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Zuversicht in Wiesbaden: Das Rezept gegen Hoffnungslosigkeit

Evangelische Kreuzkirche mit osterlichem
Evangelische Kreuzkirche in Wiesbaden. Foto: Stephan Jonetzko

Gerade gibt es viele Katastrophen auf der Welt. Egal ob aus Moskau, Teheran oder Washington – ständig prasseln schreckliche Nachrichten auf uns ein. Höchste Zeit, zu schauen, wo in Wiesbaden noch Menschen sind, die nicht verzagen, sondern zuversichtlich bleiben. Sensor-Reporter Hendrik Heim war für uns in der Stadt unterwegs. Die Zuversicht führte ihn von Kostheim bis Bierstadt, vom Café Klatsch bis zum Rathaus.

Langgasse -schnell mal die Zukunft designen!

Oft wird über Wiesbaden geschimpft. Die Stadt sei zu alt, habe morgens zu viel Stau und abends sei die City so gut wie tot. Ab Mai soll es dazu einen Gegentrend geben: „Der WerkRaum möchte den positiven Schwung Wiesbadener Projekte und das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger unterstützen und sie miteinander vernetzen.“ Das sagt Sabine Philipp. Die Direktorin der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden schafft einen besonderen Ort in der Innenstadt. Sechs Monate lang wird das ehemalige Sport-Scheck-Gebäude in der Langgasse zum Raum der Möglichkeiten. Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Panels, Infostände, und sogar Hochschulseminare sollen dafür in den WerkRaum kommen. Möglich macht das der Titel World Design Capital.  Der Titel World Design Capital 2026 wird von der World Design Organization vergeben und zeichnet Regionen aus, die Design gezielt einsetzen, um gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen zu lösen. Die Rhein-Main-Region und Wiesbaden wurden für 2026 ausgewählt, weil sie mit Projekten und Veranstaltungen zeigen will, wie Gestaltung den Alltag der Menschen nachhaltig und innovativ verbessern kann.

Philipp: „Es haben sich in Wiesbaden viele spannende Projekte für die WDC beworben. Aber es fehlte eine zentrale Plattform, die sie sichtbar macht.“ Über 30 Projektpartner gibt es schon, so Laura Domes, die Projektleiterin des WerkRaum. Was also springt für den Passanten raus, der zufällig ins Gebäude schlendert? Domes: „Das Gefühl – mir wird hier zugehört, ich kann meine Stadt mitgestalten. Neulich hat sich eine junge Dame bei mir gemeldet, die einen Workshop zum Thema Stricken geben möchte.“ Auch lokale Unternehmen sind im WerkRaum eingebunden, der SV Wehen Wiesbaden wird sein Jubiläum mit einer Ausstellung feiern. Los geht es im Mai mit dem Monatsthema Gemeinschaft. Bis Oktober gibt es dort Veranstaltungen im Rahmen der WDC und des WerkRaum. Und wer weiß, vielleicht kann das Stadtmuseum ja selbst irgendwann in die Langgasse ziehen. Gespräche mit der Stadt laufen bereits.

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