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sensor-Wochenendfahrplan: B3-Startschuss, Westend-Zirkus, Film und Feierei

Auch Wiesbaden ist präsent bei der B3 Biennale, die – präsentiert von sensor – heute startet und bis zum 24. Oktober hybrid Spannendes rund um das bewegte Bild präsentiert. Die Hochschule RheinMain-AbsolventInnen (von links) Monica Braun (Fickfackerei), Julian Gerchow und Jennifer Kolbe zeigen ihre Arbeiten beim Talent Forum in leerstehenden Ladengräumen des Frankfurter My Zeil-Shoppingcenter. Foto: Dirk Fellinghauer

Von Annika Posth und Selma Unglaube. Fotos: Veranstalter.

Es soll ein zumindest streckenweise schönes Wochenende werden, verspricht der Blick auf die „Wetterkarte“. Dass es ein spannendes, abwechslungsreiches, unterhaltsames Wochenende wird, verspricht der Blick in den sensor-Wochenendfahrplan.

///FREITAG///

Aktionstag: Nisthilfen für Vögel. Heute findet im Umweltladen der Aktionstag „Nisthilfen für Vögel“, statt, an dem kostenfrei 200 Nisthilfen abgegeben werden. Diese Aktion wurde durch den Zusatzgewinn für ein Umweltprojekt der Umweltlotterie GENAU ermöglicht, für das sich die Gewinner der Ziehung entschieden haben. Bis das Kontingent aufgebraucht ist, können sich Interessierte Wiesbadener danach pro Haushalt eine Nisthilfe im Umweltladen abholen, um sie in ihrem Garten oder auf dem Balkon aufzuhängen. Ab 10 Uhr.

Manege frei im Westend: Zirkusvorstellung von Kindern für Kinder. Eine Woche lang herrschte entlang der Wellritzstraße buntes Zirkustreiben. Kinder im Alter von 8-14 Jahren durften Zirkusluft schnuppern. Von Jongalge über Akrobatik bis hin zur Feuerkunst war alles dabei. Zum Abschluss zeigen die Kinder ihre erlernten Kunststücke vor Publikum. Heute um 15 Uhr und Samstag um 11 Uhr auf dem SEDANPLATZ. (Foto Flambolé) /

OpenOffice digital bei Seibert Media – Mitarbeiter*innen und das Büro persönlich kennen lernen, Fragen stellen. Normalerweise öffnet Seibert Media jeden dritten Freitag im Monat von 16 Uhr bis ca. 18 Uhr sein Büro zum OpenOffice, aktuell findet die Kennenlernrunde nur digital statt. Keine Voranmeldung und ganz ungezwungen. Um 16 Uhr.

Herr Mo im Caligari. Herr Mo hat nicht mehr lange zu leben. Doch der Mann verbirgt die Krankheit vor seiner Umwelt und nutzt die noch verbleibende Zeit lieber, um sich wieder seinem Sohn Stephen, einem angehenden Filmemacher, anzunähern. Beide hatten lange keinen Kontakt mehr miteinander. Und dann verfällt Herr Mo auch noch auf die Idee, dass sein Sohn und dessen Freundin Ye-Won einen Kurzfilm mit ihm in der Hauptrolle drehen könnten. Ein Stummfilm in der Art von Charlie Chaplin soll es werden, und der Dreh könnte mit einer gemeinsamen Reise verbunden sein. Doch schnell verkompliziert sich die Angelegenheit. Um 17.30 Uhr.

Online-Eröffnungsgala der B3 Biennale des bewegten Films. Bei der Eröffnungsgala der von sensor präsentierten B3 Biennale werden die diesjährigen B3 BEN Preisträger:innen Oliver Stone und Hito Steyerl geehrt sowie der B3 Eröffnungsfilm Queen of Glory (USA 2021) von Nana Mensah gezeigt. Moderatorin Bärbel Schäfer führt durch den Abend, Archive-Sänger Craig Walker begleitet die Gala unplugged. Um 19 Uhr. Die B3 Biennale bringt bis zum 24. Oktober in einer Hybridausgabe alle Interessierten auf den neuesten Stand des Bewegtbilds – www.b3biennale.de

Lesung: „Stoppt Femizide“. Die Autor*in Judith Götz liest aus ihrem Buch “Frauen*rechte und Frauen*hass, Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt”. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Phänomen von Antifeminismus und Frauenhass. Im anschließenden von Kim Engels moderierten Gespräch können Fragen aus dem Publikum diskutiert werden. Die Veranstaltung wird auf dem YouTube-Kanal des frauen museum wiesbaden gestreamt. Um 19 Uhr.

Filme im Schloss: Promising Young Woman (Originalversion mit deutschen Untertiteln). Mit ihrem Regiedebüt betritt die britische Schauspielerin Emerald Fennell kontroverses Terrain. Ihr Film Promising Young Woman ist ein Rachefeldzug gegen übergriffige Männer – konsequent, stilsicher und radikal. Das preisgekrönte Drehbuch entwickelt seine raffinierte Geschichte zu jeder Zeit nachvollziehbar, bis hin zum radikalen und konsequenten Ende. Das Herzstück der Erzählung ist Cassie, die Carey Mulligan mit kompromissloser Hingabe spielt – lasziv, unschuldig, entschlossen, wütend und verletzlich. Ausgezeichnet mit dem Oscar für Originaldrehbuch und mit fünf Oscar-Nominierungen (u.a. für Bester Film und Regie, Hauptdarstellerin Carey Mulligan); BAFTA Award (Preis der Britischen Filmakademie) für den Besten britischen Film. Um 19.30 Uhr.

Kästner „Gebrauchsgedichte. Monolog mit verteilten Rollen“ in der Kulturwerkstatt Godot. Den Leiden des Alltags setzte Erich Kästner eine Sammlung von „Gebrauchsgedichten“ entgegen. Isabelle Stolzenburg und Jonathan Roth von Theater 3D bringen diese Texte in einer szenischen Collage auf die Bühne. Karten unter info@theater-3-d.com. Um 19.30 Uhr.

Vino Veritas – Englischsprachige dunkle Komödie – Kulturtage Westend 2021. Englischsprachige dunkle Komödie von David MacGregor mit Audience Talk Back. Es ist Halloween-Nacht, aber alle lassen ihre Masken fallen. Als zwei Paare zusammen einen seltsamen blauen peruanischen Wein trinken, wird der Abend ereignisreich, als sich ihre Traditionen und ihre Beziehungen zueinander zu entwirren beginnen. Wird die Wahrheit sie befreien, oder ist es eine weitere Falle, um zu entkommen? Tickets unter www.wiesbaden-performing-arts-center.org. Heute und Samstag jeweils um 19.30 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr.

Foto: Stefan Maria Rother

„Deutschland einig Katerland – 30 Jahre Besuch von drüben“ – Nils Heinrich im Theater im Pariser Hof. Alle sind sich einig: die Ossis sind vor 30 Jahren über den Tisch gezogen worden. Grenzenlos naiv, geknebelt mit Bananen, narkotisiert von David Hasselhoff. Die Wiedervereinigung war in Wirklichkeit eine hinterlistige Übernahme, eine Einverleibung, die nie richtig aufgearbeitet wurde. Und jetzt, drei Jahrzehnte später, hat das ganze Land Kopfschmerzen. Das ist die eine Erzählung. Die ganz andere, bisher nicht erzählte und absolut wahre Geschichte der Nachwendezeit liefert Nils Heinrich. Um 19.30 Uhr.

„Unkraut vergeht nicht“ – Musikkabarett mit Robert Kreis im Thalhaus. Wenn es durch eine Dürre wie der Pandemie so richtig „dicke“ kommt, braucht man eine gehörige Portion Humor, die wie ein Platzregen alles wieder grünen und wachsen lässt. So serviert Robert Kreis Juwelen der Weimarer Unterhaltung und spannt dabei mit verblüffender Leichtigkeit einen unterhaltsamen Bogen zwischen Gestern und Heute. Am Freitag und Samstag um jeweils 20 Uhr.

Livekonzert in der Krea. BABY OF THE BUNCH aus Leipzig existiert seit 2015 als reine Frauenband und spielt hervorragenden fuzzigen Indierock. Der Support hat heute die denkbar kürzeste Anreise, denn ALIEN BOTOX müssen aus ihrem Proberaum nur 1x rechts, 2x links und noch mal rechts abbiegen, bis sie aus unserem Proberaumtrakt auf unserer Bühen stehen. Zudem ist es auch noch die Krea-Prämiere des Grunge Rock-Trios. Um 20 Uhr.

Heaven Reopening. Das „Heaven“ am Sedanplatz meldet sich endlich aus der Corona-Zwangspause zurück. An diesem Freitag, 15. Oktober, öffnet Linda Zimmermann um  19 Uhr wieder die Türen zur Bar – und dann auch gleich zum „Schwarzen Salon“. In diesem steigt eine „Re-Opening Party“ ab 22 bis 4 Uhr morgens mit den DJs Tante Kante und Paul Massow. Die Türen öffnen sich aber schon um 19 Uhr.

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull im Caligari. Verfilmung des populären Romans von Thomas Mann. Schon von klein auf hat es sich Felix Krull zur Aufgabe gemacht, mittels Rollenspielen und Verwandlungen, in immer neue Identitäten zu schlüpfen. Als er die Gelegenheit erhält, in einem Pariser Luxushotel als Liftboy zu arbeiten, zögert er nicht lange, sein altes Leben in einem gutbürgerlichen Haushalt hinter sich zu lassen. Im Hotel kommt ihm seine Anpassungsgabe zugute, und er steigt in rasender Geschwindigkeit zum Oberkellner auf. Vor allem die weiblichen Gäste bekommen nicht genug von ihm. Heute um 20 Uhr und Sonntag um 17 Uhr.

Belladonna. Als Künstlerin groß rauskommen und die Bühnen der Welt erobern! Das ist auch der Traum der jungen Schauspielanwärterin Josefine Fischrüb. In einem facettenreichen Verwandlungsspiel geht Josefine der Frage nach, ob man auch zu Hause Schauspiel lernen kann. Schnell entdeckt sie, welch großes Repertoire an Rollen, auch abseits der Bühne, von einer Frau verlangt wird. Komödiantisches vermischt sich in diesem Spiel mit dem Tiefsinn, der entsteht, wenn man der Frage nachgeht: Wer bin ich eigentlich? Durchleben Sie mit der Schauspielerin Viviane Hanna auf humorvolle und erkenntnisreiche Weise den Weg von Illusionen zur Wirklichkeit. Heute und Samstag um 20 Uhr im Galli Theater.

Der Nacktputzer. Ein Junggeselle, der weit über die 30 noch im „Hotel-Mama“ wohnt, hat eine ungewöhnliche Therapieidee gegen die verklemmt sterile Atmosphäre zu Hause. Er engagiert heimlich einen Nacktputzer. Der Gast soll wieder Feuer in das Mutter-Leben bringen. Schließlich habe Patricia seit dem Tod ihres Mannes keinen nackten Mann mehr gesehen, denkt Thomas. Der unerwartete Anblick des nackten Putzmannes löst eine längst fellige Aussprache mit Sohn Thomas. Die liebenswürdig absurde Verwirrkomödie über Vertrauen, Verdrängung und Sexualität hält überraschende Wendungen  und zeigt uns wie irre ein fehlender Dialog in der Familie führen kann. Der Nacktputzer Andrzej noch dazu ein Ausländer aus Schlesien hält ungeahnte Überraschungen bereit. Heute und Samstag jeweils um 20 Uhr im Akzent-Theater.

 

Dancing Shoes – 2G konforme Indie-Pop/-Rock Party im Kesselhaus. Ob die Skinny Jeans nach anderthalb Jahren als Couchpotato noch passt? Mehr als ein Jahrzehnt nach der goldenen Glanzzeit der Retro-Indie-Welle um The Strokes, Arctic Monkeys & Co., wird es Zeit, die Hit-Singles wieder auszupacken und ein paar neue Durchstarter gleich dazu. Put on your Dancing Shoes, wenn du tanzt. This disco is out of control – we’re gonna burn this city. 22 Uhr.

///SAMSTAG///

2G konformer Flohmarkt im Schlachthof (in der Halle). Weil das letzte Flohmarktwochenende alle so glücklich gemacht hat, macht der Schlachthof direkt weiter und nutzt die konzertfreie Zeit für einen Hallenflohmarkt. Um 10 Uhr.

Die Zauberine. In einer altmodischen Zauberschule treffen zwei aufeinander, die sich mit Zauberei beschäftigen. Die eine kann das Zaubern nicht lernen und die andere konnte es nie. Am Ende fragen sich Zauberin und Zauberine: Wie sieht eigentlich die moderne Zauberei aus und was können Alt und Jung voneinander lernen? Heute und Sonntag um 11 Uhr im Galli Theater.

Museumswerkstatt für Kinder: „Malen wie die Höhlenmaler“ – Erdfarben selbst herstellen. Für Kinder von 6 bis 12 Jahren, mit Irene Schwetz. Nach einer Erkundungstour arbeiten die Kinder selbst künstlerisch unter fachkundiger Begleitung. Anmeldung: bis Fr 16 Uhr, 0611/3352250 oder über den Online-Ticketshop des Museums. Um 11 Uhr.

Führung: Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden. Vor 100 Jahren im Juni 1921 traf Alexej von Jawlensky (1864-1941) sehr spontan, die Entscheidung, sich in Wiesbaden niederzulassen. Alles, was in den Jahren bis zu seinem Tod geschah, ist Thema der Jubiläumsausstellung. Nach dem Krieg wurde Jawlensky einer der identitätsstiftenden „Söhne“ der Stadt, sein Leben wurde erforscht und seine Kunst gesammelt. Die 111 Werke im Bestand des Museums, die sein gesamtes Schaffen von den frühen expressiven Köpfen bis zum seriellen Werk umreißen, werden erstmals komplett präsentiert. Mehr Infos unter museum-wiesbaden.de. Um 14 Uhr.

Eckhaus feiert Eröffnung.  Im „Eckhaus“ gehen nach langen Jahren des Leerestands wieder die Lichter an. Heute feiert das neue Betreiberduo im Bergkirchenviertel die Eröffnung der „Bar mit kleiner Küche“ und als „ein Ort, an dem vieles möglich ist“. Die Macher sprudeln vor Ideen. Und sie sind keine Unbekannten. Ab 14 Uhr.

Kinderkino: Madison – Ungebremste Girlpower im Caligari. Die zwölfjährige Madison trainiert wie besessen das Bahnradfahren, um in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, der Radprofi ist. Als sie aus dem Trainingscamp des Nationalkaders fliegt, flüchtet sie zu ihrer Mutter, die in Tirol Urlaub macht. In den Bergen tauscht sie widerwillig das Rennrad gegen ein Mountainbike und entdeckt ganz andere Seiten an sich. Beim Downhilling mit neuen Freund*innen merkt sie: Sport ohne Leistungsdruck macht viel mehr Spaß. Bald aber steht Madisons Vater vor der Tür und sie muss entscheiden, was sie wirklich will. Heute und Sonntag jeweils um 14.30 Uhr.

Die Bremer Stadtmusikanten. Ein lahmer Esel, ein müder Hund, eine zahnlose Katze und ein alter Hahn beschließen, zusammenzubleiben. Sie machen sich auf den Weg und finden ein neues Zuhause. Aber sie haben die Rechnung ohne die Räuber gemacht. Andererseits haben die Räuber auch die Rechnung ohne sie gemacht. Heute und Sonntag um 16 Uhr im Galli Theater.

exground – Jugendfilm des Monats: Räuberhände. Jungs mit Größe: Janik und Samuel haben das Abi geschafft und wollen zusammen nach Istanbul reisen – in ein neues, selbstbestimmtes Leben. Doch kurz vor dem Trip wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Die Reise der beiden verläuft anders als geplant. Um 17.30 Uhr im Caligari.

Foto: Robert Jentzsch

„Sie mich auch!“ – Best of Philipp Schaller im Theater im Pariser Hof. In seinem ersten Best-Of-Programm haut Philipp Schaller die ihm wichtigsten Texte raus, zeitlose und ganz aktuelle, gespielt und gelesen, von albern bis abgrundtief schwarz, hinterlistig bis makaber – nicht immer lustig, aber durchweg komisch. Schaller spielt keine Figuren, er findet sein Material in sich selbst und macht sich so zum Spiegel unserer absurden Sehnsüchte, Eitelkeiten, Feigheiten und Doppelmoral. Um 19.30 Uhr.

Literaturhaus: Jonathan Franzen im Livestream. Die Familiengeschichte des Jahrhunderts: Der neue Roman „Crossroads“ des hochgelobten US-Autors Jonathan Franzen. Mal komisch, mal zutiefst bewegend und immer spannungsreich: ein fulminantes Werk über die politischen, religiösen und sozialen Mythologien unserer Zeit. Franzens Romane zählen zu den bedeutendsten und eindrucksvollsten Werken der Gegenwart. Der Autor wird live zugeschaltet. Die Veranstaltung wird sowohl in englischer als auch deutscher Sprache stattfinden. Um 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine.

Ein Leben für den Film – Lotte Eisner im Caligari. Lotte H. Eisner – geboren 1896 in Berlin, gestorben 1983 in Paris – war eine Institution in der deutschen und französischen Filmszene des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Henri Langlois baute sie die Cinémathèque française auf, dank ihrer Filmpassion überlebte sie als Jüdin in Frankreich. Sie war als deutsche Exilantin ein Teil der Pariser Kulturszene, der sie deutsches Kino vermittelte. In ihrem epochalen Werk „Die dämonische Leinwand“, erschienen 1952 in Frankreich, setzte sie sich mit dem Weimarer Kino auseinander und begleitete in den 1960er-Jahren den Jungen Deutschen Film; insbesondere Werner Herzog und Wim Wenders verehrten sie und widmeten ihr Arbeiten. Anlässlich der 125. Wiederkehr ihres Geburtstags stellt das Porträt die biografischen Stationen von Lotte Eisners bewegtem Leben vor. Zu Gast: Das Filmteam der Ilona Grundmann Filmproduction. Um 20 Uhr.

 

Der kleine Prinz im Velvets Theater. Velvets-Bühnenfassung nach dem weltberühmten Buch von Antoine de Saint- Exupéry. Das Velvets-Kultstück seit über 40 Jahren! Mehr als 1600 Vorstellungen im In – und Ausland. Um 20 Uhr und Sonntag um 18 Uhr.

AUSVERKAUFT – KEINE ABENDKASSE ! Patrick Salmen im Studio ZR6. Kenner wissen: Der Name Patrick Salmen steht seit Jahren für bedingungslose Lebensbejahung und das innere Cocktailschirmchen in uns allen. Drum eilen Sie herbei, es wird ein Spektakel! Vielleicht werden Sie dann und wann aufschauen und laut verkünden: „Haha, ein schelmischer Jokus, den ich durchaus als galant und cremig beschreiben würde. Chapeau!“ Vielleicht aber auch nicht. Dann können Sie das Buch gerne als Untersetzer, Hut oder sehr sperriges Ausmalbuch benutzen. Falsche Eitelkeit liegt mir fern und im Grunde sind Bücher auch nur sehr elastische Bretter. Wie gesagt: ich bin da offen. Nach der Lesung: Resignierstunde. Oder Rave. Um 20 Uhr. (2G) / Foto: Timothy O´Sweebe

20 Jahre KNIETIEF IN BEATS – Drum’n’Bass Party im Kesselhaus, Schlachthof. HR-Musikredakteur Frank Eckert (DJ Franksen) feiert mit seiner Partyreihe 20-jähriges Jubiläum im Schlachthof. Zur Geburtstags-Sause bleibt Knietief sich und seinem Prinzip der Jahre treu: Guter Sound von guten Artists der Jungle Nation. Um 23 Uhr.

///SONNTAG///

Vortrag: Besser schlafen trotz Allergie. In Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen unter einer Hausstauballergie. Nachts sorgt dies für Beschwerden und stört den Schlaf. Dieser Vortrag hilft Allergikern sowie anderen Personen, die unter Schlafstörungen leiden, besser damit umzugehen. Sie erhalten Tipps und konkrete Anweisungen für eine gesündere Schlafhygiene. Um 10 Uhr in der Mehrzweckhalle Rambach.

Juden unter dem Halbmond – Die Damaskusaffäre. Am 5. Februar 1840 verschwanden ein Mönch und sein muslimischer Bediensteter in Damaskus. Die Christen machten die Juden für deren Verschwinden verantwortlich und bezichtigten sie des Mordes. Es war eines der ersten Male, dass die aus dem christlichen Mittelalter berüchtigte Ritualmordbeschuldigung in einem muslimischen Land geäußert wurde. Medien in aller Welt verfolgten das Ereignis und seine politischen Auswirkungen. Damit traten die „Juden unter dem Halbmond“ erstmals wirklich auch in das Bewusstsein der deutschen jüdischen Gemeinden des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Oliver Glatz, Judaist und Islamwissenschaftler und derzeit Mitarbeiter am Jüdischen Museum Berlin, werden wir unter anderem erfahren, wie die dadurch losgetretene Welle der Solidarität die jüdischen Gemeinschaften in den muslimischen Ländern von Grund auf verändern sollte. Anmeldung unter 0611/9333030 oder an lehrhaus@jg-wi.de unter Angabe der Adresse und Telefonnummer. Weitere Infos unter www.jg-wi.de/lehrhaus. Um 11 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden.

Führung: Jugendstil. Das Museum Wies­ba­den zeigt die Samm­lung von Ferdi­nand Wolf­gang Neess als dauer­hafte Präsen­ta­tion im Südflü­gel des Muse­ums Wies­ba­den. Die über 500 Objekte bilden einen Quer­schnitt durch alle Gattun­gen des Jugend­stils und führen beispiel­haft vor, in welcher Quali­tät und Stil­höhe die Kunst des ausge­hen­den 19. Jahr­hun­derts auftrat. Mit der Erst­prä­sen­ta­tion der Samm­lung Neess am 29. Juni 2019 stellt das Museum Wies­ba­den diese heraus­ra­gende Samm­lung zum ersten Male als Ganzes einer brei­ten Öffent­lich­keit aus und setzt Wies­ba­den damit auf die Karte der euro­päi­schen Jugend­stil­städte. Um 14 Uhr.

Von Handwerkern und dienstbaren Geistern – Eine EntdeckungsTour im Wiesbadener „Katzeloch“ (Bergkirchenviertel). Wiesbaden im 19. Jahrhundert: elegante Bühne der Gesellschaftskur und Dauerbaustelle. Dazu bedurfte es Heerscharen von Handwerkern, Hilfskräften sowie all der dienstbaren Geister, die für das Wohlergehen die vornehmen Herrschaften in der Weltkurstadt zu sorgen hatten. Sorgsam dem Blick der Gäste entzogen, lebten diese „kleinen Leute“ im Quartier um die Bergkirche, das die Wiesbadener das „Katzeloch“ nennen. Karten vor Ort, Reservierungen unter 0611/507427. Treffpunkt um 15 Uhr am Kochbrunnen.

Führung „Edith Auerbach: Contre l’Oubli – Gegen das Vergessen“. Das Talent und die Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt sie früh, doch entscheidet sie sich, teils auf familiären Wunsch hin, zunächst für das Studium der Kunstgeschichte in München und finanziert nebenbei ihren Zeichen- und Malunterricht selbst. 1926 geht sie schließlich nach Paris, um dort endlich als Künstlerin zu leben und zu wirken. Sie zeichnet in den berühmten Künstler:innencafés und lebt am Montparnasse. Der 2. Weltkrieg und die Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten beenden diese Zeit jäh. Am 15. Mai 1940 wird Edith Auerbach von Paris aus in das größte französische Internierungslager Lager ‚Camp de Gurs‘ in den Pyrenäen deportiert. In den Qualen der Gefangenschaft versuchen viele Internierte des Lagers ihre Emigration in die U.S.A. zu. Um 15 Uhr im frauen museum Wiesbaden.

Führung: Kristalle – Vom Diamanten bis zum Gips. Mineralien bilden unsere Welt und sind meist Millionen von Jahren alt. Auch für Lebewesen sind sie unentbehrlich. Manche lassen sich nur an einem Ort der Welt finden, andere nahezu überall. Mit den Augen, den Händen und mit Experimenten können Kinder und Erwachsene die Welt der Mineralien in der Ausstellung erforschen. Mehr Infos unter museum-wiesbaden.de/kristalle. Um 15 Uhr.

Puppentheater Alys Paletti – Das Unglück von Clown Dussel. Clown Dussel ist rückwärts gegen einen Elefanten gelaufen und hat dadurch sein Gedächtnis verloren. Wie kommt nun sein Gedächtnis wieder zurück?  Mit Hilfe der Kinder wird Clown Dussel es schaffen. Um 16 Uhr im Bürgerhaus Kastel.

„Das Wunschkonzert der Extraklasse“ – Musik-Impro-Show mit Notenlos im Thalhaus. Zwei Typen, zwei Flügel, zwei Stimmen und ein Abend voller Überraschungen: Bastian Pusch und Andreas Speckmann präsentieren ein Wunschkonzert der Extraklasse, das jedes Mal komplett anders klingt – ganz nach Lust, Laune und Kreativität des Publikums. Das gestaltet den Abend nämlich interaktiv mit. Um 18 Uhr.

Der Nacktputzer. Ein Junggeselle, der weit über die 30 noch im „Hotel-Mama“ wohnt, hat eine ungewöhnliche Therapieidee gegen die verklemmt sterile Atmosphäre zu Hause. Er engagiert heimlich einen Nacktputzer. Der Gast soll wieder Feuer in das Mutter-Leben bringen. Schließlich habe Patricia seit dem Tod ihres Mannes keinen nackten Mann mehr gesehen, denkt Thomas. Der unerwartete Anblick des nackten Putzmannes löst eine längst fellige Aussprache mit Sohn Thomas. Die liebenswürdig absurde Verwirrkomödie über Vertrauen, Verdrängung und Sexualität hält überraschende Wendungen  und zeigt uns wie irre ein fehlender Dialog in der Familie führen kann. Der Nacktputzer Andrzej noch dazu ein Ausländer aus Schlesien hält ungeahnte Überraschungen bereit. Um 20 Uhr im Marleen.

New Order – Die neue Weltordnung im Caligari. Die Welt einer wohlhabenden Familie gerät aus den Fugen, als die pompöse Hochzeitsfeier ihrer Tochter von einer Gruppe armer Aufständischer gestört wird, die in einem brutalen Kampf die Hochzeitsgäste in ihre Gewalt bringen. Nur die empathische Braut, die sich gegen den Willen ihrer reichen Familie für einen ihrer Angestellten einsetzt, bleibt zunächst verschont, muss aber schnell erkennen, dass der Klassenkampf weit mehr als ein Aufstand der Armen ist. Das komplette politische System bricht zusammen, und sie findet sich in einer brutalen Militärdiktatur wieder. Um 20 Uhr.

SONST NOCH WAS? WEITERE WIESBADEN-WOCHENENDE-TIPPS EINFACH HIER ALS KOMMENTAR POSTEN.