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Ideen statt Waren im Shoppingcenter: Ab heute in „Mittwochsgesellschaft“ frei über die Zukunft nachdenken

Ab heute verwandelt sich das „Marleen“, die neue Kulturspielstätte im Lili, jeden Mittwoch in einen Pop Up Store-für eine performative Installation: Bei „Die Freie Mittwochs-Gesellschaft“ werden keine Waren verkauft, sondern Ideen für die Zukunft gesammelt. Erdacht vom Theater 3D e.V., sind alle eingeladen, gemeinsam aktiv über die Zukunft nachzudenken. Acht freischaffende Künstler:innen aus verschiedenen Disziplinen bespielen ab 15 bis 18 Uhr den Raum mit ihren jeweiligen Expertisen und Mitteln. Am „Kiosk der Utopie“ werden die Teilnehmenden (Passanten, Besucher, Gesellschafter) in Empfang genommen und kommen ins Gespräch: „Wie stelle ich mir eine ideale Gesellschaft vor? Welche Schritte müssen wir gehen, um dorthin zu kommen?“ Es entsteht ein erster Denkanstoß, eine politische Diskussion im Alltag.

Die Teilnehmenden werden eingeladen, in die Begegnung zu gehen: „Wir diskutieren, verhandeln, gestalten, tanzen, musizieren, schreiben gemeinsam unsere Zukunft – in einem (auch barrierefrei-) zugänglichen Raum“. Abends treten alle Interessierten dann gemeinsam mit den Gästen der Gesellschaft, namhaften Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Alltag, in einen Dialog – an acht Themenabenden rund um  Zukunftsforschung, Klimawandel, Digitalisierung, Kulturpolitik, Demokratie, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Bildung.

Nur dort, wo Utopien ausgesprochen werden, können sie auch als eine „Einmischung in die eigenen Angelegenheiten“ verstanden werden, beschrieb Max Frisch das Primat der Demokratie: „Als Mittwochs-Gesellschaft bedienen wir uns bewusst der Mittel und Effekte der ortsbezogenen Performance. In ihrer spielerischen Form können die Aktionen an sich bereits zu einer Hinterfragung und Befremdung des scheinbar vertrauten Alltags am Ort des Geschehens beitragen.“ www.theater-3-d.com

(dif/Bild Die Freie Mittwochsgesellschaft)

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