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sensor-Wochenendfahrplan: Zeh-e Premiere, Akzent-uierte „Revanche“, neue Kunst, Barabend – und Glühwein

Von Selma Unglaube und Samira Schwarz. Fotos Veranstalter.

Mehr Absagen als Ankündigen dominieren derzeit die (Nicht-)Veranstaltungskalender. Kein Wunder bei einer rasant ansteigenden 7-Tage-Inzidenz, für Wiesbaden meldet das RKI heute 1257. Ein bisschen was steht trotzdem drin in unserem sensor-Wochenendfahrplan für euch – und für viel und vorsichtiges Vergnügen. Und: Der Glühwein ist zurück!

///FREITAG///

„The Last Exhibition“ von Georg Schmitt im Popup am Elsässer Platz. Der Wiesbadener Georg Joachim Schmitt beendet sein Künstlerdasein – und zeigt und verkauft seine sämtlichen Werke, die er in den letzten Jahrzehnten geschaffen hat, in den Räumen in der Gneisenaustraße 2 am Elsässer Platz. Radikal. Genial. Wie vieles von seiner vielfältigen Kunst. Die Preisrange reicht von 1,50 Euro bis in fünfstellige Dimensionen. Den ganzen Januar über montags bis freitags 14 bis 20 Uhr und am Wochenende auch mal geöffnet. Einfach vorbeischlendern.

Abklatsch-Ladentag. Gegenüber vom Café Klatsch hat das „Abklatsch“ als „Raum für Kunst, Kultur und Politik“ in der Eltviller Straße 9 eröffnet. Das Abklatsch ist laut Eigenbeschreibung ein Freiraum für alle, die Lust haben sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen, und so eine Kultur des Miteinanders in unserer Stadt zu stärken: „Jetzt wollen wir den kleinen Raum mit Leben füllen, zum Teilhaben einladen und vielseitig nutzbar machen.“  Die erste Ausstellung bestreitet Frederic Ecker, bis zum 4. Februar ist sie jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Glühweinstand vorm Café Klatsch. „Liebe Leudee, Eure Wünsche wurden erhört und wir machen wieder unseren Glühweinstand aka Heiße Hütte auf!“, meldet das Kollektiv aus dem Rheingauviertel: „Es gibt Kashmiri Chai, Roten Glühwein und einen heißen Ingwer-Gin Cocktail genannt WEIGIGI, Yeah!.“ ür Sitzmöglichkeiten & Decken ist draußen auch gesorgt. Freitags & Samstags vun 17 bis 22 Uhr.

„Das Glück zu leben“ im Caligari. Der Dokumentarfilm erzählt von einem besonderen Tanzprojekt, bei dem eine Frau am Ende ihres Lebens gemeinsam mit einer jungen Modern Dance-Ballerina in die Vergangenheit reist. Es sind die 90-jährige Éva Fahidi, eine der wenigen Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz, und die Tänzerin Emese Cuhorka. Die ungarische Regisseurin und Choreographin Réka Szabó hat ein Kunstwerk geschaffen, bei dem Musik, Tanz und das gesprochene Wort miteinander verschmelzen. Um 17.30 Uhr.

Revanche im Akzent Theater. (Foto oben) In den kleinen feinen Theater auf der Rheinstraße spielen Uwe Naumann und Jürgen Knittel in der Inszenierung des Anthony Schaffers-Stücks von Theaterchefin Sigrid Siewor. Heute und Samstag um 20 Uhr, Tickets hier und an der Abendkasse.

„Mann, stress mich nicht“ im Galli Theater. Eine Frauen-WG-Theater-Komödie in der Adelheidstraße. Heute und Samstag 20 Uhr.

Deep House im Amigos Backstage. Gut ausgehen mit guter Musik in der guten alten Nerostraße. 20 bis 1 Uhr.

///SAMSTAG///

„Ali Baba und die 40 Räuber“ im Galli Theater. Märchentheater für die ganze Familie, Ein bezauberndes Märchentheaterstück von Johannes Galli, inspiriert durch die gleichnamige Geschichte aus 1001 Nacht. Samstag und Sonntag 11 Uhr.

Öffentliche Führung im Museum Wiesbaden. Das Museum Wiesbaden zeigt die Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess als dauerhafte Präsentation im Südflügel. Die über 500 Objekte bilden einen Querschnitt durch alle Gattungen des Jugendstils und führen beispielhaft vor, in welcher Qualität und Stilhöhe die Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts auftrat. Um 14 Uhr.

SV Wehen Wiesbaden – VfL Osnabrück in der Brita-Arena. Nach dem wohl verpassten Aufstiegszug empfängt der SVWW am Samstag, 22. Januar, um 14 Uhr den VfL Osnabrück. 1000 Zuschauer:innen dürfen live dabei sein, Tickets gibt es hier. Um 14 Uhr.

„Schneewittchen“ im Galli Theater. Noch ein Märchentheater für die ganze Familie im Galli. Samstag und Sonntag um 16 Uhr.

Ausstellungseröffnung NEU in der SCHAUstelle, Marcobrunner Straße 3. Fünf neue Mitglieder im Berufsverband bildender Künstler*innen stellen vom 22. Januar bis 20. Februar ihre Arbeiten vor. Die Eröffnung findet unter fachkundiger Einführung der Kunsthistorikerin Brigitte Bösken-Grimm, die sich intensiv mit dem Schaffen der neuen BBK-Mitglieder auseinandergesetzt hat, statt. Für Künstler*innen und Kunstinteressierte die Gelegenheit, Sabine Pillwitz-Schaum, Ellen Ribbe, Roman Mikos, Bernd Schneider und Jochen Schnepf kennenzulernen und sich auszutauschen. Alleine die Vielfalt der Ausstellung verspricht ein anregendes Erlebnis. Um 17 Uhr.

„Endlich Tacheles“ im Caligari. Der junge jüdische Berliner Yaar stellt sich die Fragen: Was hat der Holocaust mit mir zu tun? Liegen die Gräueltaten in den Vernichtungslagern nicht schon viel zu lange zurück? Und kann man die Vergangenheit nicht endlich ruhen lassen? Yaar träumt davon Computerspiele zu entwickeln. Mit dem Judentum fühlt er sich nicht verbunden – bis er zu einer Reise aufbricht, die ihm die schmerzliche Geschichte seiner Familie offenbart. Um 17 Uhr.

Rhine River Rhinos Rollstuhl-Basketball im Rhein River Dome/ Sporthalle Klarenthal. Die Rhine River Rhinos treffen im ersten Heimspiel der Rückrunde auf die BG Baskets Hamburg. Hochball ist um 17 Uhr. Infos und Tickets hier, auch einen Livestream der Partie gibt es hier.

Barabend im EXIL. Das EXIL in der Nerostraße ist aus dem Winterschlaf erwacht und startet wieder seine musikalische Talkshow „Immer Samstag. Heute und am 29.1. mit dem Wiesbadener Musikerkollektiv „Freunde ohne Fuchs“. Versprochen wird „freies Spiel und Erprobtes aus Wiesbadens musikalischen Hinterkammern“, die Multiinstrumentalisten Kai, Sinan & Areeg feat. DasMoken spielen an Klavier, Gitarre, Drums, Percussions, Synthie und Gesang allerlei Improvisiertes und Bekanntes je nach Gusto des Augenblicks. Di EXILBAR hat ab 19 Uhr geöffnet, das Programm startet um 20.30 Uhr.

Black Beats im Amgios Backstage. Gut ausgehen mit guter Musik in der guten alten Nerostraße. 20 bis 1 Uhr.

///SONNTAG///

Öffentliche Führung: Alles! 100 Jahre Jawlensky im Museum Wiesbaden. Im Juni 1921 kam der russische Maler Alexej von Jawlensky (1864—1941) erstmals nach Wiesbaden und traf bald darauf die Entscheidung, sich hier niederzulassen. Was in den Jahren bis zu seinem Tod geschah und wie die Sammlung der Werke von Jawlensky bis heute gewachsen ist, ist Thema der großen Jubiläumsausstellung Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden. Um 14 Uhr.

Performance-Auslegung „AUS“ im sam – Stadtmuseum am Markt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erinnern an die Opfer“ wird der Künstler Nicolaus Werner seine Performance-Auslegung namens „AUS“ umsetzen. Nach der Performance ist die Installation eine Woche im Marktkeller zu sehen, bevor sie vom Künstler am letzten Ausstellungstag, 30. Januar, 16 Uhr, vor Zuschauern wieder zurückgebaut wird. Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung. Um 15 Uhr.

Öffentliche Führung: Kristalle — Vom Diamanten bis zum Gips im Museum Wiesbaden. Mineralien bilden unsere Welt und sind meist Millionen von Jahren alt. Auch für Lebewesen sind sie unentbehrlich. Manche lassen sich nur an einem Ort der Welt finden, andere nahezu überall. Mit den Augen, den Händen und mit Experimenten können Kinder und Erwachsene die Welt der Mineralien in der Ausstellung erforschen. Um 15 Uhr.

Offenes Atelier: Funktion von Farbe in Kunst und Natur entdecken — mit Daniel Altzweig im Museum Wiesbaden. Gemeinsam im Museum Schätze entdecken! Im Rahmen einer gemeinsamen aktiven Erkundung der Sammlungen von Kunst und Natur, wird dort gemeinsam gemalt, gezeichnet und mit spannendem Material den Dingen auf den Grund gegangen. Um 15 Uhr.

Premiere: Pinocchio im Velvets Theater. Alles beginnt mit einem Stück Pinienholz, das sich der alte Puppenschnitzer Geppetto aus dem Wald holt. Kaum hat er daraus seine Holzpuppe fertiggestellt, wird sie lebendig und hat sogleich ihren eigenen Kopf: „Essen, Trinken, schlafen und mich vergnügen“ – so stellt Pinocchio sich sein Leben vor. Neugierig und unbedarft zieht er hinaus in die Welt, gerät von einem Dilemma ins nächste. Dabei wünscht er sich doch nichts sehnlicher, als ein richtiger Junge zu werden. Aber das kann er erst, wenn er sich auch wie ein richtiger Junge benimmt: tapfer, ehrlich und selbstlos. Ab 5 Jahre. Um 16 Uhr.

Bayerisches Kammerorchester im Herzog-Friedrich-August-Saal, Friedrichstraße 22. Antonio Rosetti und Johann Matthias Sperger, sowie Wolfgang Amadeus Mozart sind die Komponisten des 4. Orchesterkonzerts der Saison 21/22 der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden. Neben dem selten gespielte Konzert für Viola und Orchester in D von Johann Matthias Sperger und Antonio Rosettis Sinfonie G-Dur Murray A 39 gehört auch Wolfgang Amadeus Mozarts beschwingte Sinfonie A-Dur KV 201 zum Programm des Abends. Jeweils 16 & 18 Uhr.

Orgel-Winterspiele-Eröffnungskonzert in der St. Bonifatius-Kirche. Die XI. Orgel-Winterspiele in St. Bonifatius eröffnet Ignace Michiels aus Brugge. Um 16 Uhr.

„Erinnern an die Opfer“-Konzert mit dem Leon-Gurvitch-Trio auf YouTube. Unter dem Titel „Im Gedenken an die Shoa“ musiziert das Leon-Gurvitch-Trio: Leon Gurvitch (Klavier), Semion Gurevich (Violine) und Elisabeth Kogan (Violoncello). Der aus Weißrussland stammende Komponist und Dirigent Leon Gurvitch war bereits mehrfach mit besonderen Projekten in Wiesbaden zu Gast. „Im Gedenken an die Shoa“ hat Gurvitch auf Einladung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ein Programm zusammengestellt, das sich von Bearbeitungen bekannter Filmmusiken bis zu eigenen Kompositionen spannt. Ab 17 Uhr – wegen der Pandemie-Situation nur als Liveübertragung auf YouTube und hier.

„Corpus Delicti“-Premiere in der Wartburg. 2007 hat die Erfolgsautorin Juli Zeh ein Theaterstück vorgelegt, das damals als eine grelle Dystopie gelesen werden konnte. »Corpus Delicti«, das später auch als Roman ein Bestseller wurde, zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der sämtliche Lebensbereiche nur noch einer Ideologie der Gesundheit und persönlichen Fitness untergeordnet werden. Ein gutes Jahrzehnt später ist aus einem spannenden Science-Fiction-Thriller fast schon Realität geworden … Regisseur Daniel Kunze hat sich mit »Vögel« und Salman Rushdies »Quichotte« in Wiesbaden als Spezialist für zeitgenössische Stoffe etabliert und inszeniert nun erstmals auch in der Wartburg. Um 19.30 Uhr.

„Ab dafür – der satirische Jahresrückblick“ im Theater im Pariser Hof. Satire und Komik, Kommentar und Nonsens über den alltäglichen Wahnsinn: all das ist „Ab dafür!“ Eine rasante Achterbahnfahrt durch die letzten 12 Monate, seit nunmehr 30 Jahren präsentiert vom Kabarettisten, Bestsellerautor und Meister des satirischen Jahresrückblicks Bernd Gieseking. Um 19.30 Uhr

WIR VERSUCHEN, DEN SENSOR-WOCHENENDFAHRPLAN AKTUELL ZU HALTEN – ABER: ANGESICHTS DER AKTUELLEN LAGE EMPFIEHLT ES SICH, GGF. NOCHMAL BEI DEN VERANSTALTERN ZU CHECKEN, OB DAS ANGEKÜNDIGTE WIE GEPLANT STATTFINDET.

SONST NOCH WAS? WEITERE WIESBADEN-WOCHENENDE-TIPPS GERNE HIER ALS KOMMENTAR POSTEN.