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“Weltoffenes Wiesbaden” – Bündnis für Demokratie macht am Freitag gegen NPD-Deutschland-Tour mobil

 

 

 

Unter dem Motto „Für eine freiheitliche, demokratische und weltoffene Stadt“ ruft das Wiesbadener Bündnis für Demokratie alle Wiesbadener für Freitag, 27. Juli, 10.30 Uhr, in die Reisinger Anlagen zur Kundgebung gegen die so genannte Deutschland-Tour der rechtsextremistischen NPD auf. Die NPD ist derzeit mit fremdenfeindlichen und europakritischen Thesen in deutschen Großstädten unterwegs, am Freitag soll der NPD-Lastwagen auf dem Vorplatz vor dem Hauptbahnhof Halt machen.

„Wir sind eine tolerante und weltoffene Stadt, in der Menschen aus vielen Ländern leben und arbeiten – deshalb hat die NPD in Wiesbaden nichts verloren. Das wollen wir dieser Partei, die unter dem Vorwand der Sorge um den Euro dumpfe Stimmung gegen alles Fremde macht, auch mitteilen“, erläutert Simon Rottloff vom Bündnis für Demokratie den Aufruf zur Gegenkundgebung. Das 2010 gegründete Bündnis wird von den beiden Kirchen, den Gewerkschaften und der Arbeiterwohlfahrt getragen sowie von CDU und SPD unterstützt.

„Als Bündnis treten wir ein für eine freiheitlich-demokratisch verfasste, weltoffene und von wechselseitiger Toleranz der Menschen geprägten Gesellschaft. Diese wollen wir verteidigen und appellieren an alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener, die diese Auffassung teilen, am Freitag um 10.30 Uhr ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und menschenverachtendes, intolerantes Gedankengut zu setzen“, schließt Rottloff seinen Appell.

Das „Bündnis für Demokratie“ wurde im Oktober 2010 als Reaktion auf den Naziaufmarsch am 8. Mai 2010 in Wiesbaden gegründet. Getragen von Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, des DGB, der AWO sowie von CDU und SPD wurde ein möglichst breites Bündnis organisiert, das bereit ist, sich öffentlich für Demokratie, Toleranz, Pluralismus und Menschlichkeit einzusetzen. Aus der Mitte des Bündnisses wurde eine Koordinierungsgruppe gebildet, “die im Fall des Falles (Naziaufmarsch) ein möglichst schnelles Handeln gewährleisten soll – im Besonderen ist hier der friedliche Protest gemeint, Extremismus wird nicht akzeptiert”.

Zitat aus der Grundsatzerklärung:

„Wir sind Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Wir leben damit in einer freiheitlich-demokratisch verfassten, weltoffenen und von wechselseitiger Toleranz der hier beheimateten Menschen und ihrer Kulturen geprägten Gesellschaft. Wir wissen, dass dies alles keine Selbstverständlichkeiten sind und uns allein deshalb schon eine besondere Verantwortung für die Bewahrung und Entfaltung unserer Demokratie zukommt.“

 

Ein Kommentar ““Weltoffenes Wiesbaden” – Bündnis für Demokratie macht am Freitag gegen NPD-Deutschland-Tour mobil

  1. Genau, gegen jegliche Form von Extremismus – was`n das für ein komisches Bündnis? Und wieso hat davon noch niemand gehört?

    Protest gegen die NPD ist wichtig, aber doch bitte nicht so….

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