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Noch fünf Tage: Wen ihr für Wiesbaden in den Bundestag wählen könnt – Direktkandidat:innen im Überblick

Am kommenden Sonntag wird ein neuer Bundestag gewählt. Mit ihrer Erststimme entscheiden Wiesbadener Wahlberechtigte, wer unsere Stadt in Berlin direkt vertreten wird. Foto: Deutscher Bundestag / Axel Hartmann

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Parteien und Kandidierende.

Die Spannung steigt, in den Umfragen herrscht weiterhin Bewegung, das Rennen scheint offen. Am 26. September ist Bundestagswahl. Wiesbaden interessiert sich dabei nicht nur für Laschet, Scholz, Baerbock & Co., sondern auch für Jung, Ruf, Brehm & weitere. Die Genannten sind die drei der vierzehn Wiesbadener Bundestagskandidatinnen und -kandidaten, denen zugetraut wird, tatsächlich das Direktmandat zu erringen. Auch ein sehr spannendes Rennen. Die elf anderen haben keine wirkliche Chance, tatsächlich selbst ein Ticket nach Berlin zu lösen, können im Wahlkampf aber trotzdem persönliche Akzente setzen und Punkte auch für ihre jeweilige Partei sammeln – und natürlich eine Erststimmenoption bieten für alle, die mit den Favoriten nichts anfangen können. Hier lernt ihr (fast) alle ein bisschen näher kennen.

Fun-Fact der Favoriten – Diplombetriebswirtin (FH) Nadine Ruf (SPD) und Jurist Ingmar Jung (CDU) sind nicht nur im gleichen Jahr geboren, 1978, sondern haben auch beide einen Schnapszahl-Geburtstag, sie am 02.02., er am 04.04. Grünen-Kandidatin Uta Brehm, reiht sich diesbezüglich mit ihrem Geburtsjahr ein, die promovierte Soziologin ist am 23. Mai 1988 geboren. 1999 kam der jüngste Wiesbadener Direktkandidat Lukas Haker auf die Welt, laut Eigenaussage „natürlich in Wiesbaden“. Den ältesten Kandidaten schickt klischeegerecht die „AfD“ ins Rennen, Erich Heidkamp wurde gerade 73.

Wir sprechen schon mal die dringende Wahlempfehlung aus: Auf jeden Fall wählen gehen am 26. September! Fast alle Kandidatinnen und Kandidaten  – Yasmin Schulze, Piraten, und Alexander Hartmann, BüSo, haben sich nicht zurückgemeldet –  im Schnelldurchlauf mit persönlichen Infos und Themenschwerpunkten von etwa Klima, Sicherheit, Arbeitsplätze über Wohnen, Gerechtigkeit, Familien, Verkehrswende, Bildung bis zu Mobilität, Kultur, Europa, Corona.

Ingmar Jung – CDU – www.ingmar-jung.de

Geboren am 4.4.1978 in Wiesbaden-Sonnenberg, nach zweitem juristischem Staatsexamen war er von 2007 bis 2010 selbstständiger Rechtsanwalt (2007-2010). Seine politische Laufbahn führte den heutigen Kreisvorsitzenden der CDU Wiesbaden vom Kreisvorsitzenden über den Bezirksvorsitzenden zum Landesvorsitzenden Hessen der Jungen Union (JU), noch als Letzteres wurde er Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (2010-2017). Seit Oktober 2017 vertritt Jung Wiesbaden als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag.

Als persönliche Programmpunkte für die Bundestagswahl nennt er – Mehr Wohnraum bauen statt immer neuer Regeln schaffen, – Sicherheit auch in Zukunft gewährleisten, z.B. durch hohe Polizeipräsenz, – Arbeitsplätze erhalten und Arbeitsplätze schaffen, die Zukunft haben und Zukunft schaffen, – Schuldenbremse strikt einhalten für solide Finanzen auch für kommende Generationen, – Gesundes nachhaltiges Wachstum durch Verbindung von Ökonomie und Ökologie, – Ehrenamt stärken und wertschätzen als fundamentalen Bestandteil unserer Gesellschaft.  Sich selbst attestiert er  „Einfühlungsvermögen, Weitblick und Klarsicht“ und will mit diesen Eigenschaften sein Direktmandat verteidigen.

Nadine Ruf – SPD – https://www.nadine-ruf.de/

Die am 02.02.1978 in Wiesbaden geborene Kommunalpolitikerin absoliverte nach dem Abi am Martin-Niemöller-Oberstufengymnasium 1998 ihr Studium Internationale Betriebswirtschaftslehre an der FH Wiesbaden/Hochschule RheinMain und schloss dieses als Diplombetriebswirtin (FH) ab. Als aktuellen Beruf gibt sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an. In der SPD, der sie seit 1994 angehört, übte sie unterschiedliche Funktionen aus, unter anderem stellvertretende Bezirks- und Landesvorsitzende der Jusos; stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende der SPD Rambach und Mitglied im Unterbezirksvorstand der SPD Wiesbaden. Die verheiratete dreifache Mutter Stadtverordnete in Wiesbaden seit September 2004 (derzeit stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin. Hobbies: „Wenn neben Beruf, Familie und Politik Zeit bleibt, lese ich gerne und backe (sehr zur Freude meines Umfelds).“

Politisch gebacken bekommen will sie im Falle eines Wahlsiegs in Berlin Punkte wie „Gutes Leben – gute Lebensbedingungen“ – „für alle Menschen! Das ist meine Vorstellung von Gerechtigkeit“, die Bedürfnisse der Menschen müssten an erster Stelle stehen, nicht der Profit von Konzernen – „Armut beenden“,  „Familien stark machen“, „Unseren Planeten schützen“.

Dr. Uta Brehm – Bündnis 90/Die Grünen – uta-brehm.deWahlprogramm:https://www.gruene.de/artikel/wahlprogramm-zur-bundestagswahl-2021

Uta Brehm wurde am 23.05.1988 in Friedrichroda geboren. Auf die Schulzeit in Südthüringen folgten Bachelorstudium Sozialwissenschaften in Düsseldorf und Reykjavík, Masterstudium Soziologie in Bamberg und Promotionsstudium in Bamberg, 2017: (Promotion zur Dr. rer. pol. zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Lebensverlauf). Seit 2016 ist Brehm wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden, Forschungsschwerpunkte: sind Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Familienpolitik, Geburtenentscheidungen, Stieffamilien.

Ihre bisherige politische Laufbahn umfasst Landesschülervertreterin für thüringische Gymnasien,  Fachschaftssprecherin und Vorstandsmitglied ihres Graduiertenkollegs, seit 2018 Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Wiesbaden sowie seit 2018 Mitglied des hessischen Parteirats, Mitglied des hessischen Grünen Frauenrats, seit 2019 Mitglied des Grünen Bundesfrauenrats, seit 2021 Mitglied im Ortsbeirat Nordost.

Lucas Schwalbach – FDP –  lucas-schwalbach.de,  www.fdp.de/vielzutun

Geboren 1991 in Wiesbaden, wohnt und lebt Lucas Schwalbach in Dotzheim. Nach dem Abitur an der Diltheyschule studierte er an der Goethe-Universität Jura. Im Anschluss an das Staatsexamen begann erin Frankfurt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Lehrstuhl zu arbeiten und schreibt gleichzeitig an meinem Promotionsprojekt. Seit 2016 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Rathaus Wiesbaden.

Deutschland muss sich nach seiner Überzeugung für einen Neustart aus der Corona-Krise vorbereiten: „Wirtschaft, Klima, Rente und moderne Bildung sind ungelöste Probleme. Ich unterstütze die Freien Demokraten und ihre Ideen für die Zukunft unseres Landes.“

Daniel Winter – Die Linke – https://www.dielinke-wiesbaden.de/wahlen/bundestagswahl-2021/ 

Der 1986 geborene Linken-Direktkandidat absolvierte nach dem Abitur ein  Studium Diplom-Verwaltungswirt (FH) und arbeitet heute als Polizeibeamter bei der Kriminalpolizei Wiesbaden. Mit seiner Ehefrau und zwei Kindern lebt er im Westend. Als Hobbys nennt er Politik, Sport (Triathlon und Fußball), Kultur, gutes Essen und politische Debatte. Politische Schwerpunkte sind für ihn Verkehrspolitik, Sozialpolitik, Innenpolitik.  Sein persönliches Wahlziel beschreibt Winter so: „Wir brauchen einen echten Politikwechsel, den kann es nur mit einer starken Linken geben. Wenn DIE LINKE stärker wird, machen wir unser Land und die Gesellschaft besser, gerechter und ökologischer. Hierfür trete ich zur Bundestagswahl in Wiesbaden an und freue mich aus Wiesbaden ein gutes Ergebnis für Berlin einbringen zu können.“

Andre Wittmann – Freie Wähler – Wahlprogramm Freie Wähler: https://www.freiewaehler-hessen.de/index.php?article_id=919 – 

Der Bundestagskandidat der Freien Wähler wurde am 19. September 1982 in Kassel geboren, ist als Betriebswirt VWA Angestellter der Volkswagen AG in Kassel, seine Aufgaben umfassen interne Kommunikation und Veranstaltungsmanagement. Seine bisherige politische Laufbahn: 2014 Landesschatzmeister junge FREIE WÄHLER Hessen, 2015 Beisitzer im Landesvorstand FREIE Wähler, 2016 Bundestagswahl Landesliste Hessen Platz 4, 2021 Bundestagswahl Landesliste Hessen Platz 6 und Direktkandidat WK 179 Wiesbaden.

Als persönliche Schwerpunkte setzt Wittmann die Themen Wirtschaft, Mobilität und Kultur. So möchte er, aus seinen Erfahrung aus dem Konzern die alternative Mobilität weiterentwickeln und auf die einzelnen Bedarfslagen der Großstadt und des ländlichen Raums eingehen, ohne die individuelle Mobilität des Einzelnen zu beschränken. Im Bereich Wirtschaft setzt er den Fokus auf die Förderung von Familienunternehmen und Mittelstand. Diese gelte es zu bewahren und gegen unvorhersehbare Ereignisse wie die aktuelle Pandemie zu schützen. Dies gelänge nur durch zuverlässige, unbürokratische und vor allem schnell Hilfe.

Die Freien Wähler verzichten in diesem Wahlkampf auf die Plakatierung in Wiesbaden. „Es ist einfach nicht mit den aktuellen Umwelt- und Klimadiskussionen vereinbar, Hunderte Plastikplakate für 4 Wochen im gesamten Stadtgebiet zu verteilen und anschließend diese zu entsorgen“, so Wittmann.

Samater Liban – VOLT –  https://Liban.de

Samater „Sam“ Liban wurde am 18.01.1972 in Wiesbaden geboren, er arbeitet als  Manager für Innovation und digitale Transformation Vertrieb bei der R+V Versicherung. In Wiesbaden besuchte er Hebbelschule, Gutenberg-Gymnasium, Riehlschule, OGW/Ossietzky, seine beruflichen Stationen waren und sind Gallup GmbH, Liban Internet- und Vertriebsberatung (2003-2013), Cheil GmbH (2014-16), selbständiger Berater (2017), The Sun Protocol GmbH (2018), R+V (2019 bis heute). Ausführlicher gibt es Infos, Programme und Positionen auf https://liban.de/hello-world-hallo-wiesbaden

Das VOLT-Wahlprogramm gibt es ausführlich hier, kurz hier, kurz und in leichter Sprache hier.

Lukas Haker – Die PARTEI – https://www.die-partei-hessen.de/, https://www.die-partei.de/btw21/

Direktkandidat Lukas Haker, geboren am 12.6.1999 in Wiesbaden, ist auch Vertreter der  PARTEI, in der Wiesbadener Stadverordnetenversammlung. Seine politische Laufbahn hat er begonnen als Klassensprecher der 9c und nun Kreisvorsitzender der PARTEI in Wiesbaden, „ab der BTW 2021 dann MdB“.

Was Lukas Haker noch sagen will:  „Aus irgendeinem Grund ist das Klimathema plötzlich zu einem weltweiten Thema geworden“ (A. Laschet). Es ist in der Wissenschaft Konsens, dass der Mensch die Hauptursache des gegenwärtigen Klimawandels und des Verlustes von Artenvielfalt ist. Wenn Sie dies leugnen, lesen Sie bitte nicht weiter – wählen Sie uns aber trotzdem. Die PARTEI hat, wie alle anderen Parteien auch, keine konkrete Lösung für die  Mammutaufgaben, Klimawandel und Artensterben zu stoppen. Deshalb haben wir etwas getan, das keine andere Partei bisher getan hat, nämlich externe Expert*innen als Spitzenkandidat*innen aufgestellt, auf die wir diese Aufgabe abwälzen können.

Die PARTEI-Forderungen zur Bundestagswahl 2021 lauten „Mit dem Weltklima neu verhandeln“, „„Kompetenzgruppe Zukunftstechnologien“ gründen unter Leitung von Smudo, „Artensterben ausgleichen“, Interstellare Erkundungsflüge finanzieren“.

Felicitas Klings – Die Humanisten – https://www.diehumanisten.de/ , https://www.diehumanisten.de/wahlen/

„Ich bin 38 Jahre alt und Mutter eines 15-Jährigen“, eröffnet Felicitas Klings ihre Selbstbeschreibung. 2007 machte sie ihr Examen zur Kinderkranken- und Gesundheitspflegerin, seit 2009 arbeitet sie in der häuslichen Pflege, mittlerweile in leitender Funktion als Teamleitung und stellvertretende Pflegedienstleitern. Seit 2017 ist Klings bei der Partei der Humanisten. Im Rahmen einiger Wahlkämpfe wurde sie zunehmend aktiv. 2019 wurde die Wiesbadener Kandidatin erstmals in den hessischen Landesvorstand gewählt, in dem sie seitdem als Beisitzerin tätig ist. „Vor allem die Themen Säkularisierung und Selbstbestimmung beschäftigten mich“, sagt sie zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten, „doch das letzte Jahr hat erneut in aller Deutlichkeit gezeigt, in welchem Bereich es großen Handlungsbedarf gibt: Im Gesunddheitswesen.“ Deshalb kandidiere sie „nicht nur als Humanistin, sondern vor allem auch als Krankenschwester“.

Lucien Peter – LKR

„Ich heiße Lucien Peter, ein Wiesbadener mit politischen Zielen“ – so stellt sich Lucien Peter und verkündet: „Mir geht es um eine sachorientierte Politik, nicht um Tantieme oder Visitenkarten mit meinem Foto.“ Schon früh sei ihm wichtig gewesen, etwas mit Nachdruck und Durchhaltevermögen zu erschaffen, von dem nicht nur der Einzelne, sondern ein großer Teil unserer Gesellschaft profitiert. „Liberal-Konservative Politik bedeutet für mich, dass die Bürger vor staatlichen Übergriffen, staatlicher Bevormundung und unverhältnismäßiger staatlicher Kontrolle geschützt werden“, so Peter. Transparenz und die Beseitigung von sozialem Ungleichgewicht. Bildung, bezahlbarer Wohnraum, Digitalisierung, ein intaktes Gesundheitssystem und Sozial- sowie Familienpolitik lägen ihm besonders am Herzen, „alles im Einklang mit zukunftsorientierter Klimapolitik“. Deshalb habe er sich für ein Studium als Sozialjurist entschieden, um etwas zu bewirken. Er will „aufmerksamer Ansprechpartner sein, der als Sprachrohr und Vertreter des Bürgers oder der Bürgerin auf Augenhöhe tätig wird“. Was ihm auch wichtig ist: „Wir wollen den gläsernen Staat, nicht den gläsernen Bürger.“

Ulrike Fröhlich – Die Basis – https://www.diebasis-wiesbaden.de/direktkandidatin/, www.ulrikefroehlich.com, 

„Als Ärztin steht für mich der Mensch im Mittelpunkt meines ärztlichen und politischen Handelns“, sagt Fröhlich: „Für ihn setze ich meine Expertise heilsam, kompetent und menschlich ein.“ Seit über 20 Jahren arbeitet die dreifache Mutter und zweifache Großmutter als Allgemeinärztin, spezialisiert auf die Homöopathie, in Wiesbaden und verfügt laut Eigenangabe über große klinische Erfahrung. Im Vorstand der Hahnemann Gesellschaft setzt die Kandidatin sich seit 2012 politisch „für die Implementierung der Homöopathie auf
hohem Niveau für alle bezahlbar in unser Gesundheitswesen ein, denn 75% der Bevölkerung wünschen Natur-und Schulmedizin“, meint sie zu wissen.
Hand in Hand im Gesundheitswesen.

Das aktuelle Wahlprogramm sei „ein Programm von allen für alle“. Mit der Methode des „Konsensieren“ entscheide die Partei nicht als Funktionärswesen, sondern basisdemokratisch: „Beim Konsensieren entscheidet sich die Gruppe für den Vorschlag, der die geringsten Widerstände hervorruft.“ Das primäre Wahlziel der Partei ist die sofortige Beendigung der Corona-Maßnahmen und die Wiederherstellung aller Grundrechte – mit drei Ausrufezeichen.

Erich Heidkamp – AfD

Der zur Zeit der Kandidatenkür noch amtierende, inzwischen aber abgelöste AfD-Kreissprecher Dr. Eckhard Müller kommentierte die Nominierung Heidkamps als AfD-Direktkandidat:  „Erich Heidkamp verfügt über umfangreiche Berufserfahrungen in einem international tätigen Industriekonzern, seine Auslandsaufenthalte führten zur Beherrschung mehrerer Sprachen. Zusammen mit seinen Erfahrungen als finanzpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion verfügt er somit über ausgezeichnete Voraussetzungen, um  im Wettbewerb mit den Kandidatinnen und Kandidaten anderer Parteien um das Direktmandat viele Stimmen von Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen. “

Höchste Zeit für Briefwahl

Wer bei der Bundestagswahl noch Briefwahl beantragen will, muss sich jetzt beeilen. Wahlbriefe, die nicht bis Sonntag, 26. September, 18 Uhr, im Wahlamt eingegangen sind, können nicht berücksichtigt werden. Das Risiko, dass der Wahlbrief nicht rechtzeitig eingeht, trägt ausschließlich die Wählerin oder der Wähler. Wer schon im Besitz der Briefwahlunterlagen ist, sollte die Stimmzettel und den Wahlschein so schnell wie möglich ausfüllen und in dem roten Wahlbriefumschlag wieder auf den Postweg zurück senden oder bei der als Absender angegebenen Adresse, Friedrichstraße 16, persönlich einwerfen.

Zwar können Briefwahlunterlagen im Normalfall bis zum Freitag vor der Wahl bis 18 Uhr beantragt werden. Jedoch sollten alle, die für Antragstellung und Abgabe der Briefwahlstimmen den Postweg benutzen müssen oder wollen, die Postlaufzeiten beachten. Wer seinen Antrag beispielsweise erst am Mittwoch, 22. September, zur Post gibt, sollte bedenken, dass der Antrag frühestens am Donnerstag, möglicherweise erst am Freitag, 24. September, das Wahlamt erreicht. Wenn der Antrag dort noch am Freitag bearbeitet wird, wird die postalische Zustellung der Briefwahlunterlagen im günstigsten Fall am Samstag vor der Wahl erfolgen.

In solchen Fällen sollte man seinen Wahlbrief selbst oder durch einen Boten beim Wahlamt, Friedrichstraße 16, abgeben oder einwerfen. Diese Möglichkeit sollte auch genutzt werden, wenn jemand plötzlich so schwer erkrankt, dass das Wahllokal nicht aufgesucht werden kann. Dann können Briefwahlunterlagen auch noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr beantragt werden.

Wegen der Kürze der noch verbleibenden Zeit, wird der Online-Briefwahlantrag ab Mittwoch, 22. September, 15.30 Uhr, vom Netz genommen.

Sollten Briefwahlunterlagen vom Wahlamt bereits ausgestellt und verschickt worden sein, doch die Wahlberechtigte oder den Wahlberechtigten nicht erreicht haben, können Ersatzunterlagen ausgestellt werden. Der nicht angekommene Wahlschein wird dann für ungültig erklärt, damit keine dritte Person damit wählen kann. Für diese Fälle ist das Wahlamt auch noch am Samstag, 25. September, von 10 bis 12 Uhr, ausschließlich in der Friedrichstraße 16 geöffnet.

Noch mehr Input und Infos:

Das Triell der Wiesbadener Favoriten – Ingmar Jung / CDU, Nadine Ruf / SPD, Dr. Uta Brehm / Grüne – komplettes Video hier zu sehen.

„Duell der Progressiven“ – Direktkandidatin Felicitas Klings / Die Humanisten und Samater Liban /Volt – komplettes Video hier zu sehen.

 

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