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Straßengespräch: Michaela Kuntz (Sozialarbeiterin, 27) & Sandra Jouaux (Sozialpädagogin, 28)

Interview und Foto: Maximilian Wegener.

Das 30. Jubiläum des Mauerfalls wurde gerade groß gefeiert. Wenn ihr hier in Wiesbaden am Platz der Deutschen Einheit vor dem Original-Mauerstück steht – was fällt euch dazu ein? 

Dass es auch heute noch überall in der Welt und auch in unserer Gesellschaft Mauern gibt, die Menschen trennen – sprichwörtlich und im übertragenden Sinn.

Haben die Teilung Deutschlands und der Mauerfall nach so langer Zeit noch Relevanz?

Ja, auf jeden Fall. Der Osten bleibt ja bis heute schlechter gestellt. Und Mauern sind hoch aktuell – wir erleben heute beispielsweise in den USA, Israel oder ganz aktuell mit der Sicherheitszone Syrien, wie Grenzen Menschen trennen. Der Mauerfall ist aber auch ein Zeichen, dass Mauern immer irgendwann überwunden werden – auch wenn dem jahrzehntelanges Leid vorausgeht.

 Können Mauern auch Positives bewirken?

Ja, in Zypern beispielsweise hat die Mauer durch die UN Frieden bewahrt – aber auf der anderen Seite war der Preis dafür Spaltung. Menschen über eine Mauer hinweg zu vereinen, ist schwierig.

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