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So wohnt Wiesbaden: Von wegen Sackgasse! Leben in der Mühltal-Siedlung – Besonderes Miteinander

Gut drauf auf dem Container, der 2017 auf Wunsch des Bewohnerrats aufgestellt wurde. Sozialarbeiter Ahmed Imam vom Kinder- und Jugendzentrum Biebrich mit dreien seiner Mühltal-Schützlinge.

Von Anja Baumgart-Pietsch. Fotos Kai Pelka, Stadtarchiv.

„Auf Anhieb verliebt“ habe sie sich in die kleine Sackgasse zwischen Bahngleisen und Wäldchen, sagt Sigrid Siewior. Seit 1994 wohnt die Chefin des Wiesbadener „Akzent-Theaters“ im Mühltal. Und hat noch keinen Augenblick bereut, wie sie sagt: „Ich fühle mich wohl. Man kennt sich hier. Wenn ich nachts um eins vom Theater nach Hause komme, hat mir schon mehr als einmal jemand irgendwas tragen geholfen. Ich treffe auch zu später Stunde noch Leute, die ihren Hund ausführen. Angst? Warum?“. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Sascha Lenz, Barbetreiber, 44 Jahre, Initiator Initiative Wiesbadener Gastronomen

Interview: Dirk Fellinghauer, Foto: Arne Landwehr. 

BERUF

Gut ein halbes Jahr Corona liegt hinter uns – was hat die Pandemie in der Wiesbadener Gastroszene bisher angerichtet?

Es findet eine Auslese statt. Einige haben schon geschlossen, wahrscheinlich wird es noch einige mehr treffen in den nächsten Monaten. Viele zehren noch vom Terrassengeschäft und rüsten hier auf. Aber wenn es kalt ist, ist es kalt, Heizstrahler hin oder her. Da wollen die Leute rein. Wenn andere Gastronomen so einfallsreich sind und sagen, die Gäste sollen Skiwäsche anziehen, das sehe ich nicht so. Generell: Die Umsätze sind drastisch eingebrochen. Wir selbst haben zum Glück viele Rücklagen, aber auch das geht irgendwann zur Neige. Viele Vermieter sind nicht gerade kulant. Und wenn die Miete gestundet wird, bringt das auch nichts, wenn man später, wenn noch weniger Geld da ist, noch mehr bezahlen muss. Was uns fehlt, sind die großen Feste. Alle Hoffnungen richten sich jetzt auf den Weihnachtsmarkt. (mehr …)

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Brücken bauen, Wege zeigen: 36 neue WIR Integrationslotsen für Wiesbaden

Zertifikatsübergabe im Saal an der Marktkirche. 36 Frauen und Männer erhielten ihr Zertifikat aus der Hand von Heike Würfel und Wiesbadens Sozialdezernent Christoph Manjura.

Sie bauen Brücken, sie zeigen Wege – oder sie trinken auch einfach mal eine Tasse Tee mit Menschen, die ein bisschen Zuwendung und Unterstützung brauchen: die WIR Integrationslotsinnen und Lotsen. Menschen mit Migrationshintergrund, die schon länger oder schon immer in Deutschland leben, unterstützen andere Menschen mit Migrationsgeschichte beim Weg durch den Alltag: Begleitung zu Ärzten, Ausfüllen von Formularen, Hilfe bei Problemen in Kita oder Schule. 36 Frauen und Männer, die zusammen den bisher größten Jahrgang bilden, bekamen nun ihre Zertifikate überreicht. (mehr …)

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500 Euro-Scheine wehen in Straßen: Glücksspielsucht-Aktionstag – Sorge vor Legalisierung von Online-Casinos

Kira Zimmermann (links) und Cathrin Fehl werden am Aktionstag mit dem Fahrrad in Wiesbaden unterwegs sein und Interessierte auf die Problematiken, die mit dem Glücksspiel verbunden sind, aufmerksam machen.

Am 30. September werden in dreizehn hessischen Städten 500-Euro-Scheine in den Straßen wehen – allerdings keine echten. Mit ihrer aufsehenerregenden landesweiten Öffentlichkeitsaktion machen die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und die regionalen Fachberatungen für Glücksspielsucht auf die Risiken von Glücksspielen aufmerksam. (mehr …)

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Lebensgefährliches Engagement – Philippinischer Bischof Antonio Ablon hält Vortrag über „Kirche im Widerstand“

Antonio Ablon, der am 24. September um 19 Uhr zum Vortrag „Kirche im Widerstand“ ins Roncalli Haus kommt, ist Bischof der Iglesia Filipina Independiente auf der philippinischen Insel Mindanao. Dort setzte sich der 46-Jährige unter anderem für die Rechte der indigenen Bevölkerungsgruppe der Lumad ein, die für den Abbau von Bodenschätzen immer wieder durch das Militär von ihrem Land vertrieben werden. Denn unter der Erde ruhen wertvolle Bodenschätze: Gold, Kupfer und andere Rohstoffe. Doch damit hat der Bischof sich selbst in Gefahr gebracht. Anfang 2019 tauchte sein Name auf den Mordlisten lokaler Todesschwadronen vom Regime des Präsidenten Rodrigo Duterte auf. Aktuell lebt Antonio Ablon als Stipendiat der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte in Hamburg.  Anmeldung unter presse@amnesty-wiesbaden.de. Um 19 Uhr. (Foto: Veranstalter) 

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Heute ist hessenweiter „Tag der Nachhaltigkeit“ – Aktionen und Aktivitäten auch in Wiesbaden

Hessenkarte am Roadshowstand auf dem Mauritiusplatz in Wiesbaden 2019, Foto: Thao Vu Minh

Heute startet der landesweite „Tag der Nachhaltigkeit“ in die sechste Runde. An diesem Tag wird Nachhaltigkeit durch vielzählige Veranstaltungen und Aktionen in ganz Hessen erlebbar: Die Menschen in Hessen können sehen, schmecken, hören und fühlen was hinter dem Gedanken eines nachhaltigen Lebensstils steckt: „Nur wer weiß, was Nachhaltigkeit konkret bedeutet, kann auch selbst aktiv werden“. Kommunen, Vereine, Verbände, Schulen, Institutionen, Unternehmen und viele Menschen sind dabei und zeigen, wie sie sich engagieren. (mehr …)

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Freiwillige vor! Eintagshelden gesucht für Gutes-tun-Einsatz am 5. September

Einen Tag lang etwas Gutes für die Gesellschaft tun? Das können interessierte Bürger*innen aus Wiesbaden und Umgebung am Freiwilligentag 2020 ganz einfach machen. Von Null auf Hundert, also ganz ohne Vorerfahrung, wird der 5. September durch alle Freiwilligen ein einzigartiges Erlebnis. Das diesjährige Organisationsteam hat sich von Corona nicht aufhalten lassen. Ganz im Gegenteil. (mehr …)

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„Alarmstufe Rot“ für die Veranstaltungswirtschaft – Demo heute um 5 nach 12 auf dem Kranzplatz

Seit dem 5. August finden Demonstrationen der #AlarmstufeRot bundesweit statt, bei denen die Veranstaltungsbranche auf ihre Situation aufmerksam macht und eine „Überlebensperspektive“ fordert – seit dem 12. August ist Hessen auch mit dabei. Heute wird wieder in der Landeshauptstadt Wiesbaden demonstriert – um „5 nach 12“ auf dem Kranzplatz. (mehr …)

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Weinwoche-Sammelglas auch ohne Weinwoche – Verkauf zugunsten von Hospizverein

Das traditionelle Weinwoche-Sammelglas von ESWE Versorgung ist trotz der veränderten Umstände auch in diesem Jahr zu haben. Obwohl die Organisatoren die Rheingauer Weinwoche im Herzen der City absagen mussten, wird es 2020 eine Erinnerung an die „längste Weintheke der Welt“ geben. Verkauft werden die streng limitierten ESWE-Wassergläser für jeweils einen Euro vom 14. bis zum 22. August, jeweils von 10 bis 15 Uhr, im ESWE Energie Center in der Kirchgasse 54. (mehr …)

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Brückenschlag mit Folgen: Kunstaktion schafft neuen Begegnungsraum im Westend – hoffentlich von Dauer

Wer am letzten Freitagabend den „Brückenschlag Westend“ an der Kreuzung Goebenstraße/Scharnhorststraße  miterlebt hat, schwärmt und schwelgt heute noch. Von einem wunderbaren Abend ist die Rede, bei dem zahlreich erschienene Menschen – mit Abstand und Hygienekonzept, versteht sich – unter einem Bogen aus Herzen Besonderes erlebten, sich begegneten, bis in die Nacht hinein draußen saßen, vertieft in Unterhaltungen, beglückt von der Atmosphäre. Der „Brückenschlag“ war eine Kunstaktion, verbunden mit der Installation von Holzskulpturen, die als Tische und Bänke benutzt werden konnten – und dies weiterhin tun. Der Brückenschlag dauert an, das äußere Westend hat – und behält hoffentlich – einen einzigartigen neuen Begegnungsplatz. (mehr …)

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Armut trifft viele Wiesbadener Kinder und Jugendliche: „Oft fehlen schon ein paar Euro für die Fahrkarte“

Fast 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Biebrich sind von Armut betroffen, die Arbeitslosigkeitsquote liegt mit fast 8 Prozent über dem Wiesbadener Durchschnitt. In Deutschland erlebt jedes fünfte Kind Armut oder lebt an der Armutsgrenze. Laut einer gerade veröffentlichten Analyse der Bertelsmann Stiftung sind das in Deutschland 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Corona-Krise verschärft die Situation. Menschen aus Wiesbaden, die in Kitas, Schulen oder Kinder- und Jugendzentren arbeiten, erleben Kinder- und Jugendarmut hautnah, zum Beispiel Gabi Reiter: Sie ist Leiterin des Kinder-Jugend- und Stadtteilzentrum (KiJuZ) Biebrich, das täglich Anlaufpunkt für etwa 50 bis 60 Kinder ist. Im Interview erzählt sie von ihren Erlebnissen in ihrer täglichen Arbeit. (mehr …)

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„Brückenschlag Westend“ als Fingerzeig in Zeiten von Corona – Auch „Kleinode im Westend“ kehren zurück

Um auf die prekäre Situation der vielen kleinen Selbstständigen, Künstler, Gastronomen und anderen Engagierten im Westend Wiesbaden hinzuweisen, findet am Freitagabend, 7. August, ab 20.30 Uhr eine Kunstaktion #brückenschlag-westend auf der Straßenkreuzung Scharnhorststraße/Goebenstraße statt. Erst kürzlich gab es einen „Kleinode im Westend“-Tag mit der gleichen Themaik als Hintergrund. Dieser verlief so erfolgreich, das bereits an eine Wiederholung gedacht wird. (mehr …)