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So wohnt Wiesbaden: In aller Ruhe – Sonja Thomas, Blücherstraße, Westend

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Von Selma Unglaube. Fotos Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach/ Sonja Thomas.

Elf Jahre ist es nun her, dass Sonja Thomas mit ihrer Tochter Tabea aus Dreieich nach Wiesbaden gezogen ist und sich in der Wiesbadener Blücherstraße niedergelassen hat. Obwohl Familie Thomas seitdem nie umgezogen ist, so hat sie doch mit einigen Umzügen innerhalb des Wohnhauses für reichlich Tapetenwechsel gesorgt. Ihre jetzige Wohnung bewohnt die Yogalehrerin und Fotografin bereits zum zweiten Mal und „mit Unterbrechungen seit sieben Jahren“, wie sie schmunzelnd hinzufügt. Damit es nicht langweilig wird, haben sich Mutter und Tochter beim erneuten Einzug in die 76 Quadratmeter große, schöne Dreizimmerwohnung für eine andere Raumaufteilung entschieden. So haben sie sich zumindest das Gefühl verschafft, ein neues Domizil zu bewohnen.

Gottheit zum Gruß

Mit Sonja Thomas’ Yoga-Leidenschaft und ihrer Liebe für das Fernöstliche kommen Besucher bereits beim Betreten der Wohnung in Berührung. Im Flur werden Gäste von einer auf der Garderobe thronenden indischen Gottheit en miniature begrüßt. Und auch darüber hinaus gibt es überall in der Wohnung etwas zu bestaunen: Orientalische Parfumfläschchen, Skulpturen indischer Gottheiten, Quarzsteine, hübsch verzierte Döschen und natürlich die farbenfrohen Fotografien der Künstlerin, die in der gesamten Wohnung die Wände verschönern. Von Überladung kann hier allerdings nicht die Rede sein. Im Gegenteil. Die Gastgeberin versteht es, Objekte gekonnt und geschmackvoll zu inszenieren. Ihr Einrichtungsstil ist ein harmonischer Mix aus schlichten, puristischen Möbeln, Antiquitäten und asiatischen Möbeln.

Am liebsten hält sich Familie Thomas in der Küche auf. Das Wohnzimmer wird wenig genutzt, wie die beiden Hausdamen betonen. Das liegt unter anderem wohl daran, dass sie keinen Fernseher besitzen. „Aber wir haben Internet“, fügen beide lachend hinzu. Das Schlafzimmer ist Sonja Thomas’ Lieblingsplatz in der Wohnung. Der helle, gemütliche Raum ist Meditations- und Schlafstätte in einem. Hier macht sie ihre ersten Yogaübungen nach dem Aufstehen, meditiert oder sitzt bei schönem Wetter auf dem Balkon.

„Dann wird eben gegründet“

Im ersten Stock desselben Hauses betreibt Thomas außerdem ihr Yoga Atelier – eine Mischung aus Yogastudio und Fotoatelier, wobei Yoga eindeutig im Mittelpunkt steht. Gegründet hat sie ihre Yogaschule im Mai vor fünf Jahren. Nachdem die Freiberuflerin sich mehr auf Yoga statt auf Fotografie konzentrieren wollte und keine befriedigende Auslastung fand, hat sie sich zur Gründung der Yogaschule entschlossen. „Dann wird eben gegründet, habe ich mir gesagt“, erklärt Thomas ihre Entscheidung von damals. Ihre Liebe zum Yoga hat sie übrigens in der Schwangerschaft in einem entsprechenden Kurs entdeckt. „Das hat mich sofort gepackt“, sagt sie.

Wie schon in der Wohnung, herrscht auch in der Schule harmonische Ordnung. Die Räume strahlen allesamt Ruhe aus. Thomas ist es gelungen, mit wenigen Mitteln eine warme Atmosphäre zu schaffen, in der sich Besucher sofort wohl fühlen. Es ist beinahe ein anderer Kosmos, den man betritt. Ein in seiner ganzen Schlichtheit allerdings sehr einladender, mit wiederkehrenden Elementen in den Farben Orange, Pink und Lila. Außergewöhnlich ist vor allem der „runde“ Raum, der an das Yogazimmer angrenzt, und der mit Ausnahme des antiken Sofas aus grünem Samt und einiger farbiger Elemente komplett in Weiß gehalten ist.

Das Angebot des Yoga Ateliers richtet sich in erster Linie an Frauen in allen Lebensumständen. Seit einiger Zeit finden jedoch unter der Leitung von Stefan Wehner auch Yogakurse für Männer dort statt. Darüberhinaus werden im „runden“ Zimmer Klangmassagen und -abende von Tina Köhler abgehalten. Fazit: Für rundum entspannende Erlebnisse ist hier gesorgt.

www.sonjathomas-yoga.de

 

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