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Der große Test: Kindermode-Läden in Wiesbaden

Von Selma Unglaube. Fotos Mary Goldfinger.

Glückskinder, Goldgasse 5

Mit viel Herzblut und Begeisterung führt Andrea Weser seit Dezember 2008 ihr Geschäft für ausschließlich ökologische und fair gehandelte Kinderbekleidung: Keine Kinderarbeit, keine Ausbeutung. „Weil ich eine strenge Auswahl treffe, muss ich auf Einiges verzichten“, so die sympathische Inhaberin über ihr Warenangebot. Auf gerade mal 12 Quadratmetern, dem laut Weser „bestimmt kleinsten Kinderladen der Stadt“, wird vor allem in Deutschland hergestellte Bekleidung für Kinder bis 5 Jahre verkauft.

Dazu zählen Marken wie Leonello, Batata, Relax. Außerdem gibt es eine feine Auswahl an hübschem Spielzeug und Accessoires, wie die individuell handgefertigten Schnullerketten der Wiesbadenerin Sanna Beuscher – natürlich aus unbedenklichen Materialien. Ihrer Liebe zu Kindern ist auch das große soziale Engagement Andrea Wesers geschuldet. So richtet sie jedes Jahr im November einen „Wunschbaum“ ein, an dem Weihnachtswünsche sozial benachteiligter Kinder hängen.

Fazit: Öko muss nicht nach Öko aussehen und ist mit Preisen ab 4 € durchaus erschwinglich.

Pünktchen, Seerobenstr. 16

Seit Februar betreibt Alexandra Simon ihr kleines Lädchen für neue und neuwertige Kinderbekleidung im Westend. „Ich hatte immer schon einen Faible für Kinderkleidung und habe mich gerne bei meinen Patenkindern ausgetobt“, erklärt die junge Geschäftsführerin, warum sie einen Kinderladen eröffnet hat. Noch gibt es kein festes Sortiment, aber dafür eine feine Auswahl namhafter Kindermode – Simon möchte so austesten, was bei der Kundschaft gut ankommt. Die Mitwachsklamotten des Berliner Labels Petit Cochon sind allerdings schon fest eingeplant, ebenso Marken wie u.a. Burton, Lieblingskara, Plui Pui, Lakaro. Für die kleinen Kunden hat Simon einen Kindertisch eingerichtet. Dort können die Kleinen spielen und Mama die neue Garderobe aussuchen lassen.

Fazit: Ausgewogener Anteil an schöner Second-Hand- und Neuware. Preise zwischen 2 und 50 €, Größen von 50-128.

Lalaland, Friedrichstraße 57

Vanessa Spindler führt, ihr kleines Töchterchen auf dem Arm, durch ihren fröhlich, bunten Laden, in dem es überall etwas zu entdecken gibt – hier ein großes Zahlenkissen, dort ein riesiges Kuscheltier, das sich als Tischlampe des Düsseldorfer Labels Herzenstreu entpuppt. Das Klamottensortiment umfasst überwiegend holländische Marken wie Moodstreet, Minymo, Feetje sowie die hochpreisigen Labels Cakewalk und Jottum. Auch eine eigene Produktlinie ist geplant, die gleichzeitig als soziales Projekt fungieren soll. Im Obergeschoss hat Spindler eine Kommunikationsstätte für Eltern und Kinder geschaffen, wo in Zusammenarbeit mit Hebammen, Fitnesstrainerinnen etc. Kurse für Eltern und Kinder angeboten werden. Und: Der Raum kann auch für Kindergeburtstage gemietet werden!

Fazit: Bei Preisen zwischen 4 und 100 € wird hier jeder fündig. Auch eine gute Auswahl an Jungenkleidung. 

Lara Lakritz, Luxemburgstr. 7

Unter dem Motto „Ausgesucht Schönes“ führt Sandra Wild seit nun fünf Jahren erfolgreich ihr Geschäft Lara Lakritz. Davor hatte Wild ein Kindergeschäft in Heidelberg, das sie aufgab, um der Liebe wegen nach Wiesbaden zu ziehen. Neben originellen Spielsachen und allerhand niedlichem Krimskrams verkauft die freundliche Heidelbergerin hochwertige, farbenfrohe Kinderbekleidung in den Größen 0-12 Jahre. Hoch im Kurs stehen bei Wild vor allem skandinavische Labels wie Mala, Katvig, Smafolk, minymo, Creamie… Aber auch deutsche Marken wie Blutsgeschwister und Fräulein Prusselise (bunte Socken und Strumpfhosen) haben einen festen Platz im Sortiment. Als besonderen Service verleiht Sandra Wild Tragehilfen zur Probe. So lässt sich in Ruhe testen, ob man sich mit Tuch oder Carrier wohl fühlt.

Fazit: Von Kleidung über Mitbringsel lässt sich für jeden Geschmack, und mit Preisen zwischen 5 und 50 € für jeden Geldbeutel, Schönes finden.

NaturKinder, Dotzheimer Str. 84, neben Tegut

Kinderbekleidung zu vernünftigen Preisen gibt es bei NaturKinder. Hier bietet Sina Vollrath seit drei Jahren schöne Kindermode von Größe 44-128 an. Mittlerweile ist das Sortiment nicht auf ökologische Waren beschränkt. „Außer bei Unterwäsche – die muss ökologisch sein“, erklärt die freundliche Inhaberin. Alle Klamotten werden einer strengen Qualitätskontrolle durch Vollraths vierjährigen Sohn unterzogen: Was sich bewährt, wird auch verkauft. Das Markenangebot umfasst u.a. Labels wie Storchenkinder, Popolini, Charle, So petit, loud & proud und Lievi & Luca. Auch hübsche, handgefertigte Spielsachen, z.B. von Liebman Design und der Ladeninhaberin persönlich, werden schon ab 6 € feilgeboten. In Kürze soll weiteres Handgearbeitetes im „Kreativregal“ einen Platz finden. Übrigens: Wer mit Stoffwindeln liebäugelt, kann sich für 15 € Windelpakete ausleihen – die Leihgebühr wird beim späteren Kauf angerechnet.

Fazit: Bei Preisen zwischen 4 und 60 € lässt sich allerhand finden – auch für Jungs.    

Fein 5, Herrnmühlgasse 9, Zugang über Burgstraße

Erst im September 2012 hat David Sumislawski das Outlet unweit der Kuckucksuhr in den früheren „Freudenhaus“-Räumlichkeiten eröffnet. In freundlicher Atmosphäre verkauft er mit seinem Team Kinderbekleidung namhafter Hersteller zu Discounterpreisen. Die Marken alleine sind jedoch für viele kein Verkaufsargument. „Die meisten Kunden kommen nicht wegen der Labels, sondern wegen des Preises“, so Sumislawski. Das Geheimnis: Die Waren stammen überwiegend aus Vorjahreskollektionen, aber auch aus Überproduktionen, so dass sich sogar Aktuelles finden lässt – teilweise bis zu 80% reduziert. Die Eltern können in Ruhe stöbern, während die Kinder auf dem Schaukelpferd wippen oder Menüs am Kinderherd kreieren.

Fazit: Ausschließlich Markenware zwischen 4 € und 90 € in den Größen 50-164. 

Und wo kleidet Ihr am liebsten Eure Kleinen ein?

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