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„Zornig, wie mit Ihnen umgegangen wird“: Wiesbadens Ex-OB Achim Exner schreibt Solidaritätspost an die Bundeskanzlerin

Wiesbadens OB a.D. Achim Exner.
Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der frühere Wiesbadener Oberbürgermeister Achim Exner hat sich per Facebook-Post an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt wegen des öffentlichen und medialen Umgangs mit ihren Zitteranfällen – und mit seiner Solidaritätsbekundung offenbar den Nerv vieler Menschen getroffen.

Bisher über 1000 Likes, rund 150 Kommentare mit zustimmendem und dankbarem Tenor, 270 geteilte Inhalte seiner Worte an die „Liebe Frau Dr. Merkel“ zeugen davon. „Ich bin zornig ,wie mit Ihnen derzeit umgegangen wird“, schreibt der SPD-Mann, der in diesem Dezember 75 wird. Exner war von 1985 bis 1997 Oberbürgermeister von Wiesbaden und hat sich bekanntlich während seiner Amtszeit nie geschont.

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„Gönnen Sie sich ein wenig Erholung, die haben sie verdient. Ich weiß, wovon ich rede – in sehr viel kleinerem Maßstab“, rät der gebürtige Breslauer, der seit vielen Jahren zwischen Wiesbaden und seiner Zweitheimat auf der Karibikinsel Bonaire pendelt, der gesundheitlich angeschlagenen Bundeskanzlerin. Er selbst hat einen hohen gesundheitlichen Preis bezahlt, pflegt sein Lebemann-Image aber bis heute, wenn auch kombiniert mit sportlichen und gesundheitsfördernden Aktivitäten.

Sein Facebook-Post im Wortlaut:

„Liebe Frau Dr. Merkel,

Sie sind unsere, auch meine, Bundeskanzlerin. Ich bin zornig ,wie mit Ihnen derzeit umgegangen wird.
Jeder, der ein Unfallopfer mit Handy Kamera filmt, wird zurecht heute bestraft.
Aber unsere Medien dürfen gnadenlos Ihre Objektive sensationslüstern auf Sie richten, wenn es ihnen erkennbar nicht gut geht.

Sie arbeiten bis an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit für unser Land. Auch wenn man nicht immer einer Meinung mit Ihnen ist, das verdient allerhöchsten Respekt und keine niederträchtigen Kommentare.
Gönnen Sie sich ein wenig Erholung, die haben sie verdient. Ich weiß, wovon ich rede – in sehr viel kleinerem Maßstab.

Alles Gute
Achim Exner
Oberbürgermeister a. D.(SPD)“

(Dirk Fellinghauer/Fotos Bundesregierung/Steffen Kugler, privat)

3 Kommentare “„Zornig, wie mit Ihnen umgegangen wird“: Wiesbadens Ex-OB Achim Exner schreibt Solidaritätspost an die Bundeskanzlerin

  1. Achim Exner ,hat sich weit aus dem Fenster gelehnt mit seinem wohl gemeinten ,aber dennoch unpassenden Kommentar zum Gesundheitszustand unserer Kanzlerin. Was ihm sich entgangen ist,dass Bundeskanzlerin Angela Merkel keinen Facebook Account mehr inne hat und nur noch einen Instagram Account nutz. Da auch ich Facebook ablehne,kann ich nur wünschen ,dass sich Nutzer entsprechend äußern und nicht wie so oft merkwürdige Kommentare äußern.

  2. Ich habe Merkel nie gewählt und somit auch nicht mehr die CDU.
    Ich finde jedoch, wenn man in der Öffentlichkeit erkennbare Krankheitssymtome zeigt, dass dieses Amt nicht für Schwäche geeignet ist.

    Sie, Merkel selbst, hat in all den Jahren mit keiner Silbe ihre, auch für uns alle durch die Einwanderungs-Entscheidung, belasteten und durch Mord und Totschlag betroffenen Bürger, einmal angesprochen und einmal über diese
    Fehlentscheidung Zweifel angemeldet.
    Selbst das Attentat in Berlin, was sie erst einige Tage später besucht hat, war ihr das nicht wert.
    Da kann man vieles aufrufen, auch die AKK. Die Arme wird nun in der Luft zerrissen, weil sie dieser Position überhaupt nicht gewachsen ist.
    Abschliessend glaube ich, dass Merkel sie geholt hat Um MERZ zu verhindern.
    Was immer es auch ist. Als unsere Kanzlerin möchte ich auch nicht unbedingt ihre Krankheit mit Mitleid weicher sehen, aber auf einem Stuhl zu
    Sitzen ist eine Schwäche, die nach dem Mitleid nur schwer wieder Stärke erkennen lässt.
    Ich nehme ihr auch übel, dass sie von der Leyen nach Brüssel ruft, obwohl sie am
    Besten weiss, dass sie bis jetzt keine gute Ministerin war und schiebt die nun in diese Verantwortung, die sie nicht tragen kann.
    So, ich habe mich bemüht es sachlich zu halten, denn Krankheit ist für uns Alle ein Übel.
    Alles Gute für Merkel.

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