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Flagge am Rathaus mahnt heute zur atomaren Abrüstung – „Mayors for Peace“ wollen sichtbares Zeichen setzen

Heute weht eine besondere Fahne am Wiesbadener Rathaus. Rund 300 Städte – darunter auch die Landeshauptstadt Wiesbaden – des weltweiten Netzwerkes „Mayors for Peace“ werden heute gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen setzen. Vor den Rathäusern wurde und wird die „Mayors for Peace“-Flagge gehisst.

Mit der Aktion wird an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde, erinnert. Der IGH stellte fest, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung (besteht), in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

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Neben der Teilnahme an der Aktion „Mayors for Peace“ unterstützt Wiesbaden auch den ICAN-Städteappell, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Nach Mainz und Wiesbaden, die als erste deutsche Städte den Appell im Februar dieses Jahres unterzeichnet haben, folgten inzwischen weitere 26 Städte und ein Landkreis dem Aufruf.

„Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohnerinnen und Einwohner das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. So lautet der Appell, hinter dem der Magistrat und auch ich persönlich stehen“, sagt Wiesbadens neuer Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. (dif)

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