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thalhaus meldet sich zurück – 72 Vorstellungen im prall gefüllten Programm

Covid-19-bedingt ging das thalhaus  schon Mitte März in die Sommerpause und konnte nicht wie sonst für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenevents vermietet werden. Stattdesssen wurde die Zeit dafür genutzt, die Räume zu renovieren und auf Hochglanz zu bringen. Ganz überraschend zog dennoch wieder Leben ein: Das Standesamt Wiesbaden verlegte den Trauort „Altes Rathaus“ ins thalhaus, wodurch die Standesbeamten jetzt Hochzeitsgesellschaften mit knapp über 20 Besuchern empfangen können. Über 60 glückliche Paare gaben sich durch diese Kooperation bereits das Ja-Wort im festlich geschmückten Theatersaal. Nun nimmt das thalhaus auch den Spielbetrieb endlich wieder auf.

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Wiesbaden Biennale will be back! Aber wann und wie? Das bleibt noch ein Geheimnis!

Die Fragen häufen sich: Was ist eigentlich in diesem Jahr mit der Wiesbaden Biennale? Mit dem Theater- und Kunstfestival also, das vor zwei Jahren die Stadt aufgemischt und befeuert hat und von der viele, die sie erlebt haben, bis heute schwärmen, und nach der viele, die dabei waren, sich bis heute sehnen. Soeben erreichte uns ein knappes, so nichts- wie vielsagendes Statement aus dem Staatstheater: „Die WIESBADEN BIENNALE wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt im klassischen Zehn-Tages-Rhythmus stattfinden. Aber das Jahr ist noch lang und da die Biennale für unerwartete Überraschungen bekannt ist, kann man davon ausgehen, dass sie sich in absehbarer Zeit zurückmelden wird!“ Wir sind gespannt. Und erwartungsfroh. Fest steht, dass die kommende Wiesbaden Biennale, nach dem tragischen Tod von Maria Magdalena Ludewig, nun von Martin Hammer, der bei den letzten beiden Ausgaben mit Ludewig ein furioses Kuratoren-Duo gebildet hatte, alleine kuratiert werden wird. (dif)

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Mysteriöses „Kulturschatz“-Grab auf dem Sedanplatz – Spekulationen und Ermittlungen in alle Richtungen

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Ein über Nacht errichtetes „Grab“ auf dem Sedanplatz  gibt Rätsel auf. Mitten auf dem zentralen Platz im Wiesbadener Westend befindet sich seit heute ein Kreuz mit der Aufschrift „Kulturschatz“ auf einem realistisch erscheinenden Grab mit frisch gepflanzten Blumen, Grablicht und Absperrband. Zu der Urheberschaft und den Hintergründen der Aktion gibt es noch keine Informationen, nur Spekulationen. (mehr …)

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sensor-Wochenendfahrplan: Nichts für Weicheier, aber jede Menge für Erlebnishungrige – und für Visionäre

Von Selma Unglaube und Maximilian Wegener. Fotos Veranstalter.

Der Herbst ist unbestreitbar da und meldet sich mit einem nasskalten Gruß . Das ist aber noch lange kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen (da würde sie auch nur nass), denn dieses Wochenende gibt es genug gute Gründe, sich mit Schirm oder Regenjacke zu bewaffnen und dem Wettergott die Stirn zu bieten – vor allem – aber bei weitem nicht nur – das Wiesbadener Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag, Herbstmarkt und dem beliebten Singfest „Wiesbaden singt“. Passend dazu soll sich am Samstag dann auch die Sonne wieder zeigen. Dieses Wiesbaden-Wochenende bietet vieles, aber eines ganz gewiss nicht: Anlass, zuhause zu bleiben. (mehr …)

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Gastspiel als Stadtgespräch: Spannung vor „The Scarlet Letter“ – sensor präsentiert Maifestspiele-Extremereignis

Man hat das Gefühl, es ist schon Stadtgespräch, bevor es über die Bühne gegangen ist. Immer wieder hört man dieser Tage an ganz unterschiedlichen Orten, wie über „das Stück“ gesprochen wird, darüber, wie es wohl wird, wie provozierend, wie extrem, wie einzigartig … Von lauter nackten Männern auf der Bühne ist die Rede, von Gewalt, von Vergleichen mit Marina Abramovic. „Das“ Stück, das die Menschen schon im Vorfeld beunruhigt, verunsichert – und neugierig macht – heißt „The Scarlet Letter“ und wird im Rahmen der Maifestspiele am Dienstag, dem 21. Mai, im Großen Haus des Staatstheaters zu erleben sein – als Deutschlandpremiere, präsentiert von sensor. (mehr …)

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Maifestspiele erkunden „Die Stille dazwischen“ – Vorverkauf ab heute – sensor präsentiert Extremgastspiel

sensor präsentiert bei den Maifestspielen die extreme Performance „The Scarlet Letter von Angélica Liddell. Foto: Bruno Simao

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Bruno Simao.

Manches wird gefällig, anderes radikal: Vom 30. April bis 31. Mai  finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen, das nun vorgestellt wurde, rückt in diesem Jahr unter dem Motto „Die Stille dazwischen“  Mozart in den Mittelpunkt. Aber natürlich geht das Programm weit über diesen Komponisten, dem auch ein 24-Stunden-Programm gewidmet wird, hinaus. Alle Sparten der Darstellenden Kunst sind bei den Festspielen vertreten. Der Vorverkauf für die begehrten Tickets startet heute um 15.30 Uhr. sensor präsentiert das wohl extremste Gastspiel des Festivals. (mehr …)

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Da isser wieder: Februar-sensor draußen

„Wann kommt der neue sensor? Die Leute rennen uns schon die Bude ein“, fragte und meldete neulich eine Mitarbeiterin der Wiesbadener Tourist Info am Dernschen Gelände – einer von rund 1.000 Auslagestellen in der Stadt für die 20.500 gratis verteilten sensor-Exemplare. Jetzt ist es soweit, das Warten hat ein Ende: Der neue sensor ist da, nach der Winter-Doppelausgabe Dezember/Januar ist es der erste des neuen Jahres. Die Verteilung hat begonnen und läuft bis spätestens 1. Februar. In der Titelgeschichte zoomen wir auf „Rumän(i)en in Wiesbaden“ und damit auf  die am schnellsten wachsende ausländische Community unserer Stadt. Weitere Themen sind Kids als (Schlachthof-)Konzertgänger, ÖPNV-Jobticket, Crowdfunding-Chancen für die freie Kultur- und Kunstszene und auch einiges zum Thema „Helau“. Im 2×5-Interview haben wir Matthias Röhrig, den Leiter der Obdachlosen-Einrichtung „Teestube“, befragt, außerdem verabschieden wir uns, so traurig wie dankbar, von der völlig überraschend tragisch verstorbenen Wiesbaden Biennale-Chefin Maria Magdalena Ludewig.  Und ansonsten bringt euch der neue sensor das, was euch jeder sensor bringt: Jede Menge Infos, Tipps und Inspirationen für das ganz und gar nicht langweilige Leben in unserer Stadt. Viel zu lesen also für euch und – schon gehört? – „sensor“ könnt ihr jetzt auch hören: Vor wenigen Tagen ist der sensor-Podcast „Tresentalk – direkt vom Barhocker im Walhalla im EXIL“ an den Start gegangen. Lauscht doch mal rein. (dif/Cover-Illustration Christian Weiß/ Designwut)

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Das große 2×5 (+1)-Interview: Erdoğan-Statue, Eintagsfliege mit Langzeitwirkung

Interview und Foto: Dirk Fellinghauer

BERUF

Sie haben Wiesbaden mit Ihrem reichlich überraschenden Auftauchen auf dem Platz der deutschen Einheit ganz schön aufgemischt. Schlechtes Gewissen?

Nein, überhaupt nicht. Warum auch? Vor allem habe ich Wiesbaden und Wiesbadener miteinander ins Gespräch gebracht. Menschen mit Wurzeln in unterschiedlichsten Ländern, mit teilweise komplett konträren Ansichten, Kurden und Erdoğan-Fans, Schüler und Jugendliche und Rentner, Intellektuelle und sogenannte „einfache Leute“. Alle strömten herbei, viele von ihnen sprachen und stritten miteinander, mitten auf einem Platz in der Stadt, von Angesicht zu Angesicht, voller Temperament und Emotionen, ungefiltert und unmoderiert. So etwas war früher eigentlich selbstverständlich, heute kommt es kaum noch vor, höchstens hinter Bildschirmen und Tastatur versteckt in den Sozialen Medien. Und ganz nebenbei: Wiesbaden bundesweit in den Schlagzeilen, in Funk und Fernsehen und in der Weltpresse, von Washington Post bis New York Times – das hätte die Stadt ohne meinen Besuch wohl kaum geschafft. (mehr …)

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„Absurd, infam, unwahr“ – Staatstheater-Intendant weist Attacken zur Erdogan-Statue zurück

Von Dirk Fellinghauer. Fotos Dirk Fellinghauer, Leonard Laurig.

Nicht nur auf dem Platz der deutschen Einheit  hat die im Rahmen der Wiesbaden Biennale aufgestellte und nach nur gut 24 Stunden auf Veranlassung der Stadt wieder abgebaute Erdogan-Statue für heftige Reaktionen gesorgt. Ebenso wird in der Kulturszene selbst – auch nach dem Abschluss der Biennale, die insgesamt knapp 50.000 Besucher angelockt hat (inklusive der Supermarkt-Besucher im Theaterfoyer) –  diskutiert. Und mit harten verbalen Bandagen gestritten. In einem ausführlichen persönlichen Kommentar attackiert nun Margarethe Goldmann, frühere Wiesbadener Kulturdezernentin und Sprecherin des „AK Stadtkultur“, die Aktion und die Verantwortlichen. Sie stellt darin der Skulptur jedwede Diskursfunktion in Abrede, ebenso hier lebenden türkischstämmigen Menschen die Kenntnis über und die Teilhabe an Kultur und Kunst. Schließlich spricht sie Deutschen ernstzunehmende Kontakt zu Türken ab („Wer hat schon türkische Freunde?“). Und sie erhebt schwere Vorwürfe in Richtung Staatstheater. Die Antwort des Intendanten Uwe Eric Laufenberg ließ nicht lange auf sich warten. sensor veröffentlicht Goldmanns auch an die Presse und die kulturpolitischen Sprecher der Rathaus-Fraktionen verschickten Text, den diese ausdrücklich als persönliches Statement formuliert hat, und, mit seinem Einverständnis, die Replik des Intendanten im Wortlaut.

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sensor enthüllt: Das ist der Künstler, der die umstrittene Erdogan-Statue in Wiesbaden errichtet hat

Von Dirk Fellinghauer (Text und Foto).

Viel wurde und wird über die Anfang der Woche in Wiesbaden überraschend aufgebaute und überstürzt wieder abgebaute überlebensgroße Erdogan-Statue diskutiert – und spekuliert. Der Künstler wolle anonym bleiben, seine Identität tue eigentlich gar nicht zur Sache, wimmeln die  Wiesbaden Biennale-Leiter Maria Magdalena Ludewig und Martin Hammer konsequent alle Anfragen ab. Sie selbst gerieten in den „Verdacht“, das Kunstwerk geschaffen zu haben, ebenso im Rennen  war für manche „Experten“ Staatstheater-Intendant Uwe-Eric Laufenberg. Nun hat sensor herausgefunden, wer tatsächlich der Künstler ist. (mehr …)

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sensor-Wochenendfahrplan: Blicke zurück nach vorn – Festivals enden, Spielzeiten starten

Text Kaspar Lauck/ Dirk Fellinghauer. Fotos Veranstalter. 

Wiesbaden weltweit in den Medien, das hat in dieser Woche das überraschende Kommen und überstürzte (!) Gehen eines besonderen Überraschungsgastes der Wiesbaden Biennale geschafft. Was ihr sicher nicht schaffen werdet – diesen knallprallen sensor-Wochenendfahrplan komplett „abzuarbeiten“. Nehmt mit, was geht! Manchmal sind Dinge ganz schnell wieder vorbei … (mehr …)

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4-Meter-„Erdogan“ in Wiesbaden erregt die Gemüter – und wurde nun vorzeitig wieder abgebaut

Von Dirk Fellinghauer (Text und Fotos).

Schon seit der Eröffnung am letzten Donnerstag sorgt die Wiesbaden Biennale auf vielfältigste Weise mächtig für Gesprächs- und Diskussionsstoff in unserer Stadt. Ein echter Supermarkt im Staatstheater-Foyer, ein Autokino auf der Theaterbühne, dazu natürlich jede Menge Theaterstücke, Performances und Kunstaktionen. All das Bisherige war aber noch gar nichts gegen das, was seit gestern Abend „los“ ist – seit eine 4 Meter hohe, 2 Tonnen schwere Statue des türkischen Präsidenten Erdogan auf dem Platz der deutschen Einheit aufgestellt wurde, geschaffen von einem namentlich nicht „enthüllten“ Künstler aus der Schweiz. Seinem Kunstwerk war nur ein kurzer Aufenthalt in der Kurstadt vergönnt. Am späten Dienstagabend wurde die Skulptur, die eigentlich bis zum Sonntag stehen sollte, bereits wieder abgebaut. (mehr …)