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Grüne Lunge im Dornröschenschlaf: Das Aukammtal wartet darauf, entdeckt zu werden – 1. Umweltfestival

Von Alica Bergmann. Fotos Nele Prinz.

„Schließe deine Augen … Stelle dir vor, du läufst auf einem verschlungenen Weg durch eine grüne Landschaft. Den Lärm der Stadt lässt du hinter dir und schlenderst immer weiter Richtung Ruhe und Entspannung. Du atmest tief ein, riechst das frische, grüne Gras, schaust in die blühenden Bäume über dir und spürst die wärmenden Sonnenstrahlen auf deinem Gesicht …“ Was soll das hier sein, eine dieser Fantasiereisen vielleicht? Nein, das ist Realität: Genau so ergeht es einem, wenn man durch das geschützte Biotop im Aukammtal spaziert – im Stadtgebiet von Wiesbaden. Zwischen Thermalbad und Apothekergarten erstreckt sich ein wildromantischer, nur durch minimale Eingriffe gestalteter Landschaftspark. Auf schmalen Wegen schlendern Besucher hier an hohem Schilf vorbei, überqueren den Aukammbach auf kleinen Holzbrücken und entdecken eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen. (mehr …)

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“Freue mich über jeden, der mittanzt”: Demo für Tanzkultur von Mainz nach Wiesbaden – und Iran?

Als Jakob Malkmus, Anfang 20, ein Video von einer Frau im Iran sah, die vor einer Moschee im Iran so ausgelassen tanzte, dass sie ihr Kopftuch verlor, und dann, aus Angst vor Repressalien, wegrannte, dachte er: “Wie kann eine Jugend sein, in der man nicht tanzen darf? Ich tue nichts lieber als tanzen.”  Weil er es nicht fassen kann, dass im Iran und manch anderen Orten auf der Welt nicht getanzt werden darf, fasste er den Entschluss, eine Solidaritätsdemo zu organisieren. Und als er weiter dachte, fiel ihm auf: Auch hier bei uns, in Wiesbaden und Mainz, wird das Tanzen, auch wenn es natürlich nicht staatlich verboten ist, immer schwerer. Weil ein Raum nach dem anderen flöten geht. In Mainz zuletzt etwa Planke Nord oder Gebäude 27, in Wiesbaden zum Beispiel Gestüt Renz oder Chopan. Gedacht, gemacht: Nun plant Jakob Malkmus eine getanzte Demo über den Rhein, am 25. August einen “Solidaritätsumzug für mehr Freiräume für Musik und Tanzkultur” vom Mainzer Hauptbahnhof über die Theodor-Heuss-Brücke zum Wiesbadener Schlachthof. (mehr …)

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Hauseigentümer wünscht sich Walhalla-Verein als Mieter in der Nerostraße: “Das passt zu 100 Prozent”

Von Dirk Fellinghauer (Interview & Foto).

Der seit Januar heimatlose Walhalla Theater e.V. wäre absoluter Wunschmieter für den Eigentümer der leerstehenden Räume des geschichtsträchtigen Hauses in der Nerostraße 24. Wo über die letzten Jahre das “Gestüt Renz” und früher unter anderem “Jazz House” und “Wirtshaus” beheimatet waren, tut sich, wie hier berichtet, eine dauerhafte “Walhalla-im-Exil-Perspektive” auf. Im sensor-Interview erklärt der Wiesbadener Unternehmer und Manager Ralph Jerey, warum das “Walhalla im Exil” so gut in sein Haus passen würde. (mehr …)

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Exil-Perspektive Gestüt Renz: Walhalla e.V. hofft auf festes Domizil in der Nerostraße – GOP versetzt Ausschuss

Eine Idee, auf den ersten Blick so überraschend wie auf den zweiten Blick naheliegend und stimmig: Der Walhalla e.V. , seit der plötzlichen Schließung des Walhalla-Gebäudes im Januar heimatlos, möchte das bisherige Gestüt Renz in der Nerostraße als festes Exil-Domizil beziehen und bespielen. Die Pläne stellte Walhalla-Leiterin Sigrid Skoetz gestern im Kulturausschuss vor. Die Ausschussmitglieder waren von der Idee ebenso grundsätzlich angetan wie Kulturdezernent Axel Imholz, wollen aber vor einer Unterstützung der Pläne Fragen des Baurechts und die Zustimmung der Anwohner geklärt haben. In der gleichen Sitzung sollte laut Tagesordnung GOP als einer der zwei Bewerber sein überarbeitetes Konzept für die künftige Nutzung des eigentlichen Walhalla-Gebäudes am Mauritiusplatz vorstellen. Die Varieté-Unternehmer aus Bielefeld versetzten jedoch erneut die Wiesbadener Kulturpolitiker. (mehr …)

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Ran an die Stangen! Calisthenics-Park kraftvoll eröffnet

Der Kulturpark Wiesbaden ist um eine weitere Freizeitaktivität reicher. Auf einer zuvor unscheinbaren Grünfläche wurde eine neue Calisthenics-Anlage gebaut, OB Sven Gerich hat die Anlage offiziell bei bestem Workout-Wetter ihrer Bestimmung übergeben und wagte sich auch selbst an die Stangen. Nach der Eröffnung gab es diverse Workshops für Jedermann und ein Team Challenge. Umrahmt und begleitet wurde der gesamte Einweihungstag durch den Calisthenics Wiesbaden e.V. und die Bar-Lappen. Das sensor-Fotoalbum von der Eröffnung findet ihr hier. (dif/Fotos Dirk Fellinghauer)

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Aus dem Walhalla in den Kulturpark: Calisthenics-Vision wird Wirklichkeit – Heute große Eröffnungsfeier

Es ist soweit: Wiesbaden eröffnet heute seinen ersten Calisthenics Park. Und das muss gebührend gefeiert werden. In den letzten Tagen wurden die Stangen schon fleißig beturnt, heute ab 12 Uhr sind alle eingeladen zum Ausprobieren, Mitfeiern, Zuschauen bei der offiziellen Einweihungsfeier im Kulturpark. Versprochen werden: “- Viele Stangen, an denen ihr euch auspowern könnt, – Kostenlose Workshops für Anfänger, – Ein Wettkampf, – Essen und Getränke, – Berührende Reden, – Tolles Wetter, – harmonische Musik, – das komplette Angebot des Kulturparks.” ESWE Versorgung stellt kostenfreies Wasser, 60/40 und die Naspa spendieren ab 15 Uhr Pizza, so lange Vorrat reicht. OB Sven Gerich hat sich zwischen 12 und 13 Uhr angekündigt und wird den Calisthenics-Park offiziell einweihen. Erstmals öffentlich “erbeten” wurde der Calisthenics-Park übrigens im Oktober 2015 beim “Visionären Frühschoppen” im Walhalla, inklusive Live-Demonstration im Spiegelsaal und unter Anwesenheit und zur Begeisterung des OBs – und kurz drauf im sensor. Mehr zu Calisthenics aus, in und für Wiesbaden: Barlappen, Legendary Workout(dif/Foto Michael Zellmer)

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Aus der (T)raum: Das Kunsthaus soll saniert werden – die ansässigen Künstler verlieren ihre Arbeitsstätten

Von Laura Ehlenberger. Fotos Ivgenia Möbus.

In einem der großen, hellen Atelierräume sitzen sie auf einer alten Sofagarnitur beisammen: fünf Wiesbadener Künstler. Ihre Blicke lassen erahnen, welcher Ungewissheit sie sich in der momentanen Situation zu stellen haben. Seit gut zweieinhalb Jahren verfügt jeder von ihnen über ein eigenes Atelier im Kunsthaus. Mit Leidenschaft eingerichtet, nutzen sie ihre Räume zum Planen, Gestalten und Ausstellen. Nicht mehr lange. Nun sind sie dazu gezwungen, ihren Arbeitsplatz aufzugeben – denn dem in die Jahre gekommenen Gebäude steht eine umfangreiche Sanierung bevor. (mehr …)

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Kommen und Gehen: Neue Restaurants und Geschäfte, Waffel-Fieber und ein sympathischer Abgang

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Von Dirk Fellinghauer. Fotos Dirk Fellinghauer (Fumi) und angegebene Geschäfte/Restaurants.

Es tut sich einiges dieser Tage in der Wiesbadener Geschäfts- und Gastronomiewelt. Komplett neues gastronomisches Leben ist nach gelungener Renovierung im Uhrturm eingekehrt – und eine spannende Kombination: Zu japanischer Küche heißt es „Zum Wohl. Die Pfalz“. Was erst mal überraschend klingt, macht Sinn, wenn man die Hintergründe erfährt. (mehr …)

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Die Stadt radelt: Eine solche Headline für Wiesbaden? Aber ja! Diverse Aktionen bringen uns aufs Rad

Von Dirk Fellinghauer. Foto Josh Schlasius.

Das Meckern über die Zustände für Radfahrer in Wiesbaden ist verständlich und berechtigt, nervt manchmal aber auch irgendwie. Den Zuständen – gerade wurde Wiesbaden erneut zur fahrradfeindlichsten Großstadt im Land gekürt – zum Trotz aufs Rad – das praktizieren Zehntausende Wiesbadener tagtäglich, und dazu gibt es auch immer wieder besondere Anlässe. In den nächsten Wochen ganz besonders viele. Ein Überblick. (mehr …)

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Substanz: Fehlanzeige! Seit fast einem Jahr sitzt die AfD im Stadtparlament. Was sie da macht? Herzlich wenig

Von Falk Sinß. Illustration Jan Pieper.

Die gute Nachricht: Rechtsextreme Äußerungen von Wiesbadener AfD-Politikern sind bislang keine bekannt geworden. Und wenn doch entsprechende Äußerungen an die Öffentlichkeit gelangten, zog die AfD schnell Konsequenzen: Vom angestellten politischen Referenten Klaus-Peter Kaschke trennte man sich, gegen Parteimitglied Aleksej B. wurde ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. Die schlechte Nachricht: Auch in Wiesbaden trägt die AfD, die nach der Kommunalwahl am 6. März 2016 mit elf Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung vertreten ist, wenig zu drängenden kommunalen Problemen bei. Und wenn sie sich dazu äußert, dann in populistischer Art und Weise, wie ein Blick auf die bisher gestellten Anträge zeigt. (mehr …)

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Frischluft-Fitness: Training unter freiem Himmel ist Trend – Wiesbaden bietet einige gute Möglichkeiten

Von Hendrik Jung. Fotos Ivgenia Möbus und Ingmar Marquardt.

„3,2,1 – los geht’s. Letzte Runde und dann Stationswechsel“, weist Marc Körner die fünf Frauen und zwei Männer an, die im Outdoor Gym in den Reisinger Anlagen trainieren. Gerade laufen sie noch durch die Felder einer Koordinationsleiter, hängen in einem Schlingentrainer unter einem Baum oder machen Kniebeugen, während sie eine Kettlebell halten. Nach vier Mal zwanzig Sekunden Belastung und drei kurzen Pausen von zehn Sekunden geht es dann weiter zur nächsten Übung. „Am Ende haben sie zwölf Stationen mit unterschiedlichen Übungen absolviert, die aufeinander abgestimmt sind“, klärt Marc Körner über das Geschehen auf. Seit vier Jahren gehört der 31-jährige zum Trainierteam des Outdoor Gyms in Wiesbaden. Mittlerweile gibt es mit dem Original Bootcamp und Training im Freien weitere Anbieter, die den Trend bedienen. „Man kann ganz viel mit dem eigenen Körpergewicht machen. Die Bewegungen sind sehr natürlich, deshalb ist das Verletzungsrisiko gering“, erläutert der diplomierte Sport- und Fitnesstrainer. (mehr …)