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“go east”: Der Tscheche Jaroslav Rudiš liest am Freitag im Literaturhaus – aus seinem Roman “Nationalstraße”

Der Roman „Nationalstraße“ von Jaroslav Rudiš gleicht einem Schlag in die Magengrube – und basiert auf einer realen Figur: Gekonnt schlüpft der tschechische Autor darin in einem Monolog in den Kopf und den Körper eines Schlägers. In einer Kooperationsveranstaltung mit dem goEast-Filmfestival stellt der 1972 geborene Autor sein Buch am Freitag, 28. April, um 19.30 Uhr im Literaturhaus vor. Vandam wohnt noch immer in der Plattenbausiedlung seiner Kindheit. Einst war er ein Held, einer von denen, die die samtene Revolution ins Rollen brachten. Einige Wochen später hat die Protestbewegung das kommunistische Regime hinweggefegt. Damals war Vandam ein junger Polizist, 25 Jahre später ist er kein Held mehr, sondern ein Verlierer: Wegen Gewaltexzessen aus dem Polizeidienst entfernt, prügelt er sich als einsamer Schläger durch Tage und Nächte und hebt im Fußballstadion regelmäßig die rechte Hand zum Hitlergruß.

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Wladimir Kaminers Mama holt nun alles nach – Der gestandene Mann liest und legt anschließend auf

Wladimir Kaminer hat nicht nur eine gute Mutter. Er hat vor allen Dingen eine kluge Mutter. Vielleicht ist seine Mutter sogar eine pädagogische Vorreiterin: Statt ihre Zeit mit der Erziehung von Kleinkindern zu vergeuden, hat sie einfach abgewartet. Zuerst das Kleinkindalter, denn in dem Alter sind die Kinder eh zu klein und dumm, um die Weisheit der Älteren zu verstehen. Danach die Pubertät, denn in dieser Zeit wehren Kinder sowieso alles ab, was von außen kommt. Dann die ersten Gehversuche als Erwachsener. Aber jetzt, wo sie einen gestandenen Mann vor sich hat, der zuhören und sie verstehen kann, holt sie alles nach und natürlich weiß sie alles und das auch noch besser. Aber auch Kaminer hält sich nicht zurück. Die Besucher der Lesung “”Mama was tun? Von guten Ratschlägen und anderen Verhängnissen” am Freitag, 21. April, um 20 Uhr im Tattersall erwartet ein amüsanter Abend mit dem best-of mütterlicher Erziehungsweisheiten, Geschichten über das ewig-Kind-sein und über Russland anlässlich „100 Jahre Große  Oktoberrevolution“. Und nach der Lesung: Treppe runter, Tür auf und Willkommen in der Russendisko im Kulturpalast. Motto: „Schmeißt die Gläser an die Wand“, natürlich auch ohne Lesung zu haben. sensor präsentiert und verlost 3×2 Freikarten für Lesung inklusive Disco: losi@sensor-wiesbaden.de

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Wiesbaden-Kurzkrimi wird mit Live-Blues garniert: Wolfgang Schorlau liest, erzählt und spielt

Im Rahmen des Festivals „Wiesbadener KrimiMärz“ stellt Bestsellerautor Wolfgang Schorlau am Mittwoch, 8. März um 19.30 Uhr in der besonderen Kulisse der Wiesbadener Casino-Gesellschaft seinen Wiesbaden-Kurzkrimi vor. Er wird aber nicht nur lesen, sondern auch mit seiner Georg-Dengler-Bluesband zu erleben sein. Wir verlosen Freikarten. (mehr …)

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“Kunst gegen Bares” am Sonntag erstmals im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer lädt am Sonntag, 19. Februar, um 20 Uhr erstmalig zu einem spannenden Format mit dem Namen “Kunst gegen Bares”. Erfolgreich in Köln gestartet, erfreut sich das Konzept inzwischen deutschlandweit immer größerer Beliebtheit – und ist jetzt auch in Wiesbaden angekommen. Motto: Ein Abend, eine Bühne, 8 Künstler, 8 Sparschweine, 8 x 10 Minuten und ganz viel Spaß. Was das Publikum erwartet? Verschiedene Künstler – bei der Wiesbaden-Premiere Pascal Franke (musik), Chris Barett (comedy), Frank Albersmann (musik), Nick Schmid (comedy), Mega Martin (poetry), Xenia Be (musik), Andreas Turin (poetry), Saqib (comedy) und Tobias Gros (Geschichten), Clemens Eigler (Beatbox) – treten gegeneinander an, indem sie ihre außergewöhnlichen und/oder herausragenden Talente unter Beweis stellen. Vertreten ist alles, was Spaß macht: Musik, Comedy, Tanz, Dichtung, Magie,… Alle Künstler erhalten maximal zehn Bühnenminuten und müssen in dieser Zeit die Anwesenden von sich überzeugen. Denn das Publikum kürt den Gewinner, sozusagen das “Kapitalistenschwein” des Abends! Abgestimmt wird durch das Einwerfen von Geld in die Sparschweine der Künstler. Alle Infos hier. (leh/Bild Das Wohnzimmer)

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Nobelpreisträger rockt die Festhalle: Bob Dylan kommt am 25. April zum Konzert nach Frankfurt

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Das Nobelpreis-Komitee lässt er zappeln, für seine Fans legt er sich fest: Bob Dylan kommt am 25. April 2017 zum Konzert in die Frankfurter Festhalle. Der Ausnahmekünstler bedeutet „für die Popmusik das Gleiche wie Einstein für die Physik“, schrieb das US-Nachrichtenmagazin Newsweek. Dylan ließ sich nie vereinnahmen, er bestimmte Tempo, Rhythmus und Inhalt. Er definierte mit seinen Songs Ideale, Ängste, Stimmungen von Generationen. Die Poesie seiner Texte und die Lyrik seiner Lieder verlieh ihm literarische Qualität. Die überragende Bedeutung von Bob Dylan fand jetzt auch in der Verleihung des Nobelpreises für Literatur Ausdruck, den er als bisher einziger Musiker erhielt.  Nun kommt der Wegbereiter der Folk- und Rockmusik, dessen Gesamtauflage mehr als 110 Millionen Tonträger beträgt, zu vier Konzerten nach Deutschland. Nach Hamburg, Lingen und Düsseldorf wird er zum Finale seiner Deutschland-Visite vor unserer Haustür in Frankfurts “gut Stubb” auftreten. Der Vorverkauf hat heute um 10 Uhr begonnen. (dif/Foto Livenation)

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Glückwunsch, Saskia Hennig von Lange: Autorin erhält heute George-Kornell-Preis im Literaturhaus

41_bild_brenantopreis_2015_saskia_henning_von_lange_by_stefan_freundAlle zwei Jahre wird im Literaturhaus Villa Clementine der George-Konell- Preis für ein literarisches Gesamtwerk oder eine Erstveröffentlichung vergeben.  Heute erhält die in Frankfurt lebende Schriftstellerin Saskia Hennig von Lange die diesjährige Auszeichnung. Ausgewählt wurde sie von einer Jury, bestehend aus Shirin Sojitrawalla (freie Journalistin, Literaturkritikerin), Gudrun Olbert (Leiterin Büchergilde Gutenberg), Dr. Alexander Hildebrand (Journalist) und Susanne Lewalter (Leiterin Literaturhaus Villa Clementine). Der Preis wird der Schriftstellerin heute von Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz überreicht. “Bedanken” wird sich die Preisträgerin mit einer Lesung aus ihren Werken. (mehr …)

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“Demokratie kann was aushalten”: Klaus Maria Brandauer über Rechtspopulisten – und Advent ohne Mitsinggefahr

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“UPDATE 15.12.:  Mitteilung des Konzertveranstalters: Aufgrund unvorhergesehener kurzfristig aufgetretener organisatorischer Probleme muß das für den 18. Dezember 16 um 17.00 Uhr geplante Gastspiel „Eine weihnachtliche literarisch musikalische Lesung“ mit Klaus Maria Brandauer, Rezitation, und Sebastian Knauer, Klavier, im Christian Zais Saal des Kurhauses Wiesbaden abgesagt werden.Bereits erworbene Karten können an der Konzertkasse, an der sie gekauft wurden, zur Erstattung zurückgegeben werden.”

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Christof Mattes.

Mit Klaus Maria Brandauer wird einer der unbestritten bedeutendsten Schauspieler deutscher Sprache am 4. Advent in Wiesbaden auftreten. Das 73-jährige Schauspiel-Genie kann mittlerweile auf über 50 Jahre Bühnen- und Film-Präsenz zurückschauen. Der mit nationalen und internationalen Preisen überhäufte Österreicher mit Wohnsitzen in Altaussee, Wien, Berlin und New York ist seit Jahrzehnten Ensemble-Mitglied des Wiener Burgtheaters. Dem ganz großen Publikum ist er natürlich durch seine Welterfolge als Filmschauspieler bekannt geworden (“James Bond – Sag niemals nie”, “Jenseits von Afrika”, “Mephisto”, “Oberst Redl” und viele mehr). Im intimen Christian-Zais-Saal des Kurhauses präsentiert Brandauer am Sonntag, 18. Dezember, um 17 Uhr gemeinsam mit dem 1971 geborenen Pianisten Sebastian Knauer “”Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4, dann steht das Christkind vor der Tür”. Im Interview mit sensor-Chefredakteur Dirk Fellinghauer verspricht der Vater zweier Söhne sehr unterschiedlichen Alters (geboren 1963 und 2014) ein überraschendes Programm – und hat außerdem Ratschläge für den Umgang mit Rechtspopulisten und eine Antwort auf die Frage, ob er als Schauspieler gerne Donald Trump verkörpern würde, parat. (mehr …)

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Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: GOJ T-A-T-R präsentiert heute erstmals Abend für Selma Merbaum

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Heute hat das neue und sehr besondere Projekt des GOJ T-A-T-R im thalhaus Premiere: „Ich möchte den Himmel mit Händen fassen“ heißt ein Abend für Selma Merbaum, der um 20 Uhr beginnt. Selma Merbaum wurde 1924 in Czernowitz geboren.1942 stirbt sie im NS-Arbeitslager Michailowka/Ukraine an Flecktyphus. Sieht man eines der wenigen Fotos, die von ihr geblieben sind, denkt man unwillkürlich an Anne Frank. Selmas „Tagebuch“ sind 58 Gedichte, zusammengestellt für ihren Freund Lejser Fichman zu einem Album, dem sie den Titel „Blütenlese“ gibt. (mehr …)

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Gemeinsamer Trip nach Israel, der Vater und Sohn verändert – Dmitrij Kapitelman liest aus Debütroman

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Im Rahmen der Reihe „Tarbut – Zeit für jüdische Kultur“ liest der Autor, Journalist und Musiker Dmitrij Kapitelman am Donnerstag, 3. November, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine aus seinem ausgezeichneten Debütroman „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“. Die Frage nach der eigenen Identität ist zentral in Dmitrij Kapitelmans autobiografisch gefärbtem Roman. Sie ist es auch, die ihn dazu veranlasst, mit seinem Vater nach Israel aufzubrechen. Von dort stammt der Vater, gelangte nach Kiew und 1994 mit Frau und Kind nach Leipzig, wo die Familie sich jedoch bei der dort herrschenden Fremdenfeindlichkeit stets unwillkommen fühlte. Der gemeinsame Trip wird zu einer Reise voller Paradoxien, die beide verändert. (lau/Foto Veranstalter)

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Höchste Zeit: Neuer Wiesbaden-Krimi von Alexander Pfeiffer – „Geisterchoral“-Premiere im Literaturhaus

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Lange mussten die Fans seiner großartigen und spannenden Geschichten mit besonderem Sound und Wiesbaden-Kolorit warten, nun können sie endlich wieder loslesen – und lesen lassen: Der supergute Wiesbadener Krimiautor, (unter anderem sensor-)Journalist und Literaturveranstalter Alexander Pfeiffer liest am Mittwoch, 26. Oktober, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, erstmals aus seinem neuen Krimi „Geisterchoral“, den er gerade ganz frisch auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt hat.  (mehr …)

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Der große Test: Öffentliche Bücherschränke in Wiesbaden

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Text und Fotos: Katharina Dietl und Falk Ruckes.

Seien es eigens gebaute Schränke, ehemalige Stromkästen oder Telefonzellen – öffentliche Büchertauschstellen liegen im Trend. Das Konzept stammt aus Amerika, nennt sich dort „Little free library“ und wird seit Jahren auch in Wiesbaden umgesetzt. Das Prinzip ist einfach: Man stellt Bücher in einen Schrank hinein und nimmt dafür andere mit. Nur hineinstellen oder nur mitnehmen geht natürlich auch. Mittlerweile gibt es über die Stadt verteilt schon knapp ein Dutzend. „Natürlich können und sollen solche Büchertauschstellen nicht gut sortierte Antiquariate und Bibliotheken ersetzen. Aber es ist erfreulich, dass sie Literatur in den öffentlichen Raum bringen und somit für jeden jederzeit zugänglich machen“, erklärt die Leiterin des Wiesbadener Literaturhauses Villa Clementine, Susanne Lewalter. Wir haben auf und in die Bücherschränke geschaut. (mehr …)

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Gestalter mit Spielbein: Der Kommunikationsdesigner Michael Eibes hat einen Verlag gegründet – Premiere ist auf der Buchmesse

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Von Julia Bröder. Fotos Offert Albers.

Affen sind schlau und neugierig, das gefällt Michael Eibes. Auf der Fensterfront seiner Designagentur mitten im florierenden Teil des Bergkirchenviertels, zwischen Weinbar und Vintage-Laden, prangt ein großer Schimpanse. Eibes residiert seit sieben Jahren hier in der Oberen Webergasse, vorher wanderte er mit seinem Studio durch Wiesbaden – mal arbeitete er in garagenartigen Räumen in der Rheinstraße, mal unter hohen Stuckdecken am Luisenplatz. Drei feste Mitarbeiter beschäftigt „Michael Eibes Design“, zusammen kümmern sie sich um Websites, Brandings oder Messeauftritte für Unternehmen wie den Pharmazulieferer Biogrund oder den Fahrradhersteller Felt. (mehr …)