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Es muss nicht zwingend GOP sein: Bund-Millionen können auch für alternative Walhalla-Konzepte fließen

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Mit der guten Nachricht, dass der Bund sich mit 2,05 Millionen Euro an der Walhalla-Sanierung beteiligen werde, meldete sich vor einigen Tagen die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Schröder aus Berlin. Auf sensor-Nachfrage erklärte oder zumindest suggerierte die Politikerin,  die Bereitstellung der Gelder sei an die Umsetzung der bisher von der Stadt favorisierten Pläne geknüpft, das Walhalla mit dem Investor GOP Entertainment Group zu einem Varieté umzubauen und von diesem betreiben zu lassen. “Generell wurden die Gelder aber natürlich auf der Grundlage der gemeinsamen Pläne der WVV mit dem Investor GOP zur Revitalisierung der Walhalla als Varieté-Theater bereitgestellt”, beantwortete Schröder unsere entsprechende Frage. Dass die Millionen durchaus auch bei der Umsetzung anderer Sanierungs- und Betreiberkonzepte fließen können, ergab nun unsere Nachfrage bei der Pressestelle der Staatsministerin für Kultur und Medien, die für die Vergabe der Fördergelder zuständig ist.

“Der Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags sieht für den Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unter anderem eine Ermächtigung zur Förderung der Sanierung des Walhalla-Theaters in Wiesbaden vor. Die Förderbedingungen richten sich nach den Vorschriften der Bundeshaushaltsordnung für Zuwendungsbaumaßnahmen und setzen ein entsprechendes Antrags- und Prüfverfahren voraus”, erläutern die im Bundeskanzleramt ansässigen Fachleute: “Erst im Rahmen dieses Verfahrens werden dann auch weitergehende Fragen wie beispielsweise die der zukünftigen Nutzung des Theaters oder des Zuwendungsempfängers zu klären sein.”

Eine Ladung einfacher und deutlicher drückt  den Sachverhalt OB Sven Gerich in einem Kommentar zu einer regen Diskussion zum Thema auf der sensor-Facebook-Seite aus: “Die Mittel sind nicht an GOP gebunden, sondern zur Finanzierung der denkmalgerechten Sanierung vorzusehen”, schreibt er und erklärt zudem an anderer Stelle: “Ich habe eine Diskussion angestoßen, die zum Ziel hat, die Immobilie Walhalla in ihrer Gesamtheit dauerhaft und nachhaltig bespielbar zu machen. Dafür habe ich genau einen Bespielungsvorschlag gemacht. Ein Runder Tisch wird sich nun damit, und weiteren Ideen, beschäftigen. Und am Ende entscheidet nicht der OB, wie es mit der Walhalla weitergeht, sondern die vom Volk gewählten Vertreter in der Stadtverordnetenversammlung.”  (Dirk Fellinghauer/Foto Offert Albers)