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Kinder fahren wieder kostenlos: Rückkehr zur Familienmitnahmeregelung in Wiesbadener Bussen

eswe

 

Gute Nachricht für Familien. „Ab dem 1. März werden wir zur alten Familienmitnahmeregelung in den Bussen der Wiesbadener Verkehrsunternehmen zurückkehren. Das heißt, Inhaber von Zeitkarten unseres Tarifgebietes 65 können dann wieder ganztägig alle eigenen Kinder und maximal drei fremde Kinder auf ihre Karte mitnehmen“, teilt Oberbürgermeister Sven Gerich mit, nachdem der Magistrat heute seinem entsprechenden Vorschlag gefolgt ist. Die ESWE Verkehrsgesellschaft wurde beauftragt, die alte Regelung wieder umzusetzen. Ein kleiner Haken an der Sache ist, dass  vorerst die neue Regelung an den Grenzen des Wiesbadener Stadtbusgebietes endet und bei Fahrten zum Beispiel nach Mainz nicht greift.

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember des vergangenen Jahres führte die Anpassung an die Mitnahmeregelung im gesamten RMV-Gebiet zu einer Verschlechterung für Wiesbadener Familien. Kinder können danach nur noch montags bis freitags ab 19 Uhr und am Wochenende mitgenommen werden. „Das wollten und wollen wir so nicht akzeptieren. Neben den auf der Hand liegenden ökologischen Vorteilen der bisherigen Regelung, spielt der familienpolitische Faktor eine ganz entscheidende Rolle; gerade Familien mit mehreren Kindern müssen wo immer es geht finanziell entlastet werden“, betont der Oberbürgermeister. „Natürlich ist eine RMV-weite Harmonisierung erstrebenswert, aber eben im Sinne der Familien. Und deshalb ist es jetzt auch wichtig, dass unsere Wiesbadener Regelung als große Chance einer weitsichtigen Familien- und Sozialpolitik für das gesamte RMV-Gebiet erkannt wird.“

Einsatz für Übernahme im gesamten Verkehrsverbung

Die Wiesbadener Magistratsvertreter in den Aufsichtsräten des Verkehrsverbundes wurden deshalb mit dem Magistratsbeschluss angewiesen, sich in den jeweiligen Aufsichtsgremien für die verbundweite Übernahme der Wiesbadener Mitnahmeregelung einzusetzen. Die Wiesbadener SPD begrüßt die heutige Entscheidung, weist aber auch auf noch bestehende Schwierigkeiten hin.  Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Rathaus, Dennis Volk-Borowksi, bemerkt, dass überall dort Probleme auftauchen könnten, wo Busfahrende etwa eine Zonengrenze überschreiten: „Wenn Kinder über die Stadtgrenze hinaus mitgenommen werden, dann droht ihnen im schlimmsten Fall als „Schwarzfahrer“ aufgegriffen zu werden.“ Damit dies nicht passiert, müssten also die Fahrgäste über die komplizierten Regeln gründlich informiert werden. Auch nach einer Rückkehr zum alten System bleibe noch einiges zu tun. „Zunächst muss die Stadt sich mit den Nachbarn abstimmen, insbesondere mit der Stadt Mainz“, fordert Volk-Borowski. (dif)

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