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So wohnt Wiesbaden: Ein Leben im Wohncontainer – 15 Quadratmeter Würde

Von Stefanie Pietzsch. Fotos Kai Pelka.

Was für eine Idylle! Oben am Schloss Freudenberg scheint die Welt in Ordnung: üppiges Grün, friedliche Stille und der weite Blick über das Rheintal. Auch die Bewohner am südöstlichen Ende des Schlossparks wissen diesen beschaulichen Landstrich sehr zu schätzen. Das große Glück für sie ist vor allem, dass sie wieder ein festes Dach über dem Kopf haben. Ihre Freude ist spürbar. Ihr Schicksal, dass sie zu ehemals Wohnungslosen gemacht hat, bitter. (mehr …)

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La vie en WI: Frankreich und Franzosen in unserer Stadt

Von Hendrik Jung. Fotos privat/Denislav Kanev/Hendrik Jung.

In Wiesbaden leben Menschen aus 162 Nationen. Wir schauen uns in loser Folge die Präsenz und das Leben einzelner Nationalitäten in unserer Stadt genauer an. Diesmal – passend zum Gastland der Buchmesse, die am Dienstag Staatspräsident Emmanuel Macron persönlich eröffnen wird – Frankreich.
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Walhalla-Theater zieht in ehemaliges Gestüt Renz – Mietvertrag steht, Start im Januar geplant

UPDATE  07.10., 19 Uhr – Der Walhalla-Verein hat uns auf ein Missverständnis bezüglich unserer Berichterstattung hingewiesen. Der Mietvertrag ist zwar erstellt, aber noch nicht unterschrieben. Wir haben den nachfolgenden Text entsprechend korrigiert und aktualisiert.

 Text & Foto Laura Ehlenberger.

Beim Visionären Frühschoppen im Exil Anfang September in der Skatehalle (Foto) äußerten sich die Beteiligten noch vorsichtig optimistisch. Jetzt scheint besiegelt: Der Walhalla e.V. findet ein “Dauer-Exil-Domizil” in der Nerostraße und bespielt künftig das bisherige Gestüt Renz. “Der Mietvertrag ist erstellt”, erfuhr sensor von der künstlerischen Leiterin des Walhalla-Theaters, Sigrid Skoetz: “Wir eröffnen am 19. Januar”. Kein Geringerer als Kult-Musiker Bernd Begemann soll die neue Spielstätte einweihen. Aber auch für eigene Produktionen gibt es schon Pläne. (mehr …)

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Es bleibt trostlos: BackWerk-Pläne für Café auf Faulbrunnenplatz verzögern sich “auf unbestimmte Zeit”

Es bleibt bis auf weiteres trostlos auf dem Faulbrunnenplatz.  Wie sensor heute erfuhr, wird es vorerst nichts mit dem Vorhaben, dort ein Café – inklusive Belebungs- und “Soziale Kontrolle”-Funktion für den als problematisch geltenden Platz – zu bauen. “Nach interner Rücksprache mit unserer Expansions- und Bauabteilung müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass sich unser Bauvorhaben in Wiesbaden auf unbestimmte Zeit verzögern wird”, teilte der vorgesehene Investor, das SB-Bäcker-Unternehmen BackWerk, heute auf sensor-Nachfrage zum Stand der Dinge mit. (mehr …)

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Obere Webergasse reloaded: Drei junge kreative Köpfe holen Stadtfest zurück in den Kiez – und alle machen mit

Die Initiatoren und Akteure des Straßenfestes Obere Webergasse: (von links) Philipp Schäfer – SCENEDESIGN, Moritz Schäfer – Optato Marketing, Kemal Atmaca – DPC / Mocca – das kleine Café, Andrea Volz – Heske Volz & Cie. GbR, Kerstin Gutzeit (in Blau) – Goodtimes fashion, Claudia Heske – Heske Volz & Cie. GbR, Manuela Schon – Area51-Kiosk, Michael Gediga – City-Bike, Jeanette Liebscher – Shoes in Concepts, Natalie Partschev – Pinch Of Salt Design, Lamek Atmaca – Mocca – das kleine Café, Annkristin Schmied – Lilli & Bubbi, Thu Trieu – Charming Peony Mehmet Sabuncuo, – Area51-Kiosk, Renata Misencikova – Lilli & Bubbi, Funda Atmaca – Mocca – das kleine Café, Holger Schwedler – Wingert-Vinothek. Filiz Atmaca – Friseur Filiz & Team – Nicht auf dem Bild zu sehen: Karl Heinz Lindner – Hauspralinen , Ann-Katrin Fischer – Little Heroes Ltd., , Ebru Süngücü – I&G presents, Gentiana Xhanari – Gentiana, Leander Rubrecht – Kaiser & Cream Art District.

Von Laura Ehlenberger. Foto Moritz Schäfer.

Kleine Lädchen, entspannte Cafés, eine hippe Atmosphäre und jede Menge Flair: Das ist die Obere Webergasse, der verlängerte Arm der Fußgängerzone – und zugleich das „Tor zum Bergkirchenviertel“. Mit diesem Slogan betiteln Philipp Schäfer, 29 Jahre, und seine Freundin Natalie Partschev, 26 Jahre, ihre Straße, die an das berühmt-berüchtigte Ausgehquartier von einst angrenzt. Auch wenn sie damals nicht dabei gewesen waren, so sehnen sie sich nach den Zeiten zurück, in denen Bergkirchenviertel, Nero- und Taunusstraße Feierfreunden jedes Alters ausreichend Möglichkeiten boten. Heute? Sehe das weitaus anders aus! Bars und Kneipen, die gebe es immer noch, aber verteilt auf die Stadt: „Hier legt man schon mal einige Wegstrecken zurück, um abends von der einen in die andere Bar zu kommen“, sagt Partschev. So brodelte es bei dem jungen Paar schon länger im Hinterkopf – und die Frage schien sie zu verfolgen: „Wie können wir etwas bewegen?“ In der Stadt. Für die Stadt. Die Antwort geben sie am 23. September. (mehr …)

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Um Räume für Freiheit freizuräumen: “Solidaritätsdemo” am Samstag (14 Uhr) – Unterstützung gesucht!

„Weil langsam aber stetig in dieser schönen Stadt die kulturellen Freiräume entschwinden.” Die Verdrängung von unkommerziellen und subkulturellen Akteuren, die Kommerzialisierung urbaner Freiräume und Grünflächen, die Überwachung und Privatisierung von öffentlichen Räumen, all das mache die Stadt zunehmend zu einer leblosen Betonwüste. “Dabei sind Räume der Entfaltung, der Lebensfreude und der Zusammenkunft in einem intakten Stadtleben unabdingbar.“ Also seid am Samstag, 16. September, um 14 Uhr, am Mainzer Hauptbahnhof – und mit am Start, wenn sich der Solidaritätsumzug für mehr Freiräume für Musik- und Tanzkultur in Bewegung setzt – vom Mainzer Hauptbahnhof über die Theodor-Heuss-Brücke in Richtung Reduit in Mainz-Kastel … Die kreativen Köpfe von Zirkustechno laden alle ein – mit dem Aufruf: „Äußert eure Meinung – und schreibt uns!“ Überdies suchen die Veranstalter noch Unterstützung in Form von ca. 40 Ordnern: “Diese werden durch eine Armbinde gekennzeichnet und sollen nüchtern mitlaufen.” Außerdem wird kurzfristig noch ein Unimog oder ähnliches samt Fahrer gesucht für den Haupt-Umzugswagen. (leh)

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Für Aufenthalts- und Lebensqualität: PARK(ing) Day verwandelt Parkplätze – Volles Programm am Freitag

Am Freitag, dem 15. September, findet weltweit der zwölfte Aktionstag PARK(ing) Day statt – auch in Wiesbaden. Zum dritten Mal (links ein Bild vom letzten Jahr im Bereich Burgstraße/Wilhelmstraße) ist, initiiert und zusammen mit vielen Partnern organisiert von der “Fahrrad-Botschaft”, auch die hessische Landeshauptstadt Teil dieser “Aktionen für Aufenthalts- und Lebensqualität statt grenzenlosem Autoparken in den Innenstädten”. Die Aktionen werden sich in diesem Jahr in der Blücherstraße, der Westendstraße und am Sedanplatz konzentrieren. Auch die Gastronomen rund um den Sedanplatz beteiligen sich (das komplette Programm siehe unten). Vereine, Initiativen, Unternehmen und Einzelpersonen werden von der Live-Band bis zur Schnippelparty, vom Tischtennis auf dem Parkplatz über Kaffee und Kuchen bis zur Kleidertauschbörse viele Ideen zeigen, wie der Flair einer Innenstadt bereichert werden kann, wenn der öffentliche Raum wieder Lebensraum für alle wird. (mehr …)

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Besuch aus Tokio: Architekt Fumihiko Maki präsentiert erstmals Ideen für Kunstmuseum auf der Wilhelmstraße

Der Architekt Fumihiko Maki kommt nächste Woche nach Wiesbaden. Der 89-Jährige – Begründer und Leiter des nach ihm benannten, weltweit tätigen Architekturbüros in Tokio – wird am 13. September seine Vorplanungen für das geplante Kunstmuseum in der Wilhelmstraße 1 dem Gestaltungsbeirat Wiesbaden vorstellen und somit erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Der Gestaltungsbeirat Wiesbaden kommt am Mittwoch, 13. September, 12.45 Uhr, im Rathaus, Großer Festsaal, Schlossplatz 6, zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung zusammen. Vor der Sitzung werden ab 12.15 Uhr Übersetzungsgeräte gegen ein Pfand ausgegeben, da der letzte Teil der Sitzung teilweise in englischer Sprache stattfinden wird. Bekanntlich plant der Sammler, Mäzen und Unternehmer Reinhard Ernst, den wir hier porträtiert haben, auf der Wilhelmstraße ein privat errichtetes und betriebenes Museum für moderne Kunst zu errichten. Die Mitglieder des Gestaltungsbeirats befassen sich in ihrer Sitzung außerdem mit dem Neubauvorhaben hinter dem Lilien-Carré am Bahnhof in der Klingholzstraße. Weitere Themen sind die Rahmenplanung Schelmengraben, das Bauvorhaben Am Schloßberg 5 in Sonnenberg.  (dif/Foto (c) Maki & Associates)

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GOP macht Rückzieher: Entertainmentunternehmen möchte “zunächst vom Projekt Walhalla Abstand nehmen”

Die GOP Entertainment Group (GOP) informierte aktuell die WVV Wiesbaden Holding GmbH (WVV) darüber, dass sie von dem Projekt „Walhalla Wiesbaden“ zunächst Abstand nehmen möchte. Hintergrund für diese Entscheidung sei, “dass sich GOP in den kommenden zwei bis drei Jahren, neben der Weiterentwicklung der bestehenden Standorte, insbesondere auf neue, artverwandte Betätigungsfelder konzentrieren möchte”, heißt es in der Mitteilung. „Sicherlich verlieren wir mit der GOP einen qualifizierten Bewerber, der an verschiedenen Standorten zeigt, dass sein wechselndes Varieté-Theater in Kombination mit zeitgemäßem gastronomischem Angebot ein breites Publikum anspricht. Wir hoffen mit der europaweiten  Ausschreibung weitere professionelle Akteure für das Objekt zu gewinnen. Die Walhalla ist ein spannendes Gebäude im Herzen der Stadt; wir hoffen auf eine Vielzahl von Interessenten“, so der Geschäftsführer Rainer Emmel. Bekanntlich liegt ein umfassendes, vielfältiges und innovatives Konzept von Akteuren aus Wiesbaden, Hamburg und Berlin vor. Die “Walhalla Studios” hatten sich auf Initiative von Michael Müller als Reaktion auf den “Visionären Frühschoppen”, bei dem SEG-Geschäftsführer Andreas Guntrum gemeinsam mit OB Sven Gerich im Oktober 2016 das Unternehmen GOP als Investor und künftigen Betreiber des Walhalla-Komplexes präsentiert hatte (Foto), formiert. Seit Anfang des Jahres steht der Walhalla-Komplex leer, der Walhalla Theater e.V. ist heimatlos und “im Exil” aktiv. Vor gut einer Woche hatten WVV und SEG überraschend verkündet, dass der Kulturbetrieb des künftigen Walhalla europaweit ausgeschrieben werden müsse. Hintergründe zur Entwicklung des Themas Walhalla hier. (dif)

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3.000.000 EUR: “Lokal”-Haus am Sedanplatz steht wieder zum Verkauf/ 15-EUR-Kaltmiete-Wohnung noch leer

Von Dirk Fellinghauer.

Das Haus Seerobenstraße 2 am Sedanplatz im Westend, in dem nach einem Eigentümerwechsel langjährigen Wohnungsmietern und der im Erdgeschoss ansässigen langjährigen Westend-Institution “Das Lokal” das Leben schwer gemacht wird, steht nach nur einem Jahr schon wieder zum Verkauf. Für 3.000.000 Euro bietet die “Immobilien-Vermittlung” der Wiesbadener Volksbank das Haus als “Kapitalanlage” an. Unter der Immobilien-Nummer 90.4826 wird ein “Wohn- und Geschäftshaus in zentraler Innenstadtlage” angepriesen. Der Verkauf des Hauses und seine Folgen hatten Diskussionen über Gentrifizierungstendenzen in Wiesbadens buntestem – und bisher tendenziell bezahlbaren – Wohnviertel ausgelöst. Das Haus wurde und wird komplett saniert. Die erste fertig gestellte Wohnung, ein ausgebautes Dachgeschoss, wird derzeit auf Immobilienscout für einen Quadratmeterpreis von 15 Euro kalt zur Miete – und damit weit jenseits des Mietspiegels  für Wiesbaden – angeboten. (mehr …)

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Vom Fleischereieinkauf zur kulturellen Brutstätte: Die KREA(tivfabrik) ist seit 15 Jahren eine Oase für Freiraum

Von Tamara Winter. Fotos Kai Pelka.

Eine sichtbar erleuchtete schwarze Krähe auf weißem Grund weist den Weg zur Kreativfabrik. Das Logo auf dem Eingangsschild im Erdgeschoss ist durch einen kleinen Kniff im Rahmen des letzten Design-Updates entstanden. Die Location, in direkter und guter Nachbarschaft zu Schlachthof und Murnau-Filmtheater, hatte sich umgangssprachlich bei Gästen und Mitarbeitern längst als „Krea“ etabliert. Phonetisch liegen die Worte Krea und Krähe sehr nahe beieinander, was sich optisch bestens mit dem Vogel visualisieren ließ. Die Assoziation klappt so gut, dass man sich gelegentlich sogar mit „Krah Krah“ grüßt, wenn man sich auf dem Gelände trifft. (mehr …)

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Einladung zum Mitreden: Stadt startet Online-Beteiligungsplattform “dein.wiesbaden.de”

“Deine Stadt. Deine Meinung. Dein Wiesbaden” … Soeben hat OB Sven Gerich im Rathaus die neue Online-Beteiligungsplattform „dein.wiesbaden.de“ freigeschaltet – “ein neues Angebot für die Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv in die Stadtentwicklung einzubringen, sich zu informieren und ihre Meinung zu äußern”. Anlass und Hintergrund sind die „Wiesbadener Leitlinien für Bürgerbeteiligung“, die nun weiter Fahrt aufnehmen sollen. (mehr …)