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sensor-Wochenendfahrplan: Neuer Club, vertrautes Festival und viel zu “seen”

Von Selma Unglaube und Maximilian Wegener. Fotos Veranstalter. 

Das wundervolle goEast-Festival gibt unterschiedlichste Gelegenheiten zum Eintauchen in spannende Welten auf der Leinwand, aber auch einfach in die einzigartige Atmosphäre und besonderes Festivalflair. Außer Filmen gibt es spannende Specials. Und außer goEast gibt es auch vieles zu sehen und zu erleben an diesem Wochenende. Und auf der Taunusstraße versucht mal wieder ein neuer Club sein Glück im ehemaligen Cubique – Troja (Foto) lädt an diesem Wochenende zu Partys bei freiem Eintritt ein.

>>>Freitag<<<

Eddie Constantine und Maya Constantine bei “goEast”. Eines der bestimmenden goEast- Themen dieses Jahr: „Die wilden Neunziger” und die Frage “Bleibt alles anders?”. Der Umbruch nach dem Mauerfall, der sich in diesem Jahr zum dreißigsten Mal jährt, wird mit einem eigenen Programm in den Fokus gerückt.  Im Festivalzentrum (Casino-Gesellschaft, Friedrichstraße 22) läuft heute um 16 Uhr der Godard-Film “Germany Year 90 Nine Zero” (Deutschland Neu(n) Null) mit Geheimagent Lemmy Caution alias Eddie Constantine. Der kultige Filmstar lebte bis zu seinem Tod im Februar 1993 in Wiesbaden. Kurz nach dem Mauerfall schlendert er in dem Film, der als visuelles Essay daherkommt, durch Berlin und erinnert sich an Ereignisse der deutschen und europäischen Geschichte, die zu ihrem Bau führten. Im Anschluss an den 62-Minuten-Film wird  sensor-Chefredakteur Dirk Fellinghauer ein Gespräch mit Eddie Constantines Witwe Maya Constantine führen. Um 16 Uhr. Um 20.30 Uhr gibt es das Panelgespräch “What Went Wrong in the Nineties?”.

“Ab in die Küche!” in der Kulturstube Westend/Kubis e.V.. Gesundes und saisonales Essen einfach zubereitet: Passend zum Frühjahr widmet sich die Kulturstube dem Thema gesunde Ernährung und wie diese auch in der eigenen Küche ohne großen zeitlichen Aufwand Platz findet. Außerdem geht es um die Entdeckung alter und neuer Gemüsesorten und die bunte Vielfalt der Lebensmittel. Um 19 Uhr.

“Rettet die Bienenkönigin” im Schloss Freudenberg. Die Königin spricht: “Um uns musst du dir keine Sorgen machen, wir schaffen es ohne Euch. Wir sind uns nur nicht sicher, ob ihr Menschen es ohne uns schafft.” Ein öffentlicher Gesprächs- und Forschungsabend mit folgenden Impuls-Beiträgen: Wir müssen den Bienenköniginnen helfen. Um 19 Uhr.

Pub-Quiz Mini-Special im Finale. Das nächste Pub-Quiz von Carsten Gettkandt und Steven Noll findet nicht wie sonst am Donnerstag, sondern am Freitag statt – damit alle, die möchten, danach etwas länger sitzen bleiben können. Austragungsort für das Kneipenquiz ist dieses Mal das Finale in der Emser Straße. Gequizzt wird in 6 Kategorien mit jeweils 10 Fragen, hauptsächlich geht es um Allgemeinwissen, Geografie, Naturwissenschaften, Geschichte, Technik, Gastronomie, Klatsch und Tratsch und Popkultur beeinflusst – kuriose Kategorien wie Zauberei, Vampire, James Bond oder alles rund um den Spargel kommen aber auch vor. Alle Teilnehmer bilden Teams und spielen um den Pott. Wer die meisten richtigen Antworten hat, gewinnt. Der Einsatz wird vor Ort festgelegt. Um 19 Uhr.

“Unruhe” in der Walkmühle. In ihrer neuen abendfüllenden Performance erforscht die Tanz- und Performancekünstlerin Mareike Buchmann das Phänomen der Unruhe. Inspiriert wurde sie dazu von einer persönlichen Unruheempfindung: dem Restless Legs Syndrom (RLS). Gleich einem Nervensystem kreiert sie mit dem Sound von Mirko Danihel und dem Lichtraum von Simon Hegenberg ein organisches Gefüge, welches Signale und Reize aufnimmt und aussendet. Dabei entstehen Bilder zwischen Spannung und Entspannung, Zartheit und Irritation, Lärm und Stille. In ihnen verwandelt sich der Körper von Mareike Buchmann von Bild zu Bild, sie ist nie die Eine oder das Andere. Freitag und Samstag um jeweils 20 Uhr.

Shisha&Club im Troja. Eine Shisha rauchen oder doch lieber in den Club? Das Troja macht die Entscheidung überflüssig und bringt beides in einem Paket zusammen. Am “Freaky Friday” wird zur gemütlichen Wasserpfeife zu den besten Beats von DJ Sir Label getanzt, mit dem Besten aus Hip-Hop, RnB und Reggae. Ab 21 Uhr.

Gestüt Renz – Die Party #6 im Kulturpalast. The horse is back in town again❗️ Gestüt Renz präsentiert die sechste Ausgabe seiner Party im Kulturpalast. Aus zwei Floors am Start:  Los Avocados mot Dopeshit, 80er, 90er und Urban & Electro in der Halle und  Pascal Rueck  mit House & Techno im Café. Ab 22 Uhr.

goEast!-Party im Schlachthof featuring Alyona Alyona. Ordentlich Frauenpower gibt’s in diesem Jahr bei der traditionellen goEast Schlachthof-Party! Das Filmfestival holt das ukrainische Rap-Phänomen Alyona Alyona zum ersten Mal nach Deutschland. Die 27-jährige ehemalige Kindergarten-Erzieherin beeindruckt mit Flow, Attitude und sozialkritischen, zugleich aber selbstironischen Texten kombiniert mit aktuellem Trap-Sound, der die düsteren Bilder der postsowjetischen Vorstädte romantisch untermalt. Dazu & danach: DJ Katja Garmasch vom Kompott/Köln mit einem tanzbaren Mix von Baikal nach Balkan, in Galopp durch Europa und über Afrika nach Südamerika – Creme de la Creme oder Saure Sahne des globalen Dancefloors. Von Polka bis Reggaeton kann alles passieren. Um 23 Uhr.

>>>Samstag<<<

see-Conference 14 im Schlachthof. Einmal im Jahr wird Wiesbaden zum Mekka der zukunftsweisenden Ideen und Visionen. Die see-Conference bringt alljährlich internationale Vor- und Querdenker in die Stadt.  Der Aufgalopp der Kreativköpfe lockt Publikum nicht nur aus Wiesbaden und Rhein-Main, sondern aus ganz Deutschland und auch aus Europa an. An diesem Samstag findet die see 14, organisiert vom Verein „Bilder der Zukunft”, präsentiert von sensor, im Schlachthof statt. Vier Sprecherinnen und vier Sprecher sind am Start – mit ganz unterschiedlichen Themen, aber einer gemeinsamen Vision: “Aufklärung durch Visualisierung”. Am Sonntag sind dann alle Interessierten zum see Camp willkommen. Ab 9.30 Uhr. Letzte Tickets unter www.see-conference.org

Kinder mittenDRIN beim Nassauischen Kunsterverein Wiesbaden. Zum ersten Mal in diesem Jahr veranstaltet der Nassauische Kunstverein an diesem Samstag sein Kinderprogramm Kinder mittenDRIN. Geboten wird eine freie Experimentierwerkstatt für junge Kunstliebhaber, die eigene Ideen durch die Begegnung mit den Werken der aktuellen Ausstellung angeregt. Materialien können ausprobiert und eigene kleine Kunstwerke geschaffen werden. Eltern dürfen auf Wunsch gerne anwesend sein und auch mitmachen oder einfach durch die Ausstellung flanieren. Um 11 Uhr.

Shop-Eröffnung “Grünes Gold” in der Wagemannstraße. Hanfprodukte erleben zurzeit einen regelrechten Boom. Mit Grünes Gold bekommt nun auch die Wiesbadener Innenstadt einen Shop. der verschiedenste Hanf-Produkte verkauft. Diese enthalten aber, anders als verbotenes Cannabis, nicht den psychoaktiven Wirkstoff THC, sondern das  „Cannabidiol“ CBD, das weder high noch süchtig macht! Zur Eröffnung gibt es 10% Rabatt und frisch gebrühten Tee. Ab 11 Uhr.

Paneuropäisches Picknick auf dem Schlossplatz. Eine Friedensdemonstration von PerformanceKünstlerInnen in Österreich und Ungarn namens „Paneuropäisches Picknick“ schrieb vor 30 Jahren Geschichte. Kunst überwand an diesem Tag territoriale Grenzen – und das ganz aus Versehen. Das goEast!-Festival knüpft an dieses Ereignis mit einem sprichwörtlichen Picknik an und präsentiert Kultur, Essen und Musik im wunderbarem Ambiente des Wiesbadener Schlossplatzes. Wer dem roten Teppich von der Marktstraße folgt, findet den Weg zu diversen osteuropäischen Köstlichkeiten und bester Unterhaltung. Kulturvereine aus der Region stellen sich vor, dazu gibt es Original-Trabbis, feinste musikalische Unterhaltung der Band Mala Isbuschka sowie von DJ Janeck und die Möglichkeit, mit Menschen ganz unterschiedlicher Kulturräume zusammenzukommen. Ab 11 Uhr.

War im Hinspiel in Köln einer der Torschützen: Marcel Titsch RiveroSVWW erwartet Fortuna Köln. Nachdem sich der SVWW  bei seinem letzten Spiel in Zwickau mit 1:2 geschlagen geben musste, tritt er an diesem Samstag mit dem Motto “fortes fortuna adiuvat – den Mutigen hilft das Glück” im heimischen Stadion gegen Fortuna Köln an. Für Optimismus gibt es guten Grund, immerhin war das Hinspiel im Kölner Südstadion mit 7:0 ein absoluter Rekordsieg für die Wiesbadener. Auf einen leichten Heimsieg stellt sich der Gastgeber aber trotzdem nicht ein. Die Fortuna, sagt SVWW-Coach Rehm, habe sich gefestigt und entwickelt und ihre Defensive stabilisiert. Rehm erwartet deshalb ein enges Spiel gegen den Tabellenfünfzehnten aus Köln. Um 14 Uhr.

„Kyoto mon Amour“: Jazzkonzert in der Mauritus-Mediathek. Eric Schaefer hebt die Jazzwelt abermals aus so manchen Angeln. Mit „Kyoto mon Amour“ wagt der Schlagzeuger und Komponist den Brückenschlag zwischen westlicher und japanischer Musik. Der Grundstein zu diesem Projekt wurde 2012 bei einem dreimonatigen Studienaufenthalt Schaefers in der alten Kaiserstadt Kyoto gelegt. Intensiv studierte er japanisches Theater, hörte die alte höfische Musik, machte sich mit traditionellen Instrumenten vertraut, besuchte Tempel und wanderte in die umliegenden Berge mit ihrem samtenen Moos und roten Ahornkronen. Eindrücke, die sich in Klangideen und Kompositionen niederschlugen. Begleitet wird Schaefer von Kazutoki Umezu an Klarinette und Bassklarinette, von Naoko Kikuchi auf der Koto und von John Eckhardt am Bass. Um 20 Uhr.

We remember Fritz – Tribute to Fritz Rau im Studio Zr6. Der 2013 verstorbene Fritz Rau war sicherlich der bekannteste Konzertveranstalter Deutschlands. Über fünfzig Jahre holte er die Weltelite des Jazz, Blues und Rock auf die Bühnen Europas und tourte später mit seinen Vorträgen „Talk & Musik“ durchs Land. Seine Lebensgefährtin Friederike Weisse und die Musiker Jürgen Schwab und Biber Herrmann haben Rau in den letzten Jahren auf seinen Vortragsreisen begleitet und es sich zur Aufgabe gemacht, sein Andenken lebendig zu halten – mit Berichten und Anekdoten und mit Musik. Dabei werden die drei Weggefährten auch ein ganz persönliches Licht auf den Konzert-Giganten werfen. Um 20 Uhr.

Durch das „Katzeloch bei Nacht”: EntdeckungsTour durch das Bergkirchenviertel mit der Laterne. Im „Katzeloch“ wohnten die „einfachen Leute“: Handwerker, Tagelöhner, kleine Gewerbetreibende, Dienstpersonal. Die Weltkurstadt war auf die Dienste von Legionen hilfreicher Geister angewiesen, nur sollten sie sich bitteschön im Hintergrund halten und nicht zu sehr in Erscheinung treten. Die Tour startet am Römertor, genießt vom Schulberg einen Blick auf die erleuchtete Innenstadt, spaziert durch die nächtlichen Straßen des Quartiers und erprobt historische Kochrezepte. Das Innere der Bergkirche erstrahlt im Glanz ihrer Lichter (mit Innenbesichtigung) und Lichter funkeln schließlich im Sektglas, das zum Ausklang der Tour am Kochbrunnen gereicht wird. Beginn um 20.30 Uhr am Römertor in der Coulinstraße.

Party im neuen Troja Club. Wer sich den neuen Troja Club auf der Taunusstraße mal aus der Nähe anschauen will, ist an diesem SAMSTAG zur SATURDAY NIGHTS-Party willkommen – bei freiem Eintritt ab 21 Uhr, mit Deejay Shamir Liberg und einem Mix aus HipHop, RnB, Deutschrap und Orient. Wer sich erst mal Fotos anschauen will, bekommt hier sensor-Einblicke.

Party: goEast! goes Steppe im goEast!-Festivalzentrum Friedrichstraße. Traditionell steppt Samstagnacht der Bär im Festivalzentrum. Spätestens um 23 Uhr hält es niemanden mehr chillend auf den Sesseln, alle tanzen ausgelassen und genießen kalte Drinks. Diesmal stehen DJ Abror und DJane Dina Nour vom Projekt „Dance with the Stans“ hinter den Decks und bringen mit zentralasiatischen Elektro & Beats den Sound der Steppe ins Festivalzentrum in der Wiesbadener Casino-Gesellschaft. Um 23 Uhr.

>>>Sonntag<<<

see-Camp auf dem Scholz&Volkmer Campus. Begleitend zur vierzehnten see-Conference im Schlachthof findet auch in diesem Jahr das see-Camp statt. Unter anderem im Programm: Workshops wie “Stadtluftanzeiger to go”, “Siebdruck”, “Aus Mist Gold machen”, Diskussionsrunden zum Thema “Fridays for Future” und zur “Circular Economy” in Wiesbaden, der Doku-Film “Closing the Loop”, die Foto-Ausstellung “Five Minute Portraits” und ganztägig kulinarische Versorgung vom Kiezkaufhaus, den Maldaner Coffee Roasters, Wurm & Sturm und Schloß Freudenberg. Ab 10.30 Uhr. Eintritt frei, alle willkommen.

DIY DesignMarkt in den Kurhaus-Kolonnaden. Nationale Labels und Designer aus den Bereichen Kunst, Fotografie, Design, Illustration, Accessoires, Schmuck, Upcycling & Fashion präsentieren ihre Produkte beim DIY DesignMarkt Wiesbaden in entspannter und persönlicher Atmosphäre. Ob ein besonderes Wohnaccessoires für Zuhause oder ein stylisches Teil für den Kleiderschrank – hier können sich die Besucherinnen und Besucher von den Ausstellern beraten lassen und die Geschichten und die Philosophien hinter den Arbeiten erfahren. Es lockt ein Sonntag voller Kreativität, neuen Eindrücken, im tollen Ambiente und mit leckeren Genusswaren. Ab 11 Uhr.
Vortrag: „Kongressstadt Wiesbaden“ im Theater im Pariser Hof.Wiesbaden hat eine lange Geschichte als Kongressstadt. Die besondere Eignung beruhte bereits im 19. Jahrhundert auf den zahlreichen Hotels und dem angenehmen Ambiente der Kurstadt. Während heute die Kur eher eine Randerscheinung geworden ist, wurden die Kongresse immer wichtiger für die Stadt. Nach dem Kurzvortrag von Stadtarchivleiterin Dr. Brigitte Streich zur Geschichte der Kongressstadt, findet eine Diskussion zu der Frage „Wie ist der Stand des Kongresswesens, wie kann es weiterentwickelt werden?“ statt. Um 14.30 Uhr.

EntdeckungsTour: Die Villen an der Emser Straße. Bereits in den 1840er Jahren errichtete der Bauunternehmer Ludwig Querfeld an der Emser Straße und im Walkmühltal erste klassizistische Landhäuser – das Villengebiet gehört damit zu den ältesten der Stadt.  Weil südlich ein Quartier für eher finanzschwächere Mieter entstand und der nördliche Abhang erst nach der Auflassung des Malapertschen Hofguts 1879 zur Verfügung stand, präsentiert das Gebiet heute die volle architektonische Bandbreite des Villenbaus zwischen den Anfängen um 1840 und dem ersten Weltkrieg . Die Tour startet um 15 Uhr an der Einmündung der Hellmundstraße in die Emser Straße.

Being As An Ocean im Schlachthof. Being As An Ocean aus Alpine, Kalifornien ist im Schlachthof ein gern gesehener Gast. Plötzliche Wutausbrüche akzentuieren den typischen Klang der Band, der Melodic-Hardcore mit rauen Vocals zusammenführt. Beeindruckend, wie Sänger Joel Quartuccios Gesang mit dem Rest der Band zusammenspielt und mühelos zwischen himmelstürmender Melodie und bodenloser Schwermut changiert. Gerüchteweise soll noch dieses Jahr ein neues Album erscheinen. Die Special Guests des Abends sind das Melodic Harcore-Quartett Counterparts aus Hamilton, Ontario sowie die Waliser Senkrechtstarter Holding Absence. Um 19.30 Uhr.

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