| | Kommentieren

Von Frankfurt nach Frankfurt gelaufen – und gefilmt – „Querfeldein“-Filmpremiere heute im Caligari

Als der erste Corona-Lockdown gelockert wird, macht sich Christoph Schuch für seinen sechsten Kino-Dokumentarfilm auf den Weg nach Osten, um neue Landschaften und Leute zu erleben. Er geht von Frankfurt am Main nach Frankfurt (Oder). Heute feiert der Film im Wiesbadener Caligari-Kino Weltpremiere. In der Reihe Filmstadt Wiesbaden zeigt Christoph Schuch um 20 Uhr erstmals seinen Dokumentarfilm „Querfeldein – von Frankfurt nach Frankfurt“. Der Regisseur und sein Filmteam sind an dem Abend zu Gast.

Die meiste Zeit zu Fuß, auf teils uralten Wegen, entlang vieler Flüsse durchquert er fünf Bundesländer eines Landes, das sich langsam wieder vom Mehltau erholt, der sich durch die Pandemie über Deutschland gelegt hat. Unterwegs trifft er inspirierende Menschen und Orte. Manches, wie der Klimawandel, Monokulturen oder die Wunden des Tagebaus sind unübersehbar, andere Dinge, manchmal auch skurriler Art, erschließen sich erst auf den zweiten Blick.

Zur Idee seines Films sagt Schuch: „Ich hatte verschiedene Ideen für ein neues Filmprojekt im Kopf. Bei allen ging es ums Reisen. Mit der Bahn von Berlin nach Bangkok, es ging um Musikerinnen in Japan und Fotografen in Indonesien. Das waren so die exotischen Ideen. Anderseits faszinierte mich die Vorstellung, einfach hier loszulaufen. Das Arbeitsvorhaben nannte ich TRAILS, also Wege. Das verdichtete sich immer mehr zu der Idee, nicht auf ausgetretenen Pfaden zu gehen, sondern ganz neue Wanderungen zu unternehmen.“

Christoph Schuch studierte Film (Visuelle Kommunikation) an der Universität Kassel und an der Filmhochschule Lissabon. Er ist freier Filmemacher und Dozent im Bereich Film und Fotografie im Rhein Main Gebiet. Seit 1994 produziert er unter dem Label AVANTI-FILM Kultur- und Natur-Dokumentarfilme. Zu seiner Filmografie zählen unter anderem „Der Traum ist aus“ (2001) über die Band „Ton Steine Scherben“, „Self-Made Paradise“ (2007) über fünf finnische Lebenskünstler, die konsequent ihren Individualismus leben, „Butterfly Stories“ (2012) und „Europa – Ein Kontinent als Beute“ (2016) über die zerstörerischen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise 2008 auf Europa. (dif/Foto Christoph Schuch/Avanti Film)

DER TRAILER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.