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Endergebnis der Kommunalwahl in Wiesbaden: GroKo desaströs bestätigt – Abgestraft mit der Lizenz zum Weitermachen

RathausWiesbaden_06032016

 

22 Stunden nach Schließung der Wahllokale steht das Ergebnis der Kommunalwahl in Wiesbaden fest. Um kurz nach 16 Uhr am Montagsnachmittag verkündete das verantwortliche Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik Vollzug. Alle 248 Wahlbezirke sind ausgezählt, mit folgendem Ergebnis für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung: CDU 24,7% (20 Sitze), SPD 25,9% (21 Sitze), Grüne 14,1% (11 Sitze), Linke 6,2 Prozent (5 Sitze), FDP 9,8% (8 Sitze), Piraten 1,1% (1 Sitz) BIG 0,3% (0 Sitze), AfD 12,8% (11 Sitze), BLW 1,7% (1 Sitz), Freie Wähler 1,4% (1 Sitz), Alfa 0,9% (1 Sitz), ULW 1,0% (1 Sitz). Das bedeutet: Die große Koalition, die ein Desaster erlebt hat – die CDU verlor 8 Prozent, die SPD 3 Prozent – könnte, nun mit der SPD als stärkste Kraft, eine Neuauflage erleben. Sie wurde abgestraft – mit der Lizenz zum Weitermachen: Zusammen kommen SPD und CDU auf genau die 41 notwendigen Sitze für eine Mehrheit im 81-Sitze-Stadtparlament. Weitreichendes Entsetzen löste das unerwartet starke Abschneiden der AfD aus. Kräftig zulegen konnten FDP und Linke. Die Grünen mussten nach dem “Fukushima-Effekt” vor fünf Jahren erwartungsgemäß Federn lassen, schnitten aber weiterhin stark ab – allerdings nach Stand der Dinge nicht stark genug für ihr Wahlziel “Groko ablösen”. Die Ergebnisentwicklung konnte auf www.wiesbaden.de live mitverfolgt werden und strapazierte die Nerven vieler Betroffener und Interessierter. Nachdem am Wahlabend selbst noch gar keine koalitionsfähige Mehrheit für das Wiesbadener Rathaus in Sicht war, ergaben sich im Lauf des Montagvormittags mal rechnerische Mehrheiten für die große Koalition, mal für eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Die Wahlbeteiligung lag mit 43,4% leicht über der Wahl vor fünf Jahren (41,2%). Wer wissen möchte, welche Kandidaten mit welcher Stimmenzahl in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden, findet die Übersicht hier. (Dirk Fellinghauer)

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