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Linke lädt Mende zum öffentlichen Stichwahl-Gespräch – Weitere Wahlempfehlungen offen

Bei der anstehenden OB-Stichwahl am 16. Juni kommt es für Gert-Uwe Mende (SPD) und Eberhard Seidensticker (CDU) zuerst darauf an, ihre eigene Anhängerschaft erneut zu mobilisieren, wählen zu gehen. Genauso müssen sie aber auch ein Augenmerk auf jene haben, die im ersten Wahlgang für eine/n andere/n Kandidatin oder Kandidaten gestimmt haben. Interessant ist dabei, ob es zu offiziellen Wahlempfehlungen der anderen Parteien kommt. Ein erster entscheidender Termin findet diesbezüglich bereits zwei Tage nach der Wahl statt.

SPD-Kandidat Gert-Uwe Mende wird am Dienstag, dem 28. Mai, im Georg-Buch-Haus in der Wellritzstraße ab 20.15 Uhr “die Möglichkeit wahrnehmen, seine Vorstellungen für ein soziales und ökologisches Wiesbaden darzulegen und um die Unterstützung der LINKEN zur Stichwahl zu werben”, teilte die Partei heute mit: “Nach Mendes Ansprache und Rückfragen der Mitglieder werden wir diskutieren, ob wir zur Wahl Mendes aufrufen und dessen Kandidatur unterstützen.” Sollte es dazu kommen, werden die Linken bis zur dann folgenden Pressemitteilung sicher auch mitbekommen haben, dass Gert-Uwe Mende sich, anders als bei der heute versandten, mit t im Gert schreibt und nicht mit d.

Eine große Grundbereitschaft für eine Unterstützung von Gert-Uwe Mende ließ der OB-Kandidat der Linken, Ingo von Seemen, bereits im Vorfeld der Wahl erkennen.  Am Wahlabend selbst gab es schon herzliche Begegnungen zwischen den Beiden (Foto oben), so wie sich überhaupt die Kandidaten und Vertreter unterschiedlicher Parteien am Wahlabend im Rathaus gegenseitig sehr fleißig und meist sehr entspannt gegenseitig besuchten. Der Kandidat der Linken betonte aber auch, dass die Entscheidung über eine Wahlempfehlung bei den Mitgliedern liege.  Mit seinem eigenen Ergebnis von 4,8% zeigte sich von Seemen zufrieden: “Es war richtig, mit sozialen und ökologischen Themen anzutreten und dabei den Wiesbadener Parteienfilz anzuprangern.”

“Grünen-Wähler sind selber groß”

Von anderen Kandidaten, die es nicht in die Stichwahl schafften, gibt es noch keine Wahlempfehlungs-Tendenzen. Grünen-Kandidatin Christiane Hinninger (Foto rechts), die mit 23,4% knapp an der Stichwahl vorbeischlitterte und Eberhard Seidensticker (24,5%) den Vortritt lassen muss, verwies auf sensor-Nachfrage auf das Votum der Mitgliederversammlung, die am 6. Juni tagt, und meinte: “Grünen-Wähler sind selber groß.”

FDP-Kandidat Sebastian Rutten (Foto links), der 10,5% der Stimmen holte, will eine mögliche Wahlempfehlung ebenfalls komplett der Partei überlassen. Er persönlich werde keine Empfehlung abgeben, gab er zu verstehen. (Text/Fotos Dirk Fellinghauer)

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