns unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildung so etwas wie Stille und Erhabenheit anklingen lassen. Tor und Tempelportal zeigen eine Öffnung, die auf etwas dahinter weist – „dietro di esso“: Beginnt dort etwas Neues oder so etwas wie eine Veränderung? Auf der Höhe des Architravs drückt sich etwas von innen hervor, Kraft, die sich dafür zu sammeln beginnt.“

15 Arbeiten in 15 Wochen zeigt der BBK seit dem 3. April in seinem neuen „Schaufenster“ in der Marcobrunnerstraße 3 – „als kleine kulturelle Geste“ in Corona-Zeiten mit Abstand von außen zu betrachten. Kleiner Tipp: Auch die neue sensor-Ausgabe liegt am Schaufenster zum Mitnehmen aus – solange Vorrat reicht.

(Foto: Marie Luise Gruhne, BBK Wiesbaden)
BBK Wiesbaden e.V.