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Staatstheater Wiesbaden spielt weiter: Kapazität auf 900 reduziert – Kulturdezernent hat „dicken Hals“ aufs Land

Der Spielbetrieb im Staatstheater Wiesbaden geht trotz Coronavirus-Ausnahmesituation weiter. Darüber informierte Kulturdezernent Axel Imholz heute Abend den Kulturausschuss. „Es wird eine Reduzierung der Sitzplatzkapazitäten auf 900 geben“, sagte Imholz – und übte scharfe Kritik am Land Hessen.

Das Große Haus des Staatstheaters verfügt über insgesamt 1041 Sitzplätze, das Kleine Haus hat 324 Sitzplätze, das Studio 89 und die Spielstätte Wartburg an der Schwalbacher Straße 154 Plätze (Quelle: Wikipedia). Am 11. März hatte der Geschäftsführende Direktor des Staatstheaters, Bernd Fülle, auf sensor-Anfrage mitgeteilt: „Wir sind gehalten, die Entscheidung unserer Ministerien in Hessen Folge zu leisten. Es ist uns ausdrücklich nicht freigestellt eigene Entscheidungen zu treffen. Bis zur Übermittlung einer anderslautenden Anweisung durch die zuständigen Behörden wird unser Proben- und Spielbetrieb fortgesetzt.“ Heute hatte das Hessische Sozialministerium den Verbot aller Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern erlassen, ausdrücklich ohne Ausnahmen und zunächst gültig bis 10. April.

Für die Umsetzung der Verbote sind die städtischen Gesundheitsämter zuständig. Kulturdezernent Imholz machte heute keinen Hehl daraus, dass er „einen dicken Hals“ wegen der uneinheitlichen Handhabe seitens der Hessischen Landesregierung und der zuständigen Ministerien habe. Während der Spielbetrieb in Wiesbaden weiterläuft, hat das Staatstheater Kassel den Spielbetrieb (im Opernhaus und Schauspielhaus) komplett eingestellt. Wie der Stand der Dinge am Staatstheater Darmstadt sei, wisse er nicht: „Ich war so mit Kopfschütteln beschäftigt, dass ich gar nicht zum Nachschauen kam.“ Die aktuelle Info der dortigen Homepage lautet: „Unsere Vorstellungen am Staatstheater Darmstadt finden bis auf Weiteres wie geplant statt.“

Klares Signal an die Wiesbadener Kulturszene

Auf Initiative des Kulturbeirats beschäftigte sich der Kulturausschuss heute in einem Dringlichkeitsantrag mit den Folgen der Coronakrise für die Wiesbadener Kulturszene. Über das einhellige formulierte  eindeutige Signal der Untersützung werden wir gesondert berichten. (Dirk Fellinghauer/ Foto Karl Forster) 

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