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Kulturschaffende setzen heute um 20 Uhr gemeinsam #sangundklanglos-Zeichen zu Folgen des Lockdowns

Mit dem Aufruf #sangundklanglos erhebt die Kultur und kulturelle Veranstaltungswirtschaft in Deutschland heute Abend still ihre Stimme. Auf Initiative der Münchner Philharmoniker ist heute eine bundesweite Aktion geplant, um die Aufmerksamkeit von Regierung und Öffentlichkeit für Kulturschaffende zu gewinnen. Motto und Hashtags: #sangundklanglos #alarmstuferot. Auch Wiesbadener Einrichtungen und Künstler werden sich beteiligen.

„Wir müssen unserem Unmut über den Umgang mit Kunst und Kultur Ausdruck verleihen“, heißt es im Aufruf: „Es kommen immer noch keine fürs Überleben ausreichenden Hilfen bei so vielen Menschen der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft an.“ Deshalb rufen die Initiatoren am heutigen Montag, dem 2.11.2020  – dem Tag des Kultur-Lockdowns – dazu auf, um 20 Uhr Videos, Livestreams und Beiträge zu veröffentlichen, die individuell dargestellte Stille zeigen, „Dies immer mit dem einenden Hashtag „#sangundklanglos #alarmstuferot“, in allen verfügbaren Medien und auf allen Kanälen“.

Von den großen Kulturinstitutionen bis zum einzelnen Künstler sind alle „herzlich aufgefordert“, daran teilzunehmen. Orchester werden beispielsweise zum Konzert
auftreten, aber nicht musizieren. Und nach ca. 20 Minuten Stille wieder abtreten. „Seid gerne kreativ. Ob Livestream aus dem Proberaum, Wohnzimmer… oder nur ein Stillleben (Notenständer, Staffelei, unbeschriebenes Blatt, Ballettschuhe…)“, lautet die Idee: „Alles unter dem gemeinsamen Hashtag wirkt“. Je mehr mitmachen, desto lauter wird die Stille.

„Mit dieser Aktion möchten wir und alle weiteren Orchester ein Zeichen der Solidarität an alle freien KünstlerInnen senden. Es geht hier nicht um uns, wir wissen um unseren privilegierten Status“, erklären die Münchener Philharmoniker: “ Wir möchten mit der Aktion darauf hinweisen, dass sich Kunst und Kultur noch immer im ersten Lockdown befinden und schlicht die Existenz von freien KünstlerInnen auf dem Spiel steht. Zusammenhalten und unseren Beitrag leisten, darum geht es uns!“

Künstler und Kulturschaffende aller Genres beteiligen sich an der Aktion unter dem Dach von „Alarmstufe Rot“ und setzen ein Zeichen für freischaffende Künstler, Bühnen- und Backstage-Mitarbeiter und über 1 Million Beschäftige im Veranstaltungswesen: „Diese Aktion soll die Aufmerksamkeit von Regierung und Öffentlichkeit für unsere Not gewinnen.“

Auf der Internetseite alarmstuferot.org gibt es heute eine Social Media Wall, die gemeinsame Projektionswand, auf der die Beiträge aller Teilnehmer gesammelt sichtbar werden, die unter den Hashtags #sangundklanglos #alarmstuferot gepostet, geteilt und veröffentlicht werden.  (dif/Foto Andreas Glöckner/pixabay)

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