| | Kommentare deaktiviert für Georg-Buch-Preis für Lex Hoogstad – Er brachte Tausende Wiesbadener beim “No-Pegida-Spaziergang” auf die Straße

Georg-Buch-Preis für Lex Hoogstad – Er brachte Tausende Wiesbadener beim “No-Pegida-Spaziergang” auf die Straße

lexhoogstad_nopegida_wiesbaden

 

Lex Hoogstad, der im Januar einen “No-Pegida-Spaziergang” initiierte, an dem an die Zehntausend Wiesbadener teilnahmen und eindrucksvoll gegen Hass und Gewalt und für Toleranz, Solidarität und Vielfalt demonstrierten, erhält für dieses Engagement den diesjährigen Georg-Buch-Preis. Dieser Preis wird alle zwei Jahre von der Wiesbadener SPD und ihrer Arbeitsgemeinschaft 60plus zum Andenken an das Wirken des langjährigen Wiesbadener Oberbürgermeisters, Landtagspräsidenten und bedeutenden Sozialdemokraten verliehen und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Mit dem Georg-Buch-Preis, der in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen wird, werden alle zwei Jahre Personen oder Gruppen ausgezeichnet, “die einen gesellschaftlichen Beitrag für die Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt leisten”. Das hat de diesjährige Preisträger eindrucksvoll getan – und tut es bis heute. “Ein Kriterium, das von Lex Hoogstad in vorbildlicher Weise erfüllt wird”, heißt es dann auch in der Mitteilung zur Bekanntgabe des Preisträgers: “Er hatte am 19. Januar 2015 den „No-Pegida-Spaziergang – Für Offenheit, Toleranz, Demokratie und Solidarität: Kein Platz für Hass und Gewalt“ in Wiesbaden initiiert, der 10.000 Menschen gegen rechte Ideologie auf die Straße brachte.” Bis heute betreibt der gebürtige Niederländer Lex Hoogstad mit anhaltendem Engagement die Facebook-Seite “No Pegida Wiesbaden – Demokraten 2015”.

 

georgbuch

In diesem Jahr erinnern die Wiesbadener Sozialdemokraten auch anlässlich des 20. Todestages an Georg Buch, der am 24. September 1903 in Wiesbaden geboren wurde und am 5. August 1995 in seiner Heimatstadt starb. Von 1960 bis 1968 war “Schorsch” Buch Oberbürgermeister von Wiesbaden, von 1966 bis 1974 Präsident des Hessischen Landtags. Seinen Einsatz als Widerstandskämpfer gegen die Nazis bezahlte er mit einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe und späterer KZ-Haft in den Lagern Hinzert und Sachsenhausen.

Zur feierlichen Übergabe des Preises am 12. August um 19 Uhr im Georg-Buch-Haus in der Wellritzstraße 38 sind alle Interessierten eingeladen.

(Text: Dirk Fellinghauer/Archivfotos: Dirk Fellinghauer / Stadtarchiv Wiesbaden)