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Restaurant des Monats: Käfer´s Bistro, Kurhausplatz 1

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Von Jan Gorbauch. Fotos Frank Meißner.

Seit fast 25 Jahren ist das Käfer’S Bistro im Kurhaus eine Institution in Wiesbaden. Die großen Gasträume strahlen mit ihrem ganz besonderen Ambiente ein einzigartiges weltäufiges Großstadt-Flair aus. Das Interieur entstammt den Ideen des kürzlich verstorbenen und stets umtriebigen Gerd Käfer, zusammengetragen aus Restaurants und Märkten in ganz Frankreich.  Das Ergebnis gibt ihm recht, dem unverwechselbaren Charme im Brasserie-Stil des alten Paris mit roten Lederbänken, Kronleuchtern und allerlei Fotografien an den holzvertäfelten, dunklen Wänden sowie der beeindruckenden Sammlung übergroßer Parfümflaschen im Salon de Flacons erliegt man schnell. Wenn dann der Schinken von der nostalgischen Schwungradmaschine Scheibe für Scheibe auf die Teller fällt und dazu noch der Pianist am großen Flügel mit zeitlosem Jazz begleitet, ist die rundum filmreife Kulisse perfekt.

Kein Grund zur Hemmschwelle

Dies führt aber auch zu einer gewissen Hemmschwelle, wie Direktor Jochem Joosten zugibt – „dabei wollen wir kein exklusives, elitäres oder gar spießiges Restaurant sein, sondern begrüßen wirklich jeden Gast mit Freude – hier darf gerne auch lauter gelacht werden“. Egal ob Theaterbesucher, Business-Essen oder geselliges Dinner mit Freunden, ob Anzugträger oder legerer Feierabenddress: Schaut man einmal genauer hin, findet man hier ein bunt gemischtes und entspanntes Publikum. Und das findet für jeden Anlass auch den passenden Platz: mitten im Gastraum an einem kleinen oder großen Tisch, an den etwas privateren, hellen Nischenplätzen am Fenster oder an warmen Sommerabenden auch (bis in die Nacht übrigens) auf der großzügigen Terrasse mit Postkartenblick auf Bowling Green, Theater und Kolonnaden.

Kulinarischer Spagat mit moderner Crossover-Küche

Fast seit Anfang an im Käfer’S dabei ist Küchenchef Oliver Haink, der die Ideen des „kulinarischen Vaters“ Gerd Käfer zeitgemäß umsetzt und weiterentwickelt. In der Vielfältigkeit des Publikums und dessen Erwartungen liegt dabei seine tagtägliche Herausforderung. Den daraus resultierenden kulinarischen Spagat meistert er mit seinem Team und einer spannenden Speisekarte mit internationalem Flair hervorragend: Clearwater-Hummer, Carpaccio vom Angus-Rind, schottischer Lachs, irisches Salzwiesenlamm, Taunushirsch oder Thai Entenbrust in Sesam Tempura mit Soja Pak Choi sind nur ein paar Beispiele für die sorgfältig und kreativ zusammengestellte Auswahl der modernen Crossover-Küche.

Erstklassig, aber nicht abgehoben

Herausragende Qualität, erstklassiges Handwerk und perfekt angerichtete Speisen stehen hier natürlich im Vordergrund. Und dennoch erklärt Haink, dass das Käfer’S keineswegs in preislich und kulinarisch abgehobene Sphären der Sternegastronomie vordringen möchte. Ganz im Gegenteil: Klassiker wie die exzellenten Steaks in unterschiedlichen Cuts, original Wiener Schnitzel, Bauernente oder Makkaroni-Hörnchen haben hier genauso ihre Berechtigung und gehören bei vielen Stammgästen zu den absoluten Favoriten. „Ich koche nur, was mir selbst schmeckt – modern, bodenständig, zeitgemäß, gut“, so Haink, „und da ist eigentlich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei“.

Käfer’S Bistro Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden, Montag bis Donnerstag 11:30 – 01:00 Uhr, Freitag und Samstag 11:30 – 02:00 Uhr, Sonntag 11:00 – 01:00 Uhr (11:00-14:30 Uhr Brunch), Telefon 0611/ 536 200, http://gerdkaefer-rolandkuffler.de

Rezept

Makkaroni-Hörnchen à la Oliver Haink

Makkaroni-Hörnchen leicht bissfest ca. 5-6 Minuten kochen und nicht abschrecken. Eschalotten, Frühlingslauch, Kirschtomaten, Babyspinat kurz anziehen und mit Zitronenpfeffer, Meersalz und Chili abschmecken. Etwas Consommé angießen und mit den Nudeln kurz durch die Pfanne schwenken. 80g Rinderfilet von guter Qualität scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und 5 Minuten ruhen lassen. Mit etwas Kalbsjus angießen und auf den Nudeln servieren. Zuletzt noch gehobelten Parmigiano Reggiano und gezupften Rucola über die Nudeln streuen.

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